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Debian 8: Steam installieren – Anleitung

Seit Anfang 2012 ist es möglich, die Vetriebsplattform für Spiele namens Steam (englisch Dampf) unter dem Debian-Derivat Ubuntu 12.04 LTS zu installieren. In den letzten drei Jahren ist die Anzahl der Ubuntu-Spieler dermaßen stark angewachsen, sodass Steam bereits ein fester Bestandteil der offiziellen Repositories ist und über mehr als 1500 Linux-Spiele verfügt.

Zwischenzeitlich finden Sie unter Steam mehr als 1500 Spiele, die ab Ubuntu 12.04 LTS funktionieren.

Sascha: Spiele für Ubuntu – Steam erste Anlaufstelle. kilobyte.bplaced.net (05/2015).

Mit dem Erscheinen von Debian 8 „Jessie“ haben nun auch Benutzer dieser Linux-Distribution endlich die Möglichkeit Steam zu installieren und in den Genuss der neusten PC-Spiele zu kommen. Leider gehört Steam unter Debian nicht zu den offiziellen Quellen, deshalb ist die Installation nicht so leicht wie unter Ubuntu. Mithilfe der folgenden Anleitung können Sie sich jedoch in Kürze in Ihren Steam-Account einloggen.

Debian und die 32-bit libraries

Screenshot von Cities: Skylines unter Debian 8Bevor Sie Cities: Skylines, Counter Strike: Global Offensive und Co. unter Debian 8 daddeln können, müssen Sie erst das Problem mit den 32-bit libraries lösen. Laden Sie sich nämlich unter Debian 8 64-bit die neuste Installationsdatei (steam_latest.deb) herunter und installieren diese, werden zwar benötigte Abhängigkeiten automatisch mitinstalliert, nicht jedoch wichtige Dateien wie beispielsweise die libc.so.6.

Öffnen Sie Steam, bekommen Sie die wunderschöne Fehlermeldung: „You are missing the follwing 32-bit libraries, and Steam may not run: libc.so.6.“

Screenshot von Steam Fehler 32-bit libraries

Für Benutzer von Debian 7 „Wheezy“ beginnt nun eine Odyssee, denn dieser Fehler tritt nicht erst seit Debian 8 auf. Wer noch nicht auf „Jessie“ upgegradet hat, findet zwar unzählige Anleitungen, jedoch denke ich nicht, dass eine davon zum Erfolg führt.

Hingegen für Debian 8 haben sowohl die Entwickler dieses Betriebssystems, als auch Valve mit seinen ständigen Patches, um die Kompatibilität zu Linux zu erhöhen, stark dazu beigetragen, Steam einfacher zu installieren.

Valve has just released a new update for the Steam gaming client, and it’s a big one. Granted, it’s mostly filled with small fixes and improvements, but it’s important nonetheless.

Stahie, Silviu: The Steam client has been updated and it’s full of fixes. news.softpedia.com (05/2015).

Steam Installation mit Funktionsgarantie

Bevor Sie mit der Installation von Steam unter Debian 8 beginnen, treffen Sie gewisse Vorbereitungen:

Ich empfehle Ihnen einen proprietären Grafikkartentreiber installiert zu haben. Außerdem sollte Debian 8 auf dem neusten Stand sein. Des Weiteren muss in Ihrer sources.list die Quelle „contrib non-free“ freigeschaltet sein. Tipp: Dies erkläre ich ebenso im Artikel und Video zum Grafikkartentreiber.

  1. Falls noch nicht geschehen, installieren Sie den o. g. Installer für Linux von der Steam-Webseite.
  2. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster. Tippen Sie su und darauffolgend das Administratoren-Passwort ein, um ein Root-Terminal zu erzeugen.
  3. Fügen Sie nun die 32-bit Dateien mit dpkg --add-architecture i386 hinzu.
  4. Aktualisieren Sie Ihre Quellen mit apt-get update.
  5. Installieren Sie die 32-bit Dateien mit apt-get -t jessie install libc6:i386/jessie.
  6. Installieren Sie Steam für Debian 8 mit apt-get install steam:i386/jessie und im Anschluss mit apt-get install libstdc++6:i386/jessie.

Sie haben es fast geschafft. Sie benötigen zu guter Letzt noch die 32-bit Dateien für Ihren Grafikkartentreiber. Schließen Sie die Installation je nachdem, welchen Grafikkartenhersteller Sie verbaut haben, mit folgendem Befehl im Root-Terminal ab:

  • AMD apt-get install libgl1-fglrx-glx:i386.
  • NVIDIA apt-get install libgl1-nvidia-glx:i386.
  • Intel apt-get install libgl1-mesa-glx:i386.

Restliche Dateien updatet Steam automatisch

Nach dem Sie die Befehlsketten eingegeben haben starten Sie Steam. Es werden nun alle weiteren fehlenden Dateien automatisch geupdatet.

Screenshot von Steam Menü unter Debian 8 "Jessie"

Nun können Sie, wie unter Windows oder Ubuntu, Steam in vollen Zügen genießen.

Fazit

Zugegeben, die Installation von Steam unter Debian 8 „Jessie“ ist etwas umständlich. Wer sich aber mit dieser Linux-Distribution einlässt, weiß in der Regel vorher, was ihn erwartet.

Während des Spielens bemerken Sie keinen Unterschied, unter welchem Betriebssystem Sie Steam gestartet haben. Auch die Optik des Menüs unterscheidet sich in keinster Weise.

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(Screenshots: Cities: Skylines & Steam unter Debian 8)

Grafikkarte in Debian Jessie installieren – Schritt für Schritt

Mit Debian 8 „Jessie“ kam für Desktop-Benutzer, im Vergleich zur Vorgängerversion, einiges in Bewegung. Der eingesetzte Kernel 3.16 wird langfristig von Ubuntu/Canonical gepflegt und verspricht standardmäßige, aktuelle Hardware-Unterstützung. Hinzu kommt, dass unter dieser Linux-Distribution nun auch Steam installiert werden kann und damit der Weg für aktuelle, native Linux-Spiele geöffnet wurde. Mit Debian 8 ist es also endlich möglich, sich ein stabiles Multimedia-System einzurichten. Einzige Voraussetzung dafür ist eine leistungsstarke Grafikkarte. Aus diesem Grund zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Treiber für eine aktuelle AMD-Grafikkarte installieren.

Welche Grafikkarte für Debian auswählen?

Bild von XFX AMD R7 260X 2GB
Generell ist es völlig egal, für welchen Grafikkartenhersteller (AMD, Nvidia, Intel) Sie sich entscheiden. Der Debian Standardgrafikkartentreiber aus dem X.Org-Bundle zaubert immer ein Bild auf Ihren Monitor.

Um 2015 jedoch in Genuss von flüssigen 3D-Desktop-Umgebungen (KDE Plasma) zu kommen und sämtliche aktuelle Spiele für Linux (CS:GO, Cities:Skylines, Empire:Total War etc.) ruckelfrei spielen zu können, sollten Sie eine dedizierte Grafikkarte der Kategorie AMD R7 bzw. Nvidia GT 7xx oder höher bzw. eine Kaveri-APU wählen.

Damit Sie das Maximum aus Ihrer Grafikhardware herausholen, sollten Sie einen proprietären Treiber von AMD oder Nvidia installieren. AMD hat hierbei ein sehr großes Interesse, genauso gute Treiber unter Linux, wie unter Windows anzubieten und aktualisiert seinen Catalyst-Treiber regelmäßig. Der Support für Linux und dessen Distributionen soll langfristig sogar noch besser werden.

AMD stellt zur Weiterentwicklung des freien Radeon-Treibers unter Linux zwei neue Open-Source-Entwickler ein. Damit soll der Abstand zum kommerziellen Treiber verkleinert werden.

Thommes, Ferdinand: Neue Linux-Entwickler sollen Radeon-Treiber voranbringen. computerbase.de (04/2015).

Ich weiß nicht was man im Hause Nvidia gegen Linux hat, seitdem ich ausschließlich Linux-Distributionen einsetze, hat mich der Grafikkartenhersteller jedoch als Kunden verloren. Wenn ein Treiber mal sauber funktioniert, ist dieser steinalt und verschenkt zu viel Potential. Ich denke auch nicht, dass sich das jemals ändern wird.

Nvidia, Fuck You!

Silicon News: Linus Torvalds: Nvidia, Fuck You! youtube.com (04/2015).

Wenn Sie also Debian 8 auf Ihrem Desktop-PC als Multimedia-System einsetzen, kann ich Ihnen nur eine Grafikhardware von AMD empfehlen und dafür für optimalen Funktionsumfang garantieren.

Catalyst-Treiber in Debian 8 installieren

Zum Installieren des AMD Catalyst Treibers unter Debian 8 gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie ein Root-Terminal.
  2. Öffnen Sie die sources.list mit nano /etc/apt/sources.list.
  3. Fügen Sie die Quelle deb http://http.debian.net/debian/ jessie non-free contrib main hinzu. Bei mir sieht das Ganze so aus:

Screenshot von Debian Jessie Sources.list
Speichern Sie die Datei mit Strg + O, bestätigen Sie mit Enter und schließen Sie nano mit Strg + X.

Führen Sie im selben Root-Terminal nun nacheinander folgende Befehle aus:

  1. apt-get update
  2. apt-get install fglrx-driver fglrx-control
  3. Bestätigen Sie mit „Ja“.
  4. aticonfig --initial
  5. Starten Sie Ihren Computer neu.

Der AMD Grafikkartentreiber ist nun unter Debian 8 installiert.

Catalyst in Debian konfigurieren

Screenshot von AMD Catalyst unter Debian 8Je nachdem welche Benutzeroberfläche Sie verwenden, können Sie mit dem Suchbegriff „Catalyst“ in das Konfigurationsmenü navigieren. Einstellen können Sie jedoch noch nichts, denn Sie müssen mit Sudo-Rechten zugreifen. Dazu öffnen Sie ein normales Terminal-Fenster ohne Administrator-Rechte. Sie müssen zunächst Sudo erlauben, Ihren Display zu benutzen.

  • Geben Sie dazu den Befehl xhost local:root ein.
  • Mit su machen Sie das Terminal jetzt zu einem Root-Terminal.
  • Der Befehl amdcccle öffnet nun das Catalyst-Menü mit Sudo-Rechten und Sie können beispielsweise die Bildschirmauflösung einstellen oder mehrere Bildschirme konfigurieren.

Wissenswertes, weitere Empfehlungen und Fazit

Bild von der Rückseite der Grafikkarte R7 260X von XFXWenn Sie Ihre Grafikkarte anhand dieser Anleitung einrichten, müssen Sie nie wieder daran denken. Aktualisierungen des proprietären Treibers erhalten Sie automatisch über die Debian-Updates. Sie können sich genauso sicher sein, dass Spiele das Bestmögliche aus Ihrer Hardware herausholen. Wenn Sie noch wenig Erfahrung mit Debian haben, könnten Sie sich nun fragen, warum das alles so kompliziert ist. Warum kann man nicht einfach wie unter Windows auch, eine Treiber-Datei herunterladen, anklicken und installieren?

  • Ganz einfach, Debian hasst Sie.

Wenn Sie damit leben können, bekommen Sie ein aktuelles, kostenloses, sicheres, stabiles Betriebssystem, welches die Mutter der meisten grafischen Linux-Distributionen ist. Außerdem können Sie sich sicher sein, dass Debian keinen Datenmissbrauch betreibt.

Anekdote: Neulich habe ich für einen Kunden einen Laptop mit Windows 8.1 bestellt. Ich sollte das Ding gleich einrichten. Kein Problem, ich respektiere wortlos die Kundenwünsche. Als ich beim Einrichten ein Microsoft-Konto einrichten sollte/musste, um weiter zu kommen, dachte ich:

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau

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(Screenshots: Debian 8 und AMD Catalyst 13.35)

Ubuntu Installation: Festplatte richtig aufteilen – Anleitung

Wenn Sie eine Linux-Distribution wie Ubuntu oder Debian installieren, haben Sie bei der Installation zwei Möglichkeiten. Entweder Sie lassen die Systemfestplatte automatisch vom Installer aufteilen oder Sie machen dies manuell. In dieser Anleitung erfahren Sie zum einen wie Sie Ihre Festplatte bei der Installation richtig aufteilen und zum anderen welche enormen Vorteile dadurch langfristig entstehen.

Warum manuell aufteilen? – Überblick

Bild von Ubuntu SetupWenn Ubuntu die Aufteilung der Systemfestplatte automatisch übernimmt, wird Ihr Home-Verzeichnis auf derselben Partition wie das Wurzelverzeichnis (Dateien des Betriebssystems) angelegt. Sollte es einmal notwendig sein, Ihr beschädigtes Ubuntu neu zu installieren, sind alle Programme und Profile weg oder müssen vorher aufwendig gesichert werden. Außerdem legt Ubuntu eine SWAP-Partition an, die in ihrer Größe heutzutage nicht mehr angemessen ist.

  • Des Weiteren können Sie nicht bestimmen, in welches Master Boot Record der GRUB-Bootloader installiert wird. Dies ist bei Computern mit mehreren Systemdatenträgern äußerst schlecht.

Wichtigster Schritt der Ubuntu Installation

Bei der Installation von Ubuntu kommen Sie relativ früh an den Punkt an dem Sie entscheiden können, wer die Festplattenaufteilung vornehmen soll.

Screenshot von Ubuntu Installation "Etwas Anderes"

Wählen Sie hier den Menüpunkt „Etwas Anderes – Sie können selbst Partitionen anlegen, deren Größe ändern oder mehrere Partitionen für Ubuntu auswählen“ aus.

Löschen Sie nun alle Partitionen des Datenträgers, auf dem Ubuntu installiert werden soll. Am Ende sollten Sie nur noch die Datenträgerbezeichnung und den Eintrag „Freier Speicherplatz“ sehen.

Screenshot von Ubuntu Installationsart - "Neue Partitionstabelle"

Hinweis: Auf werksneuen Datenträgern müssen Sie zuallererst eine neue Partitionstabelle erstellen. Markieren Sie dazu die jeweilige Laufwerksbezeichnung und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Neue Partitionstabelle“. Folgen Sie daraufhin dem sich öffnenden Menü so lange, bis der Punkt „Freier Speicherplatz“ erscheint.

  • Immer wenn Sie nun ein Stück Ihrer Festplatte zuteilen, markieren Sie zunächst „Freier Speicherplatz“ und klicken danach auf „Hinzufügen“.

Screenshot von Ubuntu Installation - Empfehlung für die Installationsart

  • Zuerst legen Sie Ihr Wurzelverzeichnis (Einhängepunkt /) an. Das Wurzelverzeichnis ist eine primäre Partition, die heutzutage im ext4-Format formatiert sein sollte. Die Position befindet sich immer am Anfang.
  • Danach wird die SWAP-Partition angelegt. In Zeiten, in denen Computer mit weit mehr als vier Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet sind, hat diese Partition nur noch einen Zweck; SWAP spart Strom, wenn Sie den Ruhemodus (Hibernate) benutzen. Die Daten werden dann nämlich nicht im Arbeitsspeicher gespeichert, sondern in die SWAP-Partition geschrieben.

Power-saving is a good reason to keep the swap partition.

justin-avril: Ubuntu 14.04.1 with no swap. ubuntuforums.org (10/2016).

  • Eine SWAP-Partition ist logisch. Sie befindet sich am Ende und hat kein Dateisystem.
  • Vergessen Sie außerdem die Boot-Partition (/boot) nicht. Auf dieser primären Partition befinden sich die Kernel, eine RAM-Disk und der Treiber für die Grafikkarte.

Die boot Partition beinhaltet den Kernel […] eine RAM-Disk […] und proprietäre Grafiktreiber wie NVIDIA.

Kruse, Thomas: Ubuntu boot partition voll. everflux.de (10/2016).

  • Das Anlegen dieser Partition ist optional. Wenn Sie alte Kernel nicht regelmäßig löschen bzw. allgemein ungern Ihre Systemfestplatte aufräumen, kann die Boot-Partition nämlich schnell voll werden. Ich lege jedoch immer eine Boot-Partition am Anfang des Datenträgers im ext4-Format an.
  • Ganz zum Schluss wird erst das Home-Verzeichnis (/home) angelegt.  Ich setze diese primäre Partition immer an das Ende und formatiere die Home-Partition wie alle anderen im ext4-Format.

Zu guter Letzt müssen Sie nur noch festlegen, auf welchem physikalischen Datenträger der Bootloader (GRUB) installiert werden soll. Wählen Sie am besten die Festplatte aus, die in Ihrem BIOS zuerst geladen wird.

Klicken Sie abschließend auf die Schaltfläche „Jetzt installieren“. Die restliche Installation ist Formsache und geht so gut wie automatisch.

Wie groß müssen die Partitionen für Ubuntu sein?

Nachdem Sie nun wissen, dass eine manuelle Installation vier Partitionen erfordert, geht es im Folgenden um die perfekte Größe der aufgeteilten Stücke. Der Konvent der Ubuntu Vergötzung, bestehend aus neun Teilnehmern, die mit der Linux-Distribution ihren Lebensunterhalt verdienen, haben das folgende allgemeingültige Ergebnis erarbeitet.

Kreisdiagramm für manuelle Festplattenaufteilung für Ubuntu (Kilobyte)

Die Diskussion lief unter der Annahme, dass ein zeitgemäßes Computersystem mit Ubuntu 16.04 LTS betrieben wird. Zudem sollte das Ergebnis in die Zukunft gerichtet, und auch für Debian sowie Linux Mint anwendbar sein.

  • Wurzelverzeichnis: Die erste Partition, die Sie bei der manuellen Installation von Ubuntu anlegen, sollte genau 50% des freien Speicherplatzes einnehmen.
  • SWAP-Partition: Die Auslagerungspartition ist eine Konstante, die 4096 Megabyte groß sein sollte.
  • Boot-Partition: Eine weitere unveränderliche Größe stellt mit ihren 700 Megabyte die Boot-Partition dar.
  • Home-Partition: Der restliche freie Speicher steht den Systembenutzern für ihre Applikationen frei.

Tests und Kontroversen zu den einzelnen Bereichen

Der Vorschlag, eine Boot-Partition mit 700 Megabyte zu installieren kam von mir. Er wurde nur knapp mit fünf zu vier Stimmen angenommen. Dies lag jedoch daran, dass manche Teilnehmer des Konvents den meisten Ubuntu-Benutzern nicht zutrauten, regelmäßig sudo apt-get autoremove auszuführen.

Besonders wurde um die richtige Größe der SWAP-Partition gekämpft. Einer der Teilnehmer behauptete, dass bei einem System mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher der Ruhezustand nicht mehr funktionieren würde, wenn die SWAP-Partition lediglich vier Gigabyte groß sei. Dies wurde während des Konvents teilweise widerlegt, da Ubuntu beim Gang in den Ruhezustand nur die tatsächliche Größe des benutzten Arbeitsspeichers auslagert.

Wir gingen jedoch davon aus, dass erfahrungsgemäß die allermeisten Benutzer „Suspend to RAM“ als Ruhemodus verwenden. Aufgrund dessen, dass Ubuntu dank Steam auch bei PC-Spielern immer beliebter wird, entschieden wir uns trotzdem mit sieben zu zwei Stimmen für eine Auslagerungspartition mit einer Größe von vier Gigabyte.

Langfristige Vorteile dieser Aufteilungsmethode
  1. Ihre installierten Programme und Profile sind separat vom Betriebssystem gespeichert und bei einem Systemausfall gesichert.
  2. Bei einer automatischen Installation würde Ubuntu die Größe Ihres Arbeitsspeichers automatisch als SWAP-Speicher reservieren. Sie sparen also Speicherplatz auf Ihrer Systemfestplatte.
  3. Durch das Anlegen einer Boot-Partition können Sie nicht nur Ihr Home-Verzeichnis, sondern auch das Wurzelverzeichnis verschlüsseln.
  4. Sie können zudem selbst festlegen, auf welcher Festplatte der GRUB-Bootloader installiert werden soll.

Mündige Linux-Anwender partitionieren ihren Systemdatenträger also selbst.

Fazit

Das aufgezeigte Aufteilungsschema funktioniert mit jedem Betriebssystem, welches auf Linux basiert. Im laufenden Betrieb werden Sie nicht merken, ob Ihr System automatisch oder manuell installiert wurde. Sollte jedoch einmal etwas nicht mehr richtig funktionieren oder möchten Sie etwas Grundlegendes ändern, werden Sie sich im Nachhinein ärgern, wenn alle Dateien auf derselben Partition sind.

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(Screenshots: Ubuntu 12.04 LTS Live CD)