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Anleitungen vom Webworker

Ubuntu: Automatische Aktualisierung aktivieren – ein Appell

Ehemalige Windows-Benutzer vernachlässigen oftmals die regelmäßige Installation der Ubuntu-Updates. Dies liegt daran, dass Microsoft-Betriebssysteme zumeist zusätzlich durch ein Antivirenprogramm in Echtzeit geschützt sind und es somit unter Windows nicht ganz so wichtig ist, zeitnah den neusten NSA-Exploit einzuspielen.

Eine Sicherheitsfirma hat einen Patch für Windows XP […] veröffentlicht, so dass der NSA-Exploit ESTEEMAUDIT auf dieser Betriebssystemplattform nicht mehr ausgenutzt werden kann.

Born, Günter: NSA ESTEEMAUDIT Exploit: Patch für Windows XP/Server 2003. borncity.com (05/2017).

Bild von Ubuntu automatisch auf dem neusten Stand haltenUnter Ubuntu ist dies allerdings nicht der Fall. Denn alles, was die Linux-Distribution sicher macht, wird ausschließlich über die offiziellen Update-Quellen bezogen. Um also dauerhaft auf ein geschütztes und äußerst stabiles Betriebssystem zurückgreifen zu können, sollten Sie in Erwägung ziehen, die automatische Aktualisierung zu aktivieren. Ubuntu bietet Ihnen dabei sogar die Möglichkeit selbst zu entscheiden, welche Updates sofort nach dem Erscheinen ohne Ihr Zutun installiert werden sollen. Folglich bleiben Sie stets Herr über Ihr Betriebssystem.

Ein Update besteht aus Modulen

Die Frequenz von Ubuntu-Updates ist deshalb so hoch, da die vielen Aktualisierungen weit mehr als nur Sicherheitspatches beinhalten.

Grafik: Aus was setzen sich Ubuntu-Updates zusammen? Module eines Aktualisierungspakets. Erstellt von Kilobyte - dem Gegenteil von Sascha Lobo

Bei einer vollständigen automatischen Aktualisierung nehmen bis zu sechs Update-Module im Hintergrund Änderungen an Ihrem Betriebssystem vor.

  • Software-Updates: Alle Programme, die Sie via APT oder PPA installiert haben, werden auf neue Versionen hin überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.
  • Sicherheits-Updates: Wie ein Antivirenprogramm erneuert auch Ubuntu regelmäßig so etwas Ähnliches wie eine Virendefinitionsdatei. Außerdem werden hin und wieder Sicherheitslücken im System geschlossen.
  • Kernel-Updates: Im Gegensatz zu Windows müssen unter Linux-Distributionen keine Treiber installiert und manuell aktualisiert werden.
  • Backport-Updates: Auch proprietäre Software wie das AMD Catalyst Control Center ist Bestandteil der Update-Pakete.

Theoretisch könnten Sie zudem ebenfalls Software aus der neusten Testversion über die Aktualisierungsverwaltung beziehen. Dieser Auswahlpunkt ist für Anwender einer LTS-Version allerdings von Haus aus deaktiviert.

Wie Sie vielleicht wissen, wird jede Ubuntu-Version fünf Jahre lang kostenlos mit den oben genannten Updates versorgt. Wer nach Ablauf dieser Zeit weiter sein bisheriges Betriebssystem verwenden möchte, der kann gegen eine Gebühr die Update-Quelle ESM (Extended Security Maintenance) aktivieren und wird darüber zukünftig mit Aktualisierungen versorgt.

Following the end-of-life of Ubuntu 12.04 LTS, Canonical is offering Ubuntu 12.04 ESM (Extended Security Maintenance), which provides important security fixes for the kernel and the most essential user space packages in Ubuntu 12.04.

Canonical Ltd.: Introducing Ubuntu 12.04 ESM (Extended Security Maintenance). insights.ubuntu.com (05/2017).

Alle anderen Benutzer upgraden Ihr System auf eine aktuelle Version und haben danach wieder kostenlosen Zugriff auf die Update-Module.

Ubuntu automatisch aktualisieren – so geht’s

Ich empfehle allen meinen Besuchern, zumindest die Sicherheits-Updates für Ubuntu automatisch installieren zu lassen. Die Konfiguration hierfür ist dermaßen einfach, dass sie selbst von Linux-Neulingen ohne Weiteres vorgenommen werden kann.

Screenshot von Ubuntu-Menü "Anwendungen & Aktualisierungen" unter Ubuntu 16.04 LTS

Sicherheits-Updates unter Ubuntu 16.04.2 LTS automatisch installieren lassen

Navigieren Sie zunächst über die Ubuntu Dash-Startseite in das Menü „Anwendungen & Aktualisierungen“.

  • Wechseln Sie dort angekommen in den Reiter „Aktualisierungen“.
  • Wählen Sie daraufhin hinter „Wenn Sicherheitsaktualisierungen verfügbar sind“ den Punkt „Automatisch herunterladen und installieren“ aus.
  • Zu guter Letzt werden Sie dazu aufgefordert, die Änderung durch die Eingabe Ihres Administratorpassworts zu bestätigen.

Ab sofort sind Sie immer vor Viren, Trojanern und Co. geschützt, ohne dabei folgenden Update-Befehl eingeben zu müssen:

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Möchten Sie, dass auch die anderen Update-Module automatisch aktualisiert werden? Dann öffnen Sie zunächst ein Terminal-Fenster.

sudo nano /etc/apt/apt.conf.d/10periodic

Navigieren Sie im Anschluss in die Systemdatei des Aktualisierungsmenüs und aktivieren Sie dort die automatischen Updates.

Screenshot von Inhalt der Ubuntu-Systemdatei /etc/apt/apt.conf.d/10periodic

Dies erreichen Sie, indem Sie folgende Einträge mit einer 1 versehen:

  • Update-Package-Lists
  • Download-Upgradeable-Packages
  • Unattended-Upgrade

Tipp: Der Eintrag AutocleanInterval legt fest, ob Ubuntu nicht mehr gebrauchte Dateien automatisch löschen soll. Falls Sie also wie ich hinter dem Befehl die Ziffer 4 eingetragen haben, räumt Ihre Linux-Distribution alle vier Tage die Systemfestplatte auf.

Hinweis: Um Ihre Einträge im Editor Nano zu speichern, müssen Sie die Tastenkombination Strg + O drücken. Hingegen mit Strg + X verlassen Sie das Einstellungsmenü wieder.

Als Nächstes können Sie festlegen, welche der einzelnen Module sich selbstständig aktualisieren sollen.

sudo nano /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades
Screenshot von Systemdatei 50unattended-upgrades unter Ubuntu 16.04 LTS

Systemdatei 50unattended-upgrades unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Entfernen Sie dazu einfach die beiden // vor dem jeweiligen Eintrag. Sollten Sie die Einstellungen von dem Screenshot übernehmen, dann haben Sie stets ein sicheres System mit aktuellen Applikationen.

Ganz zum Schluss müssen Sie nur noch bestimmen, wann die automatische Aktualisierung stattfinden soll.

Screenshot von 50unattended-upgrades: Wann soll die automatische Aktualisierung stattfinden

Soll die automatische Aktualisierung erst beim Herunterfahren stattfinden?

Scrollen Sie dafür in der Modulansicht etwas weiter nach unten zum Punkt Unattended-Upgrade::InstallOnShutdown.

  • Entfernen Sie auch hier zunächst die beiden // vor dem Eintrag.
  • Ändern Sie daraufhin das „true“ in „false“, wenn vorhandene Updates direkt nach dem Neustart des Systems installiert werden sollen.
  • Hingegen wenn Sie die Standardeinstellung belassen, wird die Linux-Distribution erst kurz vor dem Herunterfahren aktualisiert.

Nachdem Sie die Systemdatei gespeichert haben, wird Ubuntu gemäß Ihrer Einstellungen täglich automatisch aktualisiert.

Warum verwenden manche Menschen Ubuntu?

In meiner Umfrage mit mehr als 400 Teilnehmern gaben lediglich 11% an, dass Sie Ubuntu wegen des geringen Wartungsaufwandes nutzen.

Balkendiagramm von Umfrage: Warum nutzen Menschen Ubuntu? Durchgeführt vom Institut Kilobyte. Finanziert von George Soros. Ziel: Ubuntuisierung des Abendlandes

Das ist mir unverständlich, wo man doch unter Windows jeden Treiber und so gut wie jede Softwareaktualisierung einzeln von Hand installieren muss.

  • 23% wollen von Microsoft loskommen.

Damit sich diese Menschen langfristig für eine Linux-Distribution entscheiden, sind wir als Community gefragt. Es ist oftmals erschreckend, wie schlecht Hilfsbedürftige in den deutschsprachigen Ubuntu-Foren von den Experten behandelt werden.

  • Am 14. Januar 2020 endet der Supportzeitraum für Windows 7.

Ich gehe stark davon aus, dass damit eine riesige Flüchtlingslawine in andere Betriebssysteme lostritt. Das ist eine große Chance, um den Einfluss des europäischen Betriebssystems Ubuntu zu stärken. Dabei ist allerdings Ihre Hilfe vonnöten. Seien Sie stets offen für Fragen und behandeln Sie die Microsoft-Flüchtlinge nicht abfällig, sondern helfen Sie den verloren geglaubten Seelen in die Freiheit.

Herzlich willkommen in eurem Zuhause.

EUROPEENSSANSFRONTIERES: EURODAME, HELP! youtube.com (05/2017).

Hinweis: Je mehr Menschen Ubuntu verwenden, umso höher ist der Druck auf Softwarehersteller, Spieleschmieden und Hardwareproduzenten ihre Produkte auch für Linux anzubieten.

Bild von Appell: Ubuntu bedeutet Freiheit

Sollte jemand trotz Ihres Einsatzes mit Ubuntu unzufrieden sein, dann nehmen Sie das nicht persönlich. Bedenken Sie, dass nicht jeder mit der neu gewonnenen Freiheit umgehen kann.

Denn mit der Freiheit steht es wie mit den schweren und kräftigen Speisen oder mit den starken Weinen, die geeignet sind, die robusten Naturen, die an sie gewöhnt sind, zu nähren und zu stärken, während sie die Schwachen und Empfindlichen, die nicht für sie geschaffen sind, überwältigen, zugrunderichten und trunken machen.

Rousseau, Jean-Jacques: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen. Bibliografisch ergänzte Ausgabe. Stuttgart: Phillip Reclam jun. GmbH & Co. KG 2010.

Fazit: Warum setze ich auf Linux-Distributionen?

Der Computer ist mein Werkzeug und die Software soll nur machen, was ich ihr sage. Deshalb liebe ich persönlich Debian und kann jedem erfahreneren Ubuntu-Anwender nur empfehlen, zum Mutterschiff heimzukehren.

Im Jahre 2004 wagte ich mit Ubuntu den ersten Schritt in die Freiheit und Sie glauben nicht, wie oft ich die Linux-Distribution bereits abgeschrieben hatte. Zum Beispiel als mit Version 12.10 die Werbung in die Ubuntu Dash-Startseite kam, was zu Datenschutzproblematiken führte.

In den Ubuntu-Versionen 12.10 – 15.10 ist die Dash-Startseite hauptsächlich mit Amazon verknüpft und blendet passend zu den Suchergebnissen Werbung ein.

Sascha: Ubuntu und die Datensammelwut. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Oder als mit Ubuntu 14.04 LTS die Benutzeroberfläche Unity 7.2 eingeführt wurde, die das Betriebssystem dermaßen verlangsamte, dass Anwender mit älteren Computern auf MATE oder KDE umsteigen mussten.

Bild: Canonical betreibt Entwicklung im Sinne des Users

Trotz alledem betreibe ich eine Webseite, die Ubuntu anpreist. Denn Canonical hat bewiesen, dass es stets im Sinne der Benutzer handelt, und hat alle begangenen Fehler wieder korrigiert.

Dabei scheut sich das Londoner Softwareunternehmen auch nicht, einen Entwicklungsschritt zurückzugehen und nach sieben Jahren wieder GNOME als Standardbenutzeroberfläche einzusetzen.

I’m writing to let you know that we will end our investment in Unity8, the phone and convergence shell. We will shift our default Ubuntu desktop back to GNOME for Ubuntu 18.04 LTS.

Shuttleworth, Mark: Growing Ubuntu for cloud and IoT, rather than phone and convergence. insights.ubuntu.com (05/2017).

Denn wie meine Umfrage beweist, die Menschen wollen doch nichts weiter als ein funktionelles und stabiles Betriebssystem.

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Ubuntu: Netzlaufwerk automatisch einbinden – Funktionsgarantie

Unter Ubuntu kann es vorkommen, dass der hauseigene Passwortmanager Seahorse die hinterlegten Zugangsdaten für ein Netzlaufwerk oder ein Network Attached Storage nicht wiedergibt. Beim Einhängen des externen Datenträgers werden Sie vom Menü „Passwörter und Verschlüsselung“ zwar nach dem Masterpasswort gefragt, müssen dann allerdings trotzdem jedes Mal die Login-Daten samt Domäne erneut eingeben. Um sich diese wiederkehrende Prozedur zu ersparen, können Sie Netzlaufwerke nach dem Start von Ubuntu auch automatisch einbinden lassen.

Hallo Kilobyte, ich bin Freiberufler mit zwei Angestellten und setze auf den Agenturcomputern Ubuntu 16.04 ein. […] habe ich uns das NAS Synology DS216j gekauft, auf das wir über NFS zugreifen. […] Leider müssen wir die kompletten Zugangsdaten immer neu eingeben, da die einfach nicht gespeichert bleiben. Daraufhin wollte ich auf den Klienten die freigegebenen Ordner vom NAS automatisch ohne vorherige Passwortabfrage einbinden lassen. Probiert habe ich dafür die Methode von SemperVideo, die will bei uns aber auch nicht funktionieren.

Heinrich, Thomas: Benötige schnelle Hilfe von den Profis zum Thema NAS. E-Mail vom 15.05.2017.

Bild von Ubuntu NetzlaufwerkEin großer Nachteil beim automatischen Einhängen eines Netzlaufwerks ist, dass die Einloggdaten zum NAS unverschlüsselt als Klartext gespeichert sind. Sollte also bei Ihnen der Ubuntu Passwortmanager Seahorse Defekte aufweisen, dann empfehle ich Ihnen KDE als neue Benutzeroberfläche. Auch im Dateimanager Dolphin ist es ohne Weiteres möglich, schicke Lesezeichen zu Netzlaufwerken zu setzen. Außerdem sind mit dem Passwortmanager KWallet alle Ihre hinterlegten Zugangsdaten verschlüsselt gespeichert und werden zuverlässig nach der Eingabe des Masterpassworts wiedergegeben.

Sie möchten lieber bei der Benutzeroberfläche Unity bleiben und Ihr Netzlaufwerk ohne die vorherige Eingabe der Zugangsdaten einbinden lassen? Dann haben Sie hoffentlich nicht ebenfalls die Anleitung des YouTube-Kanals SemperVideo ausprobiert. Der Lösungsweg der von mir sehr geschätzten Netzaktivistengruppe ist nämlich nicht nur umständlich, sondern vor allem auch unvollständig.

Netzlaufwerk unter Ubuntu erstellen

Im ersten Schritt müssen Sie festlegen, von welchem Ort Sie auf Ihr Netzlaufwerk zugreifen möchten. Ich empfehle hierfür das Verzeichnis „Persönlicher Ordner“.

Screenshot von neuem Ordner unter Ubuntu 16.04 LTS

Erstellen Sie dort einen neuen Ordner mit einem Namen Ihrer Wahl. Öffnen Sie als Nächstes ein neues Terminal-Fenster und navigieren Sie in die Systemdatei fstab.

sudo nano /etc/fstab

Scrollen Sie danach ganz nach unten und fügen Sie folgenden neuen Eintrag hinzu:

//192.168.1.44/Webbackup /home/sascha/Backups cifs defaults,username=admin,password=dschizya,iocharset=utf8,file_mode=0777,dir_mode=0777

Hinweis: Setzen Sie Ihre persönlichen Daten in die Codezeile ein. Die Syntax des Befehls darf dabei nicht verändert werden.

Screenshot von Ubuntu 16.04.2 LTS /etc/fstab - Eintrag für Netzlaufwerk mit Schreibrechten

Systemdatei fstab – Befehl zum automatischen Einhängen eines Netzlaufwerks hinzufügen

Der Konsolenbefehl zum automatischen Einhängen eines Netzlaufwerks setzt sich folgendermaßen zusammen:

  1. IP-Adresse und Pfad zum freigegebenen Verzeichnis.
  2. Pfad zum neu erstellten lokalen Ordner, um auf das Netzlaufwerk zuzugreifen.
  3. Individuelle Zugangsdaten für Ihr NAS oder die freigegebene Festplatte.
  4. Schreibrechte, um Dateien auf dem Netzlaufwerk speichern zu können.

Hinweis: Der Eintrag cifs steht für Common Internet File System, was nichts weiter als das Netzwerkprotokoll ist, welches beim Datentransfer verwendet wird. Hingegen weist defaults Ubuntu unter anderem an, das Netzlaufwerk direkt nach dem Start des Betriebssystems einzuhängen.

Speichern Sie nach dem Anpassen des Befehls die Systemdatei fstab mit der Tastenkombination Strg + O. Verlassen Sie daraufhin den Editor Nano mit Strg + X.

Ein Netzlaufwerk unter Ubuntu verwenden

Starten Sie daraufhin Ihren Computer neu. Nachdem Ubuntu wieder geladen wurde, werden Sie im Verzeichnis „Persönlicher Ordner“ feststellen, dass sich das Aussehen Ihres lokalen Netzlaufwerkordners geändert hat.

Screenshot von blau eingefärbtem Ubuntu-Ordner

Tipp: Ihnen gefällt das Symbol auf dem Ordner nicht? Dann färben Sie die Verknüpfung zu Ihrem Netzlaufwerk einfach mithilfe von Folder Color ein.

Die kostenlose Modifikation Folder Color hilft Ihnen dabei, Ihr Betriebssystem weiter zu personalisieren. Damit können Sie nicht nur Ordner in verschiedenen Farben einfärben, sondern diese auch mit kleinen Symbolen markieren.

Sascha: In Ubuntu Symbole ändern – Optionen. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Ab sofort sind Sie mit einem Doppellinksklick auf Ihre Netzlaufwerkverknüpfung im Verzeichnis „Persönlicher Ordner“ direkt auf Ihrem NAS. Eine vorherige Abfrage Ihrer Login-Daten findet dabei nicht statt.

Automatisches Einhängen ist einfach aber unsicher

Wie Sie sehen, ist das automatische Einhängen eines Netzlaufwerks unter Ubuntu mit nur einem Befehl möglich. Vergessen Sie dabei allerdings nie, dass die Zugangsdaten zum freigegebenen Ordner auf Ihrem NAS als Klartext in der Systemdatei fstab stehen.

Achten Sie also gerade im Büroalltag darauf, dass Ihre Mitarbeiter in den automatisch eingehängten Netzlaufwerken nur triviale Dokumente speichern.

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Sichere Passwörter von Ubuntu erstellen lassen – so geht’s
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Ubuntu: Passwortgenerator installieren – so geht’s

Sie möchten alle Ihre Onlinezugänge mit extrem sicheren Passwörtern schützen? Dann sollten Sie entweder besonders originell oder cleverer als die anderen Internetbenutzer sein. Falls Sie wie ich weder das eine noch das andere sind, können Sie alternativ auf einen Passwortgenerator zurückgreifen. Für Ubuntu gibt es zwei kostenlose Applikationen, mit denen Sie Passwörter erstellen können, die heutige Sicherheitsstandards vollstens erfüllen.

Bild von Passwortgenerator für UbuntuDoch gibt es überhaupt sichere Passwörter? Eigentlich nicht, denn jede Kombination lässt sich mit der Brute-Force-Methode knacken. Dafür sind allerdings sehr viele Versuche vonnöten, die einem die Betreiber der Online-Dienste nicht gestatten. Nach spätestens fünf falschen Eingaben ist Schluss und die IP-Adresse des Angreifers wird gesperrt. Ein Passwort ist also dann bereits sicher, wenn es ein real existierender Mensch mit fünf Versuchen nicht erraten kann.

Leider sind die meisten Passwörter tatsächlich noch Wörter, die sich in einem Lexikon oder Wörterbuch nachschlagen lassen. Ein großer Fehler, denn das perfekte Passwort sollte aus Minuskeln, Versalien und Ziffern bestehen. Falls Ihnen die Erstellung solcher sinnbefreiten Kombinationen schwerfällt, dann nutzen Sie einen Passwortgenerator für Ubuntu.

Ubuntu erstellt sichere Passwörter

Das beliebteste Linux-Programm zum Erstellen von sicheren Passwörtern nennt sich Pwgen und wird über ein Terminal-Fenster bedient.

sudo apt-get install pwgen

Gleich nach der Installation generiert Ihnen Pwgen unkompliziert Passwörter für alle Lebenslagen. Falls Sie beispielsweise eine achtstellige Chiffre benötigen, die mit allen Online-Diensten funktioniert, müssen Sie folgenden Befehl eingeben:

pwgen -s

Wie Sie dem nachfolgenden Bild entnehmen können, erscheint daraufhin eine komplexe Auswahlliste mit Passwörtern, welche die oben genannten Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Screenshot von Ubuntu Pwgen mit sicheren Passwörtern

Falls Sie für Ihr Passwort auch Sonderzeichen verwenden dürfen, dann ist dieser Befehl das Richtige für Sie:

pwgen -y

Auch in diesem Fall generiert Pwgen eine achtstellige Kombination.

Screenshot eines Ubuntu Passwortgenerators

Dies ist für lokale Anwendungen ohne Schutzmechanismus natürlich viel zu kurz. Ich denke dabei vor allem an einen Datenträger, der mit VeraCrypt verschlüsselt werden soll. Auch hier schafft Pwgen Abhilfe, indem Sie die gewünschten Stellen des Passworts einfach an den Befehl anhängen:

pwgen -s 10

Hinweis: Ein Passwort zum Entschlüsseln eines Mediums sollte aus mindestens 20 Zeichen bestehen.

Screenshot von zehnstelligem Passwort

Eine Auflistung aller Befehlsoptionen erhalten Sie mit:

pwgen --help

In meinen Augen ist Pwgen der perfekte Passwortgenerator. Auch die einfache Bedienung über die Konsole dürfte Linux-Neulinge nicht abschrecken.

Passwort erstellen lassen – die Zweite

Falls Sie trotzdem etwas Angst vor Terminal-Fenstern haben, gibt es für Ubuntu ebenfalls einen Passwortgenerator mit grafischer Benutzeroberfläche. Die Freeware heißt Revelation und ist generell ein vollwertiger Passwortmanager.

sudo apt-get install revelation

Unter Ubuntu 16.04 LTS nimmt die Installation lediglich 15 Megabyte Systemspeicher in Anspruch. Revelation lässt sich wie jede andere Software über die Ubuntu Dash-Startseite öffnen und kommt völlig unscheinbar daher.

Screenshot von Revelation für Ubuntu 16.04 LTS

Nach dem Programmstart sollten Sie einmalig die Tastenkombination Strg + P drücken, um das generierte Passwort auch sehen zu können.

Wählen Sie als Nächstes den Reiter „Ansicht“ aus und klicken Sie im Anschluss auf den Menüpunkt „Passwort-Generator“.

Screenshot von Revelation Ubuntu Passwortgenerator

Daraufhin öffnet sich ein kleines Fenster, in diesem Sie zunächst die gewünschte Länge des Passworts angeben können. Gleich danach sollten Sie festlegen, ob Sie auch Sonderzeichen in Ihrem Passwort haben möchten.

  • Haben Sie alle Einstellungen erledigt? Dann klicken Sie auf „Generate“. Das dadurch erstellte Passwort lässt sich bequem mit der Maus aus dem Programmfenster kopieren.

Falls Sie feststellen, dass Sie doch lieber mit dem vergleichsweise winzigen Pwgen arbeiten, dann können Sie Revelation mit folgendem Befehl wieder restlos entfernen:

sudo apt-get remove revelation && sudo apt-get autoremove

Fazit: Wo lassen sich Passwörter speichern?

Es ist sehr schwer, die von Generatoren erstellten sicheren Passwörter im Gedächtnis zu behalten. Demzufolge ist es völlig legitim, wenn Sie sich eine Textdatei mit Ihren Zugangsdaten zu Online-Diensten anlegen. Doch wohin mit dieser hochsensiblen Datei?

Ich empfehle hierfür ein eigenes Verzeichnis, welches mit Cryptkeeper verschlüsselt wurde. Denn damit ist Ihre Passwortdatei nicht nur mit Cipher (Blowfish) gesichert, sondern auch für unautorisierte Benutzer unsichtbar.

Durch dieses Design ist der Ordner mehrfach geschützt. Ein unautorisierter Benutzer Ihres Computers weiß zunächst nicht, dass Sie über einen verschlüsselten Ordner verfügen.

Sascha: Ubuntu: Smarte Alternative zu VeraCrypt – Cryptkeeper. kilobyte.bplaced.net (04/2017).

Wussten Sie, dass auch heutzutage noch viel zu schwache Passwörter verwendet werden? Neben „123456“ und „ficken“ ist „p@ssw0rd“ immer noch sehr beliebt. Dieser Umstand hat auch etwas Gutes, denn sonst würden wir wohl nicht ständig die anzüglichen Selfies unserer geliebten Promis zu sehen bekommen.

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