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Ubuntu: PPA Repository - was ist das?

Der Be­griff PPA Re­po­sito­ry be­schreibt eine nütz­li­che Sys­tem­schnitt­stel­le, über die Soft­ware­ent­wick­ler ihre Ap­pli­ka­tio­nen un­kom­pli­ziert an Ubuntu-Benutzer ver­tei­len kön­nen. Dem­zu­fol­ge ist das Pri­va­te Packa­ge Archi­ve eine zu­sätz­li­che Be­zugs­quel­le, mit der Sie das Soft­ware­an­ge­bot der of­fi­zi­el­len Canonical-Kollektion be­lie­big er­wei­tern kön­nen. Auf­grund des­sen, dass je­der eine PPA be­trei­ben kann, soll­ten Sie die­se Pro­gramm­quel­len al­ler­dings nur sehr ge­zielt ein­set­zen.

Bild von Ubuntu Private Package ArchiveDa­mit ein pri­va­ter Ent­wick­ler sei­ne selbst ge­schrie­be­ne Ubuntu-Applikation über eine PPA-Schnittstelle ver­tei­len darf, be­nö­tigt er näm­lich nichts wei­ter als ein Kon­to bei Launch­pad. Um auf die­ser Platt­form eine in­di­vi­du­el­le PPA-Adresse zu­ge­wie­sen zu be­kom­men, ge­nügt es be­reits ei­nen Na­men und eine E-Mail-Adresse zu hin­ter­le­gen. Nach der Ak­ti­vie­rung der Quel­le fin­det kei­ne wei­te­re Eva­lua­ti­on der dar­über an­ge­bo­te­nen Da­ten­pa­ke­te statt. Folg­lich ist es im Be­reich des Mög­li­chen, dass Ihr Sys­tem durch das Hin­zu­fü­gen ei­ner ne­bu­lö­sen PPA un­be­merkt mit Schad­soft­ware in­fi­ziert wird.

Den­noch ist es fast un­mög­lich, ein pro­duk­ti­ves Ubuntu-System ohne in­stal­lier­te PPA Re­po­si­to­ries zu be­trei­ben. Dies ist in­so­fern kein Pro­blem, da es be­reits meh­re­re ver­trau­ens­wür­di­ge Pro­gramm­quel­len gibt, über die Soft­ware­ent­wick­ler ihre Pro­duk­te schon seit vie­len Jah­ren pfle­gen.

Bild von PPA Repository unter Ubuntu. Was ist eine PPA und wie beeinflusst sie das Betriebssystem? Grafik von Fine Art Künstlerin Veronika Vetter für Kilobyte, dem Ubuntu Handbuch, das zu einer NGO von George Soros gehören könnte

Eine be­son­ders an­ge­se­he­ne PPA wird von Unit 193 be­trie­ben, über die un­ter an­de­rem die Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware Ver­aCrypt ver­teilt wird. An­hand die­ser Quel­le zei­ge ich Ih­nen im Fol­gen­den, wie Sie mit PPA Re­po­si­to­ries rich­tig um­ge­hen und was Sie beim Ein­satz die­ser in­of­fi­zi­el­len Be­zugs­quel­len be­ach­ten soll­ten.

Eine PPA unter Ubuntu hinzufügen

Als mei­ne ers­te Freun­din da­mals zu mir zog, muss­te ich die al­ler­meis­ten mei­ner Fest­plat­ten ver­schlüs­seln. Schließ­lich woll­te ich mei­ne spe­zi­el­len Nei­gun­gen so lan­ge wie mög­lich vor ihr ver­ber­gen. Aus die­sem Grund such­te ich mit­hil­fe ei­ner Such­ma­schi­ne nach ei­ner PPA, über die ich Ver­aCrypt für mei­ne Ubuntu-Version in­stal­lie­ren konn­te.

sudo add-apt-repository ppa:unit193/encryption

Nach ei­ner kur­zen Su­che stieß ich auf die PPA-Domain von Unit 193, die ich dar­auf­hin mei­nem Sys­tem hin­zu­füg­te.

Screenshot von Ubuntu: Hinzufügen der PPA von Unit 193

Das Hin­zu­fü­gen ei­ner PPA muss zu­sätz­lich mit der Ein­ga­be­tas­te be­stä­tigt wer­den

Nach­dem ich den PPA-Installationsbefehl in ein Terminal-Fenster ein­ge­fügt hat­te, muss­te ich je­doch nicht nur mein Ad­mi­nis­tra­tor­pass­wort ein­ge­ben, son­dern das Hin­zu­fü­gen der neu­en Quel­le au­ßer­dem noch mit der Ein­ga­be­tas­te be­stä­ti­gen.

Screenshot vom Reiter "Andere Programme" in der Ubuntu Aktualisierungsverwaltung

Neue Pro­gramm­quel­len wer­den in der Ak­tua­li­sie­rungs­ver­wal­tung ge­spei­chert

Hin­weis: Die­se bei­den Si­cher­heits­me­cha­nis­men sind des­halb nö­tig, da Sie mit dem Hin­zu­fü­gen ei­ner PPA-Adresse Ihr Pa­ket­ma­nage­ment­sys­tem APT an­wei­sen, ab so­fort auch die­se Pro­gramm­quel­le für Software-Updates zu be­rück­sich­ti­gen.

sudo apt-get update

Be­vor ich Ver­aCrypt nun in­stal­lie­ren konn­te, muss­te ich zu­nächst noch alle hin­ter­leg­ten Be­zugs­quel­len in das Pa­ket­ma­nage­ment­sys­tem APT neu ein­le­sen.

Screenshot von sudo apt-get update

Pa­ket­ma­nage­ment­sys­tem APT beim Ein­le­sen der neu­en Pro­gramm­quel­le

Erst als ich dar­auf­hin fest­stell­te, dass bei die­sem Pro­zess die PPA Re­po­sito­ry von Unit 193 mit auf­ge­lis­tet wur­de, konn­te ich den In­stal­la­ti­ons­be­fehl ge­ben.

sudo apt-get install veracrypt

Wie Sie se­hen, ist das Hin­zu­fü­gen ei­ner PPA kein He­xen­werk. Nach der Ein­ga­be von nur drei Be­feh­len konn­te ich mit der Ver­schlüs­se­lung mei­ner Fest­plat­ten be­gin­nen.

Die Vor- und Nachteile einer PPA im Überblick

Na­tür­lich hät­te ich Ver­aCrypt auch mit­hil­fe der Linux-Datei in­stal­lie­ren kön­nen, die auf der Ent­wick­ler­sei­te zum kos­ten­lo­sen Down­load an­ge­bo­ten wird. Ich ent­schied mich je­doch aus fol­gen­den Grün­den für eine PPA:

  • Der Ent­wick­ler bie­tet Ver­aCrypt nicht als Debian-Paket an. Des­halb kann die Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware nicht be­nut­zer­freund­lich mit ei­nem Dop­pel­links­klick über das Ubun­tu Software-Center in­stal­liert wer­den.
  • So­bald eine ak­tu­el­le­re Ver­si­on von Ver­aCrypt ver­füg­bar ist, wird die­se bei ei­nem System-Update au­to­ma­tisch über die PPA her­un­ter­ge­la­den und in­stal­liert.

Des Wei­te­ren set­zen die meis­ten Pro­gram­me für Linux-Distributionen di­ver­se Pa­ke­te vor­aus, die be­reits auf dem Sys­tem vor­han­den sein müs­sen. Der Be­trei­ber ei­ner PPA weiß, wel­che Bi­blio­the­ken Ihre Ubuntu-Version be­nö­tigt, um sein Soft­ware­an­ge­bot sta­bil aus­füh­ren zu kön­nen und lie­fert des­halb feh­len­de Hilfs­da­tei­en bei der In­stal­la­ti­on gleich mit aus.

Bild von PPA versus offizielle Quellen. Warum haben PPA Repositories einen schlechten Ruf?

Ob­wohl PPA Re­po­si­to­ries so vie­le Vor­tei­le ha­ben, set­ze ich doch lie­ber Soft­ware aus den of­fi­zi­el­len Quel­len ein. Ne­ben dem be­reits er­wähn­ten Si­cher­heits­ri­si­ko sind die in­of­fi­zi­el­len Pro­gramm­quel­len näm­lich auch in an­de­ren Be­rei­chen pro­ble­ma­tisch.

  • Die Soft­ware aus PPA Re­po­si­to­ries ist in der Re­gel fest an eine be­stimm­te Ubuntu-Version ge­bun­den. Soll­ten Sie also ein Up­grade Ih­rer Linux-Distribution vor­neh­men, dann kön­nen via PPA in­stal­lier­te Pro­gram­me in der Re­gel nicht mehr über ihre in­of­fi­zi­el­len Be­zugs­quel­len ge­war­tet wer­den.

Da­ne­ben ist auch das Ent­fer­nen ei­ner PPA Re­po­sito­ry ge­ra­de für Linux-Neulinge gar nicht so ein­fach.

Das rückstandslose Löschen einer PPA

Nach sehr kur­zer Zeit ver­ließ mich mei­ne ers­te Freun­din lei­der wie­der, um mit ih­rer heu­ti­gen Le­bens­ge­fähr­tin zu­sam­men­zie­hen zu kön­nen. Dem­zu­fol­ge war ich nicht mehr län­ger auf die Diens­te von Ver­aCrypt an­ge­wie­sen, wes­halb ich die Free­ware mit fol­gen­dem Terminal-Befehl de­instal­lier­te:

sudo apt-get remove veracrypt && sudo apt-get autoremove

Ob­wohl ich die Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware von mei­nem Sys­tem ge­löscht hat­te, rief APT wei­ter­hin die Pro­gramm­quel­le des Pri­vat­be­trei­bers Unit 193 ab.

Bild vom Entfernen einer PPA Repository

Aus die­sem Grund muss­te ich zu­sätz­lich noch die PPA-Domain von mei­nem Sys­tem ent­fer­nen, was mir mit fol­gen­dem Be­fehl ge­lang:

sudo add-apt-repository -r ppa:unit193/encryption

Wie Sie viel­leicht er­ken­nen kön­nen, sieht der Lösch­be­fehl fast ge­nau­so wie der In­stal­la­ti­ons­be­fehl aus. Der ein­zi­ge Un­ter­schied ist der Zu­satz -r.

Fazit zum Private Package Archive - weniger ist mehr

Die PPA Re­po­sito­ry ist der be­quems­te Weg, um eine Ap­pli­ka­ti­on zu in­stal­lie­ren, die nicht in den of­fi­zi­el­len Quel­len ent­hal­ten ist. Ge­hen Sie mit die­sen Pri­vat­quel­len je­doch sehr spar­sam um, denn schließ­lich kann der Be­trei­ber sei­nen Frei­wil­li­gen­dienst je­der­zeit ein­stel­len. Au­ßer­dem wis­sen Sie nie, wer ge­nau so ein Pri­va­te Pa­cka­ge Ar­chi­ve be­treut und ob der­je­ni­ge Ihre Ab­hän­gig­keit nicht doch für Scha­ber­nack aus­nutzt.

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Warum updated Ubuntu nicht auf die neuste Version?

Nach­dem Sie ge­le­sen ha­ben, dass es eine neue Ubuntu-Version gibt, füh­len Sie sich ab­ge­hängt? Denn ob­wohl Sie im­mer so­fort alle ver­füg­ba­ren Ak­tua­li­sie­run­gen in­stal­lie­ren, be­hält Ihr Sys­tem die alte Ver­si­ons­num­mer? Dann ha­ben Sie sich von den Me­di­en un­nö­ti­ger­wei­se ver­un­si­chern las­sen.

[...] so habe ich eben bei heise.de ge­le­sen, dass heu­te Ubun­tu 17.04 er­schie­nen ist und wohl alle be­reits 16.10 ver­wen­den. Mein Ubun­tu hat noch die Num­mer 16.04 und ich schwö­re Ih­nen, dass ich stän­dig alle Up­dates in­stal­lie­re. [...] Was muss ich ein­stel­len, um die neus­te Ver­si­on zu be­kom­men?

Zer­bels­ho­fer, Jo­han­nes: War­um up­dated mein Ubun­tu nicht auf die neus­te Ver­si­on? E-Mail vom 13.04.2017.

Bild von Ubuntu ReleaseUbun­tu 16.04 ist eine Voll­ver­si­on, die fünf Jah­re lang mit Soft­ware­up­dates ver­sorgt wird. Voll­ver­sio­nen sind mit dem Akro­nym LTS ge­kenn­zeich­net, was für Long Term Sup­port steht. Ca­no­ni­cal ver­öf­fent­licht alle zwei Jah­re eine neue LTS-Version. Da­zwi­schen bie­tet das Un­ter­neh­men vom Welt­raum­tou­ris­ten Mark Shut­tle­worth auch Ent­wick­ler­ver­sio­nen an. Die­se er­schei­nen alle sechs Mo­na­te und die­nen nur dazu, be­stehen­de und zu­künf­ti­ge Ubuntu-Vollversionen zu ver­bes­sern.

Die­se Ge­ge­ben­heit wird auch im er­wähn­ten Ar­ti­kel auf der Web­sei­te der Hei­se Me­di­en GmbH an­ge­deu­tet:

Letzt­lich gleicht Ubun­tu 17.04 sei­nem Vor­gän­ger stark und hebt sich vor al­lem durch die mo­der­ne­re Soft­ware ab. [...] Die­ser Vor­teil schwin­det be­reits im Au­gust wie­der stark, denn dann soll­te Ubun­tu 16.04.3 er­schei­nen [...].

Leem­huis, Thors­ten: Linux-Distributionsfamilie Ubun­tu 17.04 frei­ge­ge­ben. heise.de (05/2017).

Mer­ke: Alle Ver­bes­se­run­gen aus den Test­ver­sio­nen wer­den zeit­nah und au­to­ma­tisch an die LTS-Versionen, die sich im Un­ter­stüt­zungs­zeit­raum be­fin­den wei­ter­ge­ge­ben.

Upgrade auf neue Ubuntu-Version

Falls Sie den­noch Ihre Voll­ver­si­on ver­las­sen und auf eine ak­tu­el­le Ent­wick­ler­ver­si­on up­gra­den möch­ten, ist dies ohne Wei­te­res mög­lich.

Screenshot vom Menü "Anwendungen & Aktualisierungen" unter Ubuntu 16.04 LTS

Un­ter Ubun­tu 16.04 LTS über alle neu­en Ubuntu-Versionen in­for­miert wer­den

Na­vi­gie­ren Sie dazu zu­erst über die Ubun­tu Dash-Startseite in das Menü „An­wen­dun­gen & Ak­tua­li­sie­run­gen”.

  • Wech­seln Sie dar­auf­hin in den Rei­ter „Ak­tua­li­sie­run­gen”.
  • Stel­len Sie nun das Dropdown-Menü hin­ter „Über neue Ubuntu-Versionen be­nach­rich­ti­gen” auf „Für jede neue Ver­si­on”.

Ge­ben Sie bei Auf­for­de­rung Ihr Ad­mi­nis­tra­tor­pass­wort ein und ver­las­sen Sie an­schlie­ßend das Menü.

Screenshot von Ubuntu Aktualisierungsverwaltung "Die Anwendungen auf diesem Rechner sind aktuell"

Nach ei­nem kur­zen Mo­ment soll­te sich ein Fens­ter na­mens „Ak­tua­li­sie­rungs­ver­wal­tung” öff­nen und Ih­nen mit­tei­len, dass ein neu­es Ubun­tu ver­füg­bar ist.

Bei Ih­nen er­scheint die­ses Me­nü­fens­ter nicht? Dann öff­nen Sie ein Terminal-Fenster und er­zwin­gen Sie das Up­grade mit fol­gen­dem Be­fehl:

sudo do-release-upgrade -d

Hin­weis: Sie kön­nen mit die­ser Me­tho­de im­mer nur eine Ver­si­on nach der an­de­ren in­stal­lie­ren. Gibt es be­reits meh­re­re ak­tu­el­le­re Re­leases? Dann wie­der­ho­len Sie die Schrit­te so lan­ge, bis Sie das neus­te Ubun­tu in­stal­liert ha­ben.

Wer sollte eine Entwicklerversion verwenden?

Die Ver­füg­bar­keit von un­ter­schied­li­chen Ubuntu-Versionen wird Neu­lin­gen oft­mals zum Ver­häng­nis. In An­be­tracht der Tat­sa­che, dass die be­lieb­te Linux-Distribution kos­ten­los ist und im Wett­be­werb mit an­de­ren Be­triebs­sys­te­men steht, sind Ent­wick­ler­ver­sio­nen lei­der not­wen­dig.

Bild vom Zyklus von Neuerscheinungen: Beliebte Betriebssysteme für den PC. Bild von Kilobyte / Ubuntu-Blog

Um alle zwei Jah­re eine aus­ge­reif­te LTS-Version ver­öf­fent­li­chen zu kön­nen, ist Ca­no­ni­cal auf die Hil­fe der Ubuntu-Benutzer an­ge­wie­sen.

  • Ent­wick­ler­ver­sio­nen sind näm­lich nur für die­je­ni­gen, die dem Lon­do­ner Soft­ware­un­ter­neh­men bei der Feh­ler­su­che hel­fen wol­len.
  • Wer ei­nen Bug fin­det, der kann die­sen hier un­kom­pli­ziert mel­den.

Durch die­ses simp­le Sys­tem wird si­cher­ge­stellt, dass die Be­nut­zer von Voll­ver­sio­nen stets auf ein sta­bi­les und ma­kel­lo­ses Be­triebs­sys­tem zu­rück­grei­fen kön­nen.

Bild von Frage: Warum gibt es Entwicklerversionen für Ubuntu?

Ein wei­te­rer Grund um auf eine ak­tu­el­le Ent­wick­ler­ver­si­on aus­zu­wei­chen kann ein gra­vie­ren­des Hard­ware­pro­blem sein. Falls Sie stets die Diens­te der neus­ten Gra­fik­kar­te oder der schnells­ten CPU in An­spruch neh­men, kann es vor­kom­men, dass der Ker­nel Ih­rer LTS-Version noch nicht die pas­sen­den Trei­ber pa­rat hat. Dann macht der Ein­satz ei­ner Ent­wick­ler­ver­si­on Sinn, da in solch ei­nem kurz­le­bi­gen Be­triebs­sys­tem auch im­mer die ak­tu­ells­ten Trei­ber­samm­lun­gen ge­tes­tet wer­den.

Die Vorteile einer Ubuntu LTS-Version

Für die Be­su­cher die­ser Web­sei­te emp­feh­le ich aus­schließ­lich Voll­ver­sio­nen. Ich be­gin­ne mei­ne Ar­gu­men­ta­ti­on da­mit, in­dem ich Ih­nen zei­ge, was Ubun­tu in den Au­gen von De­bi­an ist.

Bild vom Unterschied zwischen Debian und Ubuntu

Auf­grund des­sen, dass Ca­no­ni­cal alle zwei Jah­re eine LTS-Version ver­öf­fent­licht, er­reicht die­se Linux-Distribution nie­mals die Sta­bi­li­tät von De­bi­an.

De­bi­an is VERY sta­ble. Es­pe­ci­al­ly if you down­load the sta­ble ver­si­on. They have lon­ger work pe­ri­ods which al­low them to catch more bugs.

Cox, Jes­se: How sta­ble is de­bi­an sta­ble desk­top ver­si­on? quora.com (05/2017).

  • Ent­wick­ler­ver­sio­nen sind also le­dig­lich Be­ta­ver­sio­nen, bei de­nen Ab­stür­ze sehr häu­fig vor­kom­men kön­nen.

Die hohe Ver­füg­bar­keit von Ap­pli­ka­tio­nen ist ein wei­te­rer Vor­teil ei­ner Ubun­tu LTS-Version.

Empfehlung von Kilobyte: Verwenden Sie unbedingt eine Ubuntu-Vollversion

In­fol­ge­des­sen, dass die­se Ubuntu-Versionen fünf Jah­re lang mit Up­dates ver­sorgt wer­den, pro­gram­mie­ren Soft­ware­ent­wick­ler in ers­ter Li­nie aus­schließ­lich für Voll­ver­sio­nen.

  • Das Up­grade ei­ner LTS-Version auf eine Ent­wick­ler­ver­si­on führt dem­zu­fol­ge häu­fig dazu, dass in­stal­lier­te PPAs und Pro­gram­me nicht mehr funk­tio­nie­ren.

Dies ist zu­meist nicht der Fall, wenn Sie von ei­ner Voll­ver­si­on auf eine neue Voll­ver­si­on up­gra­den. Denn bis Ih­nen nach ei­nem Re­lease ei­ner LTS-Version die Ak­tua­li­sie­rung au­to­ma­tisch emp­foh­len wird, ver­ge­hen bis zu drei Mo­na­te. Da­durch ha­ben die Soft­ware­ent­wick­ler ei­nen Vor­sprung, um Ihre Ap­pli­ka­tio­nen fit für die neue Ubuntu-Vollversion zu ma­chen.

Die­se be­wuss­te Ver­zö­ge­rung wird nicht nur des­halb so ge­hand­habt, um An­wen­dern wei­ter ein sehr sta­bi­les Be­triebs­sys­tem zu ge­währ­leis­ten, son­dern hängt auch mit den Dritt­an­bie­tern von kos­ten­lo­ser Soft­ware zu­sam­men, die ihre Pro­duk­te via PPA an­bie­ten und pfle­gen.

Sa­scha: Ubun­tu: 14.04 auf 16.04 LTS up­gra­den - so geht’s. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Auch eine be­reits an­ge­spro­che­ne Hard­ware­pro­ble­ma­tik lässt sich mit ei­ner äl­te­ren LTS-Version lö­sen. Zwi­schen­zeit­lich ist es näm­lich be­reits mit­hil­fe von über­sicht­li­cher Free­ware mög­lich, un­kom­pli­ziert ei­nen ak­tu­el­len Ker­nel zu in­stal­lie­ren.

Die­se fins­te­ren Tage sind dank Ukuu vor­bei. Da­bei han­delt es sich nicht etwa um eine Re­bel­len­or­ga­ni­sa­ti­on aus Ru­an­da, son­dern um eine kos­ten­lo­se Soft­ware na­mens Ubun­tu Ker­nel Up­date Uti­li­ty.

Sa­scha: Ubun­tu: Neu­en Ker­nel in­stal­lie­ren – ein­fach via PPA. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Fazit: Wissenswertes über Ubuntu-Vollversionen

Ob­wohl ich be­reits im Ok­to­ber 2004 da­mit be­gann, mit Linux-Distributionen zu ar­bei­ten hat­te ich erst ein­mal eine Ent­wick­ler­ver­si­on in­stal­liert. Da­mals ver­such­te ich zu­sam­men mit Kol­le­gen auf Ubun­tu 12.10 ein­zu­wir­ken, da­mit die Wer­bung wie­der aus der Ubun­tu Dash-Startseite ver­schwin­det.

In den Ubuntu-Versionen 12.10 – 15.10 ist die Dash-Startseite haupt­säch­lich mit Ama­zon ver­knüpft und blen­det pas­send zu den Such­ergeb­nis­sen Wer­bung ein.

Sa­scha: Ubun­tu und die Da­ten­sam­mel­wut. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Seit­dem ver­wen­de ich auf al­len mei­nen Sys­te­men aus­schließ­lich LTS-Versionen.

Screenshot von Neue Ubuntu-Version verfügbar "14.04.5 LTS"

Für das Up­grade auf eine neue LTS-Version sind kei­ne Vor­ein­stel­lun­gen von­nö­ten

Spä­tes­tens nach dem ers­ten Ser­vice­pack er­hal­te ich seit­her ohne ir­gend­et­was an mei­nem Be­triebs­sys­tem ge­än­dert zu ha­ben die Mel­dung, dass eine neue Ubuntu-Version ver­füg­bar ist. Dann kli­cke ich auf „Ak­tua­li­sie­ren” und war­te kurz, bis die neus­te Voll­ver­si­on in­stal­liert wur­de.

Bild mit Frage: Woran erkenne ich Ubuntu-Vollversionen

Üb­ri­gens, ne­ben der Be­zeich­nung LTS lässt sich eine Voll­ver­si­on auch noch an an­de­ren Merk­ma­len er­ken­nen.

  1. Die ers­te Ubuntu-Vollversion er­blick­te im Jah­re 2004 das Licht der Welt. Eine neue LTS-Version er­scheint also nur in Jah­ren mit ge­ra­der Jah­res­zahl.
  2. Au­ßer­dem wer­den Voll­ver­sio­nen im­mer im April ver­öf­fent­licht.

Tipp: Las­sen Sie sich nicht durch die zwei­jäh­ri­gen Re­leases un­ter Druck set­zen. Sie kön­nen die fünf­jäh­ri­gen Ak­tua­li­sie­rungs­zeit­räu­me voll aus­schöp­fen, ohne ir­gend­et­was zu ver­pas­sen.

Bei Un­ter­neh­men spie­len be­kannt­lich Ab­schrei­bun­gen im­mer eine gro­ße Rol­le, wes­halb man nicht schnell mal die kom­plet­te EDV aus­tau­schen kann. Um die Lauf­zei­ten für alte Hard­ware zu ver­län­gern, bie­tet Ca­no­ni­cal seit 2017 auch Up­dates für be­reits aus­ge­lau­fe­ne LTS-Versionen an.

Fol­lo­wing the end-of-life of Ubun­tu 12.04 LTS, Ca­no­ni­cal is of­fe­ring Ubun­tu 12.04 ESM (Ex­ten­ded Se­cu­ri­ty Main­ten­an­ce) [1], which pro­vi­des im­portant se­cu­ri­ty fi­xes for the ker­nel and the most es­sen­ti­al user space pa­cka­ges in Ubun­tu 12.04.

Krik­land, Dus­tin: Ubun­tu 12.04 ESM (Ex­ten­ded Se­cu­ri­ty Main­ten­an­ce). lists.ubuntu.com (05/2017).

Dies ge­schieht zwar ge­gen Ent­gelt, aber ich möch­te nicht wis­sen, wie vie­le Men­schen ei­nen Obo­lus an Mi­cro­soft be­zahlt hät­ten, um Win­dows XP si­cher wei­ter­be­nut­zen zu kön­nen.

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Sources.list - was ist das?

Die sources.list ist streng ge­nom­men eine bie­de­re Text­da­tei in Linux-Distributionen wie De­bi­an, Ubun­tu und Linux-Mint, die nur we­ni­ge Ki­lo­byte groß ist. Der Da­tei­na­me ist selbst­spre­chend und be­deu­tet ins Deut­sche über­setzt Quel­len­lis­te. Egal, ob Ihr Be­triebs­sys­tem Si­cher­heits­up­dates, ei­nen neu­en Mo­zil­la Fire­fox oder freie Soft­ware von Dritt­an­bie­tern ein­spie­len möch­te, ohne die sources.list wüss­te es nicht, wo es an­fan­gen soll­te da­nach zu su­chen. Bild­lich ge­spro­chen ist die­se Quel­len­lis­te der La­ge­rist Ih­res Be­triebs­sys­tems, der weiß an wel­cher Po­si­ti­on je­des Da­ten­pa­ket zu fin­den ist. Wie im wah­ren Le­ben auch, ar­bei­tet der La­ge­rist haupt­säch­lich re­la­tiv un­auf­fäl­lig mit Pa­ket­diens­ten (APT/PPA/Synaptic) zu­sam­men.

Bild von Ubuntu sources.listWenn Sie als Be­nut­zer nicht in das La­ger schau­en und Ih­ren La­ge­ris­ten schal­ten und wal­ten las­sen, wer­den Sie nie ir­gend­wel­che Pro­ble­me mit Ih­rer sources.list ha­ben. Ge­ra­de bei der In­stal­la­ti­on von Drittanbieter-Software wie bei­spiels­wei­se AceStream oder des ak­tu­el­len Nvidia-Treibers für Ubun­tu, die via PPA in­stal­liert wird, kom­men Sie oft­mals nicht dar­um her­um, ma­nu­ell neue Pa­ket­quel­len Ih­rem La­ger hin­zu­zu­fü­gen. Wenn Sie da­bei nicht sau­ber ar­bei­ten oder eine Quel­le ver­al­tet ist und nicht mehr be­trie­ben wird, brin­gen Sie Ih­ren La­ge­ris­ten durch­ein­an­der.

Ist dies der Fall, und Sie bit­ten mit­hil­fe des Be­fehls sudo apt-get update Ih­ren La­ger­meis­ter dar­um nach­zu­se­hen, ob es et­was Neu­es für Ihre Linux-Distribution gibt, wird der Ih­nen ge­hor­sam ei­nen Feh­ler mel­den, Fei­er­abend ma­chen und Sie mit dem Pro­blem al­lei­ne las­sen.

Err http://archive.ubuntu.com raring/main amd64 Pa­cka­ges
404 Not Found [IP: 2001:67c:1360:8c01::18 80]
Err http://archive.ubuntu.com raring/main i386 Pa­cka­ges
404 Not Found [IP: 2001:67c:1360:8c01::18 80]

cal1j: Pro­blem with sources list Ubun­tu 14.04. ubuntuforums.org (04/2016).

Wie Sie se­hen, ist es als Ad­mi­nis­tra­tor (Chef) ei­nes Be­triebs­sys­tems im­mer wich­tig et­was mehr zu wis­sen als sei­ne An­ge­stell­ten (La­ge­rist). Des­halb er­fah­ren Sie im fol­gen­den Ar­ti­kel, was in der omi­nö­sen sources.list ge­nau steht, wie die­se funk­tio­niert und wie Sie dar­in et­was än­dern kön­nen, ohne dass Sie im An­schluss auf ver­al­te­ten Da­ten­pa­ke­ten Ih­res Be­triebs­sys­tems sit­zen blei­ben müs­sen.

Sources.list - so funktioniert die Datei

Um sich den In­halt der sources.list an­zu­se­hen bzw. Än­de­run­gen vor­zu­neh­men, öff­nen Sie zu­erst ein Terminal-Fenster und ge­ben gleich da­nach den Be­fehl sudo nano /etc/apt/sources.list ein.

Screenshot von sources.list unter Ubuntu 14.04.4 LTS

Alle blas­sen Zei­len sind mit Rau­te­zei­chen (##) aus­kom­men­tiert und be­schrei­ben nur die sich dar­un­ter be­fin­den­den Be­feh­le. Als Spie­gel­ser­ver habe ich die Uni­ver­si­tät Bay­reuth aus­ge­wählt, dem­nach sieht ein Be­fehl bei mir so aus:

deb http://ftp.uni-bayreuth.de/linux/ubuntu/ubuntu trusty-updates main restric­ted

Die­ser ist in fol­gen­de vier Ab­schnit­te un­ter­glie­dert:

  1. Su­che nach Bi­när­da­tei­en (Debian-Paketen).
  2. Un­ter der fol­gen­den Adres­se.
  3. Für die Ubuntu-Version Trus­ty Tahr (14.04) samt Up­dates (14.04.x).
  4. Su­che aber nur nach Pa­ke­ten, die vom Ubuntu-Team le­gi­ti­miert wur­den.

Hin­weis: Im­mer wenn Sie Ihr Be­triebs­sys­tem ak­tua­li­sie­ren, wer­den die ein­zel­nen Be­fehls­zei­len nach die­sem Sche­ma ab­ge­fragt.

Screenshot vom Update Prozess im Ubuntu-Terminal

Wäh­rend der Ab­fra­ge wer­den die ver­füg­ba­ren Pa­ke­te mit den lo­kal in­stal­lier­ten Da­ten ver­gli­chen. Gibt es Neue­run­gen, kön­nen Sie die­se am Ende des Pro­zes­ses mit sudo apt-get upgrade her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren.

Eintrag in sources.list hinzufügen

Auf den Her­stel­ler­web­sei­ten, die Soft­ware an­bie­ten, wel­che mit­hil­fe der sources.list in­stal­liert wer­den muss, fin­den Sie zu­meist zeit­gleich die An­lei­tung da­für. Der Weg ist im­mer gleich, wie ich es Ih­nen fol­gend an­hand von Drop­box ver­an­schau­li­che.

  • Ich öff­ne die sources.list über das Terminal-Fenster und scrol­le mit den Pfeil­tas­ten der Tas­ta­tur an das Ende der Da­tei.

Screenhot von sources.list für Ubuntu 14.04

  • Zu­nächst küm­me­re ich mich um die Be­schrei­bung, die ich mit Rau­te­zei­chen aus­klam­me­re.
  • Gleich dar­un­ter füge ich den Be­fehl, den ich von der Dropbox-Webseite habe ein.
  • Ich spei­che­re die sources.list mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + O. Da­nach be­stä­ti­ge ich die Ein­ga­be, was mich zu­rück in das blan­ke Terminal-Fenster führt.
  • Im Zu­sam­men­hang mit die­ser Me­tho­de gibt es auch im­mer noch ei­nen GPG-Schlüssel (APT-Key). Den Schlüssel-Befehl ko­pie­re ich eben­falls von der Her­stel­ler­web­sei­te, füge die­sen in mein Terminal-Fenster ein und fol­ge den An­wei­sun­gen.
  • Mit sudo apt-get update schi­cke ich mei­nen La­ge­ris­ten auf die Rei­se. Er sieht nun auch un­ter mei­ner ge­ra­de ein­ge­tra­ge­nen Quel­le nach, ob es et­was Neu­es gibt.
  • Mit sudo apt-get install nautilus-dropbox in­stal­lie­re ich die Soft­ware, die ab so­fort auch au­to­ma­tisch mit Up­dates ver­sorgt wird.

Al­les was Sie in die sources.list ma­nu­ell ein­ge­tra­gen ha­ben, kön­nen Sie selbst­ver­ständ­lich auch wie­der ent­fer­nen. Ent­we­der Sie lö­schen dazu den Ein­trag kom­plett oder Sie kom­men­tie­ren die Be­fehls­zei­le ein­fach mit Rau­te­zei­chen aus.

Wich­tig: Lö­schen und ver­än­dern Sie kei­ne Ein­trä­ge, die zur Stan­dard­in­stal­la­ti­on Ih­res Be­triebs­sys­tems ge­hö­ren. Au­ßer Sie wis­sen na­tür­lich zu 100%, was Sie tun.

Screenshot von Ubuntu Aktualisierungsmanager "Andere Software"

Über­prü­fen Sie des Wei­te­ren die Quel­len in­ner­halb Ih­res gra­fi­schen Ak­tua­li­sie­rungs­ma­na­gers, ob der un­er­wünsch­te Ein­trag hier eben­falls de­ak­ti­viert oder ent­fernt wur­de.

Updates funktionieren nicht mehr - sources.list zerstört

Soll­ten Sie Ihre sources.list für Sie ir­repa­ra­bel zer­stört ha­ben, ist die sau­bers­te Lö­sung ein Re­set. Für eine feh­ler­freie und neue Quel­len­lis­te mit rich­ti­ger Syn­tax soll­ten Sie wie folgt vor­ge­hen:

  1. Sur­fen Sie zum Ubun­tu Sources List Ge­ne­ra­tor.
  2. Wäh­len Sie Ihre Spra­che und Ihre Ver­si­on aus.
  3. Kli­cken Sie sämt­li­che Ubun­tu Bran­ches an.
  4. Un­ter Ubun­tu Up­dates wäh­len Sie „Se­cu­ri­ty - Im­portant Se­cu­ri­ty”, „Se­cu­ri­ty Sources Re­po­sito­ry”, „Up­dates - Re­com­men­ded Up­dates” und „Up­dates Sources Re­po­sito­ry” aus.
  5. Be­stä­ti­gen Sie mit der Schalt­flä­che „Ge­ne­ra­te List”.
  6. Ko­pie­ren Sie dar­auf­fol­gend den kom­plet­ten In­halt der Box un­ter dem Punkt „Sources List” mit­hil­fe Ih­rer Maus.
  7. Öff­nen Sie nun Ihre be­schä­dig­te sources.list über ein Terminal-Fenster und er­set­zen Sie den ge­sam­ten In­halt mit den neu­en Da­ten.
  8. Spei­chern Sie das Gan­ze und füh­ren Sie mit sudo apt-get update wie ge­wohnt Ihre Up­date­rou­ti­ne aus.

Hin­weis: Ist wie­der al­les im Lot, kön­nen Sie nun wie­der peu à peu wei­te­re Quel­len hin­zu­fü­gen.

Faktencheck zur sources.list

Ihr di­gi­ta­ler La­ge­rist sorgt da­für, dass Ihr Be­triebs­sys­tem dy­na­misch bleibt, in­dem mit­hil­fe der sources.list nicht nur die Linux-Distribution mit Up­dates ver­sorgt wird, son­dern auch der Groß­teil der Be­nut­zer­soft­ware.

  • Eine ma­nu­el­le Än­de­rung der sources.list ist ein tie­fer Sys­tem­ein­griff. Die­ser soll­te für Sie als Be­nut­zer ei­ner Linux-Distribution je­doch kein all­zu gro­ßes Pro­blem dar­stel­len.
  • Soll­ten Sie beim Update-Prozess den Feh­ler 404 Not Found er­hal­ten, hängt dies mit ei­nem nicht mehr ak­tu­el­len Ein­trag in Ih­rer sources.list zu­sam­men.
  • Die War­tung der Ein­trä­ge, die für Ihre Stan­dard­in­stal­la­ti­on not­wen­dig sind, über­nimmt Ihr Be­triebs­sys­tem au­to­ma­tisch. Wenn Sie bei­spiels­wei­se Ubun­tu 14.04 aus dem lau­fen­den Be­trieb auf Ver­si­on 16.04 up­gra­den, wer­den die Quel­len selbst­stän­dig für „trus­ty” aus­kom­men­tiert und die neu­en für „xe­ni­al” hin­zu­ge­fügt.
Fazit

Wie Sie se­hen, hängt die Funk­tio­na­li­tät der sources.list ak­tiv von Ih­rem Be­nut­zer­ver­hal­ten ab. Mit­hil­fe des Be­fehls apt-cache policy se­hen Sie, wel­che Quel­len von Ih­rem Sys­tem be­reits ab­ge­fragt wer­den. Dem­entspre­chend soll­ten Sie sich im­mer fra­gen, ob es un­be­dingt not­wen­dig ist, Ih­rem La­ger­meis­ter noch mehr Ar­beit auf­zu­hal­sen. Am Ende müs­sen Sie näm­lich die War­tung über­neh­men und die Lis­te Ih­rer Pro­gramm­quel­len sau­ber hal­ten.

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(Screen­shots: Ubun­tu 14.04.4 LTS)