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Anleitungen vom Webworker

Ubuntu: Zeitmesser einrichten – so geht’s

Liegen Sie im Durchschnitt und können eineinhalb Minuten die Luft anhalten? Wann ist endlich die empfohlene Ziehzeit des Tees abgelaufen? Wie viele Liegestützen schaffen Sie in 30 Sekunden? Sie wissen es nicht? Dann benötigen Sie einen Zeitmesser. Ubuntu bietet mehrere Möglichkeiten exakt einen individuellen Zeitraum zu messen, damit Sie nie wieder die nächste Zigarettenpause mit Kollegen verpassen. Auch wenn Sie am Arbeitsplatz gerne ein kurzes Nickerchen halten, weckt Sie die Ubuntu Eieruhr rechtzeitig zum nächsten Kundentermin.

Bild von Ubuntu StoppuhrBeim Zeitmessen unter Ubuntu gilt es, zwischen einmaligen und ständig wiederkehrenden Ereignissen zu unterscheiden. Wenn Sie als Feelgood-Manager Ihres Unternehmens heute ausnahmsweise eine Büro-Olympiade veranstalten, ist der Weg über einen Konsolenbefehl zu empfehlen. Um beispielsweise 20 Sekunden zu stoppen, damit Sie herausfinden, wie viele Meter ein Teilnehmer in dieser Zeit beim Müllbeutelhüpfen zurücklegt, kopieren Sie folgenden Befehl in ein Terminal-Fenster:

seconds=20; date1=$((`date +%s` + $seconds)); 
while [ "$date1" -ge `date +%s` ]; do 
echo -ne "$(date -u --date @$(($date1 - `date +%s` 
)) +%H:%M:%S)\r"; 
done

Für Gewohnheitstiere mit immer wiederkehrenden Marotten ist diese Methode natürlich nicht geeignet.

Wer alle 30 Minuten eine kurze Yogaübung einlegen möchte oder regelmäßig seinen Chef daran erinnern muss, dass dieser auch brav sein Antiepileptikum einnimmt, der sollte auf Tea Time zurückgreifen.

Grafische Zeitmessung unter Ubuntu

Tea Time ist eine kleine Freeware, die es ermöglicht feste Zeiträume abzuspeichern. Nach Ablauf der Eieruhr ertönt nicht nur ein Warnton, sondern es erscheint auch ein Hinweis auf dem Desktop.

Screenshot von Ubuntu Desktop - Tea Time gibt Hinweis, dass die Stoppuhr abgelaufen ist

Für die Installation der smarten Applikation öffnen Sie zunächst einmal ein Terminal-Fenster.

sudo add-apt-repository ppa:teatime/ppa

Fügen Sie mit diesem Befehl die PPA für Tea Time Ihrem System hinzu.

sudo apt-get update && sudo apt-get install teatime-unity

Mithilfe dieses Befehls aktualisieren Sie zunächst Ihre Bezugsquellen und installieren anschließend automatisch den Ubuntu Zeitmesser.

Einrichten wiederkehrender Zeitspannen

Screenshot von Tea Time in Ubuntu Dash-Startseite

Nach der Installation lässt sich Tea Time direkt über die Ubuntu Dash-Startseite öffnen. Daraufhin erscheint ein schlichtes Menüfenster, in dem „Neuer Eintrag“ steht. Klicken Sie diesen Eintrag mit einem Doppellinksklick an, um Ihren ersten individuellen Zeitraum einzutragen.

Screenshot vom Einstellen der Stoppuhr in Ubuntu

Daraufhin taucht automatisch eine zweite Zeile mit „Neuer Eintrag“ auf, sodass Sie nach dem gleichen Prinzip umgehend den nächsten Termin hinterlegen können.

  • Ist ein Eintrag nicht mehr aktuell? Dann markieren Sie diesen zuerst mit einem Linksklick. Im Anschluss löschen Sie die komplette Zeile mithilfe der Entfernentaste.

Zum Starten der Zeitmessung suchen Sie sich einfach einen zuvor konfigurierten Eintrag heraus, indem Sie diesen markieren. Gleich danach bestätigen Sie Ihre Eingabe über die Schaltfläche „Timer starten“.

Die Zeit ist abgelaufen – Ubuntu zieht die Konsequenzen

Screenshot von Ubuntu Tea Timer - den Timer stoppen

Während die digitale Eieruhr tickt, haben Sie über die Schaltfläche „Timer stoppen“ jederzeit die Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen.

  • Die verbleibende Zeitspanne wird zudem im Menüfenster von Tea Time angezeigt.
  • Außerdem befindet sich links in Ihrer Ubuntu-Menüleiste ein weiterer Balken, der den Timer grafisch darstellt.

Sobald die Zeit abgelaufen ist, ertönt ein Signalton. Außerdem erscheint ein Hinweisfenster am rechten Bildschirmrand des Desktops.

Faktencheck: Ubuntu Stoppuhr hilft beim Zeitmanagement

Die Zeit unter Ubuntu mithilfe von Tea Time zu stoppen hilft in vielen Lebenslagen. Zum Beispiel wenn Sie an Ihrer Universität einen Vortag innerhalb von zehn Minuten halten müssen und vorher dafür üben wollen. Aber auch wenn Sie Nachhilfe geben, um Ihrem Schüler mitzuteilen, dass die Stunde geschlagen hat. Wobei hierfür die automatische Zeitansage eine subtilere Lösung wäre.

Ubuntu kann ohne großen Aufwand automatisch die Zeit ansagen.

Sascha: Ubuntu: Automatische Zeitansage einrichten – so geht’s. kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Wenn Sie Tea Time nach meiner Anleitung installieren erhalten Sie:

  • Eine platzsparende und funktionelle Freeware, welche auf Python basiert.
  • Eine sichere PPA die dafür sorgt, dass Tea Time immer automatisch mit Ihren anderen Applikationen aktualisiert wird.

Verwandte Themen:

Kochen mit Ubuntu – Rezeptdatenbank
Muss man unter Ubuntu eigentlich defragmentieren?

(Screenshots: Tea Time unter Ubuntu 16.04.1 LTS)

Ubuntu mit USB-Stick installieren – Anleitung

Um Ubuntu als Betriebssystem zu installieren, haben Sie drei gängige Möglichkeiten. Neben dem klassischen Weg mithilfe einer selbst gebrannten DVD und der Netzwerkinstallation für Spezialisten gewinnt die Installation mit einem USB-Stick immer mehr an Bedeutung. Dies liegt vor allem daran, dass mobile Computer wie Netbooks aber auch Laptops immer seltener mit einem DVD-Laufwerk ausgestattet sind.

Bild von Ubuntu USB-SetupAber auch die Tatsache, dass alle zwei Jahre eine neue LTS-Vollversion von Ubuntu erscheint, macht die Installation mit einem USB-Stick interessant. Schließlich würden optische Datenspeicher mit alten Distributionen ohnehin nur im Müll landen. Schnell, praktisch, umweltfreundlich und immer aktuell – warum installieren dann nicht alle Benutzer ihr Betriebssystem mit einem elektrischen Wechseldatenträger?

Dies liegt vor allem daran, dass der Weg zum bootfähigen USB-Stick sehr steinig ist. Außerdem unterstützt nicht jedes Computersystem die Installation über einen USB-Port.

Bild von USB-Sticks von Verbatim für die Ubuntu Installation

Bevor Sie damit beginnen, einen gewöhnlichen USB-Stick zu einem Ubuntu-Installationsmedium zu machen, sollten Sie folgende Fragen mit Ja beantworten können:

  1. Besitzen Sie einen USB-Stick, der vier Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung stellt?
  2. Ist es Ihrem Mainboard möglich, von einem USB-Port zu booten?
  3. Haben Sie bereits ein Abbild einer aktuellen Ubuntu-Version kostenlos von Canonical heruntergeladen?

USB-Stick für die Installation vorbereiten

Starten Sie wie gewöhnlich Ihre Linux-Distribution und stecken Sie Ihren USB-Stick in einen freien Port. Tipp: Verwenden Sie falls vorhanden einen blau gefärbten USB 3.0 Anschluss. Die höhere Übertragungsrate dieser Anschlussart verkürzt die folgende Prozedur deutlich.

Screenshot von Ubuntu Dash-Startseite mit der Eingabe "Laufwerke"

Im ersten Schritt geht es darum, das zukünftige Installationsmedium korrekt zu formatieren. Navigieren Sie dazu über die Ubuntu Dash-Startseite in das Menü „Laufwerke“.

Screenshot von Ubuntu 16.04 LTS - Datenträger formatieren

Im Datenträgermenü angekommen markieren Sie zunächst den Eintrag für Ihren USB-Stick und klicken danach auf die kleine Schaltfläche mit den Zahnrädern. Wählen Sie im Anschluss den Punkt „Formatieren“ aus.

Daraufhin öffnet sich das Menüfenster „Datenträger formatieren“.  Konfigurieren Sie die bevorstehende Formatierung folgendermaßen:

  • Löschen: Vorhandene Daten mit Nullen überschreiben (Langsam).
  • Typ: Kompatibel mit allen Systemen und Geräten (FAT).
  • Name: Ubuntu Medium.

Bestätigen Sie Ihre Einstellungen mit einem Linksklick auf die Schaltfläche „Formatieren“.

Screenshot von USB-Stick unter Ubuntu 16.04 LTS mit W95 FAT32 (LBA) Partition

Nachdem die Formatierung abgeschlossen ist, verfügen Sie über einen bootfähigen USB-Stick mit einer W95 FAT32 Partition.

UNetbootin übernimmt den Datentransfer

Das von Ihnen heruntergeladene Ubuntu-Abbild ist eine ISO-Datei, die nun auf den USB-Stick kopiert und entpackt werden muss. Dafür empfehle ich die Freeware UNetbootin. Für die Installation dieser Applikation öffnen Sie zunächst einmal ein Terminal-Fenster.

sudo add-apt-repository ppa:gezakovacs/ppa

Fügen Sie direkt im Anschluss die PPA von UNetbootin Ihren Softwarequellen hinzu.

sudo apt-get update && sudo apt-get install unetbootin

Mithilfe dieser Befehlskette aktualisieren Sie zuerst Ihre Softwarequellen und starten gleich danach die Installation des Programms.

Ubuntu auf einen USB-Stick kopieren

Bevor Sie im nächsten Schritt UNetbootin über die Ubuntu Dash-Startseite öffnen, sollten Sie noch einmal überprüfen, ob Ihr USB-Stick im System eingehängt ist.

Screenshot von UNetbootin: Ubuntu Installation mit Abbild

Denn nur dann weist die Freeware dem Wechseldatenträger gleich automatisch einen Laufwerksbuchstaben zu.

Sobald Sie die Eingabemaske von UNetbootin vor sich sehen, sind Sie nur noch vier Aktionen von Ihrem Installationsmedium in Stickform entfernt:

  1. Setzen Sie einen Haken bei „Abbild“.
  2. Wählen Sie rechts daneben „ISO“ aus.
  3. Navigieren Sie über die Schaltfläche mit den drei Pünktchen zu Ihrem heruntergeladenen Abbild. Markieren Sie danach die Ubuntu-Datei und fügen Sie diese über die Schaltfläche „Open“ in UNetbootin ein.
  4. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit einem Linksklick auf die Schaltfläche „OK“.

Screenshot vom Kopieren des Ubuntu-Abbilds auf einen USB-Stick mithilfe von UNetbootin

Die Dateien werden daraufhin auf Ihren USB-Stick extrahiert. Dieser Vorgang nimmt einige Zeit in Anspruch. Brechen Sie den Prozess auf keinen Fall ab, auch wenn es manchmal so aussieht, als hätte sich Ihr Computer aufgehängt.

Sobald UNetbootin die Meldung „Installation Complete (Aktuell)“ ausgibt, ist Ihr Ubuntu-Installationsmedium einsatzbereit.

Wie wird Ubuntu mit einem USB-Stick installiert?

Ihr USB-Stick beinhaltet nun nicht nur alle Funktionen einer Ubuntu Live-CD, sondern verfügt zudem noch über einige UNetbootin Diagnosewerkzeuge.

Um die Linux-Distribution mithilfe eines elektrischen Wechseldatenträgers installieren zu können, führt Ihr erster Weg immer in das BIOS/UEFI des Computersystems.

Bild von Bootoptionen eines ASRock BIOS

In den Bootoptionen müssen Sie dafür sorge tragen, dass Ihr USB-Stick vom System auch als Erstes gebootet wird.

Erfahrung: Es kann sein, dass Ihr Flashspeicher nicht vom BIOS/UEFI erkannt wird, solange dieser an einem blauen USB 3.0 Anschluss steckt. Wechseln Sie dann einfach auf einen schwarzen USB 2.0 Anschluss, starten Sie Ihren Computer neu und konfigurieren Sie die Bootoptionen erneut.

Faktencheck: Wann Ubuntu mit USB-Stick installieren?

Was haben Kassettenrekorder, Diskettenlaufwerke und DVD-Laufwerke gemeinsam? Alles sind Liebhaberstücke, die vom Aussterben bedroht sind. Aktualisieren Sie also zukünftig Ihre Ubuntu-Version nicht nur via Terminal, sondern erneuern Sie auch regelmäßig mit nur wenigen Klicks und ohne Kosten Ihr elektrisches Installationsmedium.

Übrigens, jede Ubuntu-Version verfügt in den Bordmitteln über den sogenannten Startmedienersteller (Startup Disk Creator). Damit wäre es ebenso möglich, einen USB-Stick bootfähig zu machen.

Leider weiß ich aus beruflicher Erfahrung, dass sich USB-Sticks, die mit dem Startmedienersteller erzeugt wurden, oftmals nicht booten lassen. Vor allem ist dies bei preiswerten Netbooks der Fall, die mit einer Windows OEM-Version „infiziert“ wurden. Hingegen konnte ich Ubuntu-Installationsmedien, die ich mit UNetbootin erstellt hatte, bisher immer problemlos ausführen.

Verwandte Themen:

Wie Partitionen unter Ubuntu richtig aufteilen?
Ubuntu, Kubuntu, Gubuntu oder Linux Mint? Was ist richtig für mich?

(Screenshots: UNetbootin 625.1 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)

Ubuntu: Temperaturen des Systems anzeigen lassen – Anleitung

Obwohl der Homo sapiens im Gegensatz zu beispielsweise Echsen völlig unabhängig vom Wetter agieren könnte, da er kein Sonnenlicht benötigt um seinen Körper auf heimelige 36 Grad Celsius zu heizen, spielen Umgebungstemperaturen für ihn eine große Rolle. Gleiches gilt auch für den besten Freund des Menschen, denn Computer mögen es ebenfalls weder zu heiß noch zu kalt. Doch wie finden Sie als Ubuntu-Benutzer heraus, wie es um die einzelnen Organe (Hardwarekomponenten) Ihres treuen Weggefährten bestellt ist?

[…] gibt es ein Programm für Ubuntu, mit dem ich mir die Temperatur der CPU und der Grafikkarte grafisch anzeigen lassen kann? Für Windows verwende ich Open Hardware Monitor, falls dir das was sagt. Gibt es so etwas auch für Linux?

Kaczmarek, Hendrik: Frage: Systemtemperaturen unter Ubuntu anzeigen. E-Mail vom 31.10.2016.

Bild von Ubuntu TemperaturAuch unter Ubuntu ist ein Fiebermessen bei der Hardware problemlos in grafisch aufbereiteter Form möglich. Somit können Sie sich mit relativ wenig Aufwand die Temperaturen von Prozessor, Grafikkarte, Festplatten und Co. anzeigen lassen. Selbst die korrekte Drehzahl einzelner Systemlüfter bleibt mit der Linux-Distribution nicht mehr im Verborgenen. Alles was Sie dafür benötigen, ist die Freeware Psensor.

Dieser kostenlose Hardware Monitor für Ubuntu lässt sich völlig frei konfigurieren, sodass Sie sogar die Systemkomponenten individuell benennen können.

Screenshot von Psensor unter Ubuntu

Die Applikation arbeitet in Ihrer Taskleiste, sodass Sie mit nur einem Mausklick einen kompletten Überblick über die Temperaturen Ihres Systems erhalten.

Sensoren mit Ubuntu auslesen

Um sich die Systemtemperaturen grafisch anzeigen zu lassen, müssen Sie zunächst einige Installationsschritte ausführen. Öffnen Sie also zuallererst ein Terminal-Fenster.

sudo apt-get update && sudo apt-get install lm-sensors

Mit dem Ausführen dieser Befehlskette aktualisieren Sie zum einen Ihre Softwarequellen und zum anderen installieren Sie das Programm LM-Sensors.

sudo sensors-detect

Damit schicken Sie LM-Sensors wie ein Fahrzeugdiagnosesystem auf die Suche nach Sensoren innerhalb Ihres Computers, bei denen die Temperatur gemessen wird.

Hinweis: Vor jeder neuen Suche werden Sie gefragt, ob es auch wirklich okay ist, diese Hardware auszulesen. Beantworten Sie alle Fragen mit „Y“.

sudo apt-get install psensor

Um sich die erfassten Werte von LM-Sensors in schöner grafischer Form dauerhaft anzeigen zu lassen, benötigen Sie zudem die Freeware Psensor. Diese können Sie nach erfolgreicher Installation direkt mithilfe der Ubuntu Dash-Startseite starten.

Temperaturanzeige einmalig konfigurieren

Nach dem Öffnen von Psensor sehen Sie in Ihrer Taskleiste ein kleines Thermometer. Außerdem hat sich ein großes Fenster mit Ihren Systeminformationen geöffnet.

Screenshot von Psensor unter Ubuntu 16.04 LTS in der Taskleiste Unity

Die Namen der Einträge sind standardmäßig nichtssagend und müssen von Ihnen manuell definiert werden.

  • Mit einem Rechtsklick auf einen Eintrag haben Sie die Möglichkeit, einen individuellen Namen zu vergeben.
  • Außerdem lassen sich Anzeigen, die keine Werte ausgeben, da sie nicht ausgelesen werden können ausblenden.

Nehmen Sie sich für die einmalige Konfiguration etwas Zeit und tragen Sie korrekte Hardwarebezeichnungen ein.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie unter Ubuntu an detaillierte Systeminformationen kommen, und wie Sie diese Informationen für eine eventuelle Weiterbearbeitung aufbereiten.

Sascha: Ubuntu: Was ist in meinem PC? – Systeminformationen. kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Hinweis: Normalerweise sollte Psensor die Temperatur und Auslastung jedes einzelnen Prozessorkerns anzeigen. Je nachdem welche Hardware Sie besitzen, kann es jedoch durchaus sein, dass Sie nur den Mittelwert aus allen Kernen angezeigt bekommen.

Autostart und Alarmfunktion für Enthusiasten

Damit der Systemmonitor auch immer direkt mit Ubuntu startet, ist es notwendig, im Menü „Einstellungen“ zwei Häkchen zu setzen.

Screenshot von Psensor im Reiter "Startup"

Aktivieren Sie im Reiter „Startup“ den Punkt „Launch on session startup“, um einen Eintrag im Autostartmenü zu erzeugen.

  • Mit „Fenster beim Programmstart ausblenden“ erreichen Sie, dass Psensor ohne großes Fenster, nur mit einem Thermometer in der Taskleiste gestartet wird.

Um eine Alarmfunktion einzurichten, navigieren Sie über den Menüpunkt „Sensoreinstellungen“ in den Reiter „Alarm“.

Screenshot vom Einrichten der Alarmfunktion in Psensor unter Ubuntu 16.04 LTS

Markieren Sie die jeweilige Hardware und setzen Sie einen Haken bei „Benachrichtigungen aktivieren“.

  • Geben Sie darauffolgend Temperaturgrenzen ein.

Wird eine Grenze unter- oder überschritten, färbt sich das Thermometer rot und es drängt eine Meldung in den Vordergrund.

Dauerhafte Systemstatusanzeige in der Taskleiste

Falls Sie immer die Lüfterdrehzahl und die Temperatur einzelner Komponenten im Blickfeld haben möchten, ist dies mit Psensor ebenfalls möglich.

Screenshot von Psensor "Display sensor in the label (experimental)"

Navigieren Sie dazu in das Menü „Sensoreinstellungen“ und wählen Sie den Eintrag aus, der in Ihrer Taskleiste angeheftet werden soll. Wechseln Sie anschießend in den Reiter „Application Indicator“.

  • Setzen Sie daraufhin einen Haken bei „Display sensor in the label“ und bestätigen Sie mit der Schaltfläche „OK“.

Mithilfe dieses Features können Sie jederzeit überprüfen, ob die Lüfterprofile aus dem BIOS/UEFI aktiv sind und welche Anwendungen Ihrer CPU Beine machen.

Als Richtwert sollte je nach Jahreszeit Ihre CPU im Office-Betrieb zwischen 18 und 38 Grad Celsius pendeln.

Sascha: Gute CPU Kühlung – was gibt es zu beachten? kilobyte.bplaced.net (11/2016).

Faktencheck – Temperaturen auslesen unter Ubuntu

Psensor ist die perfekte Applikation, um unter Ubuntu seine Hardwaretemperaturen im Blick zu behalten.

  • Die Software ist kostenlos über die offiziellen Quellen verfügbar.
  • Das smarte Programm startet mit dem System und arbeitet unscheinbar im Hintergrund. Mit nur einem Klick sind alle Werte präsent.
  • Zudem bietet Psensor die Option an, für sämtliche Hardwarekomponenten eine individuelle Alarmfunktion einzurichten.

Einziger Nachteil aus dem Blickwinkel eines Windowsbenutzers könnte sein, dass die Einträge manuell konfiguriert werden müssen.

Verwandte Themen:

Stabiles WLAN unter Ubuntu – Tipps
In Ubuntu einen Startton einrichten – so geht’s

(Screenshots: Psensor 1.1.3 unter Ubuntu 16.04.1 LTS)