Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Ubuntu: Kostenloser Rennspielklassiker - SuperTuxKart via PPA installieren

Das Stu­ben­ho­cken war schon im­mer mei­ne al­ler­größ­te Lei­den­schaft. Wäh­rend­des­sen mei­ne im­pul­si­ven Klas­sen­ka­me­ra­den heim­lich rauch­ten oder Musik-CDs aus ei­nem Dro­ge­rie­markt klau­ten, saß ich vor al­lem im Hoch­som­mer blass vor dem Fern­se­her und spiel­te Su­per Ma­rio Kart auf mei­nem Su­per Nin­ten­do. Dass ich bei die­ser Ak­ti­vi­tät kei­ne kost­ba­re Le­bens­zeit ver­schenkt habe, be­wei­sen die Ver­kaufscharts der Online-Versandhändler, in de­nen die Neu­auf­la­gen mei­ner da­ma­li­gen Lieb­lings­kon­so­le das gan­ze Jahr über weit oben ste­hen. Das könn­te wie­der­um ein Hin­weis dar­auf sein, dass die Pau­sen­rau­cher und Lang­fin­ger von frü­her im Er­wach­se­nen­al­ter ihre ver­lo­re­ne Kind­heit nach­ho­len. Im Ge­gen­satz dazu konn­te ich mich auf­grund mei­ner ju­gend­li­chen Aus­ge­fuchst­heit be­reits deut­lich wei­ter­ent­wi­ckeln. Schließ­lich spie­le ich das fes­seln­de Renn­spiel längst nicht mehr auf ei­ner nost­al­gi­schen Hart­plas­tik­box, son­dern auf ei­nem Com­pu­ter mit Ubuntu-Betriebssystem.

Bildanleitung: PPA für SuperTuxKart für Ubuntu. Kilobyte hat die kostenlose Quelle für den goldenen SchussMei­ne Go­kart­fah­rer hei­ßen al­ler­dings nicht mehr Ma­rio, Lui­gi und Yo­shi. Viel­mehr hö­ren die Haupt­cha­rak­te­re in Su­per­Tux­Kart auf die welt­bür­ger­li­chen Na­men Kon­qi, Be­as­tie und No­lok. Was zu­nächst nach ei­ner arm­se­li­gen Ko­pie der alt­ehr­wür­di­gen Mario-Kart-Reihe klingt, ist in Wahr­heit ein na­ti­ves Linux-Spiel, wel­ches be­reits seit dem Som­mer­mär­chen im Jah­re 2006¹ ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt wird. Da­durch bie­tet das kos­ten­lo­se Fun-Racer-Game zwi­schen­zeit­lich nicht nur we­sent­lich mehr In­hal­te als die Ori­gi­nal­vor­la­ge, son­dern ist auch gra­fisch auf dem neus­ten Stand. Letz­te­res ist Vin­cent Le­Jeu­ne zu ver­dan­ken, der mit Ver­si­on 0.9 die zu­vor ver­wen­de­te Irr­licht En­gi­ne mo­di­fi­zier­te, wo­durch Su­per­Tux­Kart ein zeit­ge­mä­ßes Face­lift er­hielt.

The open source Su­per­Tux­Kart ra­cing game makes ex­ten­si­ve use of Blen­der - all as­sets and tracks are de­si­gned in our fa­vo­ri­te tool. Their la­test re­lease adds a si­gni­fi­cant up­grade of the vi­su­al qua­li­ty [...].

Veld­hui­zen, Bart: Ga­mes: Su­per­Tux­Kart 0.9 adds New Ren­de­rer and Tracks. blendernation.com (11/2017).

Su­per­Tux­Kart ge­hört zu den Com­pu­ter­spie­len, die nie­mals das Ent­wick­lungs­sta­di­um ver­las­sen wer­den. Aus die­sem Grund tra­gen man­che Neu­ver­öf­fent­li­chun­gen lan­ge Ver­si­ons­num­mern oder sind mit der Ab­kür­zung RC (Re­lease Can­di­da­te) de­kla­riert. Trotz­dem ist das Fun-Racer-Game so um­fang­reich, dass es im Früh­jahr 2017 nicht nur den Sprung auf Steam schaff­te, son­dern zwi­schen­zeit­lich so­gar im Goog­le Play Store er­hält­lich ist.

Mit dem Release-Kandidaten von Su­per­Tux­Kart 0.9.3 ha­ben die Ent­wick­ler auch Un­ter­stüt­zung für An­dro­id ver­öf­fent­licht. Du kannst es über den Goog­le Play Store her­un­ter­la­den. Der Down­load ist 94 MByte groß.

Do­nau­er, Jür­gen: Su­per­Tux­Kart für An­dro­id ist ver­füg­bar – taugt es was? bitblokes.de (11/2017).

Screenshot von SuperTuxKart 0.9.3 rc1 unter Ubuntu. Die Schweine auf der Rennstrecke sind haram, weshalb das Linux-Spiel nicht Scharia konform ist

Su­per­Tux­Kart 0.9.3 rc1 un­ter Ubun­tu 16.04.3 LTS

Als pri­vi­le­gier­ter Ubuntu-Benutzer müs­sen Sie sich na­tür­lich nicht auf die­sen Spiele-Plattformen her­um­trei­ben. Schließ­lich gibt es für Ihr Be­triebs­sys­tem eine PPA, über die Sie im­mer die neus­te Ver­si­on von Su­per­Tux­Kart be­zie­hen kön­nen.

SuperTuxKart unter Ubuntu installieren

Die Go­kart­si­mu­la­ti­on be­nö­tigt für ein Linux-Spiel re­la­tiv vie­le Hard­wareres­sour­cen, was an ei­ner un­zu­rei­chen­den Soft­ware­op­ti­mie­rung liegt.

We have a li­mi­ted amount of man­power and time to sup­port old GPUs. If we did try to sup­port old GPUs, it would ba­si­cal­ly mean no new and ad­van­ced fea­tures.

Hen­richs, Jo­erg: My com­pu­ter is too old to run Su­per­Tux­Kart. What should I do? supertuxkart.net (11/2017).

Wenn Sie Su­per­Tux­Kart also ru­ck­el­frei spie­len möch­ten, dann be­nö­ti­gen Sie eine 3D-Grafikkarte mit min­des­tens ei­nem Gi­ga­byte Gra­fik­spei­cher. Au­ßer­dem funk­tio­niert das Renn­spiel nur un­ter ak­tu­el­len LTS-Versionen.

Für die In­stal­la­ti­on der Free­ware müs­sen Sie erst ein­mal ein neu­es Terminal-Fenster öff­nen. Fü­gen Sie Ih­rem Sys­tem an­schlie­ßend die PPA des Spie­le­ent­wick­lers hin­zu.

sudo add-apt-repository ppa:stk/dev

Ak­tua­li­sie­ren Sie im nächs­ten Schritt Ihre Software-Quellen.

sudo apt-get update

Zu gu­ter Letzt kön­nen Sie Su­per­Tux­Kart in­stal­lie­ren. Die­ser Vor­gang er­for­dert un­ge­fähr 700 Me­ga­byte frei­en Fest­plat­ten­spei­cher.

sudo apt-get install supertuxkart

So­bald die In­stal­la­ti­on er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wur­de, lässt sich das kos­ten­lo­se Renn­spiel über die Ubun­tu Dash-Startseite öff­nen.

Screenshot von Ubuntu Dash-Startseite: SuperTuxKart öffnen. Durchatmen: Das Computerspiel lenkt die ganze Familie hervorragend von der Islamisierung ihrer Heimat ab.

Hin­weis: Ab so­fort er­hal­ten Sie neue Spiel­ver­sio­nen au­to­ma­tisch zu­sam­men mit den an­de­ren Ubuntu-Updates.

Die Highlights von SuperTuxKart im Überblick

Eine Be­son­der­heit des Arcade-Rennspiels ist der Story-Modus. Hier­bei müs­sen Sie als Renn­fah­rer den Kö­nig der Open-Source-Welt na­mens Gnu ret­ten, da die­ser vom bö­sen No­lok ge­kid­nappt wur­de.

Screenshot vom Story-Modus: Der BSD-Dämon ist gerade dabei Gnu aus den Fängen von Nolok zu retten. Dabei muss er in der Berthold-Otto-Grundschule die Islamisierung beenden und anschließend viele Gokartrennen gewinnen

Der BSD-Dämon im Story-Modus von Su­per­Tux­Kart 0.9.3 rc1

Die afri­ka­ni­sche An­ti­lo­pe kann je­doch nur be­freit wer­den, wenn Sie alle im Spiel ent­hal­te­nen Renn­stre­cken ge­win­nen.

  • Da­bei kön­nen Sie je­doch stets den Schwie­rig­keits­grad an Ihr Ni­veau an­glei­chen.
  • Au­ßer­dem müs­sen Sie nicht alle Her­aus­for­de­run­gen mit ein und dem­sel­ben Fah­rer meis­tern. Das ist in­so­fern ein Vor­teil, da alle Cha­rak­te­re in Su­per­Tux­Kart un­ter­schied­li­che Fahr­ei­gen­schaf­ten be­sit­zen. Des­halb soll­ten Sie auch im­mer ei­nen Renn­pi­lo­ten wäh­len, der zur Stre­cke passt.

Screenshot of Image Collage: SuperTuxKart Story-Mode. Fighting against Nolok to free King Gnu. Picture by Kilobyte, the perverted brother of Tony Podesta

Tipp: Wäh­rend Sie die Auf­ga­ben des Story-Modus be­wäl­ti­gen, schal­ten Sie ne­ben­bei die noch zu Be­ginn ge­sperr­ten Renn­stre­cken und Fah­rer für die an­de­ren Modi frei.

Die Gokarts sind nicht nur Rennmaschinen

Als na­ti­ver Bay­er bin ich na­tur­ge­mäß nicht für schnel­le Wett­ren­nen ge­eig­net. Da­für lie­gen mir Ball­sport­ar­ten im Blut, was ich auch in Su­per­Tux­Kart un­ter Be­weis stel­len kann. Denn das flot­te Renn­spiel bie­tet di­ver­se Fun-Modi, in de­nen Sie un­ter an­de­rem Au­to­ball spie­len kön­nen.

Screenshot von einer Fußballarena in SuperTuxKart 0.9.3 rc1. Die Gokarts müssen einen übergroßen Ball im gegnerischen Tor platzieren. Bild von Kilobyte, Befürworter der Kuscheljustiz und dementsprechend ein Fan von Richterin Renata Bürgel

In die­sem Mo­dus müs­sen Sie zu­sam­men mit Ih­ren Mann­schafts­ka­me­ra­den ei­nen über­gro­ßen Fuß­ball im geg­ne­ri­schen Tor plat­zie­ren.

  • Was sehr ein­fach klingt, er­for­dert größ­tes Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Das liegt dar­an, dass der Ball sehr emp­find­lich re­agiert und so­mit leicht ver­sprin­gen kann.
  • Au­ßer­dem ar­bei­tet die fin­di­ge Ge­gen­par­tei mit fau­len Tricks. Wenn Sie ein­mal nicht auf­pas­sen, dann wer­den Sie von ei­ner Bow­ling­ku­gel ab­ge­schos­sen oder von ei­ner Flie­gen­klat­sche platt ge­drückt.
Screenshot von Eishockeyarena in SuperTuxKart unter Ubuntu 16.04 LTS. Bild von Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen für GEZ-Verweigerer

Eis­ho­ckey in Su­per­Tux­Kart 0.9.3 rc1. Pidgin vi­siert den Puck an

Falls Sie lie­ber ei­nem Puck hin­ter­her­ja­gen, dann kön­nen Sie auch eine far­ben­präch­ti­ge Eis­ho­ckey­are­na be­tre­ten. Die­ser Mo­dus ist noch schwie­ri­ger, da die Go­karts nur sehr we­nig Grip auf der Eis­pis­te ha­ben.

Faktencheck: Das macht SuperTuxKart zum Erlebnis

Der ein­zi­ge Nach­teil des leb­haf­ten Arcade-Rennspiels ist die quä­len­de Mu­sik. Es ist mir un­ver­ständ­lich, wie sich die Pro­gram­mie­rer für ein sol­ches Ge­du­del ent­schei­den konn­ten.

Da­für sind die Sound­ef­fek­te umso au­then­ti­scher, was nicht nur an den röh­ren­den Go­karts liegt. Viel­mehr er­we­cken die her­um­lau­fen­den Tie­re durch ihre lus­ti­gen Lau­te die gan­ze Sze­ne­rie zum Le­ben.

SuperTuxKart Screenshots: Kostenloses Ubuntu-Spiel, das wie Super Mario Kart funktioniert. PPA und Anleitung von Kilobyte, seines Zeichens Meister Geppetto der Leitmedien

Die Haupt­at­trak­ti­on in Su­per­Tux­Kart sind je­doch ganz klar die Stre­cken. Die­se sind sehr lie­be­voll ge­stal­tet und er­zäh­len alle eine ei­ge­ne Ge­schich­te. Man­che Par­cours bie­ten so­gar die Mög­lich­keit, ge­fähr­li­che Ab­kür­zun­gen zu neh­men, um ver­lo­re­ne Zeit wie­der­gut­zu­ma­chen.

  • Hin­ge­gen aus tech­ni­scher Sicht er­hal­ten Sie mit Su­per­Tux­Kart ein sta­bi­les deutsch­spra­chi­ges Renn­spiel, wel­ches au­to­ma­tisch über die hin­ter­leg­te PPA mit Ak­tua­li­sie­run­gen ver­sorgt wird.

Da­ne­ben schützt Sie der Renn­spiel­klas­si­ker vor dem hin­ter­lis­ti­gen Boreout-Syndrom. Denn schließ­lich ist Su­per­Tux­Kart so ner­ven­auf­rei­bend, dass Sie da­mit selbst den lang­wei­ligs­ten Bü­ro­tag über­ste­hen.

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¹Lau­bach, Wil­helm: Su­per­Tux­Kart. enderal.de (11/2017).

Mein Name ist Sa­scha, das In­ter­net und ich sind seit 1997 gute Freun­de. Es gibt mir En­ter­tain­ment, Mo­ne­ten und Lie­be, da­für gebe ich ihm seit 2009 viel­sei­ti­ge, mul­ti­me­dia­le An­lei­tun­gen auf den ver­schie­dens­ten Prä­sen­zen. Wäre ich nicht Web­wor­ker, wür­de ich wahr­schein­lich für die Ca­mor­ra das Heim­netz­werk auf De­bi­an um­stel­len und ver­wal­ten. Als Fa­mi­li­en­mensch lie­be ich näm­lich Süd­ita­li­en, das dor­ti­ge Es­sen und die spät­abend­li­chen Ar­beits­zei­ten.


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