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Anleitungen vom Webworker

Webseiten in Ubuntu sperren

Ihre Kinder sollten mithilfe des Computers lernen, verbringen jedoch die meiste Zeit auf YouTube? Ihre Angestellten oder Kollegen sind mehr damit beschäftigt die Resonanz des letzten Selfies auf Facebook zu überprüfen anstelle die übertragenen Aufgaben zu erledigen? Dann ist es an der Zeit Webseiten zu sperren. In Linux-Distributionen wie Ubuntu ist dies eine Kleinigkeit, die ohne Administratorpasswort nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Ubuntu und die Hosts-Datei

Screenshot vom Ubuntu Hosts-FileDie Sperrung von Webseiten in Ubuntu funktioniert mit einer einfachen Textdatei. Diese Datei trägt den Namen „hosts“ und befindet sich im Root-Verzeichnis. Selbst Menschen, die wissen, wie sie in diese Systemdatei kommen, können die Sperre nicht rückgängig machen, da sich die Datei nicht von jedermann speichern lässt. Ausschließlich mit Administratorpasswort und Terminal-Befehlen ist es möglich, die Hosts-Datei zu bearbeiten.

Webseiten sperren über das Terminal

Um in die Ubuntu Hosts-Datei zu gelangen, in dieser Sie Webseiten sperren können, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  2. Öffnen Sie die Hosts-Datei mit dem Befehl sudo nano /etc/hosts.
  3. Geben Sie Ihr Administratorpasswort ein.

Screenshot von Hosts-Datei unter Kubuntu 16.04 LTS

Ganz am Anfang der Systemdatei stehen bereits zwei Einträge. 127.0.0.1 localhost und 127.0.1.1 [COMPUTERNAME].

  • Um eine Webseite zu sperren, fügen Sie genau darunter den nächsten Eintrag an.
  • Damit der Ubuntu-Rechner beispielsweise nicht mehr auf facebook.com surfen kann, müsste der Eintrag 127.0.0.1 www.facebook.com lauten.
  • Den Abstand zwischen lokaler IP-Adresse und der Domain erreichen Sie mithilfe der Tabulatortaste.
  • Es ist übrigens nicht nötig Subdomains, wie beispielsweise www.de-de.facebook.com einzutragen.
  • Haben Sie alle zu sperrenden Webseiten eingetragen? Dann speichern Sie die Hosts-Datei mithilfe der Tastenkombination Strg + O und bestätigen Sie daraufhin mit der Eingabetaste. Das Menü verlassen Sie mit Strg + X.

Webseite gesperrt – was passiert?

Wird eine Webseite mithilfe des Webbrowsers angesurft, die sich in der Hosts-Datei befindet, passiert gar nichts.

Screenshot eines Firefox Fehlers: Verbindung fehlgeschlagen

Der Mozilla Firefox gibt nur folgende Fehlermeldung aus: „Firefox kann keine Verbindung zu dem Server unter [URL] aufbauen.“

Erfahrung: Schlechte Arbeitgeber – gute Arbeitgeber

In einer sehr bekannten großen deutschen Firma ist es Usus, dass Arbeitnehmer eine Rahmenvereinbarung unterschreiben müssen, in dieser sie schwören während der Arbeit nicht auf Facebook, Ebay oder Twitter zu surfen. Um dies zu überprüfen, werden Netzwerkadministratoren beschäftigt, welche die Netzwerkprotokolle der Klienten einsehen. Wird ein Arbeitnehmer erwischt, blüht in der Regel eine Abmahnung.

Als ich vor einiger Zeit in Bukarest war, gab mir mein Auftraggeber eine Liste mit Webseiten, welche ich auf den Klientenrechnern sperren sollte. Das war mithilfe der Hosts-Datei eine Sache von 20 Minuten und danach war für immer Ruhe.

Fazit

Wie Sie sehen, ist das Sperren von Webseiten unter Ubuntu, auch ohne externe Software, mit nur wenigen Handgriffen möglich. Ganz verhindern können Sie das private Surfen jedoch nicht. Die Mitarbeiter in Bukarest sind auf ihr Smartphone ausgewichen.

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(Screenshots: Ubuntu 16.04. LTS und Mozilla Firefox)

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Anleitung

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