Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Webseite bewerben auf Freehoster - Voraussetzungen

Sie sind Blog­ger und möch­ten Ihre Web­sei­te be­wer­ben? Ihr Blog be­fin­det sich bei ei­nem Free­hos­ter mit ei­ner Sub­do­main und Sie sind sich un­si­cher, ob da­für eine Mo­ne­ta­ri­sie­rung über­haupt mög­lich ist? Ich sage Ih­nen, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen und mit wel­chen Wer­be­netz­wer­ken Sie Geld mit Ih­rem Free­b­log ver­die­nen kön­nen.

Werbenetzwerke setzen Rahmenbedingungen

Den Free­hos­tern ist es völ­lig egal, ob Sie auf Ih­rem Blog Wer­bung schal­ten oder nicht. Das ein­zig Wich­ti­ge für die Hos­ting­an­bie­ter fin­det sich in al­len Nut­zungs­be­din­gun­gen:

Es ist dem Nut­zer un­ter­sagt, por­no­gra­fi­sche, ero­ti­sche, ras­sis­ti­sche, volks­ver­het­zen­de, be­lei­di­gen­de, be­dro­hen­de, zu Straf­ta­ten auf­for­dern­de oder ge­gen gül­ti­ge Ge­set­ze der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­sto­ßen­de In­hal­te [...] zu ver­öf­fent­li­chen. Wei­ter­hin ver­pflich­tet sich der Nut­zer si­cher­zu­stel­len, dass er durch die Ver­öf­fent­li­chung sei­ner Da­ten kei­ne Ur­he­ber­rech­te ver­letzt.

Schul­ze Dieck­hoff, Jo­nas: Nut­zungs­be­din­gun­gen. cwcity.de (03/2015).

Die Fra­ge, ob Sie auf ei­nem Free­hos­ter mit Sub­do­main Wer­bung schal­ten kön­nen, hängt also ganz al­lei­ne von den Wer­be­netz­wer­ken ab.

So sehen Werbenetzwerke Freehoster

Bild von Geld verdienen auf FreehosternIch be­nut­ze auf al­len Web­sei­ten, die ich be­treue, egal, ob Free­hos­ting oder Toplevel-Domain, wie wahr­schein­lich die meis­ten Web­wor­ker, Goog­le Ad­Sen­se. Dies liegt ne­ben den at­trak­ti­ven mo­ne­tä­ren Rah­men­be­din­gun­gen vor al­lem an der un­kom­pli­zier­ten Be­nut­zung. Goog­le Ad­Sen­se ist näm­lich völ­lig egal wo die Web­sei­te ge­hos­tet ist und wie die Do­main lau­tet. Dies ist ver­ständ­lich, ist Goog­le selbst mit Blogger.com (blog­spot) ei­ner der größ­ten Freehosting-Anbieter der Welt.

  • Ob­wohl Goog­le Ad­Sen­se be­kannt­lich die aus­führ­lichs­ten und strengs­ten Nut­zer­richt­li­ni­en hat, fin­det sich dar­in kein Hin­weis dar­auf, wie das Hos­ting­pa­ket der Wer­be­flä­che aus­zu­se­hen hat, so­lan­ge die Wer­bung nach Goo­g­les Vor­stel­lun­gen ein­ge­pflegt wird.
  • Selbst wenn Sie bei ei­nem Free­hos­ter wie Square7 sind, bei die­sem der Be­trei­ber den Web­sei­ten­be­su­chern ein Pop-up-Fenster ein­blen­det, könn­ten Sie also trotz­dem Goog­le Ad­Sen­se auf die Web­sei­te ein­bau­en.

Eben­falls sehr gute Er­fah­run­gen habe ich mit Schaltplatz.de ge­macht. An­zei­gen die­ses deut­schen Wer­be­netz­wer­kes lau­fen hier in Ab­wechs­lung mit Goog­le Ad­Sen­se.

Screenshot vom Kontostand von Schaltplatz.de

Auch Schaltplatz.de hat kein Pro­blem mit Free­hos­tern und Sub­do­mains. Ein­zig und al­lei­ne ent­schei­dend ist, wie bei Ad­Sen­se auch, die Plat­zie­rung der Wer­bung:

Der Wer­be­code muss so ein­ge­bun­den wer­den, dass die Wer­bung sich im sicht­ba­ren Be­reich des Brow­sers be­fin­det. Des Wei­te­ren darf der Wer­be­code nicht in Popups/Popunder/Layer, auf lee­ren Web­sei­ten, auf Sei­ten die nur aus Wer­bung be­stehen, in E-Mails oder Mail­pro­gram­men dar­ge­stellt wer­den.

Ce­r­amex Me­dia GmbH: All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen. schaltplatz.de (03/2015).

  • Hier wäre es also eben­falls kein Pro­blem, falls sich Ihr Free­hos­ter durch Pop-up-Fenster fi­nan­ziert. Der Pas­sus in den AGB be­sagt nur, dass Sie den Wer­be­code von Schaltplatz.de nicht in ein Pop-up-Fenster pa­cken dür­fen.

Ein wei­te­res Wer­be­netz­werk, wel­ches gut mit Blogs auf Free­hos­tern und Sub­do­mains funk­tio­niert, ist Adsca­le. Bis Mai 2014 habe ich Wer­be­mit­tel die­ses Un­ter­neh­mens auf mei­nen Blogs ein­ge­setzt. Lei­der hat Adsca­le trotz sehr schlech­ter Ver­gü­tung, sehr stren­ge Richt­li­ni­en:

Le­dig­lich rein deutsch­spra­chi­ger Traf­fic ist zu­läs­sig. Webseiten-Inhalte müs­sen auf Deutsch sein. Lay­out und Funk­tio­na­li­tät der Web­sei­te müs­sen auf den gän­gigs­ten Brow­sern (Goog­le Chro­me, Mo­zil­la Fire­fox, Sa­fa­ri, In­ter­net Ex­plo­rer) an­ge­zeigt wer­den kön­nen. [...]

adsca­le GmbH: adsca­le Publisher-Kriterien. adscale.de (03/2015).

  • Auch bei Adsca­le spielt es kei­ne Rol­le, ob Ihr Blog von ei­nem Free­hos­ter ge­hos­tet wird, die­ser eine Sub­do­main hat oder mit ei­nem Pop-up-Fenster be­wor­ben wird, so­lan­ge Sie sich an die vie­len an­de­ren Re­geln hal­ten.

Wann einen Blog auf einem Freehoster bewerben?

Ist mei­ne Web­sei­te reif, um mo­ne­ta­ri­siert zu wer­den? Die­se Fra­ge wird sich je­der Web­wor­ker mit der Zeit stel­len. Ich bin kein Fach­mann, denn ich be­trei­be kei­nen die­ser un­säg­lich doo­fen Geld­blogs, wel­che rein aus Affiliate-Links be­stehen und „Tipps” zum Reich wer­den ge­ben, wo­bei der Web­sei­ten­be­trei­ber selbst vor der Wasch­stra­ße ste­hen, und die Au­tos mit dem Dampf­strah­ler ab­sprit­zen muss, um über die Run­den zu kom­men. Ich per­sön­lich ach­te auf die­se Va­ria­blen:

  1. An­zahl be­stehen­der Ar­ti­kel.
  2. Al­ter der Web­sei­te.
  3. An­zahl der ech­ten Be­su­cher und Be­suchs­dau­er.
  4. An­zahl neu­er Ar­ti­kel im Mo­nat.

Je hö­her die Zah­len hin­ter die­sen vier Punk­ten sind, umso rei­fer ist Ihre Web­sei­te be­wor­ben zu wer­den bzw. umso mehr Wer­bung kön­nen Sie ein­bau­en.

Fazit

Wo frü­her Free­hos­ting und Sub­do­mains ein No-Go wa­ren, sind die Wer­be­netz­wer­ke in die­ser Be­zie­hung sehr lo­cker ge­wor­den. Im Vor­der­grund steht so gut wie beim je­dem An­bie­ter, re­gel­mä­ßi­ger, re­dak­tio­nell ge­pfleg­ter Con­tent der be­wor­be­nen Web­sei­te. Eine sehr er­freu­li­che Ent­wick­lung, nicht nur weil Toplevel-Domains be­grenzt sind, son­dern weil so je­der an­ge­hen­de Web­wor­ker ri­si­ko­frei und kos­ten­los tes­ten kann, ob ihm sei­ne Wer­be­ein­nah­men zum Le­ben ge­nü­gen oder ob der Job an der Wasch­stra­ße nicht bes­ser ist. Ach­tung: Kos­ten­los stimmt nicht ganz! Sie wis­sen, im­mer wenn Sie Ein­nah­men er­zie­len müs­sen Sie ein Ge­wer­be an­mel­den. Ab­ge­se­hen von Goog­le Ad­Sen­se be­nö­ti­gen Sie für die An­mel­dung bei al­len Wer­be­netz­wer­ken, die ich ken­ne, eine Steu­er­num­mer.

Ver­wand­te The­men:

Er­fah­rung mit Web­an­bie­ter - Greatnet.de
Nach­tei­le von bplaced.net Free­hos­ting

Ar­ti­kel wur­de am 17.03.2015 ak­tua­li­siert.

Erfahrung mit Textbroker - Interview

Als Web­wor­ker bin ich im­mer auf der Su­che nach Mög­lich­kei­ten, im In­ter­net Geld zu ver­die­nen und bin da­bei auf Text­bro­ker ge­sto­ßen. Ich habe vie­le Ar­ti­kel zu die­ser Text­bör­se auf an­de­ren Blogs ge­le­sen, meist mit ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen, je­doch woll­te ich aus ers­ter Hand wis­sen, wie es ist auf Text­bro­ker sein Geld zu ver­die­nen und habe mir ei­nen In­ter­view­part­ner ge­sucht.

Bild von Phillip Hofmann Textbroker AutorNach 27 An­fra­gen an Textbroker-Autoren kam ich an Phil­lip Hof­mann, Bau­jahr 1985, sei­nes Zei­chens er­folg­rei­cher Web­wor­ker im Be­reich Tex­ten. Mit über 700 ver­kauf­ten Tex­ten bei Textbroker.de (Stand 20.05.2014) hat Phil­lip schon alle Hö­hen und Tie­fen der Text­platt­form er­lebt. Ne­ben Text­bro­ker ver­kauft Phil­lip als Fre­e­lan­cer Tex­te für Be­wer­tungs­por­ta­le der Reise- und Ho­tel­bran­che, au­ßer­dem ar­bei­tet er an der Er­stel­lung von Bro­schü­ren von Rei­se­ver­an­stal­tern mit.

Besonderheiten von Textbroker.de

Ich selbst habe über­haupt kei­ne Er­fah­rung mit Text­bro­ker und habe vie­le Er­fah­rungs­be­rich­te auf an­de­ren Blogs ge­le­sen. Vie­le, wie die­ser hier be­kla­gen, dass man bei Text­bro­ker sehr we­nig ver­die­nen kann, schwer Auf­trä­ge fin­det und die Auf­trag­ge­ber oft Pro­ble­me ma­chen. Was hat dich also dazu be­wegt, bei die­ser Platt­form dein Geld zu ver­die­nen?

Bis Ende 2012 habe ich Grund­schul­lehr­amt stu­diert und hat­te so wie vie­le mei­ner Kom­mi­li­to­nen oft­mals über­haupt kein Geld. Stu­die­ren ohne Geld geht na­tür­lich gar nicht, also such­te ich mir eine Mög­lich­keit im In­ter­net Geld zu ver­die­nen und bin auf Text­bro­ker ge­sto­ßen. Gro­ßer Vor­teil für mich war vor al­lem am An­fang, dass die Aus­zah­lungs­gren­ze mit 10 € sehr nied­rig war. Ich saß vor­mit­tags in der Uni und habe über mei­nen Lap­top ei­nen Be­wer­bungs­text über mei­ne Hei­mat­stadt ge­schrie­ben. Am Nach­mit­tag des­sel­ben Ta­ges wur­de ich auf Stu­fe 4 zu­ge­las­sen und habe zu Hau­se gleich zwei Ar­ti­kel ver­fasst, wel­che auch am sel­ben Abend noch ab­ge­nom­men wur­den. Die Auf­trag­ge­ber be­wer­te­ten mei­ne Tex­te gut und für mich war klar, ich blei­be bei Text­bro­ker.

Kannst du den Vor­gang et­was ge­nau­er be­schrei­ben? Was pas­siert, bis du das Geld gut­ge­schrie­ben be­kommst und wie funk­tio­niert die Aus­zah­lung?

Nach dem Ein­log­gen ha­ben die Au­to­ren bei Text­bro­ker die Wahl, aus ei­nem Auf­trags­pool, wel­cher nach Stu­fen und The­men­ge­bie­ten sor­tiert ist, ei­nen Auf­trag an­zu­neh­men. Nach der Be­ar­bei­tung wird der Text an den Auf­trag­ge­ber ge­schickt. So­bald die­ser den Auf­trag ab­nimmt, be­kommt der Au­tor den Auf­trag ver­gü­tet. Die Aus­zah­lung ist ein­mal wö­chent­lich mög­lich. So­bald das Au­to­ren­kon­to 10 € be­inhal­tet, kann eine Aus­zah­lung aufs Bank­kon­to be­an­tragt wer­den.

Bewertungen bei Textbroker - Tipps vom Profi

In un­se­rem Vor­ge­spräch hast du mir er­zählt, dass ge­ra­de für Neu­lin­ge auf Text­bro­ker das Be­wer­tungs­sys­tem ziem­lich ver­wir­rend ist. Du hast mir Screen­shots zu­kom­men las­sen, um die­ses et­was ge­nau­er zu er­läu­tern.

Screenshot vom Bewertungssystem auf Textbroker.de

Die Be­wer­tun­gen ha­ben mich vor al­lem am An­fang sehr ins Schleu­dern ge­bracht, vor al­lem weil es ums Geld geht. Der Wort­preis für jede Stu­fe ist an­ders und macht schon ei­nen gro­ßen Un­ter­schied aus und na­tür­lich woll­te ich die Stu­fe 4 mit 1,63 Cent pro Wort un­be­dingt hal­ten. Ge­ra­de mei­ne ers­ten 20 Auf­trä­ge für Text­bro­ker wa­ren, was die Auf­trag­ge­ber­be­wer­tun­gen an­ging stark durch­wach­sen. Neue Au­to­ren soll­ten sich dar­über je­doch kei­nen Kopf ma­chen, denn die­se spie­len so gut wie kei­ne Rol­le.

Zum ei­nen ist es nicht zwin­gend, dass der Auf­trag­ge­ber den Text be­wer­tet, er kann ihn auch ein­fach so ab­neh­men, zum an­de­ren le­sen die Text­bro­ker­lek­to­ren alle ver­kauf­ten Ar­ti­kel ge­gen und ver­ge­ben ei­ge­ne Be­wer­tun­gen. Das emp­fin­de ich als äu­ßerst sinn­voll, denn vie­le der Auf­trag­ge­ber sind ge­häs­sig oder ver­ste­hen das Be­wer­tungs­sys­tem nicht.

Bei dem Screen­shot, den ich dir ge­schickt habe siehst du vier­mal die Be­wer­tung „gut”. Den Text habe ich an­ge­nom­men und di­rekt ge­schrie­ben. Der Auf­trag­ge­ber hat un­ter „Ab­spra­che und Zu­ver­läs­sig­keit” trotz­dem nur „gut” be­wer­tet. So zieht sich das bei mir seit 700 Ar­ti­keln durch, 95% der Auf­trag­ge­ber ge­ben vier­mal die glei­che Be­wer­tung ab, ohne dar­über nach­zu­den­ken. Das weiß auch Text­bro­ker und macht das lie­ber selbst.

Screenshot von Bewertungsgrundlage über TextbrokerDie Text­bro­ker­lek­to­ren be­wer­ten die ver­kauf­ten Ar­ti­kel nach Ster­nen, dar­aus er­gibt sich die Stu­fe des Au­tors. Theo­re­tisch ist es auch mög­lich, über die­ses Sys­tem auf- oder ab­ge­wer­tet zu wer­den. Ich ken­ne je­doch kei­nen Fall, wo dies je­mals pas­siert wäre. Das ist auch klar, denn wenn je­mand gut in sei­ner Stu­fe schreibt und für Text­bro­ker Um­sät­ze er­zeugt, war­um soll­te man die­sen Um­stand än­dern?

Textbroker konkret - das Geld

Wir wis­sen nun, dass bei Text­bro­ker die Be­wer­tun­gen äu­ßerst wich­tig sind, um na­tür­lich die Mo­ti­va­ti­on der Au­to­ren hoch­zu­hal­ten, da­mit die­se ver­nünf­ti­ge Tex­te schrei­ben. Ich wür­de jetzt je­doch ger­ne übers Geld spre­chen, wie viel ver­dienst du so über Text­bro­ker? Hast du Tipps für mei­ne Le­ser, wie man viel­leicht et­was mehr ver­die­nen kann?

*lacht* Ja ich fan­ge mal mit den Tipps an. Je­der neue Au­tor soll­te gleich am An­fang wis­sen, über den Auf­trags­pool ist kein Geld zu ver­die­nen. Ich er­rei­che ei­nen Stun­den­lohn von 3 € wenn ich Poo­lauf­trä­ge schrei­ben muss. Das Geld wird über Di­rekt­bu­chun­gen (Di­rect Or­ders) ver­dient. Die so­ge­nann­ten Open Or­ders aus dem Pool sind im Prin­zip Be­wer­bungs­schrei­ben. Das ers­te hal­be Jahr habe ich et­li­che die­ser Auf­trä­ge schrei­ben müs­sen, um im Mo­nat auf 200 € zu kom­men.

Ir­gend­wann be­kam ich dann von man­chen Auf­trag­ge­bern re­gel­mä­ßig Di­rect Or­ders, da die­se mit mei­nen Tex­ten wohl sehr zu­frie­den wa­ren. Nach ei­nem Jahr Text­bro­ker ver­dien­te ich im Mo­nat über 400 € nur aus Di­rect Or­ders von nur drei Auf­trag­ge­bern. Das Gan­ze sum­mier­te sich so­weit, dass ich in der Zwi­schen­zeit haupt­be­ruf­lich vom Tex­ten le­ben kann und mein Stu­di­um erst ein­mal auf Eis ge­legt habe. Ich schrei­be je­doch im Mo­ment haupt­säch­lich für Auf­trag­ge­ber di­rekt als Fre­e­lan­cer auf Rech­nung, wel­che ich über Text­bro­ker ken­nen­ge­lernt habe.

Text­bro­ker also eher ein Sprung­brett?

Für mich schon ja. Ich habe mich aber auch von An­fang an voll rein­ge­kniet, weil ich ja das Geld ge­braucht habe. Freun­de von mir ma­chen das nur so ne­ben­bei und ver­die­nen da­mit un­ge­fähr 80 € im Mo­nat. Das mer­ken die Auf­trag­ge­ber na­tür­lich und ver­ge­ben die­sen Au­to­ren eher sel­ten Di­rect Or­ders oder la­den die­se in Grup­pen ein.

Für wen ist dei­ner Mei­nung nach Text­bro­ker ge­eig­net?

Sehr schwe­re Fra­ge, weil ich nie­man­dem auf die Füße tre­ten will. Je­der, der meint, bei Text­bro­ker wäre ein­fach und be­quem schnel­les Geld ver­dient, der wird sehr ent­täuscht sein. Auch ist nicht je­der für das Ver­fas­sen von SEO-Texten ge­eig­net. Man muss sich sehr prä­gnant und such­ma­schi­nen­ori­en­tiert aus­drü­cken, um die Auf­trag­ge­ber zu­frie­den­zu­stel­len. Vor al­lem muss man aber si­cher im Um­gang mit Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men sein, da­mit man mit dem CMS auf Text­bro­ker gut zu­recht­kommt.

Wor­an könn­te Text­bro­ker noch ar­bei­ten?

Auf­trag­ge­ber wer­den im­mer kri­ti­scher und er­fah­re­ne Au­to­ren wer­den mei­ner Mei­nung nach im­mer mehr zur Man­gel­wa­re. Klar, je­der will di­rekt für ei­nen Auf­trag­ge­ber schrei­ben und nicht den Um­weg über Text­bro­ker ge­hen, des­halb wer­den vie­le Au­to­ren ab­ge­wor­ben. Das Ver­gü­tungs­mo­dell von Text­bro­ker be­zieht auch Er­fah­rung über­haupt nicht mit ein. Ein neu­er Au­tor auf Stu­fe 4 ver­dient ge­nau­so viel wie ein er­fah­re­ner Au­tor auf der­sel­ben Stu­fe mit 2000 ver­kauf­ten Tex­ten. Da­durch ver­liert Text­bro­ker auf lan­ge Sicht viel Ex­per­ti­se.

Mich stört bei Open Or­ders vor al­lem, dass man im­mer nur ei­nen Auf­trag gleich­zei­tig an­neh­men kann. Ein Bei­spiel: Ein Auf­trag­ge­ber stellt 10 Auf­trä­ge für sei­nen Shop mit der­sel­ben Ar­ti­kel­be­schrei­bung für un­ter­schied­li­che Pro­duk­te ein. Ich lese mich ein, re­cher­chie­re, kann aber nur ei­nen Auf­trag an­neh­men. Bis die­ser fer­tig ist, kann es sein, dass die an­de­ren 9 Auf­trä­ge be­reits ver­ge­ben sind. Ich muss mir also wie­der ei­nen völ­lig an­de­ren Auf­trag su­chen und mich neu ein­le­sen. Da­durch geht sehr viel Zeit für Re­cher­che ver­lo­ren. Text­bro­ker soll­te es Au­to­ren er­lau­ben, bis zu drei Tex­te gleich­zei­tig an­zu­neh­men.

Fazit

Auf­grund die­ses In­ter­views und der vie­len Er­fah­rungs­be­rich­te, wel­che ich über Text­bro­ker ge­le­sen habe, bin ich ziem­lich un­schlüs­sig, was die Platt­form be­trifft. Ich glau­be man kann fest­hal­ten, dass Text­bro­ker nicht als Ne­ben­job zu se­hen ist, da­für ist der Ver­dienst zu nied­rig. Für Men­schen mit Ta­lent zum Tex­ten, wel­che sich vor­stel­len kön­nen haupt­be­ruf­lich die­ser Tä­tig­keit nach­zu­ge­hen, kann Text­bro­ker ein gu­ter Ort sein, um Kon­tak­te zu knüp­fen und Wer­bung für sich zu ma­chen.

Für mich per­sön­lich wäre al­lei­ne das Be­wer­tungs­sys­tem der blan­ke Hor­ror. Ich wäre viel zu sen­si­bel nach je­dem Text von zwei Sei­ten eva­lu­iert zu wer­den. Des Wei­te­ren könn­te ich es nicht er­tra­gen, wenn mei­ne Tex­te un­ter ei­nem an­de­ren Na­men auf ei­ner frem­den Web­sei­te er­schei­nen wür­den.

Ver­wand­te The­men:

In­ter­view zu Content.de
Mei­ne Er­fah­rung mit Hel­ps­ter

(Screen­shots: Textbroker.de be­reit­ge­stellt durch Phil­lip Hof­mann)

Mein Job bei Content.de - Interview

Für Web­wor­ker gibt es In­ter­net­platt­for­men, bei de­nen man für das Schrei­ben von Tex­ten Geld ver­die­nen kann, eine der Be­kann­tes­ten ist Content.de. Mir ist es ge­lun­gen ein In­ter­view mit ei­ner sehr er­folg­rei­chen Au­to­rin die­ser Platt­form zu er­ha­schen und ihr ei­ni­ge Tipps zu ent­lo­cken, die Ein­stei­gern oder even­tu­ell er­folg­lo­sen Au­to­ren hel­fen kön­nen. Au­ßer­dem räumt sie mit Vor­ur­tei­len ge­gen Content.de auf, wel­che in Er­fah­rungs­be­rich­ten von mei­nen Blog­ger­kol­le­gen im Um­lauf sind.

Bild von Daniela Hubters - Autorin bei Content.deMit über 1000 (Stand 05.03.2014) ver­kauf­ten Tex­ten und mit 99,91% po­si­ti­ven Be­wer­tun­gen, ge­hört Da­nie­la Hu­berts, Bau­jahr 1988, zur Spe­zi­es der sehr er­folg­rei­chen Au­to­ren auf Content.de. Sie ist die klas­si­sche selbst­stän­di­ge Web­wor­ke­rin, die ne­ben Content.de noch auf an­de­ren Text­platt­for­men und im Back­li­ne von In­ter­net­platt­for­men und Blogs tä­tig ist.

Wie alle ihre er­folg­rei­chen Kol­le­gen auf Content.de, ist auch Da­nie­la sehr zu­rück­hal­tend und ich habe das In­ter­view nur auf­grund der Tat­sa­che be­kom­men, weil ich mit ihr seit Jah­ren an ei­nem Pro­jekt ar­bei­te. Ich bin des­halb sehr dank­bar da­für.

So ticken gute Autoren bei Content.de

Du bist jung und hast dich da­für ent­schie­den im In­ter­net dein Geld zu ver­die­nen, war­um hast du nichts Rich­ti­ges ge­lernt?

*lacht* Die Fra­ge er­in­nert mich an das Lied „Jun­ge” von den Ärz­ten. Ge­lernt habe ich im Le­ben schon viel. Ich habe nach dem Ab­itur eine Aus­bil­dung zur Sys­tem­ad­mi­nis­tra­to­rin ab­ge­schlos­sen und da­nach Me­di­en­de­sign stu­diert, bin also eine Ba­che­lo­ret­te *lacht*.

Für die Selbst­stän­dig­keit habe ich mich des­halb ent­schie­den, weil ich seit 1998 im In­ter­net lebe und zu den 10 Ar­ten von Men­schen ge­hö­re, die Bi­när­code ver­ste­hen.

Wie kamst du dazu Tex­te zu ver­kau­fen und war­um schreibst du auch bei Content.de?

Ich ar­bei­te seit 2004 schon für ver­schie­de­ne Web­por­ta­le im Be­reich Elek­tro­nik. Wäh­rend des Stu­di­ums habe ich eine wei­te­re Ge­le­gen­heit ge­sucht, im In­ter­net ne­ben­bei et­was Geld zu ver­die­nen und kam zu Hel­ps­ter. Als dann mein Stu­di­um sich dem Ende neig­te und ich kei­ne Zeit mehr zum Schrei­ben der Tex­te hat­te, hör­te ich zu­nächst auf. Als ich an­schlie­ßend wie­der bei Hel­ps­ter an­fan­gen woll­te, war das Un­ter­neh­men in der Kri­se und es gab dort lei­der kei­ne Auf­trä­ge mehr.

Be­vor ich den Weg in ein Vo­lon­ta­ri­at gehe, ent­schloss ich mich erst ein­mal die Selbst­stän­dig­keit zu ver­su­chen, mel­de­te mich bei di­ver­sen Text­bör­sen an, u. a. Content.de und be­warb mich für wei­te­re In­ter­net­por­ta­le als Ghost­wri­te­rin.

Wie sieht seit­her dein Ta­ges­ab­lauf aus?

Ich ste­he je­den Tag, also sie­ben Tage die Wo­che, um 8.00 Uhr auf. Von 8.30 - 12.30 Uhr be­ar­bei­te ich die Auf­trä­ge, vor­ran­gig so­ge­nann­te Di­rect Or­ders und ma­che dann eine Stun­de Mit­tags­pau­se. Im An­schluss küm­me­re ich mich um die Tex­te, wel­che nicht über Text­bör­sen lau­fen, für Blogs oder In­ter­net­por­ta­le.

Für je­den Tag set­ze ich mir ei­nen zu er­rei­chen­den Ta­ges­lohn. Ist die­ser er­reicht, meist so zwi­schen 16.00 und 17.00 Uhr, küm­me­re ich mich um Freund, Freun­de, mein Pferd, gehe ein­kau­fen, spie­le Guild Wars 2 usw.

Content.de konkret - Tipps vom Profi

Bei Content.de ver­die­nen Au­to­ren pro Wort durch­schnitt­lich 0,015 Euro. War­um ver­kaufst du dei­ne Tex­te für so we­nig Geld?

Die Fra­ge geht von Open Or­ders auf der­zei­ti­ger Stu­fe 4 aus. Wer ernst­haft mit Content.de zu­sam­men­ar­bei­ten möch­te, der soll­te Grund­sätz­li­ches ver­ste­hen. Das Ver­kau­fen von Tex­ten bei Content.de ist eine B2B-Beziehung und kein Arbeitnehmer-Angestellten-Verhältnis. Be­vor ich ei­nen Auf­trag mit die­sen Mo­da­li­tä­ten an­neh­me, über­le­ge ich mir:

1.) Hat der Auf­trag­ge­ber häu­fi­ger Tex­te in Content.de ein­ge­stellt und be­steht die Mög­lich­keit für mich, soll­te er mit mei­ner Ar­beit zu­frie­den sein, lang­fris­tig in Form von Group- bzw. Di­rect Or­ders eine Ge­schäfts­be­zie­hung auf­zu­bau­en?

2.) Bin ich im The­ma oder müss­te ich erst eine auf­wen­di­ge Re­cher­che durch­füh­ren, um den Auf­trag zu be­ar­bei­ten?

3.) Be­steht zur Zeit eine sai­so­na­le Auf­trags­flau­te und ich bin froh über­haupt et­was zu schrei­ben, um mei­ne Fix­kos­ten zu de­cken?

Ge­ra­de am An­fang, wenn ein Au­tor noch ein un­be­schrie­be­nes Blatt bei Content.de ist, sind Open Or­ders mit der oft­mals ge­rin­gen Ver­gü­tung und viel Re­cher­che­ar­beit not­wen­dig, um sich zu emp­feh­len und das ers­te rich­ti­ge Geld zu ver­die­nen.

Ich bin neu bei Content.de re­gis­triert, wie gehe ich vor?

Tut mir leid, die Fra­ge ist zu all­ge­mein, um eine Emp­feh­lung aus­zu­spre­chen.

Was sind die ty­pi­schen Feh­ler von Neu­lin­gen?

Es wird sug­ge­riert, dass bei Content.de je­der ganz ein­fach mit dem Schrei­ben von Tex­ten, auch vom Strand in El Are­nal, Geld ver­die­nen kann. Schrei­ben lernt man schließ­lich in der Schu­le und es kann je­der.

Die Tex­te, die auf Content.de ge­sucht wer­den er­for­dern je­doch ein gro­ßes SEO-Wissen, In­ter­netaf­fi­ni­tät und zu­min­dest ein grund­sätz­li­ches tech­ni­sches Ver­ständ­nis wie das Web funk­tio­niert. Nur weil ein Text key­wor­d­op­ti­miert auf­ge­baut sein soll, be­steht die­ser nicht nur aus Phra­sen, Par­ti­keln und Key­wor­ds.

Ein wei­te­rer Feh­ler wird beim Be­wer­bungs­text für Content.de be­gan­gen, wenn man sich hier nicht 100% ins Zeug legt. Wer auf Stu­fe 3 ein­ge­stuft wird, kann sein Kon­to di­rekt lö­schen. Nicht we­gen des ge­rin­gen Ver­diens­tes, son­dern we­gen den kaum vor­han­de­nen Auf­trä­gen, um sich für hö­he­re Din­ge aus­zu­zeich­nen.

An­sons­ten glau­be ich auch nicht dar­an, dass je­mand der Voll­zeit ar­bei­tet, ne­ben­bei bei Content.de er­folg­reich sein kann. Die Auf­trag­ge­ber fin­den ziem­lich schnell raus, wel­che In­ten­ti­on der Au­tor beim Be­ar­bei­ten der Ar­ti­kel hat. Wer am Abend auf die Schnel­le ei­nen Ar­ti­kel schreibt und in­halts­lo­sen Text um das Key­word baut, der wird auf die Dau­er kei­ne Auf­trä­ge mehr zu Ge­sicht be­kom­men. Die Auf­trag­ge­ber kön­nen Au­to­ren näm­lich auch von Ar­ti­keln aus­schlie­ßen.

Ich muss trotz­dem noch mal auf den Ver­dienst zu­rück­kom­men. Ist es nicht trau­rig für den Au­tor, wenn die­ser ei­nen Ar­ti­kel für 6,00 Euro schreibt und der Auf­trag­ge­ber da­mit ein Viel­fa­ches ver­dient bzw. den Ruhm da­für ein­sackt?

Wenn ein Schrei­ner eine Kom­mo­de baut und die­se dem Käu­fer für 100,00 Euro ver­kauft, die­ser dann die Kom­mo­de in 10 Jah­ren für 5000,00 Euro wei­ter­ver­kauft, be­kommt der Schrei­ner da­von auch nichts ab.

Ich habe das Pro­dukt Text, wel­ches ich ver­kau­fe. Der Käu­fer kann da­mit dann ma­chen was er möch­te. Der Ruhm ist die Ver­gü­tung.

Wer Tex­te im In­ter­net kauft, tä­tigt eine In­ves­ti­ti­on. Nicht je­der Text rech­net sich am Ende, also trägt der Auf­trag­ge­ber auch ein ge­wis­ses Ri­si­ko.

Bin ich richtig bei Content.de?

Was muss dei­ner Mei­nung nach ein Au­tor bei Content.de mit­brin­gen, um er­folg­reich zu sein?

Er muss selbst­stän­dig den­ken, han­deln und ver­han­deln, so­wie sich selbst mo­ti­vie­ren kön­nen.

Was ge­fällt dir bei Content.de bes­ser als bei an­de­ren Text­bör­sen?

Content.de ist eine ei­ge­ne Welt, in der es mög­lich ist, sich eine Re­pu­ta­ti­on auf­zu­bau­en. Gro­ße Auf­trag­ge­ber su­chen lang­fris­tig gute Au­to­ren für ihre Tex­te und be­han­deln die­se mit Re­spekt.

Bei Content.de ist eine Aus­zah­lung je­der­zeit mög­lich, die­se dau­ert in der Re­gel nur 1 - 2 Tage. Der Sup­port und das Be­wer­tungs­sys­tem sind sehr fair.

Wor­an könn­te die Text­platt­form noch ar­bei­ten?

Die Web­sei­te ist zeit­wei­se äu­ßerst lang­sam, eine In­ves­ti­ti­on in neue Ser­ver­tech­nik wäre even­tu­ell an­ge­bracht.

Des Wei­te­ren wäre eine Duden-Applikation, nach Vor­bild Hel­ps­ter, für die Au­to­ren äu­ßerst hilf­reich, wel­che auch Kom­ma­ta und Gram­ma­tik­feh­ler er­kennt.

Was sich sehr ge­bes­sert hat, ist das Brie­fing für Au­to­ren von neu­en Auf­trag­ge­bern. Je kon­kre­ter die­ses ist, umso schnel­ler und hoch­wer­ti­ger kann der Text ge­stal­tet wer­den. Hier habe ich das Ge­fühl, das Content.de den Auf­trag­ge­bern schon kräf­tig un­ter die Arme greift.

Auf der Su­che nach In­ter­view­part­nern, wel­che er­folg­reich auf Text­bör­sen sind, nicht nur bei Content.de, habe ich nur Ab­sa­gen be­kom­men. Gut, dies könn­te dar­an lie­gen, dass mein klei­ner Blog hier noch re­la­tiv we­nig Reich­wei­te hat, könn­te es viel­leicht noch ei­nen an­de­ren Grund ge­ben?

Na­tür­lich herrscht un­ter den „gu­ten” Au­to­ren ein Wett­be­werb um die bes­ten Auf­trä­ge. War­um soll­te man also sei­ne Trick­kis­te öff­nen, um neue oder bis­her nicht so er­folg­rei­che Kon­kur­renz zu stär­ken?

Fazit

Ich den­ke Da­nie­la Hu­berts hat ihre Trick­kis­te für mich ein we­nig ge­öff­net. Für mich wäre das Schrei­ben für Content.de nichts, dazu fehlt mir der Ehr­geiz und mich schreckt der Ge­dan­ke ab, dass mei­ne lie­be­voll er­stell­ten Ar­ti­kel un­ter an­de­rer Flag­ge er­schei­nen.

Be­son­ders auf­schluss­reich fand ich die Tat­sa­che, dass es trotz­dem mög­lich ist, sei­nen Le­bens­un­ter­halt mit Text­bör­sen zu fi­nan­zie­ren.

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