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Ubuntu: Neuen Kernel installieren – einfach via PPA

Windows-Benutzer fürchten Aktualisierungen für ihr Betriebssystem ungefähr so, wie Berliner Politiker die Basisdemokratie. Kein Wunder, schließlich weiß niemand so wirklich, was Microsoft wieder zum Nachteil der Kunden in den kumulativen Updates versteckt hat. Hingegen verbessern die transparenten Aktualisierungspakete für Ubuntu tatsächlich die Stabilität und die Sicherheit der Linux-Distribution. Vor allem Kernel Updates sind gern gesehene Gäste, denn sie sorgen dafür, dass die Hardware in Ihrem Computer effizienter genutzt werden kann.

Bild von Ubuntu Kernel UpdateFür Canonical sind Kernel Updates ein Fass ohne Boden. Denn sobald sich eine brandaktuelle Treibersammlung auf den Spiegelservern befindet, gibt es schon wieder reichlich neue Hardware und Peripheriegeräte auf dem Markt. Aus diesem Grund haben Sie als Ubuntu-Benutzer auch die Möglichkeit noch neuere Kernel manuell zu installieren. Dadurch erhöhen Sie unter anderem die Chance, dass Ihr kürzlich erworbenes Mainboard besser unterstützt wird oder Ihre Webcam plötzlich funktioniert.

Bis vor Kurzem war das Update auf einen „inoffiziellen“ Kernel selbst für fortgeschrittene Ubuntu-Benutzer äußerst unangenehm. So war es beispielsweise nötig, die Datenpakete händisch aus dem Treiberdepot herunterzuladen.

  • Anschließend musste die Installation über ein Terminal-Fenster mithilfe von verschiedenen Befehlsketten vollzogen werden.

Diese finsteren Tage sind dank Ukuu vorbei. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Rebellenorganisation aus Ruanda, sondern um eine kostenlose Software namens Ubuntu Kernel Update Utility.

Screenshot von Ubuntu Kernel Update Utility unter Ubuntu 16.04 LTS

Ukuu v17.2.3 unter Ubuntu 16.04.2 LTS

In der folgenden Anleitung erfahren Sie, wie Sie über die klare grafische Benutzeroberfläche von Ukuu ganz einfach einen neuen Kernel installieren. Des Weiteren begründe ich, warum Sie dies allerdings unterlassen sollten.

Kernel unter Ubuntu installieren

Ukuu wird via PPA gepflegt und ist für sämtliche LTS-Versionen ab Ubuntu 14.04 verfügbar. Zum Installieren der smarten Systemapplikation müssen Sie zunächst ein Terminal-Fenster öffnen.

sudo add-apt-repository ppa:teejee2008/ppa

Fügen Sie im Anschluss die PPA des Softwareentwicklers Ihrem System hinzu.

sudo apt-get update

Aktualisieren Sie daraufhin Ihre Software-Quellen.

sudo apt-get install ukuu

Installieren Sie nun Ubuntu Kernel Update Utility. Sobald diese Operation abgeschlossen ist, lässt sich die Freeware bequem über die Ubuntu Dash-Startseite öffnen.

Wenige Schritte bis zum neuen Linux-Kernel

Sobald Sie das Interface von Ukuu vor sich sehen, wird Ihnen am Fuße des Programms der neueste Kernel für Ihre Ubuntu-Version vorgeschlagen.

  • Hinweis: Ihnen werden dabei selbstverständlich nur stabile und getestete Treibersammlungen empfohlen.

Zum Installieren eines Kernels müssen Sie zunächst eine gewünschte Version markieren. Direkt im Anschluss haben Sie über die Schaltfläche „Install“ die Möglichkeit den Prozess zu starten.

Screenshot von Prozessfenster: Neuen Kernel mit Ubuntu Kernel Update Utility installieren

Daraufhin öffnet sich ein graues Fenster, in dem der Installationsvorgang nachverfolgbar ist. Hinweis: Ukuu nimmt die Aktualisierung von GRUB nach der Operation selbstständig vor.

sudo update-grub

Damit Sie den neuen Kernel gleich verwenden können, müssen Sie dementsprechend nur noch Ihr System neu starten, sobald der Installationsprozess vollständig abgeschlossen wurde.

Screenshot von Ukuu Warnmeldung: Booting previous kernels

Bevor Sie das allerdings tun können, weist Sie Ukuu daraufhin, dass es nach dem Neustart zu Problemen kommen kann.

  • Vor allem wenn Sie proprietäre Gerätetreiber installiert haben, wird Ihr System mit dem neuen Kernel höchstwahrscheinlich nicht mehr starten.

Außerdem kann es sein, dass betagte Peripheriegeräte nach dem Update nicht mehr funktionieren.

Damit ein Ubuntu-Kernel mit der Zeit nicht zu stark anschwillt, werden zudem sehr alte Treiber entfernt. Dadurch kommt es oftmals zu Problemen.

Sascha: Treiber für Ubuntu. kilobyte.bplaced.net (04/2017).

Nachdem Sie Ubuntu neu gestartet haben, können Sie in einem Terminal-Fenster überprüfen, ob der neue Kernel verwendet wird.

Screenshot von Ubuntu Terminal-Befehl uname -r

Funktioniert Ihr System mit dem neu installierten Kernel ohne weitere Schwierigkeiten? Dann arbeiten Sie mit dieser Treibersammlung bis Ukuu Ihnen automatisch mitteilt, dass es wieder etwas Neues in diesem Bereich gibt.

Kernel mithilfe von Ukuu wieder entfernen

Falls alles nur ein Missverständnis war und Sie nach dem Update bemerkt haben, dass sich Ihre VirtualBox nicht mehr starten lässt und Ihr WLAN-Stick abgeschaltet bleibt, dann lassen Sie Ukuu den Schaden wieder beheben.

Screenshot von Ubuntu GRUB - Previous Linux versions

Starten Sie dazu Ihren Computer zunächst neu und warten Sie bis GRUB erscheint. Wählen Sie hier je nachdem, welche Version Sie verwenden „Previous Linux versions“ oder „Advanced options for Ubuntu“ aus. Daraufhin können Sie Ubuntu wieder mit Ihrem bisherigen offiziellen Kernel laden.

Screenshot vom Entfernen eines Ubuntu-Kernels mithilfe von Ukuu

Ubuntu Kernel mit Ukuu v17.2.3 entfernen

Öffnen Sie Ukuu erneut, sobald Ubuntu vollständig geladen wurde. Überprüfen Sie als Nächstes, ob am Fuße des Programms steht, dass Sie gerade wieder Ihren alten Kernel verwenden. Dies ist wichtig, da Sie selbstverständlich nur Treiberpakete löschen können, die im Moment nicht im Betrieb sind.

Bild von wie werden Ubuntu Kernel gelöscht?

Ist dies der Fall? Dann markieren Sie darauffolgend den mit Ukuu neu installierten Kernel und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Remove“. Auch bei der Deinstallation sind keine manuellen Folgeschritte nötig.

Obwohl Sie sich in Sachen Treiberunterstützung wieder an Canonical halten, wird Ukuu weiter mit Ihnen kommunizieren.

Screenshot von Ukuu - New Linux Kernel Available

Denn immer wenn ein neuer für Ihr System passender Kernel verfügbar ist, erscheint ein Pop-up-Fenster auf Ihrem Desktop.

Dies könnten Sie unterbinden, indem Sie Ubuntu Kernel Update Utility von Ihrem System entfernen.

Screenshot von Ubuntu Kernel Update Utility Settings - Notification

Alternativ ist es ebenso möglich, die Benachrichtigungen in Ukuu zu deaktivieren. Navigieren Sie dazu in das Menü „Settings“ und entfernen Sie sämtliche Häkchen unter dem Menüpunkt „Notification“.

Fazit: Wann ist ein manuelles Kernel Update nötig?

Wenn ich sehe, wie einer meiner Mitmenschen an der Supermarktkasse lässig sein Smartphone zum Bezahlen über den Scanner legt, fühle ich mich gut. Denn ich weiß, dass dieser Computerelektronikbenutzer kein Leser dieser Webseite ist. Meine Besucher verwenden eine sichere Linux-Distribution und sind nicht nur deshalb einfach schlauer. Sie wissen, dass Canonical das Betriebssystem Ubuntu stetig mit einer guten Treiberunterstützung ausstattet.

Bild von wann ist ein Kernel Update nötig?

Das manuelle Update eines Ubuntu-Kernels ist deshalb nicht nötig und führt in der Regel zu vielen Problemen. Währenddessen die allermeiste Hardware ohnehin „Out-of-the-box“ funktioniert, sollten Sie bei Peripheriegeräten vor dem Kauf in Erfahrung bringen, ob diese unter Ubuntu in Betrieb genommen werden können.

  • Ich empfehle ein Kernel Update immer nur dann, wenn Sie eine nagelneue dedizierte Soundkarte unter Ubuntu nicht zum Laufen bekommen. In diesem Fall kann die Installation eines aktuellen stabilen Kernels mithilfe von Ukuu wahre Wunder bewirken.

Sollte Ihr System allerdings einwandfrei funktionieren, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Canonical liefert ohnehin alle zwei Wochen offizielle Kernel Updates zusammen mit den anderen Aktualisierungen für Ihre LTS-Version aus.

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Ubuntu: Systeminformationen schnell anzeigen lassen – Anleitung

Wenn Sie Ubuntu als Betriebssystem verwenden, dann sollten Sie immer wissen, was sich in Ihrem Computergehäuse befindet. Die Linux-Distribution lebt nämlich davon, dass sich Nutzer untereinander helfen. Sollten Sie einmal einen Rat benötigen und in einem Hilfeforum oder auf einem Blog um Beistand bitten, werden Sie immer nach Ihren Systeminformationen gefragt. Selbstverständlich spielen dabei nur Daten eine Rolle, die für Ubuntu relevant sind.

Bild von Ubuntu SysteminformationenAuf der Softwareseite hat der installierte Kernel, die verwendete Benutzeroberfläche und natürlich die Ubuntu-Version einen besonders hohen Informationswert. Hingegen auf der Hardwareseite hilft es zumeist den Namen der Grafikkarte, die Modellnummer des Notebooks und die Größe des Arbeitsspeichers zu wissen. Linux-Profis und diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, lassen sich ihre Systeminformationen mithilfe von Terminal-Befehlen anzeigen.

Um haargenaue Informationen zu dieser Hardware zu bekommen, geben Sie den Befehl lspci -v in ein Terminal-Fenster ein.

Sascha: Ubuntu: Was ist in meinem PC? – Systeminformationen. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Wer die wichtigsten Informationen über seinen Computer schnell in übersichtlicher Form benötigt, der kann auch auf NeoFetch zurückgreifen.

Essenzielle Systemdaten im Überblick

NeoFetch ist eine winzige Software, die Ihre Systeminformationen zusammengefasst in einem Terminal-Fenster anzeigt.

Screenshot von Linux Pinguin mit Systeminformationen - NeoFetch 2.0

Als besonderes Gimmick wird das Logo Ihres Betriebssystems neben Ihren Computerdaten als ASCII-Code dargestellt. NeoFetch wurde ursprünglich dafür entwickelt, um einen ansehnlichen Screenshot von seinen Systeminformationen für Hilfeforen erstellen zu können.

Die Installation der smarten Freeware erfolgt über ein Terminal-Fenster.

sudo add-apt-repository ppa:dawidd0811/neofetch

Mithilfe dieses Befehls fügen Sie zunächst die PPA für NeoFetch hinzu.

sudo apt-get update

Aktualisieren Sie im nächsten Schritt Ihre Softwarequellen.

sudo apt-get install neofetch

Im Anschluss müssen Sie NeoFetch für Ubuntu nur noch installieren.

Schnelle Anzeige der Systeminformationen

Die Datenauslese erfolgt mit sehr einfach gehaltenen Befehlen. Zum Anzeigen Ihrer Systeminformationen genügt die Eingabe von:

neofetch

Die darauffolgende Informationsausgabe erfolgt mit einem Ubuntu-Logo. Zudem wird der verwendete Arbeitsspeicher in Zahlenform dargestellt.

Screenshot von Systeminformationen unter Ubuntu anzeigen lassen mit NeoFetch

Dieselbe Datenbasis nur mit einem lustigen Pinguin erhalten Sie mit:

neofetch --ascii_distro x

Genauso gut könnten Sie sich jedoch auch die Anzeige des installierten Arbeitsspeichers in grafischer Balkenform wiedergeben lassen.

neofetch --memory_display bar --color_blocks off

Hinweis: Diese Systemanzeige ist allerdings für Supportforen weniger geeignet.

Screenshot von NeoFetch unter Ubuntu - ASCII-Balken

Tipp: Solch ein Screenshot von Ihren Computerspezifikationen wäre auch ein eindrucksvolles Hintergrundbild für GRUB.

Wussten Sie, dass Sie das Aussehen Ihres Ubuntu-Bootmenüs frei bestimmen können? Dies ist zwar lediglich eine Spielerei, die Außenstehenden jedoch beweist, dass Sie Ihre Linux-Distribution voll im Griff haben.

Sascha: GRUB. kilobyte.bplaced.net (12/2016).

Die Vorteile von NeoFetch im Überblick

Die funktionelle Applikation NeoFetch belegt lediglich wenige Megabyte auf Ihrem Systemdatenträger. Mit nur einem Befehl erhalten Sie auf Anhieb alles, was Sie und mögliche Helfer über Ihr Computersystem wissen müssen.

  • Die stabile PPA bietet NeoFetch für sämtliche LTS-Versionen seit Ubuntu 12.04 an. Sie sorgt außerdem dafür, dass die Freeware immer aktuell bleibt.

Ihnen genügen meine drei vorgegebenen Befehle nicht und Sie möchten wissen, was sich mit NeoFetch noch alles anstellen lässt?

neofetch --help

Dann können Sie die Ausgabe Ihrer Systeminformationen auch selbst konfigurieren.

Fazit zu Hilfeforen

Als freiwilliger Moderator eines relativ bekannten Ubuntu-Forums bin ich oftmals ziemlich erstaunt, wie wenig Menschen über ihre Computerausstattung bescheid wissen. Immerhin ist ein Desktop-PC oder ein Laptop kein Salatbesteck, sondern ein Gerät, welches viel Geld kostet.

Die allerbeste Antwort, welche ich auf die Frage nach dem Laptop-Modell einmal bekommen habe, war: „Der vom Aldi 2006.“

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Ubuntu: Systemtemperaturen anzeigen lassen – Anleitung

(Screenshots: NeoFetch 2.0 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)

Ubuntu: Temperaturen des Systems anzeigen lassen – Anleitung

Obwohl der Homo sapiens im Gegensatz zu beispielsweise Echsen völlig unabhängig vom Wetter agieren könnte, da er kein Sonnenlicht benötigt um seinen Körper auf heimelige 36 Grad Celsius zu heizen, spielen Umgebungstemperaturen für ihn eine große Rolle. Gleiches gilt auch für den besten Freund des Menschen, denn Computer mögen es ebenfalls weder zu heiß noch zu kalt. Doch wie finden Sie als Ubuntu-Benutzer heraus, wie es um die einzelnen Organe (Hardwarekomponenten) Ihres treuen Weggefährten bestellt ist?

[…] gibt es ein Programm für Ubuntu, mit dem ich mir die Temperatur der CPU und der Grafikkarte grafisch anzeigen lassen kann? Für Windows verwende ich Open Hardware Monitor, falls dir das was sagt. Gibt es so etwas auch für Linux?

Kaczmarek, Hendrik: Frage: Systemtemperaturen unter Ubuntu anzeigen. E-Mail vom 31.10.2016.

Bild von Ubuntu TemperaturAuch unter Ubuntu ist ein Fiebermessen bei der Hardware problemlos in grafisch aufbereiteter Form möglich. Somit können Sie sich mit relativ wenig Aufwand die Temperaturen von Prozessor, Grafikkarte, Festplatten und Co. anzeigen lassen. Selbst die korrekte Drehzahl einzelner Systemlüfter bleibt mit der Linux-Distribution nicht mehr im Verborgenen. Alles was Sie dafür benötigen, ist die Freeware Psensor.

Dieser kostenlose Hardware Monitor für Ubuntu lässt sich völlig frei konfigurieren, sodass Sie sogar die Systemkomponenten individuell benennen können.

Screenshot von Psensor unter Ubuntu

Die Applikation arbeitet in Ihrer Taskleiste, sodass Sie mit nur einem Mausklick einen kompletten Überblick über die Temperaturen Ihres Systems erhalten.

Sensoren mit Ubuntu auslesen

Um sich die Systemtemperaturen grafisch anzeigen zu lassen, müssen Sie zunächst einige Installationsschritte ausführen. Öffnen Sie also zuallererst ein Terminal-Fenster.

sudo apt-get update && sudo apt-get install lm-sensors

Mit dem Ausführen dieser Befehlskette aktualisieren Sie zum einen Ihre Softwarequellen und zum anderen installieren Sie das Programm LM-Sensors.

sudo sensors-detect

Damit schicken Sie LM-Sensors wie ein Fahrzeugdiagnosesystem auf die Suche nach Sensoren innerhalb Ihres Computers, bei denen die Temperatur gemessen wird.

Hinweis: Vor jeder neuen Suche werden Sie gefragt, ob es auch wirklich okay ist, diese Hardware auszulesen. Beantworten Sie alle Fragen mit „Y“.

sudo apt-get install psensor

Um sich die erfassten Werte von LM-Sensors in schöner grafischer Form dauerhaft anzeigen zu lassen, benötigen Sie zudem die Freeware Psensor. Diese können Sie nach erfolgreicher Installation direkt mithilfe der Ubuntu Dash-Startseite starten.

Temperaturanzeige einmalig konfigurieren

Nach dem Öffnen von Psensor sehen Sie in Ihrer Taskleiste ein kleines Thermometer. Außerdem hat sich ein großes Fenster mit Ihren Systeminformationen geöffnet.

Screenshot von Psensor unter Ubuntu 16.04 LTS in der Taskleiste Unity

Die Namen der Einträge sind standardmäßig nichtssagend und müssen von Ihnen manuell definiert werden.

  • Mit einem Rechtsklick auf einen Eintrag haben Sie die Möglichkeit, einen individuellen Namen zu vergeben.
  • Außerdem lassen sich Anzeigen, die keine Werte ausgeben, da sie nicht ausgelesen werden können ausblenden.

Nehmen Sie sich für die einmalige Konfiguration etwas Zeit und tragen Sie korrekte Hardwarebezeichnungen ein.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie unter Ubuntu an detaillierte Systeminformationen kommen, und wie Sie diese Informationen für eine eventuelle Weiterbearbeitung aufbereiten.

Sascha: Ubuntu: Was ist in meinem PC? – Systeminformationen. kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Hinweis: Normalerweise sollte Psensor die Temperatur und Auslastung jedes einzelnen Prozessorkerns anzeigen. Je nachdem welche Hardware Sie besitzen, kann es jedoch durchaus sein, dass Sie nur den Mittelwert aus allen Kernen angezeigt bekommen.

Autostart und Alarmfunktion für Enthusiasten

Damit der Systemmonitor auch immer direkt mit Ubuntu startet, ist es notwendig, im Menü „Einstellungen“ zwei Häkchen zu setzen.

Screenshot von Psensor im Reiter "Startup"

Aktivieren Sie im Reiter „Startup“ den Punkt „Launch on session startup“, um einen Eintrag im Autostartmenü zu erzeugen.

  • Mit „Fenster beim Programmstart ausblenden“ erreichen Sie, dass Psensor ohne großes Fenster, nur mit einem Thermometer in der Taskleiste gestartet wird.

Um eine Alarmfunktion einzurichten, navigieren Sie über den Menüpunkt „Sensoreinstellungen“ in den Reiter „Alarm“.

Screenshot vom Einrichten der Alarmfunktion in Psensor unter Ubuntu 16.04 LTS

Markieren Sie die jeweilige Hardware und setzen Sie einen Haken bei „Benachrichtigungen aktivieren“.

  • Geben Sie darauffolgend Temperaturgrenzen ein.

Wird eine Grenze unter- oder überschritten, färbt sich das Thermometer rot und es drängt eine Meldung in den Vordergrund.

Dauerhafte Systemstatusanzeige in der Taskleiste

Falls Sie immer die Lüfterdrehzahl und die Temperatur einzelner Komponenten im Blickfeld haben möchten, ist dies mit Psensor ebenfalls möglich.

Screenshot von Psensor "Display sensor in the label (experimental)"

Navigieren Sie dazu in das Menü „Sensoreinstellungen“ und wählen Sie den Eintrag aus, der in Ihrer Taskleiste angeheftet werden soll. Wechseln Sie anschießend in den Reiter „Application Indicator“.

  • Setzen Sie daraufhin einen Haken bei „Display sensor in the label“ und bestätigen Sie mit der Schaltfläche „OK“.

Mithilfe dieses Features können Sie jederzeit überprüfen, ob die Lüfterprofile aus dem BIOS/UEFI aktiv sind und welche Anwendungen Ihrer CPU Beine machen.

Als Richtwert sollte je nach Jahreszeit Ihre CPU im Office-Betrieb zwischen 18 und 38 Grad Celsius pendeln.

Sascha: Gute CPU Kühlung – was gibt es zu beachten? kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Faktencheck – Temperaturen auslesen unter Ubuntu

Psensor ist die perfekte Applikation, um unter Ubuntu seine Hardwaretemperaturen im Blick zu behalten.

  • Die Software ist kostenlos über die offiziellen Quellen verfügbar.
  • Das smarte Programm startet mit dem System und arbeitet unscheinbar im Hintergrund. Mit nur einem Klick sind alle Werte präsent.
  • Zudem bietet Psensor die Option an, für sämtliche Hardwarekomponenten eine individuelle Alarmfunktion einzurichten.

Einziger Nachteil aus dem Blickwinkel eines Windowsbenutzers könnte sein, dass die Einträge manuell konfiguriert werden müssen.

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(Screenshots: Psensor 1.1.3 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)