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Ubuntu: Optimierung – Vorsicht vor Stacer

Seitdem Stacer für Ubuntu veröffentlicht wurde, habe ich ständig mit dem Thema Optimierung zu tun. Meistens helfe ich dann Ratsuchenden dabei, ihr System wiederherzustellen. Aufgrund des äußerst attraktiven Designs wird die Open-Source-Applikation nämlich gerade Linux-Neulingen zum Verhängnis.

Bild von Ubuntu optimieren - TippsNatürlich lassen sich mit Stacer einige Gigabyte Festplattenspeicher freigeben, die Freeware weiß dabei jedoch nicht, was sie tut. Wenn Sie also mit dieser hippen Applikation Ihr Ubuntu optimieren möchten, sollten Sie sehr viel Ahnung von Paketabhängigkeiten und App Caches haben. Ansonsten werden Sie schon bald auf so manches Programm und auf Ihre grafische Benutzeroberfläche verzichten müssen. Doch nicht nur das Löschen scheinbar unnützer Dateien, sondern auch die anderen Einstellungsmöglichkeiten erfordern großes Know-how.

In der folgenden Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie mit Stacer theoretisch eine Systemoptimierung durchführen könnten. Außerdem begründe ich, warum ich diese Software keinem meiner Leser empfehlen kann.

Stacer unter Ubuntu installieren

Bereits die Installation von Stacer ist aus meiner Sicht problematisch. Dies liegt daran, dass die Applikation weder in den offiziellen Quellen noch via PPA verfügbar ist.

Screenshot von Stacer 1.0.6 Dashboard unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Stacer 1.0.6 unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Dementsprechend ist es notwendig, die Installationsdatei von GitHub manuell herunterzuladen. Das wäre nicht ganz so schlimm, wenn wenigstens Aktualisierungen direkt aus dem Programm heraus bezogen werden könnten. Dies ist jedoch nicht der Fall, auch Updates müssen jedes Mal händisch installiert werden.

Screenshot von Stacer im Ubuntu Software-Center

Immerhin ist das Paket als DEB-Datei verfügbar, sodass Stacer mit einem Doppellinksklick einfach über das Ubuntu Software-Center installiert werden kann.

Nach der Installation des 35 Megabyte schweren Pakets lässt sich die Optimierungssoftware bequem über die Ubuntu Dash-Startseite öffnen.

Screenshot von Stacer in der Ubuntu Dash-Startseite

Als Erstes bekommen Sie sofort einige wichtige Systeminformationen zu Gesicht. Diese Anzeige gefällt mir relativ gut. Aufgrund dessen, dass die Angaben nicht exportiert werden können, ersetzt Stacer allerdings nicht NeoFetch.

NeoFetch ist eine winzige Software, die Ihre Systeminformationen zusammengefasst in einem Terminal-Fenster anzeigt.

Sascha: Ubuntu: Systeminformationen schnell anzeigen lassen – Anleitung. kilobyte.bplaced.net (03/2017).

Die Informationen zu den Systemtemperaturen fehlen ebenfalls, sodass auch Psensor nicht durch Stacer eingespart werden kann. Zudem wird nur die Belegung des Systemdatenträgers angezeigt.

Speicherplatz mit Stacer freigeben – so geht’s

Stacer wird vor allem zum Freigeben von Speicherplatz verwendet. Im Reiter „System Cleaner“ stehen dafür fünf Auswahlpunkte zur Verfügung.

Screenshot vom Stacer System Cleaner unter Ubuntu 16.04 LTS

Speicherplatz freigeben mit Stacer 1.0.6

Bevor Sie hier etwas anwählen, sollten Sie wissen, was sich hinter den einzelnen Begriffen verbirgt:

  • Apt Cache: Immer wenn Sie ein Programm mithilfe des APT-Befehls installieren oder aktualisieren, werden die Installationspakete auf Ihrer Festplatte beibehalten. Dadurch könnten Sie eine Software offline erneut aus Ihrem Zwischenspeicher installieren. Diese Funktion ist meiner Meinung nach obsolet, weshalb Sie Ihren Apt Cache jederzeit löschen können.
  • Crash Reports: Sobald eine Applikation abstürzt, wird in der Regel ein Absturzbericht erzeugt. Da native Linux-Software sehr stabil ist, werden Sie hier wohl nie etwas zum Löschen finden.
  • System Logs: Viele Prozesse in Ubuntu werden stetig protokolliert. Wenn Sie es in Ihren Privatsphäreeinstellungen nicht deaktiviert haben, werden diese Protokolle an Canonical geschickt. Auch diese Textdateien können Sie getrost löschen.
  • App Cache: Installierte Programme nutzen eigene Zwischenspeicher, um schneller ausgeführt werden zu können. Manche Dateien in diesem Speicher werden allerdings auch zum Starten der Applikation benötigt. Deshalb sollten Sie niemals Ihren App Cache mit Stacer löschen.
  • Trash: Hierüber leeren Sie Ihren Papierkorb.

Damit Sie nicht aus Versehen etwas löschen, sind in Stacer mehrere Sicherheitsmechanismen eingebaut.

Bild von Speicherplatz freigeben mit Stacer

Um Speicherplatz freizugeben, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wählen Sie die gewünschten Auswahlpunkte an.
  2. Schicken Sie Stacer über die Schaltfläche „System Scan“ auf die Suche nach löschbaren Dateien.
  3. Markieren Sie im Suchergebnis die Elemente, die Sie löschen möchten. Alternativ können Sie diesen Vorgang mit einem Klick auf „Select All“ beschleunigen.
  4. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit „Clean“.

Erst nachdem Sie diese vier Schritte durchlaufen haben, entfernt Stacer die ausgewählten Dateien von Ihrem Systemdatenträger.

Den Ubuntu Autostart mit Stacer optimieren

Die wertvollste Funktion von Stacer befindet sich im Reiter „Startup Apps“.

Screenshot vom Stacer Menü Startup Apps unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Ubuntu Autostart mit Stacer 1.0.6 verwalten

Gerade die Verwaltung des Autostart-Menüs fällt vielen Ubuntu-Benutzern schwer. Eine Optimierung in diesem Bereich zahlt sich allerdings sofort aus.

Wie bereits erwähnt verlängert sich durch eine prall gefüllte Autostart-Liste auch der Systemstart.

Sascha: In Ubuntu Programme in den Autostart laden. kilobyte.bplaced.net (03/2017).

Mit Stacer können Sie mithilfe eines praktischen Schiebereglers entscheiden, welche Programme zukünftig nach einem Systemstart geladen werden sollen. Mit einem Klick auf das Papierkorbsymbol ist es sogar möglich, überflüssige Einträge ganz simpel aus dem Autostart-Menü zu entfernen.

Stacer kann Ubuntu großen Schaden zufügen

Die Reiter „Services“ und „Uninstaller“ sind besonders gefährlich.

Screenshot vom Stacer 1.0.6 Uninstaller unter Ubuntu 16.04 LTS

Softwarepakete mit Stacer 1.0.6 löschen

Währenddessen Sie unter „Services“ laufende Prozesse beenden könnten und damit eventuell Ihr Ubuntu temporär zum Absturz bringen, lassen sich im Menü „Uninstaller“ einzelne Softwarepakete löschen.

  • Als Laie sollten Sie dieses Menü meiden. Denn Sie wissen nicht, welche Pakete voneinander abhängen.
  • Verwenden Sie zum Deinstallieren von Applikationen deshalb ausschließlich Synaptic.

Diese Software entfernt Datenpakete nämlich so, dass dadurch weder Ihr Betriebssystem noch andere installierte Programme Schaden nehmen.

Empfehlung: Entscheiden Sie sich für Ubuntu Cleaner

Wenn für Sie jedes Kilobyte zählt und Sie Ihren Systemdatenträger nur ungern mit Terminal-Befehlen aufräumen, dann greifen Sie zum Ubuntu Cleaner.

Das nützliche Tool heißt Ubuntu Cleaner und ist mit dem CCleaner für Windows vergleichbar.

Sascha: Festplatte in Ubuntu aufräumen. kilobyte.bplaced.net (03/2016).

Bild von Stacer versus Ubuntu Cleaner

Dieser smarte Systemhausmeister hat im Vergleich zu Stacer einige Vorteile:

  1. Die Installation und Pflege erfolgt über eine sichere PPA.
  2. Ubuntu Cleaner löscht nur Daten, die für den Betrieb des Systems keine Rolle spielen.
  3. Zudem verfügt die Software über ein schmales Benutzerinterface.

Stacer basiert hingegen auf Electron und hat dadurch einen enormen Hunger nach Arbeitsspeicher.

Fazit: Optimierung von Ubuntu generell nicht notwendig

Abgesehen von der Möglichkeit den Autostart zu verwalten, ist Stacer meiner Meinung nach ein überladenes Programm, das niemand wirklich braucht. Überhaupt ist eine Ubuntu Optimierung aus meiner Sicht nicht notwendig. Wenn Sie die Systemanforderungen erfüllen sowie hin und wieder Ubuntu Cleaner ausführen, wüsste ich nicht, wie sogenannte Third Party Tools die Linux-Distribution verbessern sollten.

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Debian: Icedove Links mit Browser öffnen – so geht’s

Wer das von Debian-Entwicklern gepflegte Icedove als E-Mail-Programm für seine Linux-Distribution verwendet, der erfreut sich zunächst einmal an einer funktionellen und stabilen Freeware. Auch wenn Icedove rein optisch dem Ursprungsprogramm Mozilla Thunderbird stark ähnelt, gibt es in Sachen Bedienung doch Unterschiede. Zum Beispiel kommt es bei vielen Debian-Benutzern vor, dass sie keine Hyperlinks in E-Mails direkt aus Icedove öffnen können.

Bild von Debian Icedove LinksDer Grund hierfür ist, dass die Software nicht weiß, mit welchem Browser sie die angeklickte Linkadresse ansurfen soll. Zwar öffnet Icedove ein Menü, in diesem Sie als Benutzer gefragt werden, mit welchem Webbrowser Sie den angewählten Link öffnen möchten, das Auswahlfenster ist jedoch leer. In der folgenden Anleitung zeige ich Ihnen deshalb Schritt für Schritt, wie Sie im Handumdrehen Links aus Icedove mit Firefox öffnen können.

Mit Debian E-Mail-Links öffnen

Ihr erster Weg führt Sie in das Einstellungsmenü des E-Mail-Programms. Um dorthin zu gelangen, müssen Sie zunächst in Icedove rechts oben auf die drei grauen Querstriche klicken. Wählen Sie danach den Menüpunkt „Preferences“ an.

Screenshot von Icedove Einstellungsmenü

Als Nächstes markieren Sie in dem sich öffnenden Menüfenster den letzten Reiter „Advanced“ und klicken unter „General“ auf die Schaltfläche „Config Editor“.

  • Daraufhin öffnet sich ein Warnfenster. Es ist nun zwingend notwendig, dass Sie mit einem Linksklick auf die Schaltfläche „I’ll be careful, I promise!“ das Lesen der Warnmeldung bestätigen.
  • Im nächsten Schritt sehen Sie ein Suchfenster vor sich. Tippen Sie network.protocol-handler.warn-external.http in dieses Fenster ein und bestätigen Sie mit der Eingabetaste.

Screenshot von Icedove about:config network.protocol

Daraufhin werden Ihnen zwei Einträge angezeigt, die mit dem Wert „false“ versehen sind. Es ist nun wichtig, den Wert in „true“ zu ändern. Dies erreichen Sie mit einem Doppellinksklick auf jede einzelne Zeile.

Firefox soll unter Debian Links öffnen

Den schwierigsten Teil haben Sie damit schon erledigt, schließen Sie deshalb alle Menüfenster, sodass Sie nur noch Icedove in der Standardansicht vor sich sehen.

Screenshot von Icedove "Launch Application"

Sobald Sie einen Link aus einer E-Mail öffnen, erscheint nun wie bisher das leere Auswahlfenster, in diesem Sie eine Applikation auswählen sollen.

  • Klicken Sie darin auf die Schaltfläche „Choose“.
  • Darauffolgend öffnet sich ein Ordnerbaum Ihres Systems. Klicken Sie darin zunächst auf Dateisystem und navigieren Sie in /usr/bin/.

Screenshot von Firefox in /usr/bin/ unter Debian

In diesem Ordner finden Sie den Eintrag „firefox“, wählen Sie diesen mit einem Doppellinksklick aus.

Einstellungen für HTTP- und HTTPS-Protokoll festlegen

Daraufhin steht Ihnen Firefox als Webbrowser zum Öffnen von Links aus Icedove zur Verfügung.

Screenshot von Firefox in Icedove "Launch Application"

Zu guter Letzt setzen Sie noch einen Haken vor „Remember my choice for http links.“ und bestätigen mit der Schaltfläche „OK“.

  • Hinweis: Die vorangegangene Anleitung geht von einem Link mit HTTP-Protokoll aus. Sobald Sie einen Link mit einem HTTPS-Protokoll anklicken, ist es notwendig, die Anleitungsschritte nochmals zu wiederholen.

Wenn beide Protokolle mit dem Browser einmalig verknüpft wurden, müssen Sie sich jedoch nie wieder darum kümmern.

Fazit: Namen und Funktionen unter Debian

Falls Sie ein Debian-Neuling sind, sollten Sie sich nicht allzu sehr mit Programmnamen beschäftigen. Denn unter dieser Linux-Distribution gilt:

Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, […].

Goethe von, Johann Wolfgang: Faust. Der Tragödie Erster Teil. Durchgesehene Ausgabe. Stuttgart: Phillip Reclam jun. GmbH & Co. KG 2000.

Seit Anfang März 2016 gibt es in Debian auch Firefox als Webbrowser. Dies ist jedoch nicht der offizielle Mozilla Firefox, denn Iceweasel wurde einfach umbenannt. Der sichere, hauseigene Webbrowser wird weiterhin mit eigenen Versionsnummern von den Debian-Entwicklern gepflegt. Auch Icedove soll mit Debian 9 umbenannt werden, die Probleme und Eigenheiten bleiben jedoch garantiert erhalten.

The plan, as it stands presently, is for the Iceweasel package to be renamed Firefox in the Debian 9 „stretch“ release […] Similar changes should be expected for Icedove […].

Willis, Nathan: The end of the Iceweasel Age. lwn.net (10/2016).

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(Screenshots: Icedove 45.2.0 unter Debian 8.4 mit KDE-Desktop)

Ubuntu: TVTower spielen – Rezension und Installationshilfe

Immer wenn sich im Supermarkt vor mir ein kleiner Junge schreiend auf den Boden wirft, um seiner Mutter deutlich zu machen, dass er ohne die Süßigkeiten nicht leben kann, denke ich an mich im Jahre 1992. Genau in dem Jahr kopierte mir mein bester Freund die Wirtschaftssimulation Mad TV auf einen Diskettenrohling für den Amiga 500. Von da an hatte ich keine Zeit mehr für sinnlose Hausaufgaben, schließlich war ich dazu berufen, einen Fernsehsender zu leiten und das Herz von Betty Botterbloom zu erobern. Nebenbei musste ich immer auf der Hut sein und zwischenspeichern, denn oftmals überraschten mich meine Eltern und schalteten meinen Commodore einfach aus. Sie verstanden nicht, dass ein Programmdirektor nicht schon um 20.00 Uhr ins Bett gehen kann.

TVTower unter Ubuntu spielen - ein Mad TV RemakeAls ich dann 1995 mein erstes Windows-System bekam, hatte ich ein Jahr später natürlich auch Mad TV 2. Der Nachfolger meines Lieblingsspiels wurde jedoch nicht mehr von Rainbow Arts, sondern von der Phenomedia AG entwickelt. Nach diesem Softwareverbrechen war es kein Wunder, dass dieses Unternehmen 2002 Insolvenz anmelden musste. Dank Ronny Otto aus Chemnitz muss ich nicht mehr in Erinnerungen schwelgen, denn dieser Wundersachse schaffte es zusammen mit seinen freiwilligen Helfern, Mad TV nachzubauen. Sein Spiel nennt sich TVTower, ist nativ mit Linux-Distributionen wie Ubuntu spielbar, wird stetig weiterentwickelt und verfügt über Features, die im Originalklassiker gefehlt haben.

Was ist TVTower?

Zusammen mit drei Konkurrenten arbeiten Sie als Programmdirektor eines Fernsehsenders in einem Hochhaus.

Screenshot von Chef Büro in TVTower

Das Hauptziel der Wirtschaftssimulation ist es, ein tägliches TV-Programm zu senden und damit so viele Zuschauer wie möglich zu fesseln. Nur dann können Sie teure Werbung ausstrahlen, viel Geld verdienen und Ihren Sender ausbauen. Bei schlechtem Management droht die Kündigung durch den Chef und damit das Spielende.

TVTower en détail – eine kurze Rezension

Hinter jeder Tür des Hochhauses verbirgt sich eine Interaktion, die wichtigsten Räume im Überblick:

  • Büro: Über Ihren Computer planen Sie das TV-Programm. Diese Arbeit nimmt die meiste Zeit im Spiel ein. Außerdem können Sie hier über die Landkarte neue Sendemasten kaufen, um Ihre Reichweite zu erhöhen.
  • Werbeagentur: Hier liegt im wahrsten Sinne des Wortes Geld. Jedoch ist jede Werbung an Bedingungen geknüpft. Dabei spielt nicht nur die Zuschauerzahl eine Rolle, sondern oftmals auch die Art (Hausfrauen, Männer, etc.).

  • Filmhändler: Hier gibt es die neusten Kinohits aber auch ganz alte Billigschinken zu erwerben. Des Weiteren können dem Filmhändler auch Filme und Serien, die sich in Ihrem Archiv befinden, verkauft werden.
  • Nachrichtenstudio: Nach jeder Stunde senden Sie Nachrichten. Kaufen Sie immer aktuelle News, steigt die Anzahl der Zuseher des nachfolgenden Programms.
  • Studio: Mithilfe von Drehbüchern können Eigenproduktionen gedreht werden.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Räumlichkeiten, die Einfluss auf das Spiel nehmen.

Verbesserungen zum Originaltitel Mad TV:

Das Äußere des Spiels ist im Vergleich zu Mad TV sehr ähnlich, natürlich nicht mehr so verpixelt wie in den 1990 Jahren. Besonders schöne Änderungen gibt es im Design des Programmplans.

  • Bei TVTower können auch interaktive Call-in-Sendungen ausgestrahlt werden. Dadurch verdienen Sie nicht nur durch die Werbung, sondern auch direkt durch die Anzahl der Zuschauer.

Das ist ganz was Neues – Call-in und Shoppingsendungen. 6500,00 Euro je 1000 Zuschauer würden wir da verdienen.

tom.io: Checkliste: TVTower – A tribute to Mad TV. youtube.com (02/2016).

  • Des Weiteren ist es möglich, Werbung direkt im Programm als Dauerwerbesendung laufen zu lassen. Auch hier findet eine direkte Vergütung, je nach Höhe der Einschaltquote, statt.
  • Das Wetter hat direkten Einfluss auf die Quotenberechnung.
  • Mehrspielermodus mit bis zu vier Spielern.
  • Bei Eigenproduktionen können Schauspieler individuell besetzt werden.
  • Eine wesentlich größere Filmdatenbank.

TVTower unter Ubuntu installieren – so geht’s

Hinweis: TVTower muss nicht installiert werden, sondern wird direkt aus dem Verzeichnis gestartet. Damit das Spiel unter einer 64-Bit-Version startet, müssen einige 32-Bit-Pakete nachinstalliert werden.

Folgende (32bit) Pakete mussten auf einem recht frischen (x)Ubuntu 14.04 64bit zusätzlich installiert werden, damit das Spiel startet. […]

meldrian: TVTower. holarse-linuxgaming.de (02/2016).

Dies führt jedoch meistens nicht zum Erfolg, deshalb wenden Sie Trick 17 an und installieren Sie TVTower unter Ubuntu wie folgt:

  1. Laden Sie sich das ZIP-Archiv direkt von der Entwicklerseite herunter.
  2. Entpacken Sie das Archiv. Tipp: Den Ordner können Sie frei verschieben.
  3. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  4. Installieren Sie Steam mit sudo apt-get install steam. Bestätigen Sie die Lizenzbedinungen und bringen Sie die Installation zum Abschluss. Mit Steam werden automatisch alle nötigen 32-Bit-Pakete auf Ihrem Ubuntu installiert.
  5. Navigieren Sie über das Terminal-Fenster in Ihr TVTower-Verzeichnis. Zum Beispiel mit cd /Downloads/TVTower.
  6. Starten Sie das Spiel mit ./TVTower.

Das Spiel startet im kleinen Fenster-Modus.

Screenshot vom TVTower Einstellungsmenü

Ihr erster Weg sollte Sie also ins Einstellungsmenü führen, da Sie hier in den Vollbildmodus wechseln, sowie die Soundeinstellungen regulieren können.

Kritik und Fazit

Aufgrund dessen, dass TVTower sehr komplex ist, seit etlichen Jahren ehrenamtlich entwickelt, und kostenlos zum Download angeboten wird, könnte man meinen, dass Kritik unangebracht wäre.

Dennoch finde ich es sehr schade, dass essentielle Spielinhalte wie Eigenproduktionen und die Raumvermietung noch nicht integriert wurden. Dadurch ist TVTower meiner Meinung nach noch sehr kurzlebig.

Der Grund dafür, dass TVTower noch nicht über eine stabile Alpha-Version hinausgekommen ist, liegt vor allem wahrscheinlich daran, dass Ronny Otto nicht der klassische Computernerd ist, sondern zeitintensive Hobbys betreibt.

Die Eigenproduktion hatte ich eigentlich fuer Ende letzten Jahres angedacht, aber dann kam mein Sohn zur Welt und meine Freizeit wurde maechtig geschroepft. […] Fuer meinen Master steht jetzt die Pruefungsperiode an, und ganz ungelernt will man dort ja nicht auftauchen.

Otto, Ronny: Spieldesign: Eigenproduktion – Produktion einstellen. gamezworld.de (02/2016).

Des Weiteren gehe ich davon aus, dass auch ein Genie wie Ronny Otto sämtlichen anderen weltlichen Bedürfnissen unterliegt und für seinen Lebensunterhalt sorgen muss. Wer also für das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) argumentieren muss, könnte den Entwickler von TVTower anführen.

Trotzdem bin ich zufrieden und erwarte voller Spannung den weiteren Entwicklungsverlauf. Wie Mad TV, ist auch TVTower eine äußerst gelungene Wirtschaftssimulation, die dem Genre entsprechend natürlich nicht mit vielen grafischen Highlights aufwartet, aber viel betriebswirtschaftliches Vorausdenken und Geschick erfordert. Wenn Ihnen das auch in Ihrer Freizeit gefällt, sind Sie mit diesem Ubuntu-Spiel bestens beraten.

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(Screenshots: TVTower v0.2.6 unter Ubuntu 14.04.3 LTS)