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Ubuntu: Systeminformationen schnell anzeigen lassen – Anleitung

Wenn Sie Ubuntu als Betriebssystem verwenden, dann sollten Sie immer wissen, was sich in Ihrem Computergehäuse befindet. Die Linux-Distribution lebt nämlich davon, dass sich Nutzer untereinander helfen. Sollten Sie einmal einen Rat benötigen und in einem Hilfeforum oder auf einem Blog um Beistand bitten, werden Sie immer nach Ihren Systeminformationen gefragt. Selbstverständlich spielen dabei nur Daten eine Rolle, die für Ubuntu relevant sind.

Bild von Ubuntu SysteminformationenAuf der Softwareseite hat der installierte Kernel, die verwendete Benutzeroberfläche und natürlich die Ubuntu-Version einen besonders hohen Informationswert. Hingegen auf der Hardwareseite hilft es zumeist den Namen der Grafikkarte, die Modellnummer des Notebooks und die Größe des Arbeitsspeichers zu wissen. Linux-Profis und diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, lassen sich ihre Systeminformationen mithilfe von Terminal-Befehlen anzeigen.

Um haargenaue Informationen zu dieser Hardware zu bekommen, geben Sie den Befehl lspci -v in ein Terminal-Fenster ein.

Sascha: Ubuntu: Was ist in meinem PC? – Systeminformationen. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Wer die wichtigsten Informationen über seinen Computer schnell in übersichtlicher Form benötigt, der kann auch auf NeoFetch zurückgreifen.

Essenzielle Systemdaten im Überblick

NeoFetch ist eine winzige Software, die Ihre Systeminformationen zusammengefasst in einem Terminal-Fenster anzeigt.

Screenshot von Linux Pinguin mit Systeminformationen - NeoFetch 2.0

Als besonderes Gimmick wird das Logo Ihres Betriebssystems neben Ihren Computerdaten als ASCII-Code dargestellt. NeoFetch wurde ursprünglich dafür entwickelt, um einen ansehnlichen Screenshot von seinen Systeminformationen für Hilfeforen erstellen zu können.

Die Installation der smarten Freeware erfolgt über ein Terminal-Fenster.

sudo add-apt-repository ppa:dawidd0811/neofetch

Mithilfe dieses Befehls fügen Sie zunächst die PPA für NeoFetch hinzu.

sudo apt-get update

Aktualisieren Sie im nächsten Schritt Ihre Softwarequellen.

sudo apt-get install neofetch

Im Anschluss müssen Sie NeoFetch für Ubuntu nur noch installieren.

Schnelle Anzeige der Systeminformationen

Die Datenauslese erfolgt mit sehr einfach gehaltenen Befehlen. Zum Anzeigen Ihrer Systeminformationen genügt die Eingabe von:

neofetch

Die darauffolgende Informationsausgabe erfolgt mit einem Ubuntu-Logo. Zudem wird der verwendete Arbeitsspeicher in Zahlenform dargestellt.

Screenshot von Systeminformationen unter Ubuntu anzeigen lassen mit NeoFetch

Dieselbe Datenbasis nur mit einem lustigen Pinguin erhalten Sie mit:

neofetch --ascii_distro x

Genauso gut könnten Sie sich jedoch auch die Anzeige des installierten Arbeitsspeichers in grafischer Balkenform wiedergeben lassen.

neofetch --memory_display bar --color_blocks off

Hinweis: Diese Systemanzeige ist allerdings für Supportforen weniger geeignet.

Screenshot von NeoFetch unter Ubuntu - ASCII-Balken

Tipp: Solch ein Screenshot von Ihren Computerspezifikationen wäre auch ein eindrucksvolles Hintergrundbild für GRUB.

Wussten Sie, dass Sie das Aussehen Ihres Ubuntu-Bootmenüs frei bestimmen können? Dies ist zwar lediglich eine Spielerei, die Außenstehenden jedoch beweist, dass Sie Ihre Linux-Distribution voll im Griff haben.

Sascha: GRUB. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Die Vorteile von NeoFetch im Überblick

Die funktionelle Applikation NeoFetch belegt lediglich wenige Megabyte auf Ihrem Systemdatenträger. Mit nur einem Befehl erhalten Sie auf Anhieb alles, was Sie und mögliche Helfer über Ihr Computersystem wissen müssen.

  • Die stabile PPA bietet NeoFetch für sämtliche LTS-Versionen seit Ubuntu 12.04 an. Sie sorgt außerdem dafür, dass die Freeware immer aktuell bleibt.

Ihnen genügen meine drei vorgegebenen Befehle nicht und Sie möchten wissen, was sich mit NeoFetch noch alles anstellen lässt?

neofetch --help

Dann können Sie die Ausgabe Ihrer Systeminformationen auch selbst konfigurieren.

Fazit zu Hilfeforen

Als freiwilliger Moderator eines relativ bekannten Ubuntu-Forums bin ich oftmals ziemlich erstaunt, wie wenig Menschen über ihre Computerausstattung bescheid wissen. Immerhin ist ein Desktop-PC oder ein Laptop kein Salatbesteck, sondern ein Gerät, welches viel Geld kostet.

Die allerbeste Antwort, welche ich auf die Frage nach dem Laptop-Modell einmal bekommen habe, war: „Der vom Aldi 2006.“

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Ubuntu: Systemtemperaturen anzeigen lassen – Anleitung

(Screenshots: NeoFetch 2.0 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)

Ubuntu: Temperaturen des Systems anzeigen lassen – Anleitung

Obwohl der Homo sapiens im Gegensatz zu beispielsweise Echsen völlig unabhängig vom Wetter agieren könnte, da er kein Sonnenlicht benötigt um seinen Körper auf heimelige 36 Grad Celsius zu heizen, spielen Umgebungstemperaturen für ihn eine große Rolle. Gleiches gilt auch für den besten Freund des Menschen, denn Computer mögen es ebenfalls weder zu heiß noch zu kalt. Doch wie finden Sie als Ubuntu-Benutzer heraus, wie es um die einzelnen Organe (Hardwarekomponenten) Ihres treuen Weggefährten bestellt ist?

[…] gibt es ein Programm für Ubuntu, mit dem ich mir die Temperatur der CPU und der Grafikkarte grafisch anzeigen lassen kann? Für Windows verwende ich Open Hardware Monitor, falls dir das was sagt. Gibt es so etwas auch für Linux?

Kaczmarek, Hendrik: Frage: Systemtemperaturen unter Ubuntu anzeigen. E-Mail vom 31.10.2016.

Bild von Ubuntu TemperaturAuch unter Ubuntu ist ein Fiebermessen bei der Hardware problemlos in grafisch aufbereiteter Form möglich. Somit können Sie sich mit relativ wenig Aufwand die Temperaturen von Prozessor, Grafikkarte, Festplatten und Co. anzeigen lassen. Selbst die korrekte Drehzahl einzelner Systemlüfter bleibt mit der Linux-Distribution nicht mehr im Verborgenen. Alles was Sie dafür benötigen, ist die Freeware Psensor.

Dieser kostenlose Hardware Monitor für Ubuntu lässt sich völlig frei konfigurieren, sodass Sie sogar die Systemkomponenten individuell benennen können.

Screenshot von Psensor unter Ubuntu

Die Applikation arbeitet in Ihrer Taskleiste, sodass Sie mit nur einem Mausklick einen kompletten Überblick über die Temperaturen Ihres Systems erhalten.

Sensoren mit Ubuntu auslesen

Um sich die Systemtemperaturen grafisch anzeigen zu lassen, müssen Sie zunächst einige Installationsschritte ausführen. Öffnen Sie also zuallererst ein Terminal-Fenster.

sudo apt-get update && sudo apt-get install lm-sensors

Mit dem Ausführen dieser Befehlskette aktualisieren Sie zum einen Ihre Softwarequellen und zum anderen installieren Sie das Programm LM-Sensors.

sudo sensors-detect

Damit schicken Sie LM-Sensors wie ein Fahrzeugdiagnosesystem auf die Suche nach Sensoren innerhalb Ihres Computers, bei denen die Temperatur gemessen wird.

Hinweis: Vor jeder neuen Suche werden Sie gefragt, ob es auch wirklich okay ist, diese Hardware auszulesen. Beantworten Sie alle Fragen mit „Y“.

sudo apt-get install psensor

Um sich die erfassten Werte von LM-Sensors in schöner grafischer Form dauerhaft anzeigen zu lassen, benötigen Sie zudem die Freeware Psensor. Diese können Sie nach erfolgreicher Installation direkt mithilfe der Ubuntu Dash-Startseite starten.

Temperaturanzeige einmalig konfigurieren

Nach dem Öffnen von Psensor sehen Sie in Ihrer Taskleiste ein kleines Thermometer. Außerdem hat sich ein großes Fenster mit Ihren Systeminformationen geöffnet.

Screenshot von Psensor unter Ubuntu 16.04 LTS in der Taskleiste Unity

Die Namen der Einträge sind standardmäßig nichtssagend und müssen von Ihnen manuell definiert werden.

  • Mit einem Rechtsklick auf einen Eintrag haben Sie die Möglichkeit, einen individuellen Namen zu vergeben.
  • Außerdem lassen sich Anzeigen, die keine Werte ausgeben, da sie nicht ausgelesen werden können ausblenden.

Nehmen Sie sich für die einmalige Konfiguration etwas Zeit und tragen Sie korrekte Hardwarebezeichnungen ein.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie unter Ubuntu an detaillierte Systeminformationen kommen, und wie Sie diese Informationen für eine eventuelle Weiterbearbeitung aufbereiten.

Sascha: Ubuntu: Was ist in meinem PC? – Systeminformationen. kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Hinweis: Normalerweise sollte Psensor die Temperatur und Auslastung jedes einzelnen Prozessorkerns anzeigen. Je nachdem welche Hardware Sie besitzen, kann es jedoch durchaus sein, dass Sie nur den Mittelwert aus allen Kernen angezeigt bekommen.

Autostart und Alarmfunktion für Enthusiasten

Damit der Systemmonitor auch immer direkt mit Ubuntu startet, ist es notwendig, im Menü „Einstellungen“ zwei Häkchen zu setzen.

Screenshot von Psensor im Reiter "Startup"

Aktivieren Sie im Reiter „Startup“ den Punkt „Launch on session startup“, um einen Eintrag im Autostartmenü zu erzeugen.

  • Mit „Fenster beim Programmstart ausblenden“ erreichen Sie, dass Psensor ohne großes Fenster, nur mit einem Thermometer in der Taskleiste gestartet wird.

Um eine Alarmfunktion einzurichten, navigieren Sie über den Menüpunkt „Sensoreinstellungen“ in den Reiter „Alarm“.

Screenshot vom Einrichten der Alarmfunktion in Psensor unter Ubuntu 16.04 LTS

Markieren Sie die jeweilige Hardware und setzen Sie einen Haken bei „Benachrichtigungen aktivieren“.

  • Geben Sie darauffolgend Temperaturgrenzen ein.

Wird eine Grenze unter- oder überschritten, färbt sich das Thermometer rot und es drängt eine Meldung in den Vordergrund.

Dauerhafte Systemstatusanzeige in der Taskleiste

Falls Sie immer die Lüfterdrehzahl und die Temperatur einzelner Komponenten im Blickfeld haben möchten, ist dies mit Psensor ebenfalls möglich.

Screenshot von Psensor "Display sensor in the label (experimental)"

Navigieren Sie dazu in das Menü „Sensoreinstellungen“ und wählen Sie den Eintrag aus, der in Ihrer Taskleiste angeheftet werden soll. Wechseln Sie anschießend in den Reiter „Application Indicator“.

  • Setzen Sie daraufhin einen Haken bei „Display sensor in the label“ und bestätigen Sie mit der Schaltfläche „OK“.

Mithilfe dieses Features können Sie jederzeit überprüfen, ob die Lüfterprofile aus dem BIOS/UEFI aktiv sind und welche Anwendungen Ihrer CPU Beine machen.

Als Richtwert sollte je nach Jahreszeit Ihre CPU im Office-Betrieb zwischen 18 und 38 Grad Celsius pendeln.

Sascha: Gute CPU Kühlung – was gibt es zu beachten? kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Faktencheck – Temperaturen auslesen unter Ubuntu

Psensor ist die perfekte Applikation, um unter Ubuntu seine Hardwaretemperaturen im Blick zu behalten.

  • Die Software ist kostenlos über die offiziellen Quellen verfügbar.
  • Das smarte Programm startet mit dem System und arbeitet unscheinbar im Hintergrund. Mit nur einem Klick sind alle Werte präsent.
  • Zudem bietet Psensor die Option an, für sämtliche Hardwarekomponenten eine individuelle Alarmfunktion einzurichten.

Einziger Nachteil aus dem Blickwinkel eines Windowsbenutzers könnte sein, dass die Einträge manuell konfiguriert werden müssen.

Verwandte Themen:

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(Screenshots: Psensor 1.1.3 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)

Ubuntu: Freien Speicherplatz grafisch anzeigen lassen – so geht’s

Wissen Sie, wie viel freier Speicherplatz Ihrem Ubuntu-System in diesem Moment noch zur Verfügung steht? Linux-Profis würden nach dieser Frage Schulter zuckend ein Terminal-Fenster öffnen, den Befehl df -h eingeben und die Antwort als Prozentzahl ablesen. Vor allem Windows-Umsteiger entscheiden sich jedoch deshalb häufig für Ubuntu, da sie mit Befehlen nichts zu tun haben wollen und schöne grafische Anzeigen bevorzugen.

Moin Kilobyte! Gibt es irgendeine Möglichkeit, sich den freien Speicherplatz unter Ubuntu grafisch anzeigen zu lassen? Ich weiß da gibt es Befehle für, ist mir aber alles zu umständlich mit der Konsole und so. […].

Voigt, Jens: Grafische Anzeige für Festplattenspeicher – Ubuntu Frage. E-Mail vom 22.10.2016.

Bild von Speicherplatz unter UbuntuSelbstverständlich bietet Ubuntu mit seinem Dateimanager „Nautilus“ auch Bordmittel an, um sich die Festplattenbelegung als Kreisdiagramm anzeigen zu lassen. Hierfür genügt es, wenn Sie das gewünschte Laufwerk zunächst mit der linken Maustaste einhängen. Direkt im Anschluss müssen Sie nur noch die Partition mit der rechten Maustaste anwählen und mit „Eigenschaften“ bestätigen. Eine wesentlich schnellere, grafische Anzeige bekommen Sie jedoch mit SpaceView Indicator.

Mithilfe dieser Freeware haben Sie die Belegung aller im System verbauten Festplatten immer im Blick. Dies liegt daran, dass SpaceView Indicator einen optisch ansprechenden Eintrag in Ihrer Taskleiste erzeugt.

Screenshot von SpaceView Indicator für Ubuntu 16.04 LTS

Installation der Speicherplatzanzeige

Um die smarte Systemanzeige unter Ubuntu zu installieren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  2. Fügen Sie folgende PPA mit sudo add-apt-repository ppa:vlijm/spaceview hinzu.
  3. Aktualisieren Sie Ihre Softwarequellen mit sudo apt-get update.
  4. Mit sudo apt-get install spaceview installieren Sie schlussendlich die Freeware.
  5. Öffnen Sie SpaceView Indicator erstmalig über die Ubuntu Dash-Startseite.

Nach dem ersten Programmstart ist es ratsam, SpaceView Indicator ausgiebig zu konfigurieren.

Festplattenprogramm für Ubuntu konfigurieren

Falls noch nicht geschehen, sollten Sie vor der Konfiguration alle Ihre Datenträger einhängen. Im Anschluss starten Sie SpaceView Indicator neu.

Screenshot von Einstellungsmenü von SpaceView Indicator für Ubuntu

Im Einstellungsmenü von SpaceView Indicator sehen Sie unter „Devices list“ alle Ihre eingehängten Partitionen. Unter „Alias“ haben Sie die Möglichkeit, jedem Gerät einen individuellen Namen zuzuteilen.

  • Hinweis: Um herauszufinden, was sich genau auf welcher Partition befindet, empfehle ich die Freeware GParted.

Nachdem Sie alle Ihre Festplatten benannt haben, bestätigen Sie die Eingaben über die Schaltfläche „Save aliases“. Zudem sollten Sie noch die beiden Häkchen am unteren Ende des Menüs aktivieren.

  • Show info new devices: Sobald ein neuer Datenträger eingehängt wird, bekommen Sie eine subtile Information von SpaceView Indicator.
  • Run on startup: Das Programm erzeugt einen Eintrag im Autostartmenü. Damit startet die grafische Speicherplatzanzeige automatisch mit Ubuntu.

Wie viel Speicherplatz habe ich zur Verfügung?

Nach der einmaligen Konfiguration sollten Sie SpaceView Indicator neu starten.

Screenshot von Festplattenbelegung unter Ubuntu

Danach sehen Sie mit einem simplen Linksklick auf die Festplattenanzeige in Ihrer Taskleiste sofort die Belegung aller eingehängten Datenträger.

Faktencheck zu SpaceView Indicator und Fazit

Sollten Sie sich für die Installation von SpaceView Indicator entscheiden, genießen Sie folgende Vorzüge:

  • Sie sehen sofort in einer grafischen Anzeige, wie viel freier Speicherplatz noch auf Ihren Datenträgern vorhanden ist. Zudem können Sie eigene Laufwerksbezeichnungen hinterlegen.
  • Die Installation und Pflege der Freeware geschieht automatisch über eine sichere PPA.

Mit SpaceView Indicator haben Sie immer im Blick, ob Sie noch ausreichend Speicherplatz für ein neues Spiel von Steam haben. Die Freeware eignet sich jedoch auch hervorragend dafür, um auszuloten, wie viel Cache Sie Ace Stream zur Verfügung stellen können, um einen ruckelfreien Empfang zu garantieren.

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(Screenshots: SpaceView Indicator 0.5 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)