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Anleitungen vom Webworker

YouTube Nutzer blockieren – drei wichtige Schritte

Sie publizieren auf der sozialen Onlineplattform YouTube regelmäßig Videos und sind stetig negativen Kommentaren ausgesetzt? Dabei werden Sie nicht nur hin und wieder von anderen Benutzern persönlich beleidigt, sondern sind sogar ein Opfer von Mikroaggression, systematischem Cybermobbing oder Stalking? Dann ist es höchste Zeit böswillige YouTube Nutzer zu blockieren. Aufgrund dessen, dass Hassrede und Missgunst in allen sozialen Netzwerken seit dem Jahre 2015 stark zugenommen haben, gibt YouTube seinen Videokünstlern zwischenzeitlich sogar ziemlich mächtige Werkzeuge an die Hand, damit diese sich ihre seelische Unversehrtheit bewahren können.

Seit einigen Tagen versucht ein „Hater“ uns zu ärgern. […]. Es ist traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die Freude daran haben andere Menschen zu verletzen oder gar zu schaden.

Duvier, Angélique: EIS. youtube.com (08/2016).

In der folgenden Anleitung sage ich Ihnen deshalb nicht nur, wie Sie YouTube Nutzer dauerhaft blockieren können, sondern auch wie Sie Ihren Kanal vor Psychopaten, Islamisten, Radikalisten und Neidern schützen.

Firewall für YouTube einrichten

Bild von YouTube Nutzer sperrenGenauso wie eine Firewall in Ihrem Internetrouter Störer fernhält, können Sie auf YouTube negative Kommentare abwehren. Das Ganze nennt sich auf der Videoplattform jedoch nicht Firewall, sondern „Schwarze Liste“ und diese sollte bei Ihnen prall gefüllt sein. Denn jedes Wort, welches in dieser Liste steht, kann in einem Kommentar unter Ihrem Video nicht veröffentlicht werden.

Sie finden die „Schwarze Liste“ nach dem Einloggen in Ihrem „Creator Studio“. Navigieren Sie über den Menüpunkt „Community“ in „Community Einstellungen“ um Ihre YouTube Firewall zu konfigurieren.

Screenshot von YouTube Firewall

Stellen Sie sich nun vor, Sie hätten die Endstufe des Tourettesyndroms und tragen Sie alle Kraftausdrücke in die „Schwarze Liste“ ein, die Ihnen einfallen. Beachten Sie dabei folgendes Eingabeformat:

Flegel, Lümmel, Taugenichts, Allahu Akbar […].

Fügen Sie zudem Begriffe hinzu, die keine Beleidigung darstellen, Sie jedoch in irgendeiner Weise verletzen könnten.

  • Wenn Sie also beispielsweise denken, dass Sie zu große Ohren haben und nicht möchten, dass jemand dies in einem Kommentar unter Ihrem Video schreibt, dann müssten Sie zudem den Begriff „Ohren“ in Ihre „Schwarze Liste“ eintragen.

Hinweis: YouTube ist eine internationale Plattform mit mehr als einer Milliarde registrierter Benutzer. Es ist deshalb zu empfehlen, die Liste auch mit russischen, türkischen, arabischen, spanischen und englischen Kraftausdrücken zu füllen. Nehmen Sie hierfür die Dienste des kostenlosen Übersetzers von Google in Anspruch.

Böse YouTuber sperren – so geht’s

Sobald Sie die Liste gespeichert haben, ist Ihr Kanal geschützt. Sollte nun ein böser YouTuber einen Hasskommentar unter Ihrem Video schreiben passiert Folgendes:

Screenshot von Hasskommentar auf YouTube mit anstößigen Wörtern

Für den Angreifer sieht es so aus, als wäre sein Kommentar veröffentlicht worden. In Wahrheit ist die Tirade für keinen anderen Nutzer sichtbar.

  • Der Kommentar bleibt unveröffentlicht und wartet auf weitere Moderation. Er befindet sich im Menü „Community“ unter dem Punkt „Kommentare“ im Ordner „Überprüfung ausstehend“ oder „Wahrscheinlich Spam“.

Screenshot von YouTube Kommentaren, die sich im Ordner "Wahrscheinlich Spam" befinden

Navigieren Sie nun in einen der beiden Ordner, denn der Übeltäter muss von Ihnen noch manuell geblockt werden. Dieses Vorgehen ist jedoch etwas aufwendig.

„Hater“ sollten blockiert und gemeldet werden

Klicken Sie den blau hinterlegten Namen des Störers mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Punkt „Link im neuen Tab öffnen“ aus.

  • Sie befinden sich daraufhin auf dem Profil des Bösewichts und sehen rechts oben eine Fahne. Klicken Sie diese an und bestätigen Sie die Eingabe mit „Nutzer sperren“.

Screenshot vom Sperren eines YouTube Nutzers

Hinweis: Sie finden die Fahne nicht? Dann klicken Sie auf das Menü „Kanalinfo“.

Schließen Sie nun den Tab Ihres Webbrowsers mit dem Störerprofil und gehen Sie zurück zu den Ordnern, in denen der negative Kommentar noch aufbewahrt wird.

  • Neben dem Hasskommentar befindet sich ebenfalls eine Fahne, klicken Sie diese an und wählen Sie „Spam oder Missbrauch melden“ aus. Damit wird der ungeliebte Kommentar gemeldet und gelöscht.

Screenshot von Spam oder Missbrauch auf YouTube melden

Mit diesen Aktionen haben Sie sich eine Sicherheitszone eingerichtet, denn:

  1. Der Nutzer kann keine für die Allgemeinheit sichtbaren Kommentare mehr auf Ihrem Kanal und unter Ihren Videos hinterlassen.
  2. Die Kommentare des Störers werden nicht mehr für die Moderation gespeichert. Sie bekommen die Schandtat dementsprechend nicht mehr mit.
  3. Wenn Sie als eingeloggter YouTuber Videos von anderen Künstlern ansehen, werden die Kommentare geblockter Benutzer für Sie ebenfalls ausgeblendet.
  4. Der gesperrte und gemeldete YouTube Nutzer kann Ihnen zudem keine persönlichen Nachrichten mehr senden.

Wichtig: Haben Sie einen YouTube Nutzer gesperrt, so kann dieser Ihre Videos jedoch immer noch negativ bewerten. Auch sein Abonnement wird nicht gelöst.

Das präventive Blocken und Entsperren von YouTubern

Wenn Sie bei anderen Kanälen sehen, dass diese mit negativen Kommentaren belästigt werden, sollten Sie die Saboteure gleich über deren Profil blockieren, bevor diese bei Ihnen aufschlagen.

  • Im gleichen Menü in diesem Sie Ihre „Schwarze Liste“ finden, die Sie natürlich jederzeit erweitern können, haben Sie ebenso die Möglichkeit, YouTube Nutzer wieder zu entsperren.

Hinweis: Ein Entsperren ist jedoch nicht nötig. Blockierte Nutzer können nämlich trotzdem Ihre Videos samt Werbung ansehen. Ihnen gehen demnach selbst durch präventives Sperren keine Einnahmen verloren.

Screenshot von gesperrten YouTubern

Erfahrung: Die Anzahl der geblockten Benutzer steigt linear mit der Anzahl der Abonnenten des Kanals. Bis zu 5% für Kommentare gesperrte Benutzer auf die Gesamtheit der Abonnements sind heutzutage leider völlig normal.

Zusammenfassung – drei Schritte zum Bewahren des Seelenheils
  1. Konfigurieren Sie die „Schwarze Liste“ so gut, wie es geht. Erweitern Sie Ihre Firewall regelmäßig mit neuen und anderssprachigen Begriffen.
  2. Blenden Sie die Kommentare von Störern nicht einfach nur aus, sondern sperren und melden Sie die Benutzer.
  3. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Kommentarspalten. Fällt Ihnen jemand negativ auf? Dann nutzen Sie die Chance, um den Störenfried gleich zu sperren.

Solange Sie Videos auf YouTube veröffentlicht haben, sind diese drei Schritte ein fortwährender Prozess, der sich jedoch bereits kurzfristig auszahlt.

Fazit – warum hassen so viele Menschen mich und meine Videos?

Es galt anno 2002 beim Spielen von Ego-Shootern als starker Tobak, einen Mitspieler als Sohn einer pro­mis­ku­i­tiven Mutter zu bezeichnen. Diese Tage sind längst passé. Auf YouTube liest man heutzutage unter anderem neben Gewaltandrohung und Morddrohung gerne auch einmal, dass jemand entweder die Mutter des Videokünstlers oder gleich dessen ganze Generation penetrieren möchte.

Du bist total hässlich, wie siehst du aus? Du solltest lieber kein YouTube machen!

R., Tina: Was ist nur los auf YouTube? Negative Kommentare. youtube.com (08/2016).

Der stetig steigende Hass in den sozialen Netzwerken hängt meiner Meinung nach mit drei Dingen zusammen:

  • Das Bildungsniveau (Wissen, Erziehung, Empathiefähigkeit, etc.) der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der BRD ist im freien Fall.

Wenn ich in der S-Bahn ein paar Jugendliche mit offensichtlich türkischem Hintergrund (sprachen z. B. türkisch) höflich bitte, ihre laute Musik leiser zu machen und von denen dann als Antwort kommt „Du kannst mich mal, du scheiß Kartoffel“ […].

Demokrat89: Angst vor einer schwarzen Welt. zeit.de (08/2016).

  • Die Chancengleichheit ist hierzulande ein Disney Märchen. Selbst hohe Bildungsabschlüsse schützen nicht mehr vor (Alters-)Armut oder sorgen für sozialen Aufstieg. Dadurch fehlt es jungen Menschen an Perspektive und Motivation mit der Folge, dass man sich im Milieu arrangiert. Ob dieser Zustand vielleicht politisch motiviert ist?

Armer Hase! Es ist doch eine jämmerliche Rolle, der Hase sein müssen auf dieser Welt – Aber der gnädige Herr braucht Hasen!

Schiller, Friedrich: Die Räuber. Köln: Anaconda Verlag GmbH 2007.

  • Es gibt in der BRD keine Debattenkultur mehr. Angesichts der fehlenden Opposition im Bundestag während des Kabinetts Merkel III, der sogenannten politischen Korrektheit innerhalb der Leitmedien und aufgrund dessen, dass Debattieren nicht zum Schulalltag gehört, verlernen die Menschen hierzulande gesellschaftsfähige Kritik zu äußern und zu argumentieren.

Die Ergebnisse dieser Defizite finden sich dann in Form von Neid, Aggression, Missgunst und Wut in öffentlichen Räumen wieder, worunter auch Onlineplattformen wie YouTube zählen.

Empfehlung: Meine drei Schritte helfen Ihnen dabei, gewöhnliche Wald und Wiesen „Hater“ fernzuhalten. Bei penetrantem Cybermobbing, Stalking oder sogar stetiger sexueller Belästigung sollten Sie zunächst Beweise sichern und anschließend unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.

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(Screenshots: YouTube.com)

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Anleitung
  • Johann Strauss sagt:

    Sehr geehrter Hr. Sascha,
    ich habe auf YouTube einen Herren, der mich immer wieder anschreibt. Ich habe ihn blockiert so wie beschrieben – Fahnenzeichen. Der Herr kann mich nach wie vor anschreiben, leider. MfG Johann Strauss

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