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Anleitungen vom Webworker

Ubuntu: Filme für alle DVD-Player brennen – Anleitung

Auch besonders preiswerte DVD-Player sind in der Lage selbst gebrannte Film-DVDs abzuspielen. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass die digitalen Filmdateien vor dem Brennvorgang in das DVD-Video-Format konvertiert werden müssen. Um bei diesem Prozess den Qualitätsverlust so gering wie möglich zu halten, ist jedoch eine äußerst gute Software vonnöten. Unter Ubuntu gibt es nur ein kostenloses Programm mit dem sich VideoDVDs für alle handelsüblichen DVD-Player erstellen lassen. Mehr brauchte ich auch nicht, um eine ganze Hochzeitsgesellschaft glücklich zu machen.

Bild von Film-DVD unter Ubuntu erstellenMein bester Freund bat mich nämlich darum, seine Hochzeit zu filmen und das Material nach dem Schneiden auf einen DVD-Rohling zu brennen. Den Datenträger würde er dann selbst 63 Mal vervielfältigen und allen seinen Gästen als Erinnerung zukommen lassen. Für mich bestand deshalb die große Herausforderung darin, mein Originalmedium so zu präparieren, dass es von sämtlichen Ausgabegeräten verarbeitet werden kann. Aus diesem Grund entschied ich mich für die konservative VideoDVD.

Denn nur in diesem Format spielt es keine Rolle, ob mein Filmchen auf einem Heim-DVD-Player, auf einer Sony PlayStation oder direkt am Computer abgespielt wird. Falls Sie nun wissen möchten, wie ich mein Hochzeitsvideo unter Ubuntu erfolgreich gebrannt habe, dann freuen Sie sich auf die folgende Anleitung.

Film-DVD unter Ubuntu erstellen

Wie bereits erwähnt, musste ich zunächst eine gute Software finden, mit der ich mein Projekt umsetzen konnte. Nach einiger Recherche stieß ich auf Devede NG. Die Applikation steht für alle Linux-Distributionen zur Verfügung und lässt sich mit folgendem Terminal-Befehl installieren:

sudo apt-get install devede

Hinweis: Falls Sie das Tool unter Debian verwenden möchten, dann sollten Sie die Installationsdatei direkt von der Entwicklerseite beziehen. Die Version aus den offiziellen Quellen ist bei diesem Betriebssystem nämlich stark veraltet.

Screenshot von Devede NG unter Ubuntu 16.04.2 LTS

VideoDVD unter Ubuntu 16.04.2 LTS erstellen

Als ich Devede NG nach der Installation über die Ubuntu Dash-Startseite öffnete, erschien sofort ein aussagekräftiges Auswahlmenü. Darin klickte ich mit der linken Maustaste auf VideoDVD und gelangte daraufhin direkt in das Hauptmenü.

Screenshot von Devede NG Hauptmenü Version 4.4.0 aus den offiziellen Quellen

Devede NG 4.4.0 unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Bevor ich nun meine gerenderten Aufnahmen einpflegen konnte, musste ich zunächst einige Konfigurationen vornehmen:

  1. Als Erstes sagte ich dem Programm, über wie viel Speicherkapazität mein DVD-Rohling verfügt.
  2. Danach wählte ich unter Standardformat den Auswahlpunkt PAL aus. Das ist eine europäische Fernsehnorm, die sich dadurch auszeichnet, dass sie eine Bildübertragungsrate von 25 Vollbildern pro Sekunde besitzt.
  3. Als Nächstes fügte ich die Videodateien ein, die Devede NG in das DVD-Video-Format konvertieren sollte.

Anschließend navigierte ich noch über den Reiter „Edit“ in das Menü „Einstellungen“.

Screenshot von Multicore-Unterstützung in Devede NG

Dort aktivierte ich die Multicore-Unterstützung, um den Konvertierungsvorgang zu beschleunigen.

Qualität der selbst gebrannten DVD erhöhen

Jeder in Devede NG eingefügte Film lässt sich noch weiter konfigurieren. Ich markierte hierfür die erste Videodatei und klickte gleich danach auf die Schaltfläche „Eigenschaften“.

Screenshot von Devede NG Hauptmenü: Hochzeitsvideo auf DVD brennen

Vor dem Erstellen der DVD sollten die Qualitätseinstellungen überprüft werden

Als Nächstes wechselte ich in den Reiter „Allgemein“, um die Aufteilung in Kapitel zu deaktivieren. Wenn Sie diese Änderung nicht vornehmen, dann teilt Devede NG jede Datei automatisch in fünfminütige Kapitel auf.

Screenshot von Devede NG Einstellungsmenü - Reiter "Allgemein"

Devede NG teilt jede Filmdatei in Kapitel auf

Direkt im Anschluss navigierte ich in den Reiter „Qualität“ und aktivierte dort den Punkt „Benutze-Zweifach-Durchlauf-Kodierung“. Diese sehr wichtige Einstellung verlangsamt zwar den Erstellungsprozess der Film-DVD deutlich, die Ausgabequalität wird dadurch jedoch um ein Vielfaches erhöht.

Screenshot vom Reiter "Qualität" in Devede NG - Zweifach-Druchlauf-Kodierung

Die Qualität der Film-DVD durch zweifache Kodierung erhöhen

Alle weiteren Qualitätseinstellungen überließ ich Devede NG und kehrte deshalb zum Hauptmenü zurück. Natürlich musste ich nun auch noch meine zweite Videodatei nach dem gleichen Prinzip konfigurieren.

Jede DVD benötigt ein anschauliches Menü

Damit die Hochzeitsgäste nach dem Einlegen der DVD sofort entscheiden können, welchen meiner beiden Filme sie zuerst sehen wollen, musste ich noch ein schickes Übersichtsmenü erstellen.

Screenshot von Devede NG "Ein Menü mit den Titeln erzeugen"

Dazu aktivierte ich zunächst im Hauptmenü den Punkt „Ein Menü mit den Titeln erzeugen“. Gleich danach klickte ich auf die Schaltfläche „Menü-Eigenschaften“.

Screenshot von Devede NG DVD-Menüvorlage

Devede NG stellt mehrere DVD-Menüvorlagen kostenlos zur Verfügung

Hinweis: Die Menüerstellung ist im Prinzip selbsterklärend, denn Devede NG bietet einige vorgefertigte Menüvorlagen zum Auswählen an. Falls diese Ihnen zu langweilig sind, können Sie im programmeigenen Editor Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

VideoDVD in eine brennfertige ISO-Datei umwandeln

Nachdem mein DVD-Menü erstellt war, wechselte ich das letzte Mal zurück in das Hauptmenü. Ich hatte nun sämtliche Einstellungen vorgenommen, weshalb ich im nächsten Schritt die Konvertierung meiner Filmdateien durch einen Linksklick auf die Schaltfläche „Vor“ startete.

Screenshot von Konvertierung in das DVD-Video-Format

Devede NG führt die Konvertierung in das DVD-Video-Format durch

Hinweis: Vor dem Beginn des Konvertierungsprozesses können Sie über ein aufploppendes Menüfenster noch festlegen, in welches Unterverzeichnis Ihre selbst erstellte Film-DVD gespeichert werden soll.

Screenshot vom ISO-Abbild unter Ubuntu 16.04 LTS

Nach ungefähr 20 Minuten war die Konvertierung abgeschlossen und ich konnte Devede NG schließen. Daraufhin navigierte ich in den von mir bestimmten Ordner und fand dort meine Film-DVD brennfertig als ISO-Abbild vor. Diese Datei brannte ich dann zu guter Letzt noch mithilfe der Ubuntu-Software Brasero auf einen leeren DVD-Rohling.

Faktencheck: Die Vorteile von Devede NG im Überblick

Aufgrund dessen, dass ich zuvor noch nie eine Film-DVD unter Ubuntu erstellt hatte, benötigte ich drei Anläufe, bis mir das Ergebnis endgültig gefiel. Wenn Sie jedoch meine in der Anleitung gezeigten Einstellungen übernehmen, dann werden Sie sofort eine VideoDVD mit guter Qualität erhalten, die auf allen DVD-Playern abgespielt werden kann. Außerdem profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  • Devede NG ist in den offiziellen Ubuntu-Quellen enthalten, was die Installation sehr einfach macht.
  • Die kostenlose Software ist zudem äußerst stabil und verursachte bei mir noch nie einen Systemabsturz.
  • Die übersichtliche und funktionelle Benutzeroberfläche in deutscher Sprache führt ohne Umschweife fast komplett selbsterklärend zum Ziel.
  • Im Gegensatz zu kommerziellen Windowspendants erfordert die Benutzung von Devede NG keine Online-Registrierung.

Ich kenne keine andere Linux-Freeware, mit der sich schneller eigene Film-DVDs mit Kapiteln und selbst gestalteten Menüs erstellen lassen. Aus diesem Grund kann ich allen meinen Lesern Devede NG wärmstens empfehlen.

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Debian: Neue Festplatte einrichten – so einfach geht’s

Wer wie ich Debian als Betriebssystem verwendet, der schätzt die Beständigkeit. Leider kommt es aber hin und wieder vor, dass der Speicherplatz zur Neige geht und deshalb eine weitere Festplatte in den Computer eingebaut werden muss. Solch eine schwerwiegende Veränderung des Systems bringt dann natürlich häufig Probleme mit sich, die gerade Linux-Neulinge zur Weißglut treiben.

Hey Sascha! Mein Bruder hat mir Debian 8 installiert […]. Ich wollte Dir hiermit mitteilen, dass Du Dir Dein dreckiges Linux an den Hut stecken kannst. Drei Stunden versuche ich jetzt schon meine WD Red mit 6 TB einzurichten und was ist? Nichts geht, die Platte wird nicht erkannt […]. Die E-Mail kannst Du gerne veröffentlichen damit Du und Deine Bobos sehen, dass Debian nichts für schwer arbeitende Menschen ist, die keine Zeit für Sperenzchen haben!

Pichler, Lorenz: Debian ist ein Witz! Neue Festplatte einrichten – chancenlos. E-Mail vom 11.06.2017.

Bild von Anleitung: Wie unter Debian eine neue Festplatte einrichten?Damit Sie eine werksneue Zweitplatte sofort nach dem Einbau unter Debian verwenden können, müssen drei Bedingungen erfüllt sein. Zunächst benötigt Ihr Datenträger ein aktuelles Dateisystem. Nach diesem Schritt ist es außerdem zwingend notwendig, die Festplatte im Betriebssystem einzuhängen. Denn nur in diesem Zustand können Sie die Schreibrechte für die einzelnen Benutzer vergeben. Aufgrund der Tatsache, dass viele Debian-Anwender die wenigen Befehlsketten zum Einrichten einer neuen Festplatte nicht kennen, wird für dieses Einsatzgebiet oftmals umständlich auf GParted zurückgegriffen.

Mir ist es allerdings sehr wichtig, dass meine Bobos mit Ihrer Linux-Distribution richtig umgehen können. Aus diesem Grund erfahren Sie nun, wie Sie nur mithilfe eines Terminal-Fensters Ihre neue Festplatte unter Debian betriebsbereit machen.

Festplatte unter Debian formatieren

Um Ihnen das Einrichten eines Datenträgers besser veranschaulichen zu können, habe ich in eines meiner Debian-Systeme eine brandneue Festplatte mit vier Terabyte eingebaut.

Bild von Seagate Barracuda mit 4 Terabyte. Künstlerisch inszeniert von Kilobyte. Der Ubuntu-Blog von weißen protestantischen Männern mit Stil

Bevor ich jedoch mit der Formatierung beginnen konnte, musste ich zunächst einmal herausfinden, wie Debian meine neu angeschlossene Hardware benennt. Dazu öffnete ich ein Terminal-Fenster und gab mir Administratorenrechte:

su

Im Anschluss ließ ich mir sämtliche Festplatten anzeigen, die zu diesem Zeitpunkt in meinem Computer verbaut waren:

fdisk -l

Tipp: Sie finden die Laufwerksbezeichnung Ihres gerade eingebauten Datenträgers am schnellsten, indem Sie nach der physikalischen Speicherplatzgröße suchen.

Screenshot von Konsolenbefehl fdisk -l unter Debian 8

Nach der Eingabe des vorherigen Befehls fand ich heraus, dass mein Betriebssystem den unformatierten Datenträger unter /dev/sdf führt.

Nun konnte ich das Linux-Dateisystem ext4 installieren. Dazu gab ich in das bereits geöffnete Terminal-Fenster, in dem ich immer noch Administratorenrechte hatte, folgenden Konsolenbefehl ein:

mkfs.ext4 /dev/sdf

Hinweis: Je nachdem über wie viel Speicherplatz Ihre Hardware verfügt, kann die Formatierung bis zu zehn Minuten in Anspruch nehmen.

Screenshot vom Installieren des Dateisystems ext4 auf einem neu eingebauten Datenträger

Wichtig: Sie betreiben ein Dual-Boot-System und möchten auch mit Ihrem Windows-System auf Ihre Zweitplatte zugreifen? Dann muss Ihr neuer Datenträger mit dem Dateisystem NTFS formatiert werden. Verwenden Sie in diesem Fall folgenden Befehl:

mkfs.ntfs /dev/*

Einhängen des frisch formatierten Datenträgers

Damit ich meine Festplatte endlich verwenden konnte, musste ich diese zuallererst einhängen. Dazu gab ich folgende zwei Befehle nacheinander in das Terminal-Fenster ein, in dem ich bereits die Formatierung vorgenommen hatte:

mkdir /media/sdf
mount /dev/sdf /media/sdf

Daraufhin minimierte ich temporär das Konsolenfenster und öffnete gleich darauf meinen Dateimanager. Aufgrund dessen, dass ich mein Debian-System über die Benutzeroberfläche KDE steuere, war das in meinem Fall Dolphin.

Screenshot von KDE Dolphin unter Debian 8: Festplatte, auf der noch keine Schreibrechte vergeben wurden

Festplatte hat unter Debian 8 „Jessie“ noch keine Schreibrechte zugewiesen bekommen

Wie Sie am Screenshot erkennen können, hat das Einrichten meiner neuen Festplatte insofern geklappt, dass ich bereits über meine grafische Benutzeroberfläche auf die Hardware zugreifen konnte.

Leider war es mir allerdings noch nicht möglich, Dateien auf den Datenträger zu kopieren. Ich konnte noch nicht einmal einen neuen Ordner erstellen.

Schreibrechte für eine neue Festplatte vergeben

Für den letzten Schritt holte ich mein minimiertes Terminal-Fenster wieder in den Vordergrund, um einmalig die Schreibrechte für die neue Festplatte vergeben zu können.

chown IHRBENUTZERNAME /media/sdf/

Zunächst sagte ich Debian, welcher Benutzer auf den Datenträger zugreifen darf.

chmod u+rwx /media/sdf/

Direkt im Anschluss gab ich diesem Benutzernamen die volle Kontrolle über die gesamte Partition.

Screenshot von den geheimen Akten des mutmaßlichen Huthi-Terroristen Ali Sonboly. Dargestellt mithilfe des Dateimanagers Dolphin unter Debian 8

Daraufhin schloss ich das Terminal-Fenster. Ab sofort kann ich im Dateimanager Dolphin nach der Eingabe meines Benutzerpassworts frei über meine neu eingebaute Festplatte verfügen.

Debian erfordert Ausdauer und Gelassenheit

Als ich vor vielen Jahren dasaß und meine erste Festplatte für Debian einrichtete, war ich ähnlich sauer wie Herr Pichler. Leider gab es seinerzeit noch keine Blogs, auf denen ich meine Wut zum Ausdruck bringen konnte.

Vielmehr musste ich mir Hilfe in einem IRC-Channel suchen, in dem mich hochnäsige Debianer vorführten. Diese Erfahrung war auch einer der Gründe, warum ich eine Webseite wie diese hier für mich und meine Bobos starten wollte.

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Debian: VLC Player beendet sich bei der Wiedergabe – Ursache

Der VLC Player spielt sämtliche aktuellen Standardvideoformate in einer hervorragenden Qualität ab. Bei altem Quellmaterial, welches mit nicht mehr zeitgemäßen Codecs komprimiert wurde, kann es jedoch sein, dass sich der VLC Player bei der Wiedergabe automatisch beendet.

[…] ich bin von Windows 10 auf Debian 8.7 umgestiegen und habe den VLC Player 2.2.4 installiert. […] Ich sammle alte TV-Serien, die ich leider unter Debian nicht mehr ansehen kann. Nach ein paar Minuten schließt sich der VLC Player einfach. […] Was kann man da machen?

Balogh, Daniel: Mein VLC Player beendet sich unter Debian 8 automatisch. E-Mail vom 19.01.2017.

Währenddessen Sie bei diesem Problem unter Windows einfach eine Codec-Sammlung herunterladen und installieren könnten, lässt vor allem Debian diese Option nicht zu.

Bild von Debian VLC CrashZwar haben Sie die Möglichkeit das Paket ffmpeg zu installieren, dieses hilft allerdings nur bei Apple-Formaten. Gerade um die Jahrtausendwende wurden jedoch mit TV-Karten aufgezeichnete Filme gerne mit minderwertiger Windowssoftware wie Virtual Dub bearbeitet und anschließend mit dem DivX Codec komprimiert. Der VLC Player kann Videodateien mit diesem Codec eigentlich problemlos wiedergeben, dabei muss es sich dann aber auch um das Original handeln. Kostenlose Videosoftware komprimierte damals hingegen oftmals mit FFODIVX. Ein merkwürdiger Codec, den Linux-Distributionen in der Regel nicht parat haben.

Videocodec in Debian hinzufügen

Aufgrund dessen, dass der VLC Player beim Abspielen dieses DivX Codecs unter Debian schon lange abstürzt, gibt es bereits eine Reihe von Lösungsvorschlägen.

Screenshot von Synpatic unter Debian "Jessie" mit Paket libxine2-x

In einem bekannten Debian-Forum wird empfohlen, dass man das Paket libxine2-x mithilfe von Synaptic nachinstallieren soll. Dieser Tipp wurde auch gleich auf anderen Webseiten vervielfältigt.

  • Dieses Paket ist nur ein Add-on für den xine Multimedia-Player. Es hat keinerlei Auswirkung auf den VLC Player.
  • Mein Selbsttest ergab außerdem, dass der xine Multimedia-Player mit installiertem Add-on bei Videodateien mit FFODIVX des Öfteren Bildblöcke (Fragmente) anzeigt.

Der VLC Player verwendet als Alternative zu FFODIVX den DivX Codec (DX50). Dieser scheint über weite Strecken kompatibel zu sein, sodass sich die Videodatei starten lässt.

  • An manchen Stellen gibt es aber wahrscheinlich zu große Unterschiede, die den VLC Player zum selbstständigen Beenden zwingen. Auch ein Springen über die Zeitleiste führt zum Absturz.

DivX Codec für Linux erhalten

Wer Debian verwendet und ältere Filmdateien ansehen will, die mit FFODIVX komprimiert wurden, der muss auf den Gnome MPlayer zurückgreifen. Diese kostenlose Software kann den DivX Player emulieren und bringt deshalb den benötigten Videocodec mit.

Screenshot von Gnome Mplayer unter Debian "Jessie" mit FFODIVX Codec

Zum Installieren des Videoplayers unter Debian müssen Sie zunächst ein Terminal-Fenster öffnen.

su

Geben Sie sich gleich im Anschluss Administratorenrechte.

apt-get install gnome-mplayer

Fügen Sie danach den Gnome MPlayer Ihrem System hinzu.

DivX Player für Debian als Sekundärsoftware

Wenn Sie nun Ihre Videodatei mit einem Rechtsklick anwählen und den Mauszeiger über den Einstellungspunkt „Öffnen mit“ halten, können Sie den Gnome Mplayer als Abspielsoftware starten.

Screenshot von Gnome Mplayer 1.0.9, der ein DivX Video unter Debian 8 abspielt

Falls Sie ein Archiv mit vielen Filmen oder Serien besitzen, die mit FFODIVX komprimiert wurden, lohnt es sich für diese Dateien den Gnome Mplayer als Standardplayer einzurichten. Dadurch würden die Videodateien bei einem Doppellinksklick direkt mit der richtigen Wiedergabesoftware gestartet werden.

Um diese Operation zu vollziehen, ist es wieder notwendig, eine besagte Filmdatei mit einem Rechtsklick anzuwählen.

Screenshot von Debian mit KDE, wie der Gnome Mplayer einem Dateityp fest zugeordnet wird

Wählen Sie im nächsten Schritt den Menüpunkt „Öffnen mit“ gefolgt von „Weitere“ aus.

  • Je nachdem welche Benutzeroberfläche Sie für Debian verwenden müssen Sie dem Menü so lange folgen, bis Sie den Gnome Mplayer dem ausgewählten Dateityp fest zuordnen können.

Wichtig: Nutzen Sie diese Wiedergabesoftware ausschließlich für Videodateien mit DivX Codec. Der VLC Player sollte weiterhin Ihr Standardplayer bleiben. Dies liegt vor allem daran, dass der Gnome Mplayer vergleichsweise sehr selten aktualisiert wird. Dadurch liefert der VLC Player bei neuen Formaten wesentlich bessere Ergebnisse.

Ab der Version 2.2.0 war es des Weiteren möglich, die Video-Codecs H.265, DivX3 oder M-JPEG zu verwenden.

Sascha: Ubuntu: VLC Player aktualisieren – in drei Schritten. kilobyte.bplaced.net (01/2017).

Fazit: Kein Risiko durch Gnome Mplayer

Es ist augenscheinlich unter Debian nicht möglich, Filme mit FFODIVX Codec mithilfe des VLC Players sorgenfrei anzusehen. Dieser Umstand sollte Sie allerdings nicht erzürnen, da Sie mit dem Gnome Mplayer ein Werkzeug haben, welches Ihnen folgende Vorteile bietet:

  • Der Gnome Mplayer ist in den offiziellen Debian-Quellen enthalten, was für seine Stabilität und Sicherheit spricht.
  • Die Videosoftware ist komplett in deutscher Sprache erhältlich und spielt auch Filmdateien sauber ab, die mit alten exotischen DivX Codecs komprimiert wurden.

Hinweis: Bei der Installation des Gnome Mplayers wird Ihrem Firefox automatisch eine Erweiterung hinzugefügt, die es Ihnen auch unter Debian ermöglicht, Videostreams im QuickTime, RealPlayer und DivX Media Format anzusehen.

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(Screenshots: Gnome Mplayer 1.0.9 unter Debian 8.7 mit KDE-Desktop)