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Ubuntu: Freien Speicherplatz grafisch anzeigen lassen – so geht’s

Wissen Sie, wie viel freier Speicherplatz Ihrem Ubuntu-System in diesem Moment noch zur Verfügung steht? Linux-Profis würden nach dieser Frage Schulter zuckend ein Terminal-Fenster öffnen, den Befehl df -h eingeben und die Antwort als Prozentzahl ablesen. Vor allem Windows-Umsteiger entscheiden sich jedoch deshalb häufig für Ubuntu, da sie mit Befehlen nichts zu tun haben wollen und schöne grafische Anzeigen bevorzugen.

Moin Kilobyte! Gibt es irgendeine Möglichkeit, sich den freien Speicherplatz unter Ubuntu grafisch anzeigen zu lassen? Ich weiß da gibt es Befehle für, ist mir aber alles zu umständlich mit der Konsole und so. […].

Voigt, Jens: Grafische Anzeige für Festplattenspeicher – Ubuntu Frage. E-Mail vom 22.10.2016.

Bild von Speicherplatz unter UbuntuSelbstverständlich bietet Ubuntu mit seinem Dateimanager „Nautilus“ auch Bordmittel an, um sich die Festplattenbelegung als Kreisdiagramm anzeigen zu lassen. Hierfür genügt es, wenn Sie das gewünschte Laufwerk zunächst mit der linken Maustaste einhängen. Direkt im Anschluss müssen Sie nur noch die Partition mit der rechten Maustaste anwählen und mit „Eigenschaften“ bestätigen. Eine wesentlich schnellere, grafische Anzeige bekommen Sie jedoch mit SpaceView Indicator.

Mithilfe dieser Freeware haben Sie die Belegung aller im System verbauten Festplatten immer im Blick. Dies liegt daran, dass SpaceView Indicator einen optisch ansprechenden Eintrag in Ihrer Taskleiste erzeugt.

Screenshot von SpaceView Indicator für Ubuntu 16.04 LTS

Installation der Speicherplatzanzeige

Um die smarte Systemanzeige unter Ubuntu zu installieren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  2. Fügen Sie folgende PPA mit sudo add-apt-repository ppa:vlijm/spaceview hinzu.
  3. Aktualisieren Sie Ihre Softwarequellen mit sudo apt-get update.
  4. Mit sudo apt-get install spaceview installieren Sie schlussendlich die Freeware.
  5. Öffnen Sie SpaceView Indicator erstmalig über die Ubuntu Dash-Startseite.

Nach dem ersten Programmstart ist es ratsam, SpaceView Indicator ausgiebig zu konfigurieren.

Festplattenprogramm für Ubuntu konfigurieren

Falls noch nicht geschehen, sollten Sie vor der Konfiguration alle Ihre Datenträger einhängen. Im Anschluss starten Sie SpaceView Indicator neu.

Screenshot von Einstellungsmenü von SpaceView Indicator für Ubuntu

Im Einstellungsmenü von SpaceView Indicator sehen Sie unter „Devices list“ alle Ihre eingehängten Partitionen. Unter „Alias“ haben Sie die Möglichkeit, jedem Gerät einen individuellen Namen zuzuteilen.

  • Hinweis: Um herauszufinden, was sich genau auf welcher Partition befindet, empfehle ich die Freeware GParted.

Nachdem Sie alle Ihre Festplatten benannt haben, bestätigen Sie die Eingaben über die Schaltfläche „Save aliases“. Zudem sollten Sie noch die beiden Häkchen am unteren Ende des Menüs aktivieren.

  • Show info new devices: Sobald ein neuer Datenträger eingehängt wird, bekommen Sie eine subtile Information von SpaceView Indicator.
  • Run on startup: Das Programm erzeugt einen Eintrag im Autostartmenü. Damit startet die grafische Speicherplatzanzeige automatisch mit Ubuntu.

Wie viel Speicherplatz habe ich zur Verfügung?

Nach der einmaligen Konfiguration sollten Sie SpaceView Indicator neu starten.

Screenshot von Festplattenbelegung unter Ubuntu

Danach sehen Sie mit einem simplen Linksklick auf die Festplattenanzeige in Ihrer Taskleiste sofort die Belegung aller eingehängten Datenträger.

Faktencheck zu SpaceView Indicator und Fazit

Sollten Sie sich für die Installation von SpaceView Indicator entscheiden, genießen Sie folgende Vorzüge:

  • Sie sehen sofort in einer grafischen Anzeige, wie viel freier Speicherplatz noch auf Ihren Datenträgern vorhanden ist. Zudem können Sie eigene Laufwerksbezeichnungen hinterlegen.
  • Die Installation und Pflege der Freeware geschieht automatisch über eine sichere PPA.

Mit SpaceView Indicator haben Sie immer im Blick, ob Sie noch ausreichend Speicherplatz für ein neues Spiel von Steam haben. Die Freeware eignet sich jedoch auch hervorragend dafür, um auszuloten, wie viel Cache Sie Ace Stream zur Verfügung stellen können, um einen ruckelfreien Empfang zu garantieren.

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(Screenshots: SpaceView Indicator 0.5 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)

Gute CPU Kühlung – was gibt es zu beachten?

Durch immer kleiner werdende Strukturgrößen (Nanometer), nimmt die Verlustleistung (Thermal Design Power) bei einer modernen CPU (Central Processing Unit) stetig ab. Die Folge davon ist, dass diese Hardware immer weniger Kühlung benötigt. Ging es also früher noch darum, Prozessoren um jeden Preis auf einer optimalen Arbeitstemperatur zu halten, kommen Computeranwender heutzutage bei einer guten CPU Kühlung in den Genuss, fast geräuschlos neben ihrer Maschine arbeiten zu können bzw. durch das manuelle Anheben des Taktes, noch einiges an Leistung kostenlos aus ihrer Zentraleinheit herauszuholen.

Bild von CPU KühlungWenn Sie beim Kauf auf eine gute CPU Kühlung achten und regelmäßig die Wärmeleitpaste erneuern, verlängern Sie damit aktiv die Lebenszeit des Prozessors, da zu große, dauerhafte Hitzeeinwirkung die feinen mikroelektronischen Halbleiter negativ beeinflusst. Hinzu kommt, dass Sie mithilfe eines durchdachten Kühlsystems direkten Einfluss auf das Raumklima nehmen. Dieser Punkt wird auch in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Dies liegt vor allem daran, dass wir Menschen in immer kleineren Wohnungen leben und Büros arbeiten, in denen dafür immer mehr Rechner stehen.

Gute CPU Kühler sind zukunftssicher

Des Weiteren ist selbst RWE-Shareholdern wie mir nicht entgangen, dass die Heizperioden selbst im luftigen, bayerischen Mittelgebirge immer kürzer werden.

Dies liegt bekanntermaßen an der wachsenden Bevölkerungsdichte auf der Erde. Alleine in Indien, welches bereits mehr als 1,2 Milliarden Bewohner beheimatet, wächst die Bevölkerung jährlich um netto 12 – 18 Millionen Erdenbewohner.

India adds more people to the world each day than any other country (Clarke), adding up to about 12 million people per year by one estimate (Litke), and 18 million by another (ENN).

Grinnell College Iowa: Overpopulation in India. web.grinnell.edu (04/2016).

Des Weiteren wird der tropische Regenwald massiv durch monokulturelle Sojabohnenplantagen substituiert. Die Rodung der Filter- und Klimaanlage unseres Planeten trägt also ebenfalls weiter zur Erderwärmung bei.

In the nine states of the Brazilian Amazon, the area under intensive mechanized agriculture grew by more than 3.6 million hectares from 2001 to 2004. […] While soybean offers great economic opportunities for Brazil, huge mechanized, soy monocultures destroy tropical ecosystems, accelerate climate change […].

World Information Transfer, Inc.: Food For Thought – Soybean Endangers Brazil Amazon Rainforest. worldinfo.org (04/2016).

Sollte sich auch noch die Hypothese bestätigen, dass der Ausstoß von CO2 aktive Einwirkung auf das Weltklima hat, wird die Energiewirtschaft Chinas, die größtenteils auf Braunkohle basiert sicherstellen, dass sich Kühlerhersteller wie Scythe, Alpenföhn oder Cooler Master getrost über Expansionen Gedanken machen können.

China burns more than 4 billion tons of coal each year in power plants, homes, and factories. By comparison, the U.S. burns less than 1 billion, and the entire European Union burns 600 million. […] Economists predict that by 2040, China’s coal power fleet will be 50 percent larger than it is today.

Larson, Eric: China’s Growing Coal Use Is World’s Growing Problem. climatecentral.org (04/2016).

Die Hauptursachen für stetig wachsende Umgebungstemperaturen liegen in Regionen, die für den mitteleuropäischen Durchschnittsbürger bedauerlicherweise mehr als nur eine Armlänge entfernt sind, sodass dieser keine Chance hat, der Entwicklung entgegenzuwirken und sich mittelfristig gesehen anpassen muss.

Passiver Kühlblock definiert Unterschiede

Damit Ihr Computer also nicht auch noch zu einer zusätzlichen Hitzequelle wird, sondern lange kühl und leise läuft, gebe ich Ihnen nun Tipps, worauf Sie beim Kauf eines neuen CPU Kühlers achten sollten. Zunächst einmal ist es dabei wichtig, dass Sie Ihr Augenmerk auf den passiven Kühlblock legen.

Bild von CPU mit passivem Kühlblock

Gängige Prozessoren sind auf der Oberseite durch eine dünne Metallplatte aus Aluminium geschützt, diese wird auch als Heatspreader (deutsch Hitzeverteiler) bezeichnet.

  • Auf die Oberfläche des metallischen Hitzeverteilers wird Wärmeleitpaste aufgetragen, sodass kein Abstand zwischen dem passiven Kühlblock und dem Heatspreader herrscht und die Abwärme somit schneller weitergeleitet werden kann.
  • Ein passiver Kühlblock besteht in der Regel ebenfalls aus Aluminium. Bessere Modelle zeichnen sich zudem dadurch aus, dass die Kontaktstelle zum Heatspreader aus Kupfer besteht. Dadurch kann die Wärme fast doppelt so schnell abgeleitet werden.

Heatpipes aus Kupfer isolieren Abwärme

Die Qualität eines CPU Kühlers bemisst sich des Weiteren an der Anzahl der Kupfer-Heatpipes.

Bild von drei Heatpipes eines CPU Kühlers

Die Hitzerohre sind direkt mit der Kontaktstelle verbunden und münden innerhalb des Kühlblocks aus Aluminium.

  • Innerhalb der luftdicht verschlossenen Heatpipes befindet sich eine Kühlflüssigkeit. Diese verdampft und steigt nach oben.

In der Heatpipe erwärmt sich die Kühlflüssigkeit bis auf eine Temperatur von ca. 30°C. Ab diesem Punkt verdampft sie und steigt mit der enthaltenen Wärmeenergie zum anderen Ende auf.

Markus: Heatpipe – Was steckt eigentlich dahinter? computertreff.com (04/2016).

  • An der Spitze des gerillten Aluminiumblocks verflüssigt sich der abgekühlte Dampf wieder und läuft hinab zur Kontaktstelle, wo der Kreislauf wieder von vorne beginnt.

Hinweis: Viele Heatpipes in Verbindung mit einem großen Kühlblock, mit einer Höhe von 15 – 20 Zentimetern, schlucken die Abwärme der CPU regelrecht. Im Vergleich zu konventionellen Kühlern wird somit wesentlich weniger Wärme an die Umgebung abgegeben.

Dies hat wiederum den Vorteil, dass ein großer und langsamer Lüfter ausreichend ist, um die Wärme vom CPU Kühler in den Innenraum des Rechners zu führen.

Bild von CPU Lüfter 120 mm

Ein zeitgemäßer PWM-Lüfter mit einem Durchmesser zwischen 120 – 140 Millimetern erzeugt bereits bei fast nicht hörbaren 300 – 1200 Umdrehungen in der Minute genügend Volumenstrom.

Kann ich einen Kühler problemlos aufrüsten?

In den sogenannten Boxed-Versionen findet sich neben dem Prozessor auch immer ein passender CPU Kühler im Lieferumfang. Egal, ob Intel oder AMD diese Kühleinheiten sind als absolute Minimalkonfiguration zu betrachten.

Bild vom AMD FX-Boxed Kühler

Dem AMD FX-6350 „Vishera“ liegt beispielsweise ein Boxed-Kühler bei, der sogar über zwei Heatpipes aus Kupfer verfügt. Leider ist der passive Kühlblock so klein, dass der Lüfter (80 Millimeter), welcher bis zu 3000 laute Umdrehungen in der Minute dreht, turbomäßig für Entlastung sorgen muss. Aufgrund dessen, dass Prozessoren von Intel weniger Verlustleistung erzeugen und prinzipiell nicht so warm werden, liegt dem Intel Core i5-4690K sogar ein noch schlechterer CPU Kühler ganz ohne Heatpipes bei.

Fazit: Standardkühler der Boxed-Version aber auch CPU Kühler in günstigen Komplettsystemen von Dell oder aus dem Media Markt, Aldi und Co. sind nur eine kurzfristige Lösung. Sie können jedoch jeden CPU Kühler problemlos aufrüsten.

  • Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass der neue CPU Kühler auf den vorhanden Sockel (1150/1151/775/AM4/AM3+/FM2+) passt.
  • Gute Kühler, welche die o. g. Voraussetzungen erfüllen, bringen jedoch in aller Regel diverse Befestigungsmodule für verschiedene, aktuelle Sockel mit. Hinweis: Dadurch sind Sie nicht an einen CPU Hersteller gebunden, sondern können bei einem Wechsel Ihren neuen CPU Kühler weiterverwenden.

Faktencheck – Merkmale, die einen guten Kühler ausmachen

Bei CPU Kühlern müssen Sie keine Kompromisse eingehen. Für bereits 35,00 – 70,00 Euro bekommen Sie Modelle, die Ihren Prozessor auch beim Rendern von Videos an heißen Sommertagen kühl halten. Gleichzeitig sorgen diese Kühlelemente dafür, dass nur wenig Wärme an die Umgebung abgegeben wird und Ihr Computer dennoch sehr leise bleibt.

  1. Achten Sie bei Ihrem CPU Kühler vor allem auf den passiven Aluminiumkühlblock. Dieser sollte mindestens 15 Zentimeter hoch sein und über eine hohe Anzahl an Heatpipes aus Kupfer verfügen. Die Kontaktstelle zum Heatspreader sollte ebenfalls aus Kupfer bestehen.
  2. Große, langsame Lüfter führen mehr Wärme ab als kleine, schnelle Ventilatoren. Der bewegliche Rotor eines guten CPU Kühlers zum Aufrüsten sollte unter Volllast nicht mehr als 21 Dezibel verursachen.
  3. Auch Kühler sind Verbraucher und zwischen den Modellen gibt es große Unterschiede. Mehr als zwei Watt sollte sich die Kühleinheit nicht genehmigen.
Weitere Tipps und Fazit

Bild von Alpine 64 CPU KühlerAls Richtwert sollte je nach Jahreszeit Ihre CPU im Office-Betrieb zwischen 18 und 38 Grad Celsius pendeln. Diese Werte sind relevant, wenn Sie das Lüfterprofil im UEFI/BIOS Ihres Mainboards einstellen. Ein guter CPU Kühler hält einen Prozessor unter Volllast dauerhaft unter 65 Grad Celsius. Dies ist wichtig, wenn Sie beim Spielen oder bei der Videobearbeitung keinen Leistungsverlust erleiden wollen. Alle CPUs takten sich nämlich bei zu großer Hitzeentwicklung automatisch nach unten.

Alle modernen Prozessoren überwachen ihre Temperatur und enthalten automatische Schutzschaltungen. Werden sie zu heiß, dann drosseln sie zunächst ihre Taktfrequenz und Betriebsspannung (Thermal Throttling).

Tränkmann, Christopher: Wie warm darf ein PC-Prozessor werden? heise.de (04/2016).

In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich Tag ein Tag aus zwischen vielen Rechnern bewege und es in Zukunft eher wärmer als kälter werden wird, investiere ich immer sehr viel in eine starke PC-Kühlung. Wie ich außerdem aufgezeigt habe, ist ein Upgrade des CPU Kühlers nicht nur für den leistungsfähigen Spiele-PC, sondern auch für das Office-System immer empfehlenswert.

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Guter WLAN-Stick für Ubuntu – Empfehlung

WLAN und Ubuntu – ein Katz-und-Maus-Spiel. Generell ist es so, dass Sie in aktuellen Laptops und Netbooks wirklich jede WLAN-Karte unter der Linux-Distribution betreiben können. Dafür ist jedoch ein gewisses Know-how und vor allem Geduld nötig. Wenn Sie es dann mithilfe diverser Online-Foren geschafft haben, drahtlos ins Internet zu kommen, kann nach größeren Ubuntu-Updates alles schon wieder dahin sein und Sie müssen die Konfiguration von vorne beginnen. Besser ist es, Sie verwenden gleich einen WLAN-Stick bei dem Sie wissen, dass dieser im Kernel (Treiber-Archiv) standardmäßig enthalten ist und der somit „Out-of-the-box“ funktioniert.

Anforderungen für guten WLAN-Stick

Bild von Ubuntu WLAN-STICKEin WLAN-Stick muss vor allem eine dauerhaft, gute Verbindungsqualität aufrechterhalten können. Dafür verantwortlich ist zum einen die verwendete Technik zum Aufbau drahtloser Netzwerkverbindungen (IEEE-Norm) und zum anderen natürlich die Lage des Empfangsgeräts. Des Weiteren ist es wichtig, dass ein aktueller WLAN-Stick für Ubuntu zeitgemäße Sicherheitsstandards erfüllt, um verschlüsselte Netzwerkverbindungen aufbauen zu können.

Gegenwärtig sollte ein WLAN-Stick über folgende Spezifikationen verfügen:

  • IEEE 802.11n: Mithilfe dieses Standards können Sie derzeit WLAN-Verbindungen mit einer Distanz von bis zu 250 Metern aufbauen. Dies spielt vor allem in Unihörsälen, an Bahnhöfen und an Flughäfen eine große Rolle. Des Weiteren ist es mithilfe dieses Standards möglich, Geschwindigkeiten jenseits der 150 Mbit/s zu erreichen. Somit können Sie Ihren Kabel- oder Glasfaserinternetanschluss trotz WLAN voll ausnutzen.
  • WPA2: Dieser Standard verwendet AES (Advanced Encryption Standard) als Verschlüsselungsalgorithmus. Bildlich gesprochen sind dank dieser Technik die transportierten Daten, während sie sich in der Luft befinden, sehr sicher vor Angreifern geschützt.

Hinweis: Natürlich muss der Sender (Internetrouter) diese Verbindungsarten auch anbieten. Wenn Ihr WLAN-Stick die beiden genannten Standards erfüllt, ist er jedoch auch immer abwärtskompatibel zu älteren, langsameren und weniger sicheren Netzwerkverbindungen.

  • Größe: Längst sind Notebooks nicht mehr nur Arbeitsgeräte, sondern vor allem für junge Frauen gerne auch ein schickes Accessoire. Damit der WLAN-Stick am USB-Slot zum einen nicht das Gesamtbild stört und zum anderen auch nicht immer abgesteckt werden muss, damit der mobile Computer noch in die Handtasche passt, sollte der Stick nicht mehr als zwei Zentimeter von der Seite des Laptops herausragen.

ASUS N10 NANO für Ubuntu

Bild von ASUS N10 NANO WLAN-Stick für UbuntuEin zeitgemäßer WLAN-Stick, den ich Ubuntu-Benutzern schon mehrfach empfohlen und installiert habe, ist der ASUS N10 NANO. Dieser smarte USB-Stick verfügt über eine maximale Ausgangsleistung von 12,5 dBm (Dezibel Milliwatt), arbeitet im 2,4 GHz Frequenzbereich und sorgt damit für besonders gute Verbindungen trotz langer Verbindungswege. Das schmale, schwarze Peripheriegerät ragt nicht einmal einen Zentimeter aus dem USB-Slot heraus und wartet mit einem stylischen, blauen LED-Licht auf.

Damit der ASUS N10 NANO WLAN-Stick bei Ihnen sofort funktioniert, muss Ihr System über folgende Systemvoraussetzungen verfügen:

  • Der WLAN-Stick muss zwingend an einem USB 2.0 Anschluss oder höher angeschlossen werden.

Screenshot vom Realtek RTL8192CU unter Ubuntu 14.04 LTS

  • Der ASUS N10 NANO verwendet den Realtek RTL8192CU Netzwerkcontroller. Dieser funktioniert „Out-of-the-box“ ab den LTS-Versionen Ubuntu 14.04.2 und Kubuntu 14.04.3 sowie 16.04 in der 64-Bit-Version.

Neuen WLAN-Stick unter Ubuntu installieren

Erfüllt Ihr System die Voraussetzungen, steht einem Kauf eines ASUS N10 NANO WLAN-Sticks nichts mehr im Wege.

Fahren Sie Ihren Computer hoch und stecken Sie anschließend den WLAN-Stick an einen freien USB 2.0 Anschluss.

  1. Klicken Sie mit der linken Maustaste rechts oben in Ihrer Taskleiste auf das Verbindungssymbol. Direkt im Anschluss sehen Sie sämtliche WLAN-Netzwerke in Ihrer Reichweite. Klicken Sie daraufhin Ihr Netzwerk mit der linken Maustaste an.
  2. Geben Sie das Netzwerkpasswort bzw. den Netzwerkschlüssel ein. Bestätigen Sie gleich danach mit der Schaltfläche „Verbinden“.
  3. Nach einer kurzen Verbindungszeit sollte Ihr Computer mit dem Internet verbunden sein.

Wie Sie sehen, ist unter Ubuntu keine weitere Software vonnöten, um sich die drahtlosen Umgebungsnetzwerke anzeigen zu lassen.
Hinweis: Immer wenn Sie von nun an Ubuntu starten, wird sich die Linux-Distribution automatisch mit dem eingerichteten Netzwerk verbinden. Voraussetzung ist natürlich, dass der WLAN-Stick steckt.

Eigene Erfahrungen und Fazit

Auf Reisen verwende ich ein Toshiba Satellite C70D-B-34W mit Kubuntu 14.04 LTS, welches eigentlich über eine ziemlich gute WLAN-Karte verfügt. Trotzdem nutze ich den ASUS N10 NANO WLAN-Stick, um unterwegs ins Internet zu gehen. Während ich auf den Flughäfen FRA und MUC wohl die integrierte WLAN-Karte verwenden könnte, da dort wirklich ein hervorragendes Netz verfügbar ist, sieht das Ganze in manchen Hotels aber vor allem beim Bahnfahren völlig anders aus. Hier habe ich dank des Sticks eine wesentlich stabilere und vor allem schnellere Internetverbindung, als wenn ich die WLAN-Karte des Laptops in Anspruch nehmen würde.

Bild vom ASUS N10 NANO WLAN-Stick im USB 2.0 Slot eines Desktop-PCs

Der Markenstick ist also nicht nur eine sichere Variante, wenn es um die Funktionalität unter Ubuntu geht, sondern stellt in aller Regel auch ein großes Upgrade zur integrierten WLAN-Karte dar. Der unauffällige USB-Stick kostet ungefähr 12,00 Euro, liegt im mittleren Preissegment und hat aufgrund seiner modernen Spezifikationen ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis. Natürlich funktioniert die Hardware auch an Desktop-PCs, falls Sie sich von der kabelgebundenen Internetverbindung lösen möchten.

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(Screenshots: Ubuntu 14.04.4 LTS)