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Webseite bewerben auf Freehoster – Voraussetzungen

Sie sind Blogger und möchten Ihre Webseite bewerben? Ihr Blog befindet sich bei einem Freehoster mit einer Subdomain und Sie sind sich unsicher, ob dafür eine Monetarisierung überhaupt möglich ist? Ich sage Ihnen, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Werbenetzwerken Sie Geld mit Ihrem Freeblog verdienen können.

Werbenetzwerke setzen Rahmenbedingungen

Den Freehostern ist es völlig egal, ob Sie auf Ihrem Blog Werbung schalten oder nicht. Das einzig Wichtige für die Hostinganbieter findet sich in allen Nutzungsbedingungen:

Es ist dem Nutzer untersagt, pornografische, erotische, rassistische, volksverhetzende, beleidigende, bedrohende, zu Straftaten auffordernde oder gegen gültige Gesetze der Bundesrepublik Deutschland verstoßende Inhalte […] zu veröffentlichen. Weiterhin verpflichtet sich der Nutzer sicherzustellen, dass er durch die Veröffentlichung seiner Daten keine Urheberrechte verletzt.

Schulze Dieckhoff, Jonas: Nutzungsbedingungen. cwcity.de (03/2015).

Die Frage, ob Sie auf einem Freehoster mit Subdomain Werbung schalten können, hängt also ganz alleine von den Werbenetzwerken ab.

So sehen Werbenetzwerke Freehoster

Bild von Geld verdienen auf FreehosternIch benutze auf allen Webseiten, die ich betreue, egal, ob Freehosting oder Toplevel-Domain, wie wahrscheinlich die meisten Webworker, Google AdSense. Dies liegt neben den attraktiven monetären Rahmenbedingungen vor allem an der unkomplizierten Benutzung. Google AdSense ist nämlich völlig egal wo die Webseite gehostet ist und wie die Domain lautet. Dies ist verständlich, ist Google selbst mit Blogger.com (blogspot) einer der größten Freehosting-Anbieter der Welt.

  • Obwohl Google AdSense bekanntlich die ausführlichsten und strengsten Nutzerrichtlinien hat, findet sich darin kein Hinweis darauf, wie das Hostingpaket der Werbefläche auszusehen hat, solange die Werbung nach Googles Vorstellungen eingepflegt wird.
  • Selbst wenn Sie bei einem Freehoster wie Square7 sind, bei diesem der Betreiber den Webseitenbesuchern ein Pop-up-Fenster einblendet, könnten Sie also trotzdem Google AdSense auf die Webseite einbauen.

Ebenfalls sehr gute Erfahrungen habe ich mit Schaltplatz.de gemacht. Anzeigen dieses deutschen Werbenetzwerkes laufen hier in Abwechslung mit Google AdSense.

Screenshot vom Kontostand von Schaltplatz.de

Auch Schaltplatz.de hat kein Problem mit Freehostern und Subdomains. Einzig und alleine entscheidend ist, wie bei AdSense auch, die Platzierung der Werbung:

Der Werbecode muss so eingebunden werden, dass die Werbung sich im sichtbaren Bereich des Browsers befindet. Des Weiteren darf der Werbecode nicht in Popups/Popunder/Layer, auf leeren Webseiten, auf Seiten die nur aus Werbung bestehen, in E-Mails oder Mailprogrammen dargestellt werden.

Ceramex Media GmbH: Allgemeine Geschäftsbedingungen. schaltplatz.de (03/2015).

  • Hier wäre es also ebenfalls kein Problem, falls sich Ihr Freehoster durch Pop-up-Fenster finanziert. Der Passus in den AGB besagt nur, dass Sie den Werbecode von Schaltplatz.de nicht in ein Pop-up-Fenster packen dürfen.

Ein weiteres Werbenetzwerk, welches gut mit Blogs auf Freehostern und Subdomains funktioniert, ist Adscale. Bis Mai 2014 habe ich Werbemittel dieses Unternehmens auf meinen Blogs eingesetzt. Leider hat Adscale trotz sehr schlechter Vergütung, sehr strenge Richtlinien:

Lediglich rein deutschsprachiger Traffic ist zulässig. Webseiten-Inhalte müssen auf Deutsch sein. Layout und Funktionalität der Webseite müssen auf den gängigsten Browsern (Google Chrome, Mozilla Firefox, Safari, Internet Explorer) angezeigt werden können. […]

adscale GmbH: adscale Publisher-Kriterien. adscale.de (03/2015).

  • Auch bei Adscale spielt es keine Rolle, ob Ihr Blog von einem Freehoster gehostet wird, dieser eine Subdomain hat oder mit einem Pop-up-Fenster beworben wird, solange Sie sich an die vielen anderen Regeln halten.

Wann einen Blog auf einem Freehoster bewerben?

Ist meine Webseite reif, um monetarisiert zu werden? Diese Frage wird sich jeder Webworker mit der Zeit stellen. Ich bin kein Fachmann, denn ich betreibe keinen dieser unsäglich doofen Geldblogs, welche rein aus Affiliate-Links bestehen und „Tipps“ zum Reich werden geben, wobei der Webseitenbetreiber selbst vor der Waschstraße stehen, und die Autos mit dem Dampfstrahler abspritzen muss, um über die Runden zu kommen. Ich persönlich achte auf diese Variablen:

  1. Anzahl bestehender Artikel.
  2. Alter der Webseite.
  3. Anzahl der echten Besucher und Besuchsdauer.
  4. Anzahl neuer Artikel im Monat.

Je höher die Zahlen hinter diesen vier Punkten sind, umso reifer ist Ihre Webseite beworben zu werden bzw. umso mehr Werbung können Sie einbauen.

Fazit

Wo früher Freehosting und Subdomains ein No-Go waren, sind die Werbenetzwerke in dieser Beziehung sehr locker geworden. Im Vordergrund steht so gut wie beim jedem Anbieter, regelmäßiger, redaktionell gepflegter Content der beworbenen Webseite. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, nicht nur weil Toplevel-Domains begrenzt sind, sondern weil so jeder angehende Webworker risikofrei und kostenlos testen kann, ob ihm seine Werbeeinnahmen zum Leben genügen oder ob der Job an der Waschstraße nicht besser ist. Achtung: Kostenlos stimmt nicht ganz! Sie wissen, immer wenn Sie Einnahmen erzielen müssen Sie ein Gewerbe anmelden. Abgesehen von Google AdSense benötigen Sie für die Anmeldung bei allen Werbenetzwerken, die ich kenne, eine Steuernummer.

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Artikel wurde am 17.03.2015 aktualisiert.

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Blog

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