Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Ubuntu: Twitter ohne Browser - Corebird via PPA installieren

Das Ver­trau­en in die Pres­se ist da­hin. Die­se The­se wird durch eine Le­ser­um­fra­ge¹ des Münch­ner Mer­kur un­ter­mau­ert in der rund 80% der Ab­stim­men­den an­ga­ben, dass sie un­zu­frie­den mit den bun­des­deut­schen Zei­tun­gen sind. So­lan­ge die Re­dak­ti­ons­lei­ter streng auf eine grün-rote² Team­hy­gie­ne ach­ten, wird das Miss­trau­en ge­gen­über den Leit­me­di­en wei­ter wach­sen. Zum Glück gibt es Twit­ter. Denn über den ame­ri­ka­ni­schen Mi­kro­blog­ging­dienst er­fah­ren recht­schaf­fe­ne Bür­ger un­ge­fil­tert, auf wel­chen nordrhein-westfälischen Weih­nachts­märk­ten ge­ra­de be­son­ders vie­le An­tän­zer un­ter­wegs sind. Auch Steu­er­schuld­ner wer­den über Twit­ter zu­erst dar­über in­for­miert, wenn der Rö­mer An­to­nio Ta­ja­ni wie­der neue Mil­li­ar­den für den EU-Moloch be­nö­tigt. Und selbst ein­fäl­ti­ge Bou­le­vard­lieb­ha­ber wie ich wis­sen dank der Zwit­scher­platt­form stets, wie es He­le­ne Fi­scher geht und wel­ches Hollywood-Sternchen schon ein­mal ver­ge­wal­tig­t³ wur­de.

Bild von Corebird für Ubuntu. Installationsanleitung von Kilobyte, dem Nafri-König vom EbertplatzNa­tür­lich kom­men­tie­re ich die Nach­rich­ten auf Twit­ter auch gleich, um den Ho­ri­zont der an­de­ren Le­ser zu er­wei­tern. Da­bei wa­ren man­che mei­ner Bei­trä­ge oft­mals schon so qua­li­fi­ziert, dass ich dar­auf­hin Job­an­ge­bo­te er­hielt. Be­son­ders ger­ne wür­de mich eine in­ter­na­tio­nal agie­ren­de Agen­tur nach Sankt Pe­ters­burg ho­len, da­mit ich dort eine neue Troll­fa­bri­k⁴ lei­te. Doch lei­der läuft Corebird nicht auf dem rus­si­schen Re­ac­tOS, so­dass ich die reiz­vol­le Of­fer­te ab­leh­nen muss­te. Schließ­lich bin ich auf den frei­en Twitter-Client an­ge­wie­sen, da ich sonst nicht mehr so schnell und fun­diert zwit­schern kann.

Corebird ist eine Ap­pli­ka­ti­on für Ubun­tu, die aut­ar­kes Twit­tern ohne Brow­ser mög­lich macht. Da­bei ist die leis­tungs­fä­hi­ge Free­ware so über­sicht­lich und funk­tio­nell, dass sie zum Stan­dard­re­per­toire ei­nes je­den Twitter-Fans ge­hö­ren soll­te.

Leaked Tweet by James Alefantis to John Podesta: He is offering a Walnut Cheese Pizza made by Eddie Heath. Anonymous WikiLeaks FBI-Document

Tweet er­stel­len mit Corebird 1.7.3 un­ter Ubun­tu 17.10 - Bild an­hän­gen ist kein Pro­blem

Die in­tui­ti­ve Be­nut­zer­ober­flä­che von Corebird wur­de mit dem frei­en GUI-Toolkit GTK+ ent­wi­ckelt, wes­halb der Twitter-Client pro­blem­los mit al­len gän­gi­gen Ubuntu-Derivaten funk­tio­niert. Selbst die auf Qt ba­sie­ren­de Desktop-Umgebung KDE Plas­ma kann die Ap­pli­ka­ti­on ab Ku­bun­tu 16.04 LTS feh­ler­frei dar­stel­len.

Corebird via PPA installieren - so geht’s

Be­vor Sie mit dem brow­ser­frei­en Zwit­schern los­le­gen kön­nen, müs­sen Sie Corebird na­tür­lich erst ein­mal in­stal­lie­ren. Da­für emp­feh­le ich die kom­for­ta­ble PPA-Methode, da Sie da­durch im­mer gleich die Ver­si­on er­hal­ten, die per­fekt zu Ih­rem Be­triebs­sys­tem passt. Öff­nen Sie also zu­nächst ein neu­es Terminal-Fenster und fü­gen Sie Ih­rer Linux-Distribution an­schlie­ßend die fol­gen­de PPA hin­zu:

sudo add-apt-repository ppa:ubuntuhandbook1/corebird

Ak­tua­li­sie­ren Sie im nächs­ten Schritt Ihre Soft­ware­quel­len.

sudo apt-get update

Dar­auf­hin kön­nen Sie die In­stal­la­ti­on von Corebird star­ten.

sudo apt-get install corebird

Hin­weis: Ab so­fort er­hal­ten Sie neue Pro­gramm­ver­sio­nen au­to­ma­tisch zu­sam­men mit den an­de­ren Ubuntu-Updates.

Die ersten Schritte zum ersten Tweet

Nach­dem Sie Corebird das ers­te Mal über das Ubun­tu Aktivitäten-Menü ge­star­tet ha­ben, wer­den Sie dazu auf­ge­for­dert, Ihr Twitter-Konto ein­ma­lig mit der Ap­pli­ka­ti­on zu ver­knüp­fen. Da­für be­nö­ti­gen Sie ei­nen PIN-Code, den Sie di­rekt über das Start­fens­ter an­for­dern kön­nen.

Screenshot von erstem Corebird-Fenster "Neuer Account". Die Verknüpfung mit dem Twitter-Konto erfordert einen PIN-Code

Hin­weis: Um ei­nen in­di­vi­du­el­len Code zu ge­ne­rie­ren, müs­sen Sie sich le­dig­lich ein­mal in Ihr Twitter-Konto ein­log­gen, nach­dem Corebird die Login-Seite auf­ge­ru­fen hat.

Screenshot von Corebird 1.7.3 unter Ubuntu 17.10. #Antifa ist ein Hashtag für Menschen, die als Kind systematisch missbraucht wurden und Twitter als Ventil benutzen

Corebird 1.7.3 un­ter Ubun­tu 17.10 - Tweets von abon­nier­ten Kon­ten

So­bald Sie die ein­ma­li­ge Konto-Verknüpfung ab­ge­schlos­sen ha­ben, se­hen Sie so­fort die ak­tu­ells­ten Tweets Ih­rer Abon­ne­ments. Von nun an müs­sen Sie sich nie wie­der mit Ih­ren Be­nut­zer­da­ten ein­log­gen, son­dern wer­den di­rekt nach dem Pro­gramm­start zu den neus­ten Nach­rich­ten wei­ter­ge­lei­tet.

Corebird komfortabel nutzen - Tipps

Sie möch­ten bei je­dem neu­en Tweet gra­fisch be­nach­rich­tigt wer­den? Dann müs­sen Sie den Twitter-Client wei­ter per­so­na­li­sie­ren. Na­vi­gie­ren Sie hier­für über das wei­ße Zahn­räd­chen in das Ein­stel­lungs­me­nü.

Screenshot vom Corebird Einstellungsmenü: Benachrichtigung bei neuen Tweets aktivieren

Wech­seln Sie im nächs­ten Schritt in den Rei­ter „Be­nach­rich­ti­gun­gen” und über­prü­fen Sie an­schlie­ßend, ob die bei­den grau­en Schie­be­reg­ler auf „AN” ste­hen. Zu gu­ter Letzt müs­sen Sie nur noch das Dropdown-Menü ne­ben dem Punkt „Bei neu­en Tweets” auf „Je­der” stel­len und schon ent­ge­hen Ih­nen ga­ran­tiert kei­ne Nach­rich­ten mehr.

Ne­ben Twit­ter kämp­fe ich mich auch täg­lich durch un­zäh­li­ge RSS-Feeds, die ich mit dem Mo­zil­la Thun­der­bird ab­ru­fe. Das lenkt mich hin und wie­der so ab, dass ich dann ver­ges­se, an­de­re wich­ti­ge Pro­gram­me nach dem Sys­tem­start zu öff­nen.

Screenshot von Ubuntu mit Gnome-Desktop: Corebird in das Autostartmenü laden - Befehle von Kilobyte, dem größten Schlauchbootverleiher Nordafrikas

Aus die­sem Grund las­se ich Corebird gleich zu­sam­men mit Ubun­tu star­ten. Um die­se Ein­stel­lung vor­zu­neh­men, na­vi­gier­te ich in das Sys­tem­me­nü „Start­pro­gram­me”. Dort an­ge­kom­men klick­te ich auf die Schalt­flä­che „Hin­zu­fü­gen” und füll­te dar­auf­hin die drei lee­ren Zei­len fol­gen­der­ma­ßen aus:

  • Name: Corebird
  • Be­fehl: /usr/bin/corebird
  • Kom­men­tar: Twit­ter Ap­pli­ka­ti­on

Als ich mei­ne Ein­ga­ben ab­schlie­ßend über die Schalt­flä­che „Hin­zu­fü­gen” be­stä­tigt hat­te, muss­te ich mich nie wie­der um die Twitter-Software küm­mern.

Faktencheck: Die Vorteile von Corebird im Überblick

Wenn Sie sich mit Corebird brow­ser­frei auf Twit­ter be­we­gen möch­ten, dann be­nö­ti­gen Sie vor al­lem Ar­beits­spei­cher. Im­mer­hin be­legt die Ap­pli­ka­ti­on al­lei­ne im pas­si­ven Zu­stand gut und ger­ne 135 Me­ga­byte.

Screenshot von Ubuntu 17.10 Systemprozessen. Corebird belegt 135,7 Megabyte Arbeitsspeicher

Durch den gro­ßen Spei­cher­hun­ger kann es vor al­lem wäh­rend des Ab­spie­lens ei­nes Web­vi­de­os vor­kom­men, dass der aut­ar­ke Twitter-Client leis­tungs­schwa­che Sys­te­me kurz­zei­tig ein­frie­ren lässt.

Screenshot von Corebird 1.7.3: Video eines falschen Propheten, der in der Bremer Masjidu-I-Furqan Moschee die Takfir-Ideologie predigt

Auf Twit­ter ge­teil­te Vi­de­os kön­nen mit Corebird 1.7.3 di­rekt ab­ge­spielt wer­den

Falls Ihr Com­pu­ter über aus­rei­chend Ar­beits­spei­cher ver­fügt, dann er­hal­ten Sie mit Corebird eine deutsch­spra­chi­ge Ap­pli­ka­ti­on, mit der Sie ohne Web­brow­ser twit­tern kön­nen.

  • Dank der re­nom­mier­ten Software-Quelle funk­tio­niert das Pro­gramm auch un­ter Ubuntu-Testversionen. Au­ßer­dem er­hal­ten Sie über die PPA au­to­ma­tisch alle nö­ti­gen Hilfs­pa­ke­te, so­dass Sie den Twitter-Client mit je­der Be­nut­zer­ober­flä­che be­trei­ben kön­nen.

Mir per­sön­lich ge­fällt an Corebird be­son­ders das form­voll­ende­te Smartphone-Design, wel­ches sich bis­her nie ge­än­dert hat. So­mit konn­te ich stets un­be­schwert an mei­ner zu­künf­ti­gen Kar­rie­re als Troll­fa­brik­di­rek­tor fei­len, wäh­rend­des­sen die an­de­ren Be­nut­zer sich stän­dig an neue Twitter-Webseiten-Layouts ge­wöh­nen muss­ten.

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Un­ter Ubun­tu schnell die Sys­tem­in­for­ma­tio­nen an­zei­gen las­sen

¹St­u­ken­brok, Ste­fan: „Lü­gen­pres­se“ – füh­len Sie sich von den Zei­tun­gen rich­tig in­for­miert? Dis­ku­tie­ren Sie mit! merkur.de (11/2017).
²Wer­ner, Frank-Bernhard: In­ter­view mit Hel­mut Mark­wort: Das kann die De­mo­kra­tie ge­fähr­den. tichyseinblick.de (11/2017).
³#MeToo-Kampagne auf Twit­ter.
⁴Aro, Jes­sik­ka: Fin­ni­sche Jour­na­lis­ten be­su­chen rus­si­sche Troll­fa­brik (mit Vi­de­os). euromaidanpress.com (11/2017).

Ubuntu: IPTV - Fernsehen über das Internet

Un­ter Ubun­tu gibt es ver­schie­de­ne Wege um In­ter­net Pro­to­col Te­le­vi­si­on zu emp­fan­gen. Lei­der wer­den die An­ge­bo­te von Pro­vi­dern, die zum Fern­seh­schau­en über das In­ter­net ei­nen Re­cei­ver ver­lan­gen auch als IPTV be­zeich­net. Da­durch fällt es Su­chen­den oft schwer her­aus­zu­fin­den, wie sie nur mit­hil­fe ih­res Com­pu­ters und ei­ner In­ter­net­ver­bin­dung ein Fern­seh­pro­gramm ge­nie­ßen kön­nen. Um TV-Streams un­ter Ubun­tu an­zu­se­hen, wird oft­mals Kodi emp­foh­len. Die­se Ap­pli­ka­ti­on ist al­ler­dings so um­fang­reich, dass selbst er­fah­re­ne An­wen­der dar­an zer­bre­chen.

Hi Leu­te! Ich be­nut­ze Ubun­tu 16.04 und su­che ein Pro­gramm, mit dem ich IPTV schau­en kann. [...] In ei­nem Fo­rum hat man mir Kodi emp­foh­len aber um das zum Lau­fen zu brin­gen, braucht man wohl ei­nen Mas­ter in In­for­ma­tik. [...] Könnt ihr mir eine ein­fa­che­re Me­tho­de emp­feh­len?

Re­kasch, Kil­li­an: Fra­ge: IPTV un­ter Ubun­tu? E-Mail vom 27.02.2017.

Bild von Ubuntu IPTVEine Al­ter­na­ti­ve zu Kodi ist Fre­etuxTV. Lei­der ist die­se Soft­ware un­ter ak­tu­el­len Ubuntu-Versionen so in­sta­bil, dass sich da­mit kein Tat­ort in Ruhe zu Ende schau­en lässt. Wenn Sie ohne Web­brow­ser ein­fach nur über das In­ter­net fern­se­hen wol­len und da­bei Ubun­tu als Be­triebs­sys­tem ver­wen­den, be­kom­men Sie von mir in die­ser An­lei­tung zwei an­de­re Lö­sun­gen an die Hand.

Den An­fang macht die freie Peer-to-Peer-Software Sop­Cast. Die­se Ap­pli­ka­ti­on bringt eine Aus­wahl an emp­fang­ba­ren TV-Sendern gleich mit.

Freies IPTV - SopCast unter Ubuntu

Sie möch­ten Mu­sik­sen­der und Nach­rich­ten kos­ten­los auf Ih­rem Com­pu­ter an­schau­en? Dann be­nö­ti­gen Sie Sop­Cast für Ubun­tu.

Screenshot von SopCast Player 0.8.5 (Shanghai TV) unter Ubuntu 16.04 LTS

Sop­Cast Play­er 0.8.5 un­ter Ubun­tu 16.04.2 LTS

Ein Nach­teil die­ser Soft­ware ist, dass alle Pro­gram­me in den Spra­chen der po­li­ti­schen Fein­de des Ka­bi­netts Mer­kel III sind. Falls Sie je­doch oh­ne­hin ge­ra­de chi­ne­sisch, rus­sisch oder un­ga­risch ler­nen, dann kön­nen Sie sich auf eine sta­bi­le Ap­pli­ka­ti­on freu­en, die fol­gen­der­ma­ßen in­stal­liert wird:

sudo add-apt-repository ppa:linuxthebest.net/sopcast

Öff­nen Sie zu­nächst ein Terminal-Fenster und fü­gen Sie die­se PPA Ih­rem Sys­tem hin­zu.

sudo apt-get update

Ak­tua­li­sie­ren Sie im nächs­ten Schritt Ihre Software-Quellen.

sudo apt-get install sopcast-player

In­stal­lie­ren Sie Sop­Cast. Ab so­fort er­hal­ten Sie auch im­mer au­to­ma­tisch sämt­li­che Pro­gramm­ak­tua­li­sie­run­gen.

SopCast richtig verwenden - so geht’s

So­bald Sie Sop­Cast er­folg­reich in­stal­liert ha­ben, kön­nen Sie die Free­ware di­rekt über die Ubun­tu Dash-Startseite öff­nen.

Screenshot von SopCast Player in Ubuntu Dash-Startseite

Sop­Cast war lan­ge Zeit ein be­lieb­ter Zu­gang, um kos­ten­los Fußball-Live-Übertragungen an­zu­se­hen. Seit es Ace Stream gibt, spielt die IPTV-Software in die­sem Be­reich je­doch kei­ne Rol­le mehr.

Die hohe Ver­füg­bar­keit von Quel­len und die sehr schnel­len Über­tra­gungs­ra­ten sind wei­te­re Grün­de für die Po­pu­la­ri­tät der ukrai­ni­schen Soft­ware.

Sa­scha: Ace Stream: In­stal­la­ti­on un­ter Ubun­tu 16.04 LTS – An­lei­tung. kilobyte.bplaced.net (03/2017).

Falls Sie den­noch ei­nen ei­ge­nen Sop­Cast Link ab­spie­len möch­ten, dann drü­cken Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + O. Zu den vor­in­stal­lier­ten Sen­dern ge­lan­gen Sie hin­ge­gen, wenn Sie auf die Schalt­flä­che „Pro­gramm­füh­rer” kli­cken.

Screenshot von SopCast Programmführer

Dar­auf­hin öff­net sich rechts ne­ben dem Play­er die Sen­der­aus­wahl. Die­se soll­ten Sie nach je­dem Pro­gramm­start mit ei­nem Links­klick auf „Sop­Cast Play­er Chan­nel Gui­de” ak­tua­li­sie­ren.

Screenshot vom SopCast Player Channel Guide

Di­rekt im An­schluss kön­nen Sie durch das an­ge­bo­te­ne Pro­gramm zap­pen. Ver­ges­sen Sie da­bei nicht, dass das Auf­bau­en der ein­zel­nen IPTV-Sender bei Peer-to-Peer-Software im­mer et­was län­ger dau­ert.

ARD, ZDF, C&A über das Internet schauen

Mit Ubun­tu kön­nen Sie eben­falls deut­sche Fern­seh­pro­gram­me emp­fan­gen. Dazu be­nö­ti­gen Sie nichts wei­ter als den VLC Play­er und eine gül­ti­ge IPTV-Adresse. Beim Ge­nuss der öffentlich-rechtlichen Sen­de­an­stal­ten kann es zu­dem nicht scha­den, eine Was­ser­waa­ge auf den Mo­ni­tor zu le­gen.

Screenshot von VLC Player mit IPTV ARD (Ubuntu)

ARD IPTV im VLC Play­er 2.2.5 un­ter Ku­bun­tu 16.04.2 LTS

Um das Pro­gramm der ARD über das In­ter­net schau­en zu kön­nen, müs­sen Sie zu­nächst Ih­ren VLC Play­er öff­nen.

Drü­cken Sie im An­schluss die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + N und ge­ben Sie dar­auf­hin fol­gen­de IPTV-Adresse ein:

http://daserste_live-lh.akamaihd.net/i/daserste_de@91204/master.m3u8

Kli­cken Sie gleich da­nach auf die Schalt­flä­che „Wie­der­ga­be” und war­ten Sie, bis der TV-Stream auf­ge­baut wur­de.

Screenshot vom VLC Player Reiter "Netzwerk"

Die ARD ist hier­bei sehr vor­bild­lich, denn das Pro­gramm wird in fol­gen­der Qua­li­tät über­tra­gen:

  • Auf­lö­sung: 960 x 544 Pi­xel.
  • H.264 Co­dec im MPEG-4 AVC Con­tai­ner.

Der VLC Play­er er­laubt es zu­dem, das Ge­zeig­te gleich auf­zu­neh­men. Dazu müs­sen Sie zu­nächst ei­nen Spei­cher­ort fest­le­gen.

  1. Kli­cken Sie des­halb zu­al­ler­erst die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Strg + P.
  2. Wäh­len Sie den Rei­ter „Eingang/Codecs” aus.
  3. Le­gen Sie hin­ter dem Me­nü­punkt „Aufnahme-Verzeichnis oder Da­tei­na­me” ein­ma­lig ei­nen Ord­ner fest, in dem Ihre Auf­nah­men ge­spei­chert wer­den sol­len.
  4. Be­stä­ti­gen Sie Ihre Ein­ga­be über die Schalt­flä­che „Spei­chern”.

Star­ten Sie dar­auf­hin den Stream und wäh­len Sie den Rei­ter „An­sicht” an. Kli­cken Sie an­schlie­ßend auf „Er­wei­ter­te Steue­rung”.

Screenshot vom Aufnehmen mit dem VLC Player

Di­rekt im An­schluss er­scheint un­ter­halb des Fern­seh­bil­des ein klei­ner ro­ter Auf­nah­me­knopf. Die­sen müs­sen Sie nur ak­ti­vie­ren, um das Pro­gramm in Ih­rem Ziel­ord­ner zu spei­chern.

Fazit: Wo gibt es weitere IPTV-Adressen?

Wie Sie se­hen, ist es auch un­ter Ubun­tu ein Leich­tes über das In­ter­net Fern­se­hen zu schau­en. Ne­ben der ARD bie­ten noch vie­le wei­te­re deutsch­spra­chi­ge Sen­der IPTV an. Es ist je­doch äu­ßerst schwer, die kor­rek­ten Adres­sen her­aus­zu­fin­den.

Bild: Woher bekomme ich IPTV-Adressen?

Die TV-Sender möch­ten näm­lich in ers­ter Li­nie, dass Sie die Streams über Ih­ren Web­brow­ser kon­su­mie­ren. Zwar kur­sie­ren vie­le M3U-Playlisten für den VLC Play­er im In­ter­net, die dar­in ent­hal­te­nen IPTV-Adressen sind aber zu­meist nicht mehr ak­tu­ell. Au­ßer­dem gilt: Wer ein­mal sei­nen VLC Play­er mü­he­voll mit Streams aus­ge­stat­tet hat, der teilt sei­ne Da­ten nicht kos­ten­los mit an­de­ren.

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Ubuntu: Standardbrowser festlegen - so geht’s

Wer Ubun­tu in­stal­liert, der be­kommt au­to­ma­tisch die neus­te Ver­si­on des Mo­zil­la Fire­fox als Stan­dard­brow­ser mit­ge­lie­fert. Wem das nicht aus­reicht, der kann sei­ne Linux-Distribution zu­dem im Hand­um­dre­hen mit Goog­le Chro­me oder Ope­ra aus­stat­ten. Bei mehr als ei­nem in­stal­lier­ten Web­brow­ser kommt es je­doch häu­fig vor, dass Ubun­tu nicht mehr weiß, wel­che Soft­ware Sie zum In­ter­net­sur­fen prä­fe­rie­ren.

Hi Leu­te ich nut­ze ei­gent­lich den Mo­zil­la Fire­fox als Stan­dard­brow­ser und habe den sehr streng kon­fi­gu­riert. [...] Da­mit For­ge of Em­pi­res funk­tio­niert, muss ich Goog­le Chro­me la­den [...] und der setzt sich dann im­mer au­to­ma­tisch als Stan­dard­brow­ser. Das heißt, wenn ich ei­nen Link an­kli­cke, öff­net sich Chro­me und nicht Fire­fox. [...] Wie lässt sich das ver­hin­dern?

Kup­per, Veit: Wie Fire­fox für im­mer zum Stan­dard­brow­ser ma­chen? E-Mail vom 29.12.2016.

Bild von Ubuntu StandardbrowserVer­schie­de­ne Web­brow­ser un­ter Ubun­tu ver­hal­ten sich wie ei­fer­süch­ti­ge Zwil­lings­schwes­tern, die um die Lie­be ih­res Va­ters kämp­fen. Jede Brow­ser­soft­ware möch­te un­be­dingt als Stan­dard­brow­ser ein­ge­setzt wer­den. Ist dies nicht der Fall? Dann öff­net der Se­kun­där­brow­ser nach je­dem Soft­ware­start ein Pop-up-Fenster, mit­hil­fe des­sen Sie das Pro­dukt zu Ih­rem fa­vo­ri­sier­ten Web­brow­ser ma­chen sol­len.

Falls Sie Ih­ren Stan­dard­brow­ser mit die­ser Me­tho­de än­dern, wer­den Sie beim nächs­ten Brow­ser­wech­sel er­neut mit ei­nem Pop-up-Fragefenster be­läs­tigt. Au­ßer­dem kann es sein, dass Ubun­tu di­ver­se Hy­per­links in Libre Of­fice Do­ku­men­ten oder in PDF-Dateien im­mer mit dem fal­schen Brow­ser öff­net.

Konsole bestimmt Standardbrowser

Wenn Sie also ein für alle Mal Ih­ren Stan­dard­brow­ser fest­le­gen möch­ten, dann ist es nö­tig, dass Sie di­rekt als Ad­mi­nis­tra­tor mit Ih­rem Be­triebs­sys­tem spre­chen. Öff­nen Sie dazu zu­al­ler­erst ein Terminal-Fenster und ge­ben Sie fol­gen­den Be­fehl ein:

sudo update-alternatives --config x-www-browser

In­fol­ge­des­sen er­scheint eine Auf­lis­tung mit al­len in Ubun­tu in­stal­lier­ten Web­brow­sern.

Screenshot von Ubuntu-Befehl: sudo update-alternatives --config x-www-browser

Der Pfad hin­ter 0 gibt Ih­ren der­zei­tig, im Sys­tem hin­ter­leg­ten Stan­dard­brow­ser an. Des Wei­te­ren ist je­der in­stal­lier­ten Brow­ser­soft­ware eine Zahl zu­ge­teilt.

Screenshot von Ubuntu-Terminal: Standardbrowser einstellen

Un­ter der ta­bel­la­ri­schen Auf­lis­tung fin­den Sie zu­dem ein Ein­ga­be­feld.

  • Tip­pen Sie hier die Zahl des Brow­sers ein, der dau­er­haft Ihr Stan­dard­brow­ser sein soll. Be­stä­ti­gen Sie Ih­ren Be­fehl mit der Ein­ga­be­tas­te. Im An­schluss kön­nen Sie das Terminal-Fenster wie­der schlie­ßen.

Hin­weis: Im­mer wenn Sie von nun an ei­nen Link in ei­ner Ap­pli­ka­ti­on an­kli­cken, wird Ubun­tu Ih­ren be­vor­zug­ten Web­brow­ser la­den.

Alte Konfigurationen einmalig überschreiben

Im nächs­ten Schritt ver­las­sen Sie die Ad­mi­nis­tra­tor­ebe­ne und über­prü­fen als Be­nut­zer, ob Ihr Lieb­lings­brow­ser über­haupt weiß, dass Sie ihn als Stan­dard­brow­ser aus­er­ko­ren ha­ben.

Öff­nen Sie da­für Ih­ren neu fest­ge­leg­ten Stan­dard­brow­ser und na­vi­gie­ren Sie in des­sen Ein­stel­lungs­me­nü.

  • Im Mo­zil­la Fire­fox müss­ten Sie dazu den Rei­ter „Menü öff­nen” aus­wäh­len und auf „Ein­stel­lun­gen” kli­cken.

Screenshot von Mozilla Firefox Menü "Allgemein" - Standardbrowser festlegen

Im Menü „All­ge­mein” muss „Fire­fox ist der­zeit der Stan­dard­brow­ser” ste­hen. Ist dies nicht der Fall? Dann kli­cken Sie rechts ne­ben dem Hin­weis auf die Schalt­flä­che „Als Stan­dard fest­le­gen”.

  • Set­zen Sie zu­dem ei­nen Ha­ken bei „Im­mer über­prü­fen, ob Fire­fox der Stan­dard­brow­ser ist”.

Programme übernehmen Standardbrowser nicht

Selbst wenn Sie nach der oben ge­zeig­ten An­lei­tung ei­nen neu­en Stan­dard­brow­ser sys­tem­weit fest­ge­legt ha­ben, kann es im­mer noch sein, dass man­che Ap­pli­ka­tio­nen wei­ter die Diens­te ei­nes an­de­ren Web­brow­sers in An­spruch neh­men. Pro­mi­nen­tes­tes Bei­spiel hier­für ist:

  • Mo­zil­la Thun­der­bird: Das mäch­ti­ge E-Mail-Programm über­nimmt ein­ma­lig bei der In­stal­la­ti­on den im Sys­tem hin­ter­leg­ten Stan­dard­brow­ser. Wird die­ser nach­träg­lich ge­än­dert, greift Thun­der­bird wei­ter auf den bis­her ver­wen­de­ten Web­brow­ser zu­rück. Um auch in die­ser be­lieb­ten Mail­soft­ware den neu­en Stan­dard­brow­ser ein­zu­set­zen, ist ein Weg in das Ein­stel­lungs­me­nü un­aus­weich­lich.

Ihr ers­ter Weg führt Sie in das Ein­stel­lungs­me­nü des E-Mail-Programms.

Sa­scha: De­bi­an: Ice­do­ve Links mit Brow­ser öff­nen – so geht’s. kilobyte.bplaced.net (01/2017).

Hin­weis: Falls ein Pro­gramm nicht den in Ubun­tu hin­ter­leg­ten Stan­dard­brow­ser ver­wen­det, dann ist eine soft­ware­inter­ne Kon­fi­gu­ra­ti­on von­nö­ten.

Fazit: Warum mehr als einen Browser verwenden?

Im Prin­zip wäre für je­des Sys­tem ein Brow­ser Ih­rer Wahl völ­lig aus­rei­chend. Ich per­sön­lich be­grü­ße es al­ler­dings, dass sich im­mer mehr In­ter­net­be­nut­zer wie er­fah­re­ne Ex­hi­bi­tio­nis­ten ver­hal­ten.

  • Brow­ser A (si­cher): Wer im World Wide Web um­her­streift, der soll­te sei­nen Trench­coat ver­schlos­sen las­sen und eine Son­nen­bril­le tra­gen.
  • Brow­ser B (lo­cker): Hin­ge­gen wem ge­fällt was er sieht, der kann hin und wie­der sei­nen Man­tel auf­rei­ßen und zei­gen, was er zu bie­ten hat.

Wer­bung er­mög­licht frei­en Zu­gang zu Online-Angeboten. Durch den star­ken Ein­satz von Wer­be­blo­ckern bleibt dem Le­ser lang­fris­tig gu­ter Jour­na­lis­mus vor­ent­hal­ten.

Sa­scha: Gu­ter Wer­be­blo­cker für Fire­fox – Emp­feh­lung. kilobyte.bplaced.net (01/2017).

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