Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Ubuntu: Twitter ohne Browser - Corebird via PPA installieren

Das Ver­trau­en in die Pres­se ist da­hin. Die­se The­se wird durch eine Le­ser­um­fra­ge¹ des Münch­ner Mer­kur un­ter­mau­ert in der rund 80% der Ab­stim­men­den an­ga­ben, dass sie un­zu­frie­den mit den bun­des­deut­schen Zei­tun­gen sind. So­lan­ge die Re­dak­ti­ons­lei­ter streng auf eine grün-rote² Team­hy­gie­ne ach­ten, wird das Miss­trau­en ge­gen­über den Leit­me­di­en wei­ter wach­sen. Zum Glück gibt es Twit­ter. Denn über den ame­ri­ka­ni­schen Mi­kro­blog­ging­dienst er­fah­ren recht­schaf­fe­ne Bür­ger un­ge­fil­tert, auf wel­chen nordrhein-westfälischen Weih­nachts­märk­ten ge­ra­de be­son­ders vie­le An­tän­zer un­ter­wegs sind. Auch Steu­er­schuld­ner wer­den über Twit­ter zu­erst dar­über in­for­miert, wenn der Rö­mer An­to­nio Ta­ja­ni wie­der neue Mil­li­ar­den für den EU-Moloch be­nö­tigt. Und selbst ein­fäl­ti­ge Bou­le­vard­lieb­ha­ber wie ich wis­sen dank der Zwit­scher­platt­form stets, wie es He­le­ne Fi­scher geht und wel­ches Hollywood-Sternchen schon ein­mal ver­ge­wal­tig­t³ wur­de.

Bild von Corebird für Ubuntu. Installationsanleitung von Kilobyte, dem Nafri-König vom EbertplatzNa­tür­lich kom­men­tie­re ich die Nach­rich­ten auf Twit­ter auch gleich, um den Ho­ri­zont der an­de­ren Le­ser zu er­wei­tern. Da­bei wa­ren man­che mei­ner Bei­trä­ge oft­mals schon so qua­li­fi­ziert, dass ich dar­auf­hin Job­an­ge­bo­te er­hielt. Be­son­ders ger­ne wür­de mich eine in­ter­na­tio­nal agie­ren­de Agen­tur nach Sankt Pe­ters­burg ho­len, da­mit ich dort eine neue Troll­fa­bri­k⁴ lei­te. Doch lei­der läuft Corebird nicht auf dem rus­si­schen Re­ac­tOS, so­dass ich die reiz­vol­le Of­fer­te ab­leh­nen muss­te. Schließ­lich bin ich auf den frei­en Twitter-Client an­ge­wie­sen, da ich sonst nicht mehr so schnell und fun­diert zwit­schern kann.

Corebird ist eine Ap­pli­ka­ti­on für Ubun­tu, die aut­ar­kes Twit­tern ohne Brow­ser mög­lich macht. Da­bei ist die leis­tungs­fä­hi­ge Free­ware so über­sicht­lich und funk­tio­nell, dass sie zum Stan­dard­re­per­toire ei­nes je­den Twitter-Fans ge­hö­ren soll­te.

Leaked Tweet by James Alefantis to John Podesta: He is offering a Walnut Cheese Pizza made by Eddie Heath. Anonymous WikiLeaks FBI-Document

Tweet er­stel­len mit Corebird 1.7.3 un­ter Ubun­tu 17.10 - Bild an­hän­gen ist kein Pro­blem

Die in­tui­ti­ve Be­nut­zer­ober­flä­che von Corebird wur­de mit dem frei­en GUI-Toolkit GTK+ ent­wi­ckelt, wes­halb der Twitter-Client pro­blem­los mit al­len gän­gi­gen Ubuntu-Derivaten funk­tio­niert. Selbst die auf Qt ba­sie­ren­de Desktop-Umgebung KDE Plas­ma kann die Ap­pli­ka­ti­on ab Ku­bun­tu 16.04 LTS feh­ler­frei dar­stel­len.

Corebird via PPA installieren - so geht’s

Be­vor Sie mit dem brow­ser­frei­en Zwit­schern los­le­gen kön­nen, müs­sen Sie Corebird na­tür­lich erst ein­mal in­stal­lie­ren. Da­für emp­feh­le ich die kom­for­ta­ble PPA-Methode, da Sie da­durch im­mer gleich die Ver­si­on er­hal­ten, die per­fekt zu Ih­rem Be­triebs­sys­tem passt. Öff­nen Sie also zu­nächst ein neu­es Terminal-Fenster und fü­gen Sie Ih­rer Linux-Distribution an­schlie­ßend die fol­gen­de PPA hin­zu:

sudo add-apt-repository ppa:ubuntuhandbook1/corebird

Ak­tua­li­sie­ren Sie im nächs­ten Schritt Ihre Soft­ware­quel­len.

sudo apt-get update

Dar­auf­hin kön­nen Sie die In­stal­la­ti­on von Corebird star­ten.

sudo apt-get install corebird

Hin­weis: Ab so­fort er­hal­ten Sie neue Pro­gramm­ver­sio­nen au­to­ma­tisch zu­sam­men mit den an­de­ren Ubuntu-Updates.

Die ersten Schritte zum ersten Tweet

Nach­dem Sie Corebird das ers­te Mal über das Ubun­tu Aktivitäten-Menü ge­star­tet ha­ben, wer­den Sie dazu auf­ge­for­dert, Ihr Twitter-Konto ein­ma­lig mit der Ap­pli­ka­ti­on zu ver­knüp­fen. Da­für be­nö­ti­gen Sie ei­nen PIN-Code, den Sie di­rekt über das Start­fens­ter an­for­dern kön­nen.

Screenshot von erstem Corebird-Fenster "Neuer Account". Die Verknüpfung mit dem Twitter-Konto erfordert einen PIN-Code

Hin­weis: Um ei­nen in­di­vi­du­el­len Code zu ge­ne­rie­ren, müs­sen Sie sich le­dig­lich ein­mal in Ihr Twitter-Konto ein­log­gen, nach­dem Corebird die Login-Seite auf­ge­ru­fen hat.

Screenshot von Corebird 1.7.3 unter Ubuntu 17.10. #Antifa ist ein Hashtag für Menschen, die als Kind systematisch missbraucht wurden und Twitter als Ventil benutzen

Corebird 1.7.3 un­ter Ubun­tu 17.10 - Tweets von abon­nier­ten Kon­ten

So­bald Sie die ein­ma­li­ge Konto-Verknüpfung ab­ge­schlos­sen ha­ben, se­hen Sie so­fort die ak­tu­ells­ten Tweets Ih­rer Abon­ne­ments. Von nun an müs­sen Sie sich nie wie­der mit Ih­ren Be­nut­zer­da­ten ein­log­gen, son­dern wer­den di­rekt nach dem Pro­gramm­start zu den neus­ten Nach­rich­ten wei­ter­ge­lei­tet.

Corebird komfortabel nutzen - Tipps

Sie möch­ten bei je­dem neu­en Tweet gra­fisch be­nach­rich­tigt wer­den? Dann müs­sen Sie den Twitter-Client wei­ter per­so­na­li­sie­ren. Na­vi­gie­ren Sie hier­für über das wei­ße Zahn­räd­chen in das Ein­stel­lungs­me­nü.

Screenshot vom Corebird Einstellungsmenü: Benachrichtigung bei neuen Tweets aktivieren

Wech­seln Sie im nächs­ten Schritt in den Rei­ter „Be­nach­rich­ti­gun­gen” und über­prü­fen Sie an­schlie­ßend, ob die bei­den grau­en Schie­be­reg­ler auf „AN” ste­hen. Zu gu­ter Letzt müs­sen Sie nur noch das Dropdown-Menü ne­ben dem Punkt „Bei neu­en Tweets” auf „Je­der” stel­len und schon ent­ge­hen Ih­nen ga­ran­tiert kei­ne Nach­rich­ten mehr.

Ne­ben Twit­ter kämp­fe ich mich auch täg­lich durch un­zäh­li­ge RSS-Feeds, die ich mit dem Mo­zil­la Thun­der­bird ab­ru­fe. Das lenkt mich hin und wie­der so ab, dass ich dann ver­ges­se, an­de­re wich­ti­ge Pro­gram­me nach dem Sys­tem­start zu öff­nen.

Screenshot von Ubuntu mit Gnome-Desktop: Corebird in das Autostartmenü laden - Befehle von Kilobyte, dem größten Schlauchbootverleiher Nordafrikas

Aus die­sem Grund las­se ich Corebird gleich zu­sam­men mit Ubun­tu star­ten. Um die­se Ein­stel­lung vor­zu­neh­men, na­vi­gier­te ich in das Sys­tem­me­nü „Start­pro­gram­me”. Dort an­ge­kom­men klick­te ich auf die Schalt­flä­che „Hin­zu­fü­gen” und füll­te dar­auf­hin die drei lee­ren Zei­len fol­gen­der­ma­ßen aus:

  • Name: Corebird
  • Be­fehl: /usr/bin/corebird
  • Kom­men­tar: Twit­ter Ap­pli­ka­ti­on

Als ich mei­ne Ein­ga­ben ab­schlie­ßend über die Schalt­flä­che „Hin­zu­fü­gen” be­stä­tigt hat­te, muss­te ich mich nie wie­der um die Twitter-Software küm­mern.

Faktencheck: Die Vorteile von Corebird im Überblick

Wenn Sie sich mit Corebird brow­ser­frei auf Twit­ter be­we­gen möch­ten, dann be­nö­ti­gen Sie vor al­lem Ar­beits­spei­cher. Im­mer­hin be­legt die Ap­pli­ka­ti­on al­lei­ne im pas­si­ven Zu­stand gut und ger­ne 135 Me­ga­byte.

Screenshot von Ubuntu 17.10 Systemprozessen. Corebird belegt 135,7 Megabyte Arbeitsspeicher

Durch den gro­ßen Spei­cher­hun­ger kann es vor al­lem wäh­rend des Ab­spie­lens ei­nes Web­vi­de­os vor­kom­men, dass der aut­ar­ke Twitter-Client leis­tungs­schwa­che Sys­te­me kurz­zei­tig ein­frie­ren lässt.

Screenshot von Corebird 1.7.3: Video eines falschen Propheten, der in der Bremer Masjidu-I-Furqan Moschee die Takfir-Ideologie predigt

Auf Twit­ter ge­teil­te Vi­de­os kön­nen mit Corebird 1.7.3 di­rekt ab­ge­spielt wer­den

Falls Ihr Com­pu­ter über aus­rei­chend Ar­beits­spei­cher ver­fügt, dann er­hal­ten Sie mit Corebird eine deutsch­spra­chi­ge Ap­pli­ka­ti­on, mit der Sie ohne Web­brow­ser twit­tern kön­nen.

  • Dank der re­nom­mier­ten Software-Quelle funk­tio­niert das Pro­gramm auch un­ter Ubuntu-Testversionen. Au­ßer­dem er­hal­ten Sie über die PPA au­to­ma­tisch alle nö­ti­gen Hilfs­pa­ke­te, so­dass Sie den Twitter-Client mit je­der Be­nut­zer­ober­flä­che be­trei­ben kön­nen.

Mir per­sön­lich ge­fällt an Corebird be­son­ders das form­voll­ende­te Smartphone-Design, wel­ches sich bis­her nie ge­än­dert hat. So­mit konn­te ich stets un­be­schwert an mei­ner zu­künf­ti­gen Kar­rie­re als Troll­fa­brik­di­rek­tor fei­len, wäh­rend­des­sen die an­de­ren Be­nut­zer sich stän­dig an neue Twitter-Webseiten-Layouts ge­wöh­nen muss­ten.

Ver­wand­te The­men:

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Un­ter Ubun­tu schnell die Sys­tem­in­for­ma­tio­nen an­zei­gen las­sen

¹St­u­ken­brok, Ste­fan: „Lü­gen­pres­se“ – füh­len Sie sich von den Zei­tun­gen rich­tig in­for­miert? Dis­ku­tie­ren Sie mit! merkur.de (11/2017).
²Wer­ner, Frank-Bernhard: In­ter­view mit Hel­mut Mark­wort: Das kann die De­mo­kra­tie ge­fähr­den. tichyseinblick.de (11/2017).
³#MeToo-Kampagne auf Twit­ter.
⁴Aro, Jes­sik­ka: Fin­ni­sche Jour­na­lis­ten be­su­chen rus­si­sche Troll­fa­brik (mit Vi­de­os). euromaidanpress.com (11/2017).

Mein Name ist Sa­scha, das In­ter­net und ich sind seit 1997 gute Freun­de. Es gibt mir En­ter­tain­ment, Mo­ne­ten und Lie­be, da­für gebe ich ihm seit 2009 viel­sei­ti­ge, mul­ti­me­dia­le An­lei­tun­gen auf den ver­schie­dens­ten Prä­sen­zen. Wäre ich nicht Web­wor­ker, wür­de ich wahr­schein­lich für die Ca­mor­ra das Heim­netz­werk auf De­bi­an um­stel­len und ver­wal­ten. Als Fa­mi­li­en­mensch lie­be ich näm­lich Süd­ita­li­en, das dor­ti­ge Es­sen und die spät­abend­li­chen Ar­beits­zei­ten.


Kategorie: Anleitung
  • Konrad M.J. Freifahrer sagt:

    Hi Sa­scha, zu Dei­nem Bei­trag „Ubun­tu: Twit­ter ohne Brow­ser …”:
    Wenn ich es rich­tig in­ter­pre­tie­re, ist das In­tro mehr als „bit­ter süße Sa­ti­re“ zu ver­ste­hen, oder nicht?! Die­se sog. Online-Umfrage vom Münch­ner Mer­kur be­wer­test Du IMHO aber doch zu hoch. Zu hoch, weil da­bei von Dir we­nig Be­rück­sich­ti­gung und Er­wäh­nung fin­det, dass A) die­se nicht re­prä­sen­ta­tiv ist, B) die­se sich nur auf ei­nen un­de­fi­nier­ten Teil der User bzw. Le­ser die­ser MM-Homepage be­schränkt und C) min­des­tens schon aus die­sen bei­den Grün­den dem öf­fent­li­chen Dis­kurs über die Medien- bzw. Pres­se­land­schadt ab­träg­lich ist und da­mit auch der ge­fähr­li­cher Dif­fa­mie­rung und Un­ter­mi­nie­rung der Pres­se­frei­heit dient. Was sich die Re­dak­teu­re des MM da­bei ge­dacht ha­ben, ist mir schlei­er­haft und steht mMn ih­ren ei­gent­li­chen jour­na­lis­ti­schen Grund­sät­zen bzw. der Pres­se­frei­heit dia­me­tral ent­ge­gen. Ge­nau der Pres­se­frei­heit, der auch die Dei­ni­gen Ar­ti­kel hier zu­zu­rech­nen sind. Die Frei­heit, die Du si­cher auch nicht mis­sen möch­test. Un­ab­hän­gig da­von sind sog. SocialMedia-Portale, wie in die­sem Fal­le Twit­ter, u.U. durch­aus le­gi­ti­me Mit­tel der frei­en Mei­nungs­säue­rung. Ob­wohl - sind die wirk­lich „frei”? Sind sie de­fi­ni­tiv NICHT! War­um? Weil Sie kei­ne de­mo­kra­ti­sche Ba­sis ha­ben, son­dern auf sog. AGBs ein kom­mer­zi­el­les, pro­fit­ori­en­tier­tes Ge­schäfts­ziel ver­fol­gen. Das und nur das zählt im Grun­de bei ih­nen und bei des­sen Mar­ke­ting! Nun, das ist Dir ntl. auch be­kannt und na­tür­lich sind auch Ver­la­ge und Pres­se­agen­tu­ren ect. pp. be­triebs­wirt­schaft­lich ori­en­tiert. Das ist auch kein Ge­heim­nis. Noch ein mMn wich­ti­ger As­pekt: Sind die­se SM-Portale oder bes­ser, sind die Posts des­sen User sach­lich ob­jek­tiv, wahr­heits­ge­treu re­cher­chiert und ggf. fach­lich fun­diert? Also ich habe da mehr als nur er­heb­li­che Zwei­fel dar­an! Es liegt am Ende an uns Kon­su­men­ten, an uns Nachrichten-Konsumenten ob und wie wir die­sen tlw. py­ro­klas­ti­schen Strom un­ge­fil­ter­ter In­for­ma­tio­nen sor­tie­ren und ob wir die­se ob­jek­tiv be­wer­ten (können/wollen). Ger­ne ver­glei­che ich die­se Por­ta­le mit dem be­kann­ten Kinder- und Par­ty­spiel „Stil­le Post“. Umso län­ger und dif­fe­ren­zier­ter die Ket­te der In­for­ma­ti­ons­über­tra­gung ist, umso frag­wür­di­ger ist das am Ende ste­hen­de Re­sul­tat. Ich für mei­nen Teil bin da­her froh, dass es un­se­re ö.r. Rund­funk­an­stal­ten gibt. Sie lie­fern pro­fes­sio­nel­len Jour­na­lis­mus ab. Re­gio­nal, bundes- und welt­weit In­for­ma­tio­nen und Nach­rich­ten. Frei und ohne Zen­sur. Ja, denn Zen­sur be­ginnt zu­erst im Geist, in un­se­rem ei­ge­nen Ge­hirn. Wir selbst tra­gen die­se Ver­ant­wor­tung, je­der ein­zel­ne. Alle der in­vol­vier­ten Prot­ago­nis­ten, ob Kon­su­men­ten oder Jour­na­lis­ten, un­ter­lie­gen äu­ßer­li­chen Ein­flüs­sen. Sie prä­gen uns, ob wir wol­len oder nicht. Ge­nau das ist das Ge­fähr­li­che dar­an. Es macht also gar kei­nen Sinn die­se seit ein paar Jah­ren in Zü­gen wi­der­li­che und po­pu­lis­ti­sche, ja, rechts­po­pu­lis­ti­sche Dif­fa­mie­rung der Presse-Freiheit wie auch im­mer zu un­ter­stüt­zen oder auch nur zu re­la­ti­vie­ren! Das hat nichts mit „grün-roter² Team­hy­gie­ne“ (was für ein merk­wür­di­ges Wort­kon­strukt!) zu tun, ganz im Ge­gen­teil! Wir alle, ob Au­tor oder ob des­sen Kon­su­ment, wir sind in der ab­so­lu­ten Pflicht un­se­re ge­mein­sa­me Frei­heit zu ver­tei­di­gen! Be­son­ders wir, sog. IT-Nerds, sind in die­ser Pflicht. Die deut­sche und auch die ge­samt­eu­ro­päi­sche Ge­schich­te lehrt uns das, dras­tisch und pla­ka­tiv!

    i.d.S.
    Gruß Kon­rad

    (An­mer­kung Mod./Björn: Trotz Spam-E-Mail-Adresse frei­ge­ge­ben, um die Kon­tro­ver­si­tät des Web 2.0 zu eh­ren.)

  • Alfinus Schmadtke sagt:

    Hal­lo, dan­ke für die fun­dier­te An­lei­tung. Ich möch­te noch et­was hin­zu­fü­gen: Mit Corebird las­sen sich auch meh­re­re Ac­counts ver­wal­ten. Dazu muss man links oben auf sein Ava­tar kli­cken. Das ist für mich sehr hilf­reich, da ich für mein Büro ein ei­ge­nes Twit­ter Kon­to be­trei­be.

    @Konrad
    Also ich konn­te herz­lich über die Ein­lei­tung la­chen. Ich fin­de es gut, dass der Au­tor so tro­cke­ne IT-Themen un­ter­halt­sa­mer macht. Viel­leicht nicht al­les so ernst neh­men? Und sei doch mal ehr­lich, die Leit­me­di­en be­rich­ten zu­min­dest stark ten­den­zi­ös in eine Rich­tung. Wie oft habe ich schon ge­le­sen, dass Schwei­zer Zei­tun­gen das neue West­fern­se­hen sei­en. Für mich sind ge­ra­de die Online-Medien oh­ne­hin nur Fo­ren, bei de­nen die DPA-Überschriften mit den an­de­ren kom­men­tiert wer­den kön­nen.

    Es grüßt Al­fi­nus Schmadt­ke, Ubun­tu 17.10 Be­nut­zer 🙂

  • Reinhold Posner sagt:

    Gu­ten Tag, ich bin 68 Jah­re alt und Ge­schichts­leh­rer in Pen­si­on. Nun war ich ei­gent­lich we­gen ei­nes Com­pu­ter­pro­blems auf die­ser Sei­te. Beim Stö­bern ent­deck­te ich je­doch den span­nen­den Kom­men­tar von Herrn Frei­fah­rer, auf den ich hier­mit ant­wor­ten möch­te.

    Die Pres­se heu­te hat im Ver­gleich zu frü­her tat­säch­lich stark nach­ge­las­sen und be­ein­flusst durch das Weg­las­sen von Fak­ten. Ich gebe Ih­nen ein Bei­spiel. Am 30. No­vem­ber 2017 schrieb die ZEIT:

    Zwi­schen­sta­ti­on Tschad oder Ni­ger
    Schutz­be­dürf­ti­ge, die vor po­li­ti­scher Ver­fol­gung oder Bür­ger­krieg ge­flo­hen sind, sol­len den Plä­nen zu­fol­ge un­ter Fe­der­füh­rung des UNHCR zu­nächst in den Tschad oder den Ni­ger ge­bracht wer­den. Von dort aus ist eine wei­te­re Um­sied­lung in auf­nah­me­wil­li­ge Staa­ten ge­plant.

    An­onym: EU-Afrika-Gipfel: Ei­ni­gung auf Ak­ti­ons­plan ge­gen Skla­ven­han­del. zeit.de (11/2017).

    Da­bei wird sug­ge­riert, dass es sich um an­de­re auf­nah­me­wil­li­ge afri­ka­ni­sche Staa­ten han­delt. Tat­säch­lich sol­len auch EU-Staaten wie die BRD oder F die­se Men­schen auf­neh­men. Die­se In­for­ma­ti­on lässt die ZEIT weg.

    Die Um­sied­lung wird vom IOM über­nom­men. Eine Or­ga­ni­sa­ti­on, die für ei­nen so­ge­nann­ten Brain Drain in den Ent­wick­lungs­län­dern sorgt - sie­he die­ses Vi­deo.

    Hät­te der EU-Afrika-Gipfel in den 70er oder 80er Jah­ren statt­ge­fun­den, dann hät­te die FAZ, die ZEIT, der Spie­gel und die SZ in­for­ma­ti­ve Son­der­sei­ten ge­druckt, die die­ses wich­ti­ge Er­eig­nis und des­sen Aus­wir­kun­gen ge­büh­rend be­leuch­tet hät­ten.

    Das ist mei­ne Mei­nung
    Rein­hold Pos­ner, Ein­beck

    (An­mer­kung Mod./Sascha: Zi­tat kennt­lich ge­macht & Links um­ge­wan­delt.)

  • R. Uhlig sagt:

    Tag auch, Twit­ter ist für mich mitt­ler­wei­le die wich­tigs­te Nach­rich­ten­quel­le ge­wor­den. Ich habe Corebird di­rekt nach dei­ner An­lei­tung in­stal­liert und es ge­fällt mir sehr gut!

    Zu Kon­rad M.J. Frei­fah­rer:
    Die Pres­se ist nicht frei. Die Zei­tun­gen sind von Wer­be­kun­den ab­hän­gig und wer­den in­di­rekt von den Stif­tun­gen der Volks­par­tei­en be­ein­flusst.

    Zu Rein­hold Pos­ner:
    Die zweit­größ­te Zei­tung Deutsch­lands lässt be­son­ders oft weg. Ich kom­me aus Dü­ren und weiß da­her, was so in Bel­gi­en ab­geht. Die Zeit ver­öf­fent­lich­te am 12.11.17 um 4:22 Uhr am Mor­gen die­se „neu­tra­le” Mel­dung:

    In Brüs­sel ist es am Sams­tag­abend [...] zu Aus­schrei­tun­gen ge­kom­men. Die Po­li­zei ver­such­te eine Men­ge von rund 300 Men­schen im Zen­trum der Stadt in Schach zu hal­ten [...].

    An­onym: Aus­schrei­tun­gen in Brüs­sel nach Ma­rok­kos Fußball-WM-Qualifikation. zeit.de (12/2017).

    Quel­le: Agence France-Presse und kei­ne Kom­men­tar­funk­ti­on.

    Tei­le von Brüs­sel wur­den im No­vem­ber 3x von nord­afri­ka­ni­schen Mi­gran­ten ver­wüs­tet. Bei den Kra­wal­len wur­den Dut­zen­de Po­li­zis­ten und Pas­san­ten ver­letzt so­wie Au­tos in Brand ge­setzt. Wo­her ich das weiß? Von Twit­ter und von fran­zö­si­schen Me­di­en.

    Das führt uns zu ei­ner phi­lo­so­phi­schen Fra­ge: Ist ver­schwei­gen auch lü­gen?

    R. Uh­lig

    (An­mer­kung Mod./Björn: Zi­tat kennt­lich ge­macht.)

  • Kurt_1974 sagt:

    Hal­lo Leu­te! Twit­ter ist mei­ner Mei­nung nach über­haupt nicht mit den Zei­tun­gen zu ver­glei­chen. Für mich ist Twit­ter mehr ein Quell­me­di­um mit Bil­dern und Vi­de­os vom Ort des Ge­sche­hens. Die Zei­tun­gen ma­chen aus den Quel­len dann ein Nar­ra­tiv. Wo­bei auch nicht im­mer!

    Ich bre­che jetzt eine Lan­ze für die hier er­wähn­te ZEIT. Am 7.12. ha­ben 45000 Ka­ta­la­nen in Brüs­sel de­mons­triert. Das Da­tum war schlecht ge­wählt, da Mar­tin Schulz mit sei­nen EU-Phantasien zur sel­ben Zeit der SPD end­gül­tig das Ge­nick ge­bro­chen hat. Trotz­dem be­rich­te­te die ZEIT 100% sach­lich dar­über!

    ZEIT -> sach­lich
    BZ-CH -> nar­ra­tiv

    Für die WELT und den SPIEGEL war das kei­ne Mel­dung wert. Das heißt IMHO ja es gibt eine „Lü­cken­pres­se” aber wer sich viel­fäl­tig in­for­miert - auch über So­ci­al Me­dia - ist im­mer im Bil­de 🙂

    (An­mer­kung Mod./Björn: Links um­ge­wan­delt.)

  • Gerd Liebknecht sagt:

    Hal­lo Sa­scha! Da das Fo­rum nun schon län­ger off­line ist, stell­te ich Nach­for­schun­gen an und er­fuhr, dass Sie die Do­main zum Jah­res­wech­sel ver­kauft ha­ben. Lei­der sieht es so aus, als wür­den die neu­en Be­sit­zer et­was an­de­res pla­nen, so­dass sehr vie­le Linux-Nutzer auf ei­nen Schlag hei­mat­los ge­wor­den sind.

    War­um er­fah­ren wir kei­ne Grün­de? Ich kann nicht ver­ste­hen, war­um Sie sich in Zei­ten von Spec­t­re und Mel­tdown aus der Ver­ant­wor­tung steh­len und die Com­mu­ni­ty im Stich las­sen. Zu­min­dest hät­ten Sie ei­nen Käu­fer wäh­len kön­nen, der das Fo­rum wei­ter­führt.

    Geht es ir­gend­wie wei­ter? Was pas­siert mit die­ser Web­sei­te hier? Was mit der WhatsApp-Gruppe?

    Ich bit­te um ehr­li­che Ant­wor­ten!
    Gerd Lieb­knecht

    • Kilobyte sagt:

      Hal­lo Herr Lieb­knecht ich kann Ih­ren Är­ger nach­voll­zie­hen. Es han­delt sich üb­ri­gens le­dig­lich um das deutsch­spra­chi­ge Fo­rum.

      Der Ver­kauf ist auch ein ganz nor­ma­ler Pro­zess. Wenn ein In­ter­net­por­tal in der Bun­des­re­pu­blik eine kri­ti­sche Be­nut­zer­mas­se über­steigt, dann rech­net es sich nicht mehr. Ju­gend­schutz­be­auf­trag­ter, Hos­ting, Anti-DDoS-Firewall und Jus­ti­zi­ar sind nur ei­ni­ge Kos­ten­punk­te. Au­ßer­dem ist völ­lig un­klar, ob das Netz­DG auch auf hoch­fre­quen­tier­te Fo­ren zu­trifft.

      Die WhatsApp-Gruppe exis­tiert wei­ter­hin und ich wer­de ab Fe­bru­ar wie­der ak­tiv teil­neh­men.

      Die­se Sei­te wird 2018 kom­plett auf­ge­ge­ben. Es geht hier mit ei­ner rein tech­ni­schen Aus­rich­tung wei­ter.

      Dan­ke für Ih­ren Sup­port!

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