Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Ubuntu: Systeminformationen schnell anzeigen lassen - Anleitung

Wenn Sie Ubun­tu als Be­triebs­sys­tem ver­wen­den, dann soll­ten Sie im­mer wis­sen, was sich in Ih­rem Com­pu­ter­ge­häu­se be­fin­det. Die Linux-Distribution lebt näm­lich da­von, dass sich die Nut­zer un­ter­ein­an­der hel­fen. Soll­ten Sie ein­mal ei­nen Rat be­nö­ti­gen und in ei­nem Hil­fe­fo­rum oder auf ei­nem Blog um Bei­stand bit­ten, wer­den Sie im­mer zu­erst nach Ih­ren Sys­tem­in­for­ma­tio­nen ge­fragt. Selbst­ver­ständ­lich spie­len da­bei nur Da­ten eine Rol­le, die für Ubun­tu re­le­vant sind.

Bild von Ubuntu SysteminformationenAuf der Soft­ware­sei­te hat der in­stal­lier­te Ker­nel, die ver­wen­de­te Be­nut­zer­ober­flä­che und na­tür­lich die ex­ak­te Ubuntu-Version ei­nen be­son­ders ho­hen In­for­ma­ti­ons­wert. Hin­ge­gen auf der Hard­ware­sei­te hilft es zu­meist den Na­men der Gra­fik­kar­te, die Mo­dell­num­mer des Note­books und die Grö­ße des Ar­beits­spei­chers zu wis­sen. Linux-Profis und die­je­ni­gen, die es ganz ge­nau wis­sen wol­len, las­sen sich ihre Sys­tem­in­for­ma­tio­nen mit­hil­fe von Terminal-Befehlen an­zei­gen.

Um haar­ge­naue In­for­ma­tio­nen zu die­ser Hard­ware zu be­kom­men, ge­ben Sie den Be­fehl lsp­ci -v in ein Terminal-Fenster ein.

Sa­scha: Ubun­tu: Was ist in mei­nem PC? - Sys­tem­in­for­ma­tio­nen. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Wer die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen über sei­nen Com­pu­ter schnell in ta­bel­la­ri­scher Form be­nö­tigt, der kann auch auf Ne­oF­etch zu­rück­grei­fen.

Essenzielle Systemdaten im Überblick

Ne­oF­etch ist eine win­zi­ge Ap­pli­ka­ti­on, die Ihre Sys­tem­in­for­ma­tio­nen über­sicht­lich zu­sam­men­ge­fasst in ei­nem Terminal-Fenster an­zeigt.

Screenshot von Linux Pinguin mit Systeminformationen - NeoFetch 2.0

Als be­son­de­res Gim­mick wird das Logo Ih­res Be­triebs­sys­tems ne­ben Ih­ren Com­pu­ter­da­ten als ASCII-Code dar­ge­stellt. Ne­oF­etch wur­de ur­sprüng­lich da­für ent­wi­ckelt, um ei­nen an­sehn­li­chen Screen­shot von sei­nen Sys­tem­in­for­ma­tio­nen für Hil­fe­fo­ren er­stel­len zu kön­nen.

Die In­stal­la­ti­on der smar­ten Free­ware er­folgt über ein Terminal-Fenster.

sudo add-apt-repository ppa:dawidd0811/neofetch

Mit­hil­fe die­ses Be­fehls fü­gen Sie zu­nächst die PPA für Ne­oF­etch hin­zu.

sudo apt-get update

Ak­tua­li­sie­ren Sie im nächs­ten Schritt Ihre Soft­ware­quel­len.

sudo apt-get install neofetch

Im An­schluss müs­sen Sie Ne­oF­etch für Ubun­tu nur noch in­stal­lie­ren.

Schnelle Anzeige der Systeminformationen

Die Da­ten­aus­le­se er­folgt mit sehr ein­fach ge­hal­te­nen Be­feh­len. Zum An­zei­gen Ih­rer Sys­tem­in­for­ma­tio­nen ge­nügt die Ein­ga­be von:

neofetch

Die dar­auf­fol­gen­de In­for­ma­ti­ons­aus­ga­be er­folgt mit ei­nem Ubuntu-Logo. Zu­dem wird der ver­wen­de­te Ar­beits­spei­cher in Zah­len­form dar­ge­stellt.

Screenshot von Systeminformationen unter Ubuntu anzeigen lassen mit NeoFetch

Die­sel­be Da­ten­ba­sis nur mit ei­nem lus­ti­gen Pin­gu­in er­hal­ten Sie mit:

neofetch --ascii_distro x

Ge­nau­so gut könn­ten Sie sich je­doch auch die An­zei­ge des in­stal­lier­ten Ar­beits­spei­chers in gra­fi­scher Bal­ken­form wie­der­ge­ben las­sen.

neofetch --memory_display bar --color_blocks off

Hin­weis: Die­se Sys­tem­an­zei­ge ist al­ler­dings für Sup­port­fo­ren we­ni­ger ge­eig­net.

Screenshot von NeoFetch unter Ubuntu - ASCII-Balken

Tipp: Solch ein Screen­shot von Ih­ren Com­pu­ter­spe­zi­fi­ka­tio­nen wäre auch ein ein­drucks­vol­les Hin­ter­grund­bild für GRUB.

Wuss­ten Sie, dass Sie das Aus­se­hen Ih­res Ubuntu-Bootmenüs frei be­stim­men kön­nen? Dies ist zwar le­dig­lich eine Spie­le­rei, die Au­ßen­ste­hen­den je­doch be­weist, dass Sie Ihre Linux-Distribution voll im Griff ha­ben.

Sa­scha: GRUB. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Die Vorteile von NeoFetch im Überblick

Die funk­tio­nel­le Ap­pli­ka­ti­on Ne­oF­etch be­legt le­dig­lich we­ni­ge Me­ga­byte auf Ih­rem Sys­tem­da­ten­trä­ger. Mit nur ei­nem Be­fehl er­hal­ten Sie auf An­hieb al­les, was Sie und mög­li­che Hel­fer über Ihr Com­pu­ter­sys­tem wis­sen müs­sen.

  • Die sta­bi­le PPA bie­tet Ne­oF­etch für sämt­li­che LTS-Versionen ab Ubun­tu 12.04 an. Sie sorgt au­ßer­dem da­für, dass die Free­ware im­mer ak­tu­ell bleibt.

Ih­nen ge­nü­gen mei­ne drei vor­ge­ge­be­nen Be­feh­le nicht und Sie möch­ten wis­sen, was sich mit Ne­oF­etch noch al­les an­stel­len lässt?

neofetch --help

Dann kön­nen Sie die Aus­ga­be Ih­rer Sys­tem­in­for­ma­tio­nen auch selbst kon­fi­gu­rie­ren.

Fazit zu Hilfeforen

Als frei­wil­li­ger Mo­de­ra­tor ei­nes re­la­tiv be­kann­ten Ubuntu-Forums bin ich oft­mals ziem­lich er­staunt, wie we­nig Men­schen über ihre Com­pu­ter­aus­stat­tung be­scheid wis­sen. Im­mer­hin ist ein Desktop-PC oder ein Lap­top kein Sa­lat­be­steck, son­dern ein Ge­rät, wel­ches viel Geld kos­tet.

Die al­ler­bes­te Ant­wort, wel­che ich auf die Fra­ge nach dem Laptop-Modell ein­mal be­kom­men habe, war: „Der vom Aldi 2006.”

Ver­wand­te The­men:

Screen­shots un­ter Ubun­tu er­stel­len - so geht’s
Ubun­tu: Sys­tem­tem­pe­ra­tu­ren an­zei­gen las­sen - An­lei­tung

(Screen­shots: Ne­oF­etch 2.0 un­ter Ubun­tu 16.04.1 LTS)

Ubuntu: Freien Speicherplatz grafisch anzeigen lassen - so geht’s

Wis­sen Sie, wie viel frei­er Spei­cher­platz Ih­rem Ubuntu-System in die­sem Mo­ment noch zur Ver­fü­gung steht? Linux-Profis wür­den nach die­ser Fra­ge Schul­ter zu­ckend ein Terminal-Fenster öff­nen, den Be­fehl df -h ein­ge­ben und die Ant­wort als Pro­zent­zahl ab­le­sen. Vor al­lem Windows-Umsteiger ent­schei­den sich je­doch des­halb häu­fig für Ubun­tu, da sie mit Be­feh­len nichts zu tun ha­ben wol­len und schö­ne gra­fi­sche An­zei­gen be­vor­zu­gen.

Moin Ki­lo­byte! Gibt es ir­gend­ei­ne Mög­lich­keit, sich den frei­en Spei­cher­platz un­ter Ubun­tu gra­fisch an­zei­gen zu las­sen? Ich weiß da gibt es Be­feh­le für, ist mir aber al­les zu um­ständ­lich mit der Kon­so­le und so. [...].

Voigt, Jens: Gra­fi­sche An­zei­ge für Fest­plat­ten­spei­cher - Ubun­tu Fra­ge. E-Mail vom 22.10.2016.

Bild von Speicherplatz unter UbuntuSelbst­ver­ständ­lich bie­tet Ubun­tu mit sei­nem Da­tei­ma­na­ger „Nau­ti­lus” auch Bord­mit­tel an, um sich die Fest­plat­ten­be­le­gung als Kreis­dia­gramm an­zei­gen zu las­sen. Hier­für ge­nügt es, wenn Sie das ge­wünsch­te Lauf­werk zu­nächst mit der lin­ken Maus­tas­te ein­hän­gen. Di­rekt im An­schluss müs­sen Sie nur noch die Par­ti­ti­on mit der rech­ten Maus­tas­te an­wäh­len und mit „Ei­gen­schaf­ten” be­stä­ti­gen. Eine we­sent­lich schnel­le­re, gra­fi­sche An­zei­ge be­kom­men Sie je­doch mit Space­View In­di­ca­tor.

Mit­hil­fe die­ser Free­ware ha­ben Sie die Be­le­gung al­ler im Sys­tem ver­bau­ten Fest­plat­ten im­mer im Blick. Dies liegt dar­an, dass Space­View In­di­ca­tor ei­nen op­tisch an­spre­chen­den Ein­trag in Ih­rer Tas­kleis­te er­zeugt.

Screenshot von SpaceView Indicator für Ubuntu 16.04 LTS

Installation der Speicherplatzanzeige

Um die smar­te Sys­tem­an­zei­ge un­ter Ubun­tu zu in­stal­lie­ren, ge­hen Sie wie folgt vor:

  1. Öff­nen Sie ein Terminal-Fenster.
  2. Fü­gen Sie fol­gen­de PPA mit sudo add-apt-repository ppa:vlijm/spaceview hin­zu.
  3. Ak­tua­li­sie­ren Sie Ihre Soft­ware­quel­len mit sudo apt-get update.
  4. Mit sudo apt-get install spaceview in­stal­lie­ren Sie schluss­end­lich die Free­ware.
  5. Öff­nen Sie Space­View In­di­ca­tor erst­ma­lig über die Ubun­tu Dash-Startseite.

Nach dem ers­ten Pro­gramm­start ist es rat­sam, Space­View In­di­ca­tor aus­gie­big zu kon­fi­gu­rie­ren.

Festplattenprogramm für Ubuntu konfigurieren

Falls noch nicht ge­sche­hen, soll­ten Sie vor der Kon­fi­gu­ra­ti­on alle Ihre Da­ten­trä­ger ein­hän­gen. Im An­schluss star­ten Sie Space­View In­di­ca­tor neu.

Screenshot von Einstellungsmenü von SpaceView Indicator für Ubuntu

Im Ein­stel­lungs­me­nü von Space­View In­di­ca­tor se­hen Sie un­ter „De­vices list” alle Ihre ein­ge­häng­ten Par­ti­tio­nen. Un­ter „Ali­as” ha­ben Sie die Mög­lich­keit, je­dem Ge­rät ei­nen in­di­vi­du­el­len Na­men zu­zu­tei­len.

  • Hin­weis: Um her­aus­zu­fin­den, was sich ge­nau auf wel­cher Par­ti­ti­on be­fin­det, emp­feh­le ich die Free­ware GPar­ted.

Nach­dem Sie alle Ihre Fest­plat­ten be­nannt ha­ben, be­stä­ti­gen Sie die Ein­ga­ben über die Schalt­flä­che „Save alia­ses”. Zu­dem soll­ten Sie noch die bei­den Häk­chen am un­te­ren Ende des Me­nüs ak­ti­vie­ren.

  • Show info new de­vices: So­bald ein neu­er Da­ten­trä­ger ein­ge­hängt wird, be­kom­men Sie eine sub­ti­le In­for­ma­ti­on von Space­View In­di­ca­tor.
  • Run on start­up: Das Pro­gramm er­zeugt ei­nen Ein­trag im Au­to­start­me­nü. Da­mit star­tet die gra­fi­sche Spei­cher­platz­an­zei­ge au­to­ma­tisch mit Ubun­tu.

Wie viel Speicherplatz habe ich zur Verfügung?

Nach der ein­ma­li­gen Kon­fi­gu­ra­ti­on soll­ten Sie Space­View In­di­ca­tor neu star­ten.

Screenshot von Festplattenbelegung unter Ubuntu

Da­nach se­hen Sie mit ei­nem simp­len Links­klick auf die Fest­plat­ten­an­zei­ge in Ih­rer Tas­kleis­te so­fort die Be­le­gung al­ler ein­ge­häng­ten Da­ten­trä­ger.

Faktencheck zu SpaceView Indicator und Fazit

Soll­ten Sie sich für die In­stal­la­ti­on von Space­View In­di­ca­tor ent­schei­den, ge­nie­ßen Sie fol­gen­de Vor­zü­ge:

  • Sie se­hen so­fort in ei­ner gra­fi­schen An­zei­ge, wie viel frei­er Spei­cher­platz noch auf Ih­ren Da­ten­trä­gern vor­han­den ist. Zu­dem kön­nen Sie ei­ge­ne Lauf­werks­be­zeich­nun­gen hin­ter­le­gen.
  • Die In­stal­la­ti­on und Pfle­ge der Free­ware ge­schieht au­to­ma­tisch über eine si­che­re PPA.

Mit Space­View In­di­ca­tor ha­ben Sie im­mer im Blick, ob Sie noch aus­rei­chend Spei­cher­platz für ein neu­es Spiel von Steam ha­ben. Die Free­ware eig­net sich je­doch auch her­vor­ra­gend da­für, um aus­zu­lo­ten, wie viel Cache Sie Ace Stream zur Ver­fü­gung stel­len kön­nen, um ei­nen ru­ck­el­frei­en Emp­fang zu ga­ran­tie­ren.

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(Screen­shots: Space­View In­di­ca­tor 0.5 un­ter Ubun­tu 16.04.1 LTS)

Gute CPU Kühlung - was gibt es zu beachten?

Durch im­mer klei­ner wer­den­de Struk­tur­grö­ßen (Na­no­me­ter), nimmt die Ver­lust­leis­tung (Ther­mal De­sign Power) bei ei­ner mo­der­nen CPU (Cen­tral Pro­ces­sing Unit) ste­tig ab. Die Fol­ge da­von ist, dass die­se Hard­ware im­mer we­ni­ger Küh­lung be­nö­tigt. Ging es also frü­her noch dar­um, Pro­zes­so­ren um je­den Preis auf ei­ner op­ti­ma­len Ar­beits­tem­pe­ra­tur zu hal­ten, kom­men Com­pu­ter­an­wen­der heut­zu­ta­ge bei ei­ner gu­ten CPU Küh­lung in den Ge­nuss, fast ge­räusch­los ne­ben ih­rer Ma­schi­ne ar­bei­ten zu kön­nen bzw. durch das ma­nu­el­le An­he­ben des Tak­tes, noch ei­ni­ges an Leis­tung kos­ten­los aus ih­rer Zen­tral­ein­heit her­aus­zu­ho­len.

Bild von CPU KühlungWenn Sie beim Kauf auf eine gute CPU Küh­lung ach­ten und re­gel­mä­ßig die Wär­me­leit­pas­te er­neu­ern, ver­län­gern Sie da­mit ak­tiv die Le­bens­zeit des Pro­zes­sors, da zu gro­ße, dau­er­haf­te Hit­ze­ein­wir­kung die fei­nen mi­kro­elek­tro­ni­schen Halb­lei­ter ne­ga­tiv be­ein­flusst. Hin­zu kommt, dass Sie mit­hil­fe ei­nes durch­dach­ten Kühl­sys­tems di­rek­ten Ein­fluss auf das Raum­kli­ma neh­men. Die­ser Punkt wird auch in Zu­kunft eine im­mer grö­ße­re Rol­le spie­len. Dies liegt vor al­lem dar­an, dass wir Men­schen in im­mer klei­ne­ren Woh­nun­gen le­ben und Bü­ros ar­bei­ten, in de­nen da­für im­mer mehr Rech­ner ste­hen.

Gute CPU Kühler sind zukunftssicher

Des Wei­te­ren ist selbst RWE-Shareholdern wie mir nicht ent­gan­gen, dass die Heiz­pe­ri­oden selbst im luf­ti­gen, baye­ri­schen Mit­tel­ge­bir­ge im­mer kür­zer wer­den.

Dies liegt be­kann­ter­ma­ßen an der wach­sen­den Be­völ­ke­rungs­dich­te auf der Erde. Al­lei­ne in In­di­en, wel­ches be­reits mehr als 1,2 Mil­li­ar­den Be­woh­ner be­hei­ma­tet, wächst die Be­völ­ke­rung jähr­lich um net­to 12 - 18 Mil­lio­nen Er­den­be­woh­ner.

In­dia adds more peop­le to the world each day than any other coun­try (Clar­ke), ad­ding up to about 12 mil­li­on peop­le per year by one esti­ma­te (Lit­ke), and 18 mil­li­on by ano­t­her (ENN).

Grin­nell Col­le­ge Iowa: Over­po­pu­la­ti­on in In­dia. web.grinnell.edu (04/2016).

Des Wei­te­ren wird der tro­pi­sche Re­gen­wald mas­siv durch mo­no­kul­tu­rel­le So­ja­boh­nen­plan­ta­gen sub­sti­tu­iert. Die Ro­dung der Filter- und Kli­ma­an­la­ge un­se­res Pla­ne­ten trägt also eben­falls wei­ter zur Erd­er­wär­mung bei.

In the nine sta­tes of the Bra­zi­li­an Ama­zon, the area un­der in­ten­si­ve me­cha­ni­zed agri­cul­tu­re grew by more than 3.6 mil­li­on hec­ta­res from 2001 to 2004. [...] While soy­be­an of­fers gre­at eco­no­mic op­por­tu­nities for Bra­zil, huge me­cha­ni­zed, soy mo­no­cul­tures de­s­troy tro­pi­cal eco­sys­tems, ac­ce­le­ra­te cli­ma­te chan­ge [...].

World In­for­ma­ti­on Trans­fer, Inc.: Food For Thought – Soy­be­an End­an­gers Bra­zil Ama­zon Ra­in­fo­rest. worldinfo.org (04/2016).

Soll­te sich auch noch die Hy­po­the­se be­stä­ti­gen, dass der Aus­stoß von CO2 ak­ti­ve Ein­wir­kung auf das Welt­kli­ma hat, wird die En­er­gie­wirt­schaft Chi­nas, die größ­ten­teils auf Braun­koh­le ba­siert si­cher­stel­len, dass sich Küh­ler­her­stel­ler wie Scy­the, Al­pen­föhn oder Coo­ler Mas­ter ge­trost über Ex­pan­sio­nen Ge­dan­ken ma­chen kön­nen.

Chi­na burns more than 4 bil­li­on tons of coal each year in power plants, ho­mes, and fac­to­ries. By com­pa­ri­son, the U.S. burns less than 1 bil­li­on, and the en­t­i­re Eu­ropean Uni­on burns 600 mil­li­on. [...] Eco­no­mists pre­dict that by 2040, China’s coal power fleet will be 50 per­cent lar­ger than it is to­day.

Lar­son, Eric: China’s Gro­wing Coal Use Is World’s Gro­wing Pro­blem. climatecentral.org (04/2016).

Die Haupt­ur­sa­chen für ste­tig wach­sen­de Um­ge­bungs­tem­pe­ra­tu­ren lie­gen in Re­gio­nen, die für den mit­tel­eu­ro­päi­schen Durch­schnitts­bür­ger be­dau­er­li­cher­wei­se mehr als nur eine Arm­län­ge ent­fernt sind, so­dass die­ser kei­ne Chan­ce hat, der Ent­wick­lung ent­ge­gen­zu­wir­ken und sich mit­tel­fris­tig ge­se­hen an­pas­sen muss.

Passiver Kühlblock definiert Unterschiede

Da­mit Ihr Com­pu­ter also nicht auch noch zu ei­ner zu­sätz­li­chen Hit­ze­quel­le wird, son­dern lan­ge kühl und lei­se läuft, gebe ich Ih­nen nun Tipps, wor­auf Sie beim Kauf ei­nes neu­en CPU Küh­lers ach­ten soll­ten. Zu­nächst ein­mal ist es da­bei wich­tig, dass Sie Ihr Au­gen­merk auf den pas­si­ven Kühl­block le­gen.

Bild von CPU mit passivem Kühlblock

Gän­gi­ge Pro­zes­so­ren sind auf der Ober­sei­te durch eine dün­ne Me­tall­plat­te aus Alu­mi­ni­um ge­schützt, die­se wird auch als Heat­spre­ader (deutsch Hit­ze­ver­tei­ler) be­zeich­net.

  • Auf die Ober­flä­che des me­tal­li­schen Hit­ze­ver­tei­lers wird Wär­me­leit­pas­te auf­ge­tra­gen, so­dass kein Ab­stand zwi­schen dem pas­si­ven Kühl­block und dem Heat­spre­ader herrscht und die Ab­wär­me so­mit schnel­ler wei­ter­ge­lei­tet wer­den kann.
  • Ein pas­si­ver Kühl­block be­steht in der Re­gel eben­falls aus Alu­mi­ni­um. Bes­se­re Mo­del­le zeich­nen sich zu­dem da­durch aus, dass die Kon­takt­stel­le zum Heat­spre­ader aus Kup­fer be­steht. Da­durch kann die Wär­me fast dop­pelt so schnell ab­ge­lei­tet wer­den.

Heatpipes aus Kupfer isolieren Abwärme

Die Qua­li­tät ei­nes CPU Küh­lers be­misst sich des Wei­te­ren an der An­zahl der Kupfer-Heatpipes.

Bild von drei Heatpipes eines CPU Kühlers

Die Hit­ze­roh­re sind di­rekt mit der Kon­takt­stel­le ver­bun­den und mün­den in­ner­halb des Kühl­blocks aus Alu­mi­ni­um.

  • In­ner­halb der luft­dicht ver­schlos­se­nen Heat­pipes be­fin­det sich eine Kühl­flüs­sig­keit. Die­se ver­dampft und steigt nach oben.

In der Heat­pipe er­wärmt sich die Kühl­flüs­sig­keit bis auf eine Tem­pe­ra­tur von ca. 30°C. Ab die­sem Punkt ver­dampft sie und steigt mit der ent­hal­te­nen Wär­me­en­er­gie zum an­de­ren Ende auf.

Mar­kus: Heat­pipe - Was steckt ei­gent­lich da­hin­ter? computertreff.com (04/2016).

  • An der Spit­ze des ge­rill­ten Alu­mi­ni­um­blocks ver­flüs­sigt sich der ab­ge­kühl­te Dampf wie­der und läuft hin­ab zur Kon­takt­stel­le, wo der Kreis­lauf wie­der von vor­ne be­ginnt.

Hin­weis: Vie­le Heat­pipes in Ver­bin­dung mit ei­nem gro­ßen Kühl­block, mit ei­ner Höhe von 15 - 20 Zen­ti­me­tern, schlu­cken die Ab­wär­me der CPU re­gel­recht. Im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Küh­lern wird so­mit we­sent­lich we­ni­ger Wär­me an die Um­ge­bung ab­ge­ge­ben.

Dies hat wie­der­um den Vor­teil, dass ein gro­ßer und lang­sa­mer Lüf­ter aus­rei­chend ist, um die Wär­me vom CPU Küh­ler in den In­nen­raum des Rech­ners zu füh­ren.

Bild von CPU Lüfter 120 mm

Ein zeit­ge­mä­ßer PWM-Lüfter mit ei­nem Durch­mes­ser zwi­schen 120 - 140 Mil­li­me­tern er­zeugt be­reits bei fast nicht hör­ba­ren 300 - 1200 Um­dre­hun­gen in der Mi­nu­te ge­nü­gend Vo­lu­men­strom.

Kann ich einen Kühler problemlos aufrüsten?

In den so­ge­nann­ten Boxed-Versionen fin­det sich ne­ben dem Pro­zes­sor auch im­mer ein pas­sen­der CPU Küh­ler im Lie­fer­um­fang. Egal, ob In­tel oder AMD die­se Küh­lein­hei­ten sind als ab­so­lu­te Mi­ni­mal­kon­fi­gu­ra­ti­on zu be­trach­ten.

Bild vom AMD FX-Boxed Kühler

Dem AMD FX-6350 „Vis­he­ra” liegt bei­spiels­wei­se ein Boxed-Kühler bei, der so­gar über zwei Heat­pipes aus Kup­fer ver­fügt. Lei­der ist der pas­si­ve Kühl­block so klein, dass der Lüf­ter (80 Mil­li­me­ter), wel­cher bis zu 3000 lau­te Um­dre­hun­gen in der Mi­nu­te dreht, tur­bo­mä­ßig für Ent­las­tung sor­gen muss. Auf­grund des­sen, dass Pro­zes­so­ren von In­tel we­ni­ger Ver­lust­leis­tung er­zeu­gen und prin­zi­pi­ell nicht so warm wer­den, liegt dem In­tel Core i5-4690K so­gar ein noch schlech­te­rer CPU Küh­ler ganz ohne Heat­pipes bei.

Fa­zit: Stan­dard­küh­ler der Boxed-Version aber auch CPU Küh­ler in güns­ti­gen Kom­plett­sys­te­men von Dell oder aus dem Me­dia Markt, Aldi und Co. sind nur eine kurz­fris­ti­ge Lö­sung. Sie kön­nen je­doch je­den CPU Küh­ler pro­blem­los auf­rüs­ten.

  • Die ein­zi­ge Vor­aus­set­zung da­für ist, dass der neue CPU Küh­ler auf den vor­han­den So­ckel (1150/1151/775/AM4/AM3+/FM2+) passt.
  • Gute Küh­ler, wel­che die o. g. Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len, brin­gen je­doch in al­ler Re­gel di­ver­se Be­fes­ti­gungs­mo­du­le für ver­schie­de­ne, ak­tu­el­le So­ckel mit. Hin­weis: Da­durch sind Sie nicht an ei­nen CPU Her­stel­ler ge­bun­den, son­dern kön­nen bei ei­nem Wech­sel Ih­ren neu­en CPU Küh­ler wei­ter­ver­wen­den.

Faktencheck - Merkmale, die einen guten Kühler ausmachen

Bei CPU Küh­lern müs­sen Sie kei­ne Kom­pro­mis­se ein­ge­hen. Für be­reits 35,00 - 70,00 Euro be­kom­men Sie Mo­del­le, die Ih­ren Pro­zes­sor auch beim Ren­dern von Vi­de­os an hei­ßen Som­mer­ta­gen kühl hal­ten. Gleich­zei­tig sor­gen die­se Kühl­ele­men­te da­für, dass nur we­nig Wär­me an die Um­ge­bung ab­ge­ge­ben wird und Ihr Com­pu­ter den­noch sehr lei­se bleibt.

  1. Ach­ten Sie bei Ih­rem CPU Küh­ler vor al­lem auf den pas­si­ven Alu­mi­ni­um­kühl­block. Die­ser soll­te min­des­tens 15 Zen­ti­me­ter hoch sein und über eine hohe An­zahl an Heat­pipes aus Kup­fer ver­fü­gen. Die Kon­takt­stel­le zum Heat­spre­ader soll­te eben­falls aus Kup­fer be­stehen.
  2. Gro­ße, lang­sa­me Lüf­ter füh­ren mehr Wär­me ab als klei­ne, schnel­le Ven­ti­la­to­ren. Der be­weg­li­che Ro­tor ei­nes gu­ten CPU Küh­lers zum Auf­rüs­ten soll­te un­ter Voll­last nicht mehr als 21 De­zi­bel ver­ur­sa­chen.
  3. Auch Küh­ler sind Ver­brau­cher und zwi­schen den Mo­del­len gibt es gro­ße Un­ter­schie­de. Mehr als zwei Watt soll­te sich die Küh­lein­heit nicht ge­neh­mi­gen.
Weitere Tipps und Fazit

Bild von Alpine 64 CPU KühlerAls Richt­wert soll­te je nach Jah­res­zeit Ihre CPU im Office-Betrieb zwi­schen 18 und 38 Grad Cel­si­us pen­deln. Die­se Wer­te sind re­le­vant, wenn Sie das Lüf­ter­pro­fil im UEFI/BIOS Ih­res Main­boards ein­stel­len. Ein gu­ter CPU Küh­ler hält ei­nen Pro­zes­sor un­ter Voll­last dau­er­haft un­ter 65 Grad Cel­si­us. Dies ist wich­tig, wenn Sie beim Spie­len oder bei der Vi­deo­be­ar­bei­tung kei­nen Leis­tungs­ver­lust er­lei­den wol­len. Alle CPUs tak­ten sich näm­lich bei zu gro­ßer Hit­ze­ent­wick­lung au­to­ma­tisch nach un­ten.

Alle mo­der­nen Pro­zes­so­ren über­wa­chen ihre Tem­pe­ra­tur und ent­hal­ten au­to­ma­ti­sche Schutz­schal­tun­gen. Wer­den sie zu heiß, dann dros­seln sie zu­nächst ihre Takt­fre­quenz und Be­triebs­span­nung (Ther­mal Thrott­ling).

Tränk­mann, Chris­to­pher: Wie warm darf ein PC-Prozessor wer­den? heise.de (04/2016).

In An­be­tracht der Tat­sa­che, dass ich mich Tag ein Tag aus zwi­schen vie­len Rech­nern be­we­ge und es in Zu­kunft eher wär­mer als käl­ter wer­den wird, in­ves­tie­re ich im­mer sehr viel in eine star­ke PC-Kühlung. Wie ich au­ßer­dem auf­ge­zeigt habe, ist ein Up­grade des CPU Küh­lers nicht nur für den leis­tungs­fä­hi­gen Spiele-PC, son­dern auch für das Office-System im­mer emp­feh­lens­wert.

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