Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Ubuntu: Stresstest für die CPU - genügt die Kühlleistung?

Wie gut ist Ihr CPU-Kühler wirk­lich? Falls Sie die­se Fra­ge nicht be­ant­wor­ten kön­nen, dann soll­ten Sie ei­nen Stress­test durch­füh­ren. Denn die­ses In­stru­ment zwingt Ihr Sys­tem dazu, schwie­ri­ge Re­chen­ope­ra­tio­nen schnell hin­ter­ein­an­der ab­zu­ar­bei­ten. Da­bei wer­den alle Ker­ne Ih­res Pro­zes­sors voll aus­ge­las­tet, wo­durch die Hard­ware ihre ma­xi­ma­le Ab­wär­me ent­wi­ckelt. Ein Stress­test ist aber auch dann hilf­reich, wenn Sie Ihre CPU über­tak­tet ha­ben. Schließ­lich er­fah­ren Sie nur mit­hil­fe die­ses Werk­zeugs so­fort, ob Ihre neue Sys­tem­kon­fi­gu­ra­ti­on sta­bil funk­tio­niert.

Hi Ki­lo­byte, ich brau­che ei­nen Rat. Gibt es für Ubun­tu so et­was wie Prime95 für Win­dows? [...] Ich möch­te mei­nen AMD R5 1600X über­tak­ten und se­hen, wie weit ich mit dem „Wraith Spi­re” Boxed-Kühler kom­me. [...] Viel­leicht weist du was für Li­nux? Ich wür­de näm­lich nur un­gern des­we­gen ei­nen Emu­la­tor in­stal­lie­ren.

Hau­ber, Chris­to­pher: Prime95 für Ubun­tu? Fra­ge an Ki­lo­byte. E-Mail vom 23.09.2017.

Bild von Ubuntu Stresstest: Alternative für Prime95 - PPADie fin­di­gen Ent­wick­ler von Prime95 bie­ten ihre Soft­ware auch für Li­nux an. Ich käme je­doch nie auf die Idee, mein Sys­tem mit die­ser Ap­pli­ka­ti­on zu tes­ten. Schließ­lich ist Prime95 streng ge­nom­men ein Pro­gramm, mit dem neue Prim­zah­len ge­fun­den wer­den sol­len. Des­halb grei­fe ich für Stress­tests un­ter Ubun­tu lie­ber auf s-tui zu­rück. Denn die­se funk­tio­nel­le Free­ware ist ein ech­tes Monitoring-Tool, mit dem sich die künst­lich aus­ge­üb­te Re­chen­last in gra­fisch auf­be­rei­te­ter Form über­wa­chen lässt.

Da­bei ar­bei­tet s-tui mit drei far­bi­gen Echt­zeit­dia­gram­men. Die­se ge­ben ne­ben der Takt­ra­te und der Aus­las­tung auch die schwan­ken­den Tem­pe­ra­tu­ren des Pro­zes­sors wie­der.

Screenshot von Stress Terminal UI 0.6.4 unter Ubuntu 16.04 LTS

Stress Ter­mi­nal UI 0.6.4 - Leis­tungs­da­ten un­ter Ubun­tu 16.04.3 LTS

Na­tür­lich zeigt das smar­te Dia­gno­se­werk­zeug sämt­li­che Leis­tungs­da­ten auch in ei­ner aus­sa­ge­kräf­ti­gen Zah­len­form an. Die­se An­sicht ist be­son­ders wert­voll, da hier be­reits er­reich­te Ma­xi­mal­wer­te ge­spei­chert blei­ben. So­mit se­hen Sie bei je­dem Stress­test auf den ers­ten Blick, ob sich die Kühl­leis­tung für Ihre CPU ver­än­dert hat.

Ubuntu für den Stresstest vorbereiten

Ein wei­te­rer Vor­teil von s-tui ist, dass die Free­ware un­ter al­len Ubuntu-Derivaten funk­tio­niert. Das kommt da­her, da das Monitoring-Tool in der Pro­gram­mier­spra­che Py­thon ge­schrie­ben wur­de und zu­dem ohne ei­ge­ne Be­nut­zer­ober­flä­che aus­kommt. Al­ler­dings ist es für die In­stal­la­ti­on der Terminal-Software not­wen­dig, dass Ihr Ubun­tu mit pip aus­ge­stat­tet ist.

Screenshot eines Terminal-Fensters: Installationsbefehl für Pip Installs Python (pip) - ästhetisch präsentiert von Kilobyte

Die­ses re­kur­si­ve Akro­nym steht für Pip Installs Python und be­schreibt ein kom­ple­xes Pa­ket­ma­nage­ment­sys­tem, mit dem Python-Module aus dem Py­thon Pa­cka­ge In­dex be­zo­gen wer­den kön­nen. So ge­se­hen ist pip ge­nau das­sel­be wie APT, nur eben für eine an­de­re Soft­ware­art.

[...] pip is a tool for in­stal­ling Py­thon pa­cka­ges from the Py­thon Pa­cka­ge In­dex.

Mat­thews, Ja­mie: A non-magical in­tro­duc­tion to Pip and Vir­tua­lenv for Py­thon be­gin­ners. dabapps.com (09/2017).

Bild von Stress Terminal UI. Eric Kwame X sorgt mit seinen Stresstests dafür, dass Wildcampen in NRW sicherer wird

Öff­nen Sie also zu­nächst ein Terminal-Fenster und rich­ten Sie gleich da­nach pip auf Ih­rem Sys­tem ein.

sudo apt-get install python-pip

So­bald Ihr zu­sätz­li­ches Pa­ket­ma­nage­ment­sys­tem ein­satz­fä­hig ist, kön­nen Sie s-tui aus der neu­en Software-Quelle be­zie­hen.

sudo pip install s-tui

Zum Aus­füh­ren von Leis­tungs­tests be­nö­ti­gen Sie au­ßer­dem noch ein klit­ze­klei­nes Kom­man­do­zei­len­pro­gramm, wel­ches den Na­men stress trägt.

sudo apt-get install stress

Nach­dem Sie auch die­sen Last­ge­ne­ra­tor in­stal­liert ha­ben, ist Ihr Ubun­tu be­reit für den ers­ten Stress­test.

CPU-Leistung unter Ubuntu testen - so geht’s

Um das Dia­gno­se­werk­zeug s-tui zu öff­nen, müs­sen Sie den fol­gen­den Be­fehl in ein neu­es Terminal-Fenster ein­ge­ben:

sudo s-tui

Gleich nach dem Pro­gramm­start er­schei­nen auf der ei­nen Kon­so­len­sei­te drei be­weg­li­che Bal­ken­dia­gram­me. Hin­ge­gen auf der an­de­ren Sei­te fin­den Sie un­ter an­de­rem den Me­nü­punkt „Stress Ope­ra­ti­on”.

Screenshot von s-tui - der Modus "Stress Operation" startet den Stresstest

So­bald Sie die­se Funk­ti­on mit der Ein­ga­be­tas­te ak­ti­vie­ren, wird der Last­ge­ne­ra­tor Ihre CPU auf Tou­ren brin­gen. Wenn Sie den Cur­sor dar­auf­hin mit­hil­fe der Pfeil­tas­ten ganz nach un­ten be­we­gen, dann Blät­tern Sie auf das zwei­te Da­ten­blatt.

Screenshot von Ubuntu Stresstest: AMD FX-8350 mit 4000 MHz wird nur 50 Grad Celsius warm

Stress­test un­ter Ubun­tu ist im vol­len Gan­ge - die CPU-Kühlung funk­tio­niert ein­wand­frei

In die­ser Me­nüan­sicht kön­nen Sie nun live mit­ver­fol­gen, wie sich der Stress­test auf die Tem­pe­ra­tur Ih­res Pro­zes­sors aus­wirkt.

Hin­weis: Sie möch­ten mit­hil­fe von s-tui über­prü­fen, ob die von Ih­nen ge­wähl­te Über­tak­tungs­ra­te sta­bil funk­tio­niert? Dann soll­ten Sie den Be­las­tungs­test un­be­dingt meh­re­re Stun­den lau­fen las­sen.

Ich bin da ganz alt­mo­disch und tes­te 24 Stun­den als Mi­ni­mum. Es ist bei mir näm­lich auch schon mal nach 8 oder 10 Stun­den ein Blue­screen auf­ge­taucht [...].

Der­rick­De­lu­Xe: Wie lan­ge soll­te Prime95 lau­fen? hardwareluxx.de (09/2017).

Falls Sie je­doch le­dig­lich ei­nen neu­en CPU-Kühler tes­ten möch­ten, dann kön­nen Sie be­reits nach 15 Mi­nu­ten wie­der zum Mo­dus „Re­gu­lar Ope­ra­ti­on” zu­rück­keh­ren.

Faktencheck: Die Vorteile von s-tui im Überblick

Mit s-tui er­hal­ten Sie eine be­nut­zer­ober­flä­chen­un­ab­hän­gi­ge Terminal-Software, mit der Sie nicht nur Ih­ren Pro­zes­sor­zu­stand über­prü­fen kön­nen.

Screenshot von Stress Terminal UI 0.6.4: Menüpunkt "Stress Options" - Überprüfung des Arbeitsspeichers und des Systemdatenträgers

Stress Ter­mi­nal UI über­prüft auch die Leis­tung des Ar­beits­spei­chers und des Sys­tem­da­ten­trä­gers

Schließ­lich hat die leicht kon­fi­gu­rier­ba­re Free­ware im­mer auch ei­ni­ge Worker für Ih­ren Ar­beits­spei­cher und für Ih­ren Sys­tem­da­ten­trä­ger pa­rat.

Ein Worker ist eine be­stimm­te Ein­heit, die z.B. die CPU bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad aus­las­tet. [...] Je nach Hard­ware muss man mehr oder oder we­ni­ger Worker [...] an­set­zen, um eine Voll­aus­las­tung zu er­rei­chen.

Sterr, Jo­nas: Stress­test / Hard­ware­check un­ter Li­nux. pablo-bloggt.de (09/2017).

Tipp: Ich ver­wen­de die eng­lisch­spra­chi­ge Ap­pli­ka­ti­on in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den, um die CPU-Kühler in mei­nen Desktop-PCs zu eva­lu­ie­ren. Denn dank s-tui sehe ich mit we­nig Auf­wand, wann es wie­der Zeit für eine fri­sche Wär­me­leit­pas­te ist.

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Ubuntu: Datei kann nicht gelöscht werden - Lösung

Ubun­tu ist ein sehr für­sorg­li­ches Be­triebs­sys­tem, wel­ches man­che Da­tei­en und Ord­ner par­tout nicht lö­schen möch­te. Um stets alle Da­ten be­hal­ten zu dür­fen, ar­bei­tet die fin­di­ge Linux-Distribution ger­ne mit ver­wir­ren­den Feh­ler­mel­dun­gen. So er­hal­ten Sie als Be­nut­zer beim end­gül­ti­gen Lösch­vor­gang oft­mals den Hin­weis, dass die von Ih­nen aus­ge­wähl­te Da­tei gar nicht exis­tiert. Da­bei kön­nen Sie das Do­ku­men­ten­sym­bol nicht nur se­hen, son­dern so­gar an­kli­cken und mar­kie­ren. Noch krea­ti­ver ist Ubun­tu bei Ord­nern. So be­haup­tet das Be­triebs­sys­tem manch­mal frech, dass ein in­halts­lo­ses Ver­zeich­nis doch nicht leer ist und des­halb auf gar kei­nen Fall ge­löscht wer­den kann.

Grüß Gott Ki­lo­byte, ich habe ein Pro­blem mit Ubun­tu 16.04. [...] Im­mer wenn ich mit der Tas­ten­kom­bi Shift + Ent­fer­nen ei­nen be­stimm­ten Ord­ner lö­schen will, be­kom­me ich den Feh­ler „Di­rec­to­ry not em­pty”, ob­wohl das Ding wirk­lich leer ist. [...] In den Müll­ei­mer lässt sich der Ord­ner ver­schie­ben, aber wenn ich den dann lee­ren will, kommt die glei­che Mel­dung wie­der.

Kus­min, Alex­an­der: Ubun­tu „Di­rec­to­ry not em­pty”, was soll das sein? E-Mail vom 13.08.2017.

Bild von Ubuntu Delete - Ordner kann nicht gelöscht werden: Das Verzeichnis ist nicht leerDie­se gän­gi­ge Feh­ler­mel­dung tritt meis­tens bei so­ge­nann­ten Null-Byte-Dateien auf. Die­se Über­bleib­sel ent­ste­hen vor al­lem dann, wenn ein Ko­pier­vor­gang aus di­ver­sen Grün­den nicht voll­stän­dig ab­ge­schlos­sen wer­den konn­te. Auch Sys­tem­haus­meis­ter wie Sta­cer oder Ubun­tu Clea­ner sind oft­mals für die­sen schwer lösch­ba­ren Da­ten­schrott ver­ant­wort­lich. Doch was tun Sie, wenn sich Ihr Ubun­tu wie eine Glu­cke ver­hält, die selbst lah­men­de Kü­ken ve­he­ment ver­tei­digt? Sie grei­fen na­tür­lich zum Schred­der.

Da­bei han­delt es sich um ei­nen gna­den­lo­sen Kon­so­len­be­fehl, mit dem schon so man­cher Ubuntu-Benutzer sein Sys­tem nach­hal­tig be­schä­digt hat.

I got trol­led and de­le­ted ever­y­thing in Home.

Dani: Res­to­ring De­le­ted Home Fol­der Con­tent. askubuntu.com (08/2017).

Ubuntu: Unlöschbare Dateien entfernen

Um Ih­nen die kor­rek­te Be­nut­zung des Be­fehls zu ver­an­schau­li­chen, habe ich da­mit ei­nen schreib­ge­schütz­ten Ord­ner von mei­nem Sys­tem ent­fernt.

Screenshot von schreibgeschütztem Ubuntu-Ordner mit einem grauen Vorhängeschloss

Dazu öff­ne­te ich zu­nächst ein Terminal-Fenster. Dar­in na­vi­gier­te ich dann gleich dar­auf in mein Home-Verzeichnis, da sich dort mein un­lösch­ba­rer Ord­ner be­fand.

cd /home/kilobyte/

Als Nächs­tes bau­te ich mir ei­nen Lösch­be­fehl aus ver­schie­de­nen Ele­men­ten.

Screenshot eines Terminal-Fensters mit dem Befehl sudo rm -rf

Mit die­sem Kon­so­len­be­fehl gab ich mei­ner Linux-Distribution fol­gen­de An­wei­sun­gen:

  • sudo: Ubun­tu fol­ge mir und sei mir un­ter­tan.
  • rm: Ich möch­te et­was ent­fer­nen.
  • -r: Es soll re­kur­si­v¹ ge­löscht wer­den.
  • -f: Kei­ne Gna­de für Null-Byte-Dateien.

Dem Gan­zen füg­te ich ab­schlie­ßend noch den Na­men mei­nes schreib­ge­schütz­ten Ord­ners hin­zu. Hin­ge­gen wenn Sie dem Be­fehl ein Stern­chen an­fü­gen, dann lö­schen Sie al­les in dem Ver­zeich­nis, in dem Sie sich ge­ra­de be­fin­den.

sudo rm -rf *

Hin­weis: Die­ser ra­di­ka­le Lösch­be­fehl soll­te für Sie das al­ler­letz­te Mit­tel sein. Ich ver­wen­de die­se Kom­bi­na­ti­on nur bei bö­sen Null-Byte-Dateien, schreib­ge­schütz­ten Ver­zeich­nis­sen und an­geb­lich nicht exis­tie­ren­den Do­ku­men­ten.

Screenshot vom Ordner Deus vult, der den Plan zur Christianisierung des Morgenlandes enthält und sich deshalb unter Ubuntu nicht in den Papierkorb verschieben lässt

Auch Ord­ner, die sich aus mys­te­riö­sen Grün­den nicht in den Pa­pier­korb ver­schie­ben las­sen, wer­den auf mei­nem Sys­tem mit dem oben ge­nann­ten Be­fehl exe­ku­tiert.

Ubuntu aufräumen mit Löschbefehl

Falls Sie ein be­son­ders or­dent­li­cher Ubuntu-Benutzer sind, dann könn­ten Sie den Lösch­be­fehl auch da­für nut­zen, um lee­re Ord­ner aus Ih­rem Home-Verzeichnis zu ent­fer­nen. Dazu müs­sen Sie sich zu­nächst alle in­halts­lo­sen Ver­zeich­nis­se mit­hil­fe ei­nes Terminal-Fensters an­zei­gen las­sen.

find /home -type d -empty | sort -u

Soll­ten Sie dar­auf­hin un­nö­ti­gen Bal­last lo­ka­li­sie­ren, dann lässt sich die­ser mit dem auf­ge­zeig­ten Lösch­be­fehl be­quem be­sei­ti­gen.

sudo rm -rf /home/*

Hin­weis: Die­se an sich un­nö­ti­gen Auf­räum­ar­bei­ten soll­ten nur von sehr er­fah­re­nen An­wen­dern aus­ge­führt wer­den.

Screenshot eines Terminal-Fensters: Löschbefehl und Pfad zum Papierkorb

Ubun­tu: Pa­pier­korb mit­hil­fe ei­nes Lösch­be­fehls lee­ren

Hin­ge­gen falls sich eine un­lösch­ba­re Da­tei be­reits in Ih­rem Pa­pier­korb be­fin­det, dann kön­nen Sie die Holz­ham­mer­me­tho­de je­der­zeit sor­gen­frei an­wen­den.

sudo rm -rf /home/kilobyte/.local/share/Trash/files/*

Fazit: Löschen mit der Konsole - Empfehlung

Ent­fer­nen Sie Ord­ner und Da­tei­en nur in ab­so­lu­ten Aus­nah­me­si­tua­tio­nen mit­hil­fe des auf­ge­zeig­ten Lösch­be­fehls. Über­le­gen Sie vor dem Drü­cken der En­ter­tas­te im­mer noch ein­mal, ob Sie sich auch im rich­ti­gen Ver­zeich­nis be­fin­den. Das gilt vor al­lem dann, wenn Sie mit Stern­chen ar­bei­ten. Denn was weg ist, ist weg.

Tipp: Ich per­sön­lich ver­wen­de wie Herr Kus­min aus der obi­gen E-Mail die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Shift + Ent­fer­nen zum Lö­schen. Da­mit eli­mi­nie­ren Sie eine mar­kier­te Da­tei so­fort, ohne dass die­se zu­vor in den Pa­pier­korb ver­scho­ben wird.

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¹Beim re­kur­si­ven Lö­schen wer­den alle Un­ter­ver­zeich­nis­se samt In­halt ohne vor­he­ri­ge Nach­fra­ge rest­los ent­fernt.

Ubuntu: Systeminformationen schnell anzeigen lassen - Anleitung

Wenn Sie Ubun­tu als Be­triebs­sys­tem ver­wen­den, dann soll­ten Sie im­mer wis­sen, was sich in Ih­rem Com­pu­ter­ge­häu­se be­fin­det. Die Linux-Distribution lebt näm­lich da­von, dass sich die Nut­zer un­ter­ein­an­der hel­fen. Soll­ten Sie ein­mal ei­nen Rat be­nö­ti­gen und in ei­nem Hil­fe­fo­rum oder auf ei­nem Blog um Bei­stand bit­ten, wer­den Sie im­mer zu­erst nach Ih­ren Sys­tem­in­for­ma­tio­nen ge­fragt. Selbst­ver­ständ­lich spie­len da­bei nur Da­ten eine Rol­le, die für Ubun­tu re­le­vant sind.

Bild von Ubuntu SysteminformationenAuf der Soft­ware­sei­te hat der in­stal­lier­te Ker­nel, die ver­wen­de­te Be­nut­zer­ober­flä­che und na­tür­lich die ex­ak­te Ubuntu-Version ei­nen be­son­ders ho­hen In­for­ma­ti­ons­wert. Hin­ge­gen auf der Hard­ware­sei­te hilft es zu­meist den Na­men der Gra­fik­kar­te, die Mo­dell­num­mer des Note­books und die Grö­ße des Ar­beits­spei­chers zu wis­sen. Linux-Profis und die­je­ni­gen, die es ganz ge­nau wis­sen wol­len, las­sen sich ihre Sys­tem­in­for­ma­tio­nen mit­hil­fe von Terminal-Befehlen an­zei­gen.

Um haar­ge­naue In­for­ma­tio­nen zu die­ser Hard­ware zu be­kom­men, ge­ben Sie den Be­fehl lsp­ci -v in ein Terminal-Fenster ein.

Sa­scha: Ubun­tu: Was ist in mei­nem PC? - Sys­tem­in­for­ma­tio­nen. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Wer die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen über sei­nen Com­pu­ter schnell in ta­bel­la­ri­scher Form be­nö­tigt, der kann auch auf Ne­oF­etch zu­rück­grei­fen.

Essenzielle Systemdaten im Überblick

Ne­oF­etch ist eine win­zi­ge Ap­pli­ka­ti­on, die Ihre Sys­tem­in­for­ma­tio­nen über­sicht­lich zu­sam­men­ge­fasst in ei­nem Terminal-Fenster an­zeigt.

Screenshot von Linux Pinguin mit Systeminformationen - NeoFetch 2.0

Als be­son­de­res Gim­mick wird das Logo Ih­res Be­triebs­sys­tems ne­ben Ih­ren Com­pu­ter­da­ten als ASCII-Code dar­ge­stellt. Ne­oF­etch wur­de ur­sprüng­lich da­für ent­wi­ckelt, um ei­nen an­sehn­li­chen Screen­shot von sei­nen Sys­tem­in­for­ma­tio­nen für Hil­fe­fo­ren er­stel­len zu kön­nen.

Die In­stal­la­ti­on der smar­ten Free­ware er­folgt über ein Terminal-Fenster.

sudo add-apt-repository ppa:dawidd0811/neofetch

Mit­hil­fe die­ses Be­fehls fü­gen Sie zu­nächst die PPA für Ne­oF­etch hin­zu.

sudo apt-get update

Ak­tua­li­sie­ren Sie im nächs­ten Schritt Ihre Soft­ware­quel­len.

sudo apt-get install neofetch

Im An­schluss müs­sen Sie Ne­oF­etch für Ubun­tu nur noch in­stal­lie­ren.

Schnelle Anzeige der Systeminformationen

Die Da­ten­aus­le­se er­folgt mit sehr ein­fach ge­hal­te­nen Be­feh­len. Zum An­zei­gen Ih­rer Sys­tem­in­for­ma­tio­nen ge­nügt die Ein­ga­be von:

neofetch

Die dar­auf­fol­gen­de In­for­ma­ti­ons­aus­ga­be er­folgt mit ei­nem Ubuntu-Logo. Zu­dem wird der ver­wen­de­te Ar­beits­spei­cher in Zah­len­form dar­ge­stellt.

Screenshot von Systeminformationen unter Ubuntu anzeigen lassen mit NeoFetch

Die­sel­be Da­ten­ba­sis nur mit ei­nem lus­ti­gen Pin­gu­in er­hal­ten Sie mit:

neofetch --ascii_distro x

Ge­nau­so gut könn­ten Sie sich je­doch auch die An­zei­ge des in­stal­lier­ten Ar­beits­spei­chers in gra­fi­scher Bal­ken­form wie­der­ge­ben las­sen.

neofetch --memory_display bar --color_blocks off

Hin­weis: Die­se Sys­tem­an­zei­ge ist al­ler­dings für Sup­port­fo­ren we­ni­ger ge­eig­net.

Screenshot von NeoFetch unter Ubuntu - ASCII-Balken

Tipp: Solch ein Screen­shot von Ih­ren Com­pu­ter­spe­zi­fi­ka­tio­nen wäre auch ein ein­drucks­vol­les Hin­ter­grund­bild für GRUB.

Wuss­ten Sie, dass Sie das Aus­se­hen Ih­res Ubuntu-Bootmenüs frei be­stim­men kön­nen? Dies ist zwar le­dig­lich eine Spie­le­rei, die Au­ßen­ste­hen­den je­doch be­weist, dass Sie Ihre Linux-Distribution voll im Griff ha­ben.

Sa­scha: GRUB. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Die Vorteile von NeoFetch im Überblick

Die funk­tio­nel­le Ap­pli­ka­ti­on Ne­oF­etch be­legt le­dig­lich we­ni­ge Me­ga­byte auf Ih­rem Sys­tem­da­ten­trä­ger. Mit nur ei­nem Be­fehl er­hal­ten Sie auf An­hieb al­les, was Sie und mög­li­che Hel­fer über Ihr Com­pu­ter­sys­tem wis­sen müs­sen.

  • Die sta­bi­le PPA bie­tet Ne­oF­etch für sämt­li­che LTS-Versionen ab Ubun­tu 12.04 an. Sie sorgt au­ßer­dem da­für, dass die Free­ware im­mer ak­tu­ell bleibt.

Ih­nen ge­nü­gen mei­ne drei vor­ge­ge­be­nen Be­feh­le nicht und Sie möch­ten wis­sen, was sich mit Ne­oF­etch noch al­les an­stel­len lässt?

neofetch --help

Dann kön­nen Sie die Aus­ga­be Ih­rer Sys­tem­in­for­ma­tio­nen auch selbst kon­fi­gu­rie­ren.

Fazit zu Hilfeforen

Als frei­wil­li­ger Mo­de­ra­tor ei­nes re­la­tiv be­kann­ten Ubuntu-Forums bin ich oft­mals ziem­lich er­staunt, wie we­nig Men­schen über ihre Com­pu­ter­aus­stat­tung be­scheid wis­sen. Im­mer­hin ist ein Desktop-PC oder ein Lap­top kein Sa­lat­be­steck, son­dern ein Ge­rät, wel­ches viel Geld kos­tet.

Die al­ler­bes­te Ant­wort, wel­che ich auf die Fra­ge nach dem Laptop-Modell ein­mal be­kom­men habe, war: „Der vom Aldi 2006.”

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(Screen­shots: Ne­oF­etch 2.0 un­ter Ubun­tu 16.04.1 LTS)