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Anleitungen vom Webworker

Ubuntu: IPTV – Fernsehen über das Internet

Unter Ubuntu gibt es verschiedene Wege um Internet Protocol Television zu empfangen. Leider werden die Angebote von Providern, die zum Fernsehschauen über das Internet einen Receiver verlangen auch als IPTV bezeichnet. Dadurch fällt es Suchenden oft schwer herauszufinden, wie sie nur mithilfe ihres Computers und einer Internetverbindung ein Fernsehprogramm genießen können. Um TV-Streams unter Ubuntu anzusehen, wird oftmals Kodi empfohlen. Diese Applikation ist allerdings so umfangreich, dass selbst erfahrene Anwender daran zerbrechen.

Hi Leute! Ich benutze Ubuntu 16.04 und suche ein Programm, mit dem ich IPTV schauen kann. […] In einem Forum hat man mir Kodi empfohlen aber um das zum Laufen zu bringen, braucht man wohl einen Master in Informatik. […] Könnt ihr mir eine einfachere Methode empfehlen?

Rekasch, Killian: Frage: IPTV unter Ubuntu? E-Mail vom 27.02.2017.

Bild von Ubuntu IPTVEine Alternative zu Kodi ist FreetuxTV. Leider ist diese Software unter aktuellen Ubuntu-Versionen so instabil, dass sich damit kein Tatort in Ruhe zu Ende schauen lässt. Wenn Sie ohne Webbrowser einfach nur über das Internet fernsehen wollen und dabei Ubuntu als Betriebssystem verwenden, bekommen Sie von mir in dieser Anleitung zwei andere Lösungen an die Hand.

Den Anfang macht die freie Peer-to-Peer-Software SopCast. Diese Applikation bringt eine Auswahl an empfangbaren TV-Sendern gleich mit.

Freies IPTV – SopCast unter Ubuntu

Sie möchten Musiksender und Nachrichten kostenlos auf Ihrem Computer anschauen? Dann benötigen Sie SopCast für Ubuntu.

Screenshot von SopCast Player 0.8.5 (Shanghai TV) unter Ubuntu 16.04 LTS

SopCast Player 0.8.5 unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Ein Nachteil dieser Software ist, dass alle Programme in den Sprachen der politischen Feinde des Kabinetts Merkel III sind. Falls Sie jedoch ohnehin gerade chinesisch, russisch oder ungarisch lernen, dann können Sie sich auf eine stabile Applikation freuen, die folgendermaßen installiert wird:

sudo add-apt-repository ppa:linuxthebest.net/sopcast

Öffnen Sie zunächst ein Terminal-Fenster und fügen Sie diese PPA Ihrem System hinzu.

sudo apt-get update

Aktualisieren Sie im nächsten Schritt Ihre Software-Quellen.

sudo apt-get install sopcast-player

Installieren Sie SopCast. Ab sofort erhalten Sie auch immer automatisch sämtliche Programmaktualisierungen.

SopCast richtig verwenden – so geht’s

Sobald Sie SopCast erfolgreich installiert haben, können Sie die Freeware direkt über die Ubuntu Dash-Startseite öffnen.

Screenshot von SopCast Player in Ubuntu Dash-Startseite

SopCast war lange Zeit ein beliebter Zugang, um kostenlos Fußball-Live-Übertragungen anzusehen. Seit es Ace Stream gibt, spielt die IPTV-Software in diesem Bereich jedoch keine Rolle mehr.

Die hohe Verfügbarkeit von Quellen und die sehr schnellen Übertragungsraten sind weitere Gründe für die Popularität der ukrainischen Software.

Sascha: Ace Stream: Installation unter Ubuntu 16.04 LTS – Anleitung. kilobyte.bplaced.net (03/2017).

Falls Sie dennoch einen eigenen SopCast Link abspielen möchten, dann drücken Sie die Tastenkombination Strg + O. Zu den vorinstallierten Sendern gelangen Sie hingegen, wenn Sie auf die Schaltfläche „Programmführer“ klicken.

Screenshot von SopCast Programmführer

Daraufhin öffnet sich rechts neben dem Player die Senderauswahl. Diese sollten Sie nach jedem Programmstart mit einem Linksklick auf „SopCast Player Channel Guide“ aktualisieren.

Screenshot vom SopCast Player Channel Guide

Direkt im Anschluss können Sie durch das angebotene Programm zappen. Vergessen Sie dabei nicht, dass das Aufbauen der einzelnen IPTV-Sender bei Peer-to-Peer-Software immer etwas länger dauert.

ARD, ZDF, C&A über das Internet schauen

Mit Ubuntu können Sie ebenfalls deutsche Fernsehprogramme empfangen. Dazu benötigen Sie nichts weiter als den VLC Player und eine gültige IPTV-Adresse. Beim Genuss der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kann es zudem nicht schaden, eine Wasserwaage auf den Monitor zu legen.

Screenshot von VLC Player mit IPTV ARD (Ubuntu)

ARD IPTV im VLC Player 2.2.5 unter Kubuntu 16.04.2 LTS

Um das Programm der ARD über das Internet schauen zu können, müssen Sie zunächst Ihren VLC Player öffnen.

Drücken Sie im Anschluss die Tastenkombination Strg + N und geben Sie daraufhin folgende IPTV-Adresse ein:

http://daserste_live-lh.akamaihd.net/i/daserste_de@91204/master.m3u8

Klicken Sie gleich danach auf die Schaltfläche „Wiedergabe“ und warten Sie, bis der TV-Stream aufgebaut wurde.

Screenshot vom VLC Player Reiter "Netzwerk"

Die ARD ist hierbei sehr vorbildlich, denn das Programm wird in folgender Qualität übertragen:

  • Auflösung: 960 x 544 Pixel.
  • H.264 Codec im MPEG-4 AVC Container.

Der VLC Player erlaubt es zudem, das Gezeigte gleich aufzunehmen. Dazu müssen Sie zunächst einen Speicherort festlegen.

  1. Klicken Sie deshalb zuallererst die Tastenkombination Strg + P.
  2. Wählen Sie den Reiter „Eingang/Codecs“ aus.
  3. Legen Sie hinter dem Menüpunkt „Aufnahme-Verzeichnis oder Dateiname“ einmalig einen Ordner fest, in dem Ihre Aufnahmen gespeichert werden sollen.
  4. Bestätigen Sie Ihre Eingabe über die Schaltfläche „Speichern“.

Starten Sie daraufhin den Stream und wählen Sie den Reiter „Ansicht“ an. Klicken Sie anschließend auf „Erweiterte Steuerung“.

Screenshot vom Aufnehmen mit dem VLC Player

Direkt im Anschluss erscheint unterhalb des Fernsehbildes ein kleiner roter Aufnahmeknopf. Diesen müssen Sie nur aktivieren, um das Programm in Ihrem Zielordner zu speichern.

Fazit: Wo gibt es weitere IPTV-Adressen?

Wie Sie sehen, ist es auch unter Ubuntu ein Leichtes über das Internet Fernsehen zu schauen. Neben der ARD bieten noch viele weitere deutschsprachige Sender IPTV an. Es ist jedoch äußerst schwer, die korrekten Adressen herauszufinden.

Bild: Woher bekomme ich IPTV-Adressen?

Die TV-Sender möchten nämlich in erster Linie, dass Sie die Streams über Ihren Webbrowser konsumieren. Zwar kursieren viele M3U-Playlisten für den VLC Player im Internet, die darin enthaltenen IPTV-Adressen sind aber zumeist nicht mehr aktuell. Außerdem gilt: Wer einmal seinen VLC Player mühevoll mit Streams ausgestattet hat, der teilt seine Daten nicht kostenlos mit anderen.

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Was kostet eigentlich Ubuntu?

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Anleitung

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