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Anleitungen vom Webworker

Ubuntu Kernel Update

Wenn sich Ihre Ubuntu-Version im Supportzeitraum befindet, bekommen Sie regelmäßig und automatisch Kernel Updates zur Installation angeboten. Der angebotene Kernel ist jedoch nicht der aktuellste, was, solange Ihr System einwandfrei funktioniert auch völlig unwichtig ist. Benutzen Sie jedoch aktuelle Hardware, wie beispielsweise eine Soundkarte oder Grafikkarte, die nicht optimal betrieben wird, kann ein Update auf einen aktuellen Ubuntu Kernel dieses Problem lösen.

Vorbereitung auf Kernel Update

Screenshot von Ubuntu Kernels

Ein manuelles Kernel Update ist zwar sehr einfach durchzuführen, stellt jedoch einen starken Eingriff in Ihr Ubuntu-System dar. In einem Kernel befindet sich hauptsächlich Treibersoftware. Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem also nur, wenn eine Hardware nicht richtig funktioniert. Des Weiteren achten Sie darauf, dass Sie nur getestete Kernel verwenden, welche mit Stable (siehe hier) deklariert sind.

  • Laden Sie sich jedoch nicht den Linux-Kernel (kernel.org) herunter, sondern verwenden Sie das Ubuntu Kernel-Archiv.

Anleitung für das Kernel Update

Zunächst sehen Sie nach, welchen Kernel Sie überhaupt im Moment verwenden. Öffnen Sie dazu ein Terminal-Fenster und geben Sie den Befehl uname -r ein.

Screenshot von 3.18. genericGibt es einen aktuelleren und stabilen Kernel, surfen Sie auf das Kernel-Archiv und wählen diesen aus.

Sie benötigen immer drei Dateien. Beachten Sie außerdem die Bit-Version Ihres Ubuntu-Systems. Wenn Sie für ein 64-Bit-System den Kernel aktualisieren bräuchten Sie:

  • linux-headers-Versionsnummer_amd64.deb
  • linux-headers-Versionsnummer_all.deb
  • linux-image-Versionsnummer_amd64.deb

Laden Sie sich diese Dateien herunter.

Installation des neuen Kernels

Die drei Kernel-Dateien werden über das Terminal installiert.

  1. Navigieren Sie in Ihr Downloadverzeichnis mit cd Downloads.
  2. Starten Sie die Installation mit sudo dpkg -i linux-headers-3.18.0-*.deb linux-image-3.18.0-*deb. (Versionsnummer anpassen!)
  3. Nach der Installation müssen Sie Ubuntu neu starten.
  4. Überprüfen Sie nach dem Neustart, mit dem Befehl uname -r, ob die aktuelle Kernel-Version verwendet wird.

Wichtig: Alte Kernels werden von Ubuntu nicht gelöscht. Mit der Zeit staut sich hier viel an. Ich verwende beispielsweise Ubuntu-Tweak, um ältere Kernels vom System zu entfernen. Lassen Sie jedoch immer mindestens einen alten Kernel auf Ihrem System, um diesen bei Problemen laden zu können.

Irrtümer über den Kernel

Der Kernel hat nichts mit der Aktualität Ihres Betriebssystems zu tun. Es ist deshalb nicht nötig, ständig den neusten Kernel manuell zu updaten.

Die Linux-Entwickler haben in den meisten Fällen großen Wert darauf gelegt, die Funktionalität des Kernels nicht allzu weit über diese Vermittlerrolle hinauswachsen zu lassen.

Wikibooks: Linux-Praxisbuch: Was ist der Kernel? de.wikibooks.org (12/2014).

Natürlich können in einem Kernel, wie in jeder Software, Sicherheitslücken sein. Auch hierfür müssen Sie nur regelmäßig die allgemeinen Ubuntu Updates einspielen.

Im Netz ist Exploit-Code für eine kritische Sicherheitslücke […] im Linux-Kernel aufgetaucht. […] Ubuntu und Fedora haben ihre Kernel-Pakete bereits vergangene Woche aktualisiert und sind nicht mehr verwundbar wenn Anwender die Updates eingespielt haben.

Scherschel, Fabian: Schwachstelle im Linux-Kernel. heise.de (12/2014).

Fazit

Bei mir selbst, habe ich den Kernel noch nie manuell updaten müssen. Dies liegt daran, dass bevor ich Hardware kaufe, ich diese auf Linux-Kompatibilität überprüfe.

Bei Kunden hat ein manuelles Ubuntu Kernel Update vor allem bei WLAN-Sticks, WLAN-Karten, Soundkarten und RAID-Controllern Wunder bewirkt. In 8 von 10 Fällen merken Sie nach dem Kernel Update jedoch keinen Unterschied zu vorher.

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(Screenshots: Ubuntu 14.04 LTS)

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Anleitung
  • MarkusH sagt:

    Zu dem Kernelupdates, ich habe auf drei verschiedenen Computern verschiedene Debian Systeme am laufen. Am ersten ist es das Debian 7 pur, da ist ein Kernelupdate alles halbes Jahr, bei Ubuntu Server jeden Monat und bei atposid ist es drei Kernelupdates mindesten jede Woche, wenn keine Urlaubszeit ist. Bei atposid ist es immer die neueste Version. bei Ubuntu und Debian gibt es da nur kleine Änderungen, den die ersten beiden Stellen in der Versionnummer ändern sich dabei mit.

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