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Anleitungen vom Webworker

Soundkarten in Ubuntu installieren

Sie haben sich eine Soundkarte gekauft, in Ihr System eingebaut und Ubuntu erkennt die Hardware nicht? Die Anleitungen, die Sie im Internet dazu finden, sind nicht verständlich bzw. völlig aus der Luft gegriffen? Zunächst einmal sollten Sie wissen, dass dedizierte Soundkarten und Linux auf Kriegsfuß stehen. Dennoch gibt es natürlich Mittel und Wege, diese Hardware unter Ubuntu funktionstüchtig zu bekommen.

Bild einer ASUS Xonar DGX Soundkarte, die unter Ubuntu funktioniert

Währenddessen Ubuntu für alle Soundchips auf Mainboards, den passenden Treiber bereithält, gibt es bei dedizierten Soundkarten des Öfteren Probleme. Dies liegt zum einen daran, weil Hersteller wie ASUS und Creative keine Treiber für Linux anbieten und zum anderen, weil die meisten Benutzer die integrierten Soundchips als ausreichend finden.

Soundkarte für Ubuntu – Empfehlung

Im Juni 2012 sagte Linus Torvalds, seines Zeichens Erfinder von Linux, auf einem Symposium:

Nvidia, Fuck You!

Silicon News: Linus Torvalds: Nvidia, Fuck You! youtube.com (03/2015).

Grund dafür war und ist das stiefmütterliche Verhalten von Nvidia, was den Treibersupport von Grafikkarten für Linux und dessen Distributionen angeht. Ich kann erfahrungsgemäß bestätigen, dass Grafikkarten von AMD wesentlich besser unter Linux performen und leichter zu installieren sind als Nvidia Pendants.

Im Soundkarten-Segment heißen die Konkurrenten ASUS und Creative.

Creative eifert hier Nvidia nach. Es ist so gut wie unmöglich, die beliebte Soundblaster-Linie dieses Herstellers unter Ubuntu und Konsorten korrekt zum Laufen zu bekommen.

I installed today the Ubuntu 14.04.1 […] My Soundcard doesn’t work […] I have a Creative FXI Soundcard.

Ariano, Ängelo: My creative soundcard doesn’t work on Ubuntu 14.04.1. askubuntu.com (03/2015).

Die Threads in Support-Foren sind voll mit diesen Meldungen. Auch unter diesem Artikel im Kommentarbereich berichten viele Ubuntu-Benutzer, dass sie ihre Soundkarte von Creative nicht installieren können.

Ich empfehle meinen Kunden deshalb nur noch ausschließlich dedizierte Soundkarten von ASUS.

Schritt für Schritt Anleitung für Soundkarten

Bild von HD-Audio Stecker einer SoundkarteBevor Sie Ihre Soundkarte in Ubuntu installieren können, müssen Sie diese natürlich zuerst einbauen. Es spielt übrigens keine Rolle, ob die Soundkarte einen PCI-Express oder einen PCI 32-Bit Anschluss besitzt. Wichtig: So gut, wie jeder Computer-Tower besitzt an der Vorderseite Klinkebuchsen für Kopfhörer und ein Mikrofon. Damit Sie diese Anschlüsse benutzen können, muss das Gehäuse mit der dedizierten Soundkarte verbunden werden. Dafür gibt es einen mehrpoligen Stecker, auf diesem HD AUDIO steht. Dieser Stecker wird bei Ihnen höchstwahrscheinlich am Mainboard stecken. Entfernen Sie diesen und stecken ihn an der Soundkarte fest.

Ist die Soundkarte sachgemäß in Ihrem Computer verbaut, starten Sie diesen und laden Sie Ubuntu.

  • Öffnen Sie einen Webbrowser und surfen Sie auf Google.com.

Screenshot von Suchfenster Google.com

  • Geben Sie die genaue Modell-Bezeichnung Ihrer Soundkarte, gefolgt von Kernel, in das Suchfenster ein. Klicken Sie auf das Suchergebnis vom ALSA Project.
  • Auf dieser Webpräsenz erfahren Sie, in welchem Kernel sich der Treiber für Ihre Soundkarte befindet. Bei der ASUS Xonar DGX ist dies beispielsweise der Kernel 3.14.
  • Öffnen Sie im Anschluss ein Terminal-Fenster, tippen Sie uname -r ein und bestätigen Sie die Eingabe.

Screenshot von Ubuntu Terminal mit Kernel 3.18

  • Sie bekommen nun angezeigt, welcher Kernel bei Ihnen derzeit installiert ist. Wahrscheinlich wird dies ein älterer Kernel sein, ansonsten würde Ubuntu Ihre neue Soundkarte direkt erkennen. Damit Ihre Soundhardware also funktioniert, müssen Sie Ihren Kernel aktualisieren.

Kernel für Soundkarte aktualisieren

  1. Surfen Sie auf das Ubuntu Kernel-Archiv.
  2. Laden Sie sich einen Kernel herunter, in diesem der Treiber für Ihre Soundkarte enthalten ist. Wichtig: Die im ALSA Project angezeigte Kernel-Version gibt an, ab wann Ihre Hardware enthalten ist. Sie können also getrost auch einen etwas neueren Kernel herunterladen.
  3. Für eine 64-Bit-Version von Ubuntu benötigen Sie immer drei Dateien: 1.) linux-headers-Versionsnummer_amd64.deb, 2.) linux-headers-Versionsnummer_all.deb und 3.) linux-image-Versionsnummer_amd64.deb.
  4. Nach dem Sie die drei Dateien heruntergeladen haben, öffnen Sie wieder ein Terminal-Fenster und navigieren Sie in Ihr Download-Verzeichnis mit cd Downloads.
  5. Starten Sie die Installation des neuen Kernels mit sudo dpkg -i linux-headers-3.18.0-*.deb linux-image-3.18.0-*deb. (Versionsnummer anpassen!)
  6. Starten Sie Ihren Computer neu.
  7. Öffnen Sie wieder ein Terminal-Fenster und überprüfen Sie mit uname -r, ob der neue Kernel geladen wurde.
  8. Ist dies der Fall, klicken Sie rechts oben auf das Lautsprecher-Symbol und weiter auf „Klangeinstellungen“.

Screenshot von Ubuntu Tonausgabe

Wählen Sie nun über den Menüpunkt „Tonausgabe über“ ein Modul aus, über dies der Ton ausgegeben werden soll. In der Regel ist dies „Analoge Ausgabe“. Sie können auch verschiedene Module testen. Schalten Sie Ihre Lautsprecher ein, wählen Sie ein Modul aus und klicken Sie rechts auf die Schaltfläche „Testgeräusch“. Wenn Sie eine Tonausgabe bekommen, haben Sie das richtige Modul ausgewählt.

Probleme mit älteren Computern

Wenn Sie einen älteren PC haben, dessen Komponenten nach einem Kernel-Update nicht mehr funktionieren würden, können Sie versuchen, nur den ALSA-Treiber zu aktualisieren:

  1. Laden Sie sich zunächst den aktuellen ALSA-Kernel herunter. Im Menüpunkt “alsa-driver” finden Sie zwei Dateien, suchen Sie sich eine heraus und laden Sie die Datei herunter.
  2. Klicken Sie die “.TAR.BZ2″ mit rechter Maustaste an und wählen Sie “Mit Archivverwaltung öffnen” aus.
  3. Mit einem Klick auf “Entpacken” wird die Datei entpackt.
  4. Angenommen Sie haben den Ordner auf der Arbeitsfläche entpackt und sich für den Treiber “alsa-driver-1.0.25.3453.g60df0″ entschieden. Dann öffnen Sie das Terminal und navigieren Sie in diesen Ordner mit: cd /home/Benutzername/Arbeitsfläche/alsa-driver-1.0.25.3453.g60df0. Sie befinden sich nun im Ordner des Treibers.

Geben Sie nun nacheinander folgende Befehle ein:

./configure

./configure --with-isapnp=yes

make

Damit haben Sie die Konfiguration vorgenommen, jetzt können Sie die Installation starten:

sudo make install

Nachdem der Soundkartentreiber installiert wurde, starten Sie Ihr Ubuntu neu.

Soundkarte auswählen

In den meisten Fällen, sollte Ubuntu nun die neue Soundkarte automatisch verwenden.

Bild von AlsaMixer in Ubuntu

Wenn Sie jedoch mehrere Soundkarten verwenden oder eventuell eine Grafikkarte haben, über deren HDMI-Anschluss theoretisch ebenfalls Audio ausgegeben werden kann, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  2. Geben Sie „alsamixer“ ein.
  3. Drücken Sie die Taste „F6“.
  4. Wählen Sie mit den Pfeiltasten die neue Soundkarte aus und bestätigen mit der Eingabetaste.

Vergessen Sie im Anschluss nicht, in den Ubuntu-Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt „Audio“, Ihre neue Soundkarte einzurichten.

Fazit

Mit dieser Anleitung konnte ich die ASUS Xonar Karoke, DGX, DX 7.1, D2X und die Creative Soundblaster Recon3D, AudigyRx und Zx in Ubuntu installieren. Alle Karten konnten im Anschluss problemlos Audio wiedergeben, sogar bei 7.1 können Sie die einzelnen Lautsprecher in Ubuntu regeln.

  • Bei manchen Soundkarten funktioniert das Frontpanel nicht, obwohl es sich über die Audio-Einstellungen auswählen lässt.
  • Die Aufnahme funktionierte bei allen Karten in bester Qualität. Hierfür empfehle ich jedoch die Drittsoftware AudaCity. Damit lassen sich Soundkarten für diesen Zweck, am besten konfigurieren.

Verwandte Themen:

FTP mit Ubuntu-Bordmitteln einrichten
Sicherheitszertifikate mit Ubuntu erstellen

(Screenshots: Kubuntu 14.04.2 LTS, Google.com & Ubuntu 12.04.1 LTS)
Artikel wurde am 12.03.2015 aktualisiert.

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Anleitung
  • Johannes sagt:

    Hi,
    die Anleitung ist super, hat geklappt. Hab mir den Creative Soundblaster Z gekauft und mit neuem Alsatreiber installieren können, hätte wohl auch mit nem Kernel-Update geklappt aber dann geht meine alte Grafikkarte nicht mehr 🙁
    Wie auch immer funzt und alles gut, ich finde es total schade das Creative für Linux keine echten Treiber produziert.
    Nette Grüße, Johannes.

    • Ludwig sagt:

      Wahnsinn ich habs geschafft! Ich benutze Kubuntu 14.04 und habe mir eine Creative Sound Blaster Zx bestellt. Eingebaut, ins UEFI und Onboard deaktiviert, gebootet, kein Sound 🙁 Ewig im Internet gesucht, hier her gekommen, ALSA installiert, funktioniert. Aufnahme und 5.1 geht auch. Einzig die Anschlüsse über das Front-Panel gehen nicht, obwohl richtig angeschlossen, aber damit kann ich leben. Ich schaue über den Rechner meistens eh nur Blu-Rays deshalb hab ich mir auch ne neue Soundkarte mit Sound-System zugelegt. Danke für die Anleitung war wirklich sehr hilfreich, denn ich war echt am verzweifeln.

  • Annette sagt:

    Hallo,

    danke für die Anleitung, aber leider komme ich bei ./configure nicht weiter. Ich habe keine „Berechtigung“. Und alle Anleitungen, die ich finde, erfordern ein massives Einlesen! Wie stelle ich denn die Rechte um?

    Grüße, Annette

  • Stefan sagt:

    Hallo liebe Leute, ich möchte hier kurz Feedback zur Anleitung geben.
    Ich habe mir einen Sound Blaster Recon 3D gekauft, eingebaut und im BIOS die OnBoard-Soundkarte deaktiviert. Ich verwende Ubuntu 13.10 und die Karte wurde zunächst nicht erkannt. Daraufhin kam ich hier her und installierte den neusten ALSA Treiber und schon geht alles. Na gut alles ist übertrieben, die Soundkarte gibt excellenten Ton aus und ich kann aufnehmen. Feineinstellungen wie unter Windows sind leider nicht drin, aber ich bin zufrieden. Danke, super Seite hier.

  • Lisa K. sagt:

    Hallo liebe Leute, nach ungefähr 3 Stunden und mit der Anleitung hier haben mein Sohn und ich es geschafft unsere neue Sound Blaster zu installieren. Waaaahnsinn ist das unter Ubuntu aufwändig. Immerhin haben wir jetzt geilen Sound. Herzlichen Dank für die Rettung.

  • Johm sagt:

    Hier liegt ein Fehler vor. Zwar kann man hinsichtlich Creative, voll zustimmen was schlechten Support angeht, aber ASUS ist hier noch nie ein Problem gewesen.
    Nutze schon jahrelang ASUS Soundkarten, bspw. die D2X, und sie läuft „out of the box“ überall, ohne den geringsten Aufwand.
    Das Problem hier, ist schlicht und ergreifend der Crap Ubuntu.
    Canonical geht schon seit Jahren, irrsinnige Wege mit dieser Distri. Weder ist Ubuntu kompatibel mit Debian dem Ursprung. Noch kann man Ubuntu Quellen, ohne schwerwiegende Probleme in anderen normgerechten Distris nutzen. Und nicht einmal das DEB Paketformat Ubuntus, ist kompatibel zum Rest, selbst da wird ein eigenes Ding gedreht.
    Unity, Mir uvm… zeigen zusätzlich das Ubuntu, sich schon lange distanziert in Sachen Kompatibilität, und nur genommen und Nichts zurückgegeben wird an Code.
    Ubuntu ist ein einziger Bug, und eine Schande das sowas heute vom Namen her Linux repräsentiert. Mit anderen Distris gibt es diese Metzchen nicht, und man kann nur raten, sich von Ubuntu und dessen Derivaten fernzuhalten.

    • Lokdam38 sagt:

      Hallo an alle ich bin verzweifelt.
      Ich benutze Windows 8 und Linux Mint 17. Ich habe eine Creative Soundblaster Zx Soundkarte die ich unter Mint nicht funktionsfähig kriege. Alsa Treiber habe ich schon geupdatet, trotzdem finde ich sie nicht unter Linux. Hat wer eine Idee?

  • Sven sagt:

    Hi Kilobyte ich habe mir eine Creative Sound Blaster Audigy Rx PCI Express gekauft und benutze Ubuntu 12.04.

    Karte eingesteckt, hochgefahren und ging nicht, es war nur die On-Board Soundkarte im Menü eingetragen.

    Nach deiner Anleitung hab ich dann den alsa-driver-1.0.25.3453.g60df0 installiert und die Soundkarte wurde zwar erkannt und gibt auch satten Ton aus leider funktioniert der Aufnahmekanal nicht. Das ist ärgerlich weil ich Skype benutze. Ich habs jetzt so eingestellt, dass Aufnahme über die On-Board Karte geht und Ausgabe über die Soundkarte. Falls wer eine Idee hat, wie ich das mit der Aufnahme hingebkommen kann, würde ich mich freuen.

    Danke für die Anleitung.
    Sven

  • Ka Mü sagt:

    Hallo Leidensgenossen. Bei mir ist es eine Creative Sound Blaster Recon 3D die Probleme macht. Die Karte wird in Ubuntu 14 zwar erkannt aber ich kann meine Anlage nur in Stereo betreiben weil keine 5.1 Einstellungen vorhanden sind. Auch der Tipp mit dem ALSA Treiber hat nichts geändert. Mir war schon klar das Ubuntu kein Multimedia System ist aber ich dachte wenigstens das die Sound Ausgabe in voller Leistung funktioniert. Warum gibt es verdammt nochmal keine Linux Treiber von Creative???

  • MartinRo sagt:

    Hallo alle zusammen. Bei meinem Alienware m17x R4 wird die Sound Blaster Recon 3Di verwendet. Nach der Neuinstallation kommt zwar Ton raus, aber nur einer Lautstärkeeinstellung und ich kann die Aus- und Eingänge nicht benutzten. Nachdem ich diese Anleitung benutzt habe, kommt gar kein Ton mehr und ich kann auch den Alsamixer nicht mehr aufrufen. Was kann ich noch machen ?

    Vielen Dank im Voraus.

    • Kilobyte sagt:

      Hi, die Recon 3D sollte eigentlich im Kernel ab Version 3.5 sein. Das bedeutet die Karte sollte sogar mit Ubuntu 12.04 LTS funktionieren und mit 14.04 LTS erst recht. Also ohne den ALSA-Treiber zu installieren. Es ist übrigens bei Creative Karten völlig normal (siehe Kommentare hier), dass nicht alle Funktionen unter Linux gehen. Jetzt ist in deinem Laptop eine spezielle Form mit 3Di verbaut, da bin ich mir nicht sicher. Ich würde Ubuntu 14.04 LTS neu installieren und glücklich über den Ton sein und hoffen, dass mit zukünftigen Updates die Funktionalität zunimmt. Ansonsten bleibt nur Windows mit Originaltreiber. Bei sehr spezieller Hardware haben Linux und Distributionen wirklich große Schwachstellen.

      • MartinRo sagt:

        Das habe ich dann letztendlich gemacht und der Soundgeht zumindest wieder normal. Merkwürdig ist nur, dass die Karte beim alsamixer als folgende erkannt wird: HDA Intel PCH. Naja… mal abwarten ob sich was tut. Trotz allem, vielen Dank !!!

    • Cameo sagt:

      Howdy @all,

      ich habe ein ASRock Z77 Pro3 und hatte noch nie so schlechten Onboard Sound. Ich benutze Windows 8.1 und Ubuntu 14.10 im wechsel und will sicher gehen, dass wenn ich eine neue Soundkarte kaufe die auf beiden OS geht. Aufgrund deiner Empfehlung bestelle ich mir dann jetzt eine Xonar DSX von Asus. Wenn die nicht gehen sollte melde ich mich nochmal, dann Kopf ab 😉 Danke für die Anleitung.

  • Landi33 sagt:

    Ganz ehrlich, eine spitzenmäßige Beschreibung! Ich habe mir in meinen HTPC eine Asus Xonar Essence ST gebaut. Angeschaltet und Ubuntu 14.04 erkennt nur die Onboard-Karte. Geflucht, gesucht hier hin gekommen. Kernel 3.19 vivid installiert und läuft einwandfrei, richtig geile Karte kann ich jedem empfehlen, auch die 7.1 Steuerung funktioniert. Jo dann vielen Dank.

  • Schneider sagt:

    Hallo, Anleitung zur Installation einer Xonar DSX ist gut, habe alles so gemacht und trotzdem wird immer nur Stereoton angezeigt, obwohl die Karte 5.1 bzw. 7.1 ist, und die entsprechenden Lautsprecher unter Windows aktiv sind. Was kann ich da noch machen?

    Mein System ist Ubuntu 14.04 mit dem neuesten Kernel.

    MfG Schneider

    • Kilobyte sagt:

      Hallo,

      die DSX hat den Asus AV66 Chipsatz. Der ist ungefähr zwei Jahre jünger als der CMI8786 aus dem Video. Jung und Ubuntu ist immer schlecht 🙂 Ich wäre jetzt erst einmal über den Stereosound und die gute Soundkarte froh. Die DSX ist ja eine Mainstream-Karte, die Chancen stehen also gut, dass diese im Laufe der Kernel automatisch besser unterstützt wird. Mehr kann man meines Wissens zumindest leider nicht machen.

      • Schneider sagt:

        Hallo,

        soweit so gut, mit Mainstream-Karten werden meines Erachtens Grafikkarten bezeichnet. Zu meinem Problem. Ich habe die Xonar DSX nur eingebaut, weil ich unter Ubuntu und dem Betrieb eines Midi-Keyboards mit dem Onboard-Sound-Chip des PC immer Probleme hatte. Das kleine Programm TiMidity für die Tonausgabe war mal vorhanden und mal nicht, sodass kein Ton aus dem Lautsprecher kam. Die Klangeinstellung wurde aber mit dem „alten Kernel“ von Ubuntu 14.04 als 5.1 oder 7.1 angezeigt und funktionierte.
        Jetzt mit der eingauten Karte und dem Kernel 3.18.0-031800-generic wird eben nur Stereo angeboten! Wie ist das möglich? kann da wer noch helfen?

        mfG Schneider

        • Kilobyte sagt:

          Okay dann nochmal ganz langsam 🙂

          Du schreibst, dass dein 5.1 Sound mit der Onboard-Soundkarte unter Ubuntu funktionierte. Das ist völlig normal. Die Mainboard-Hersteller verbauen in der Regel immer die gleichen Soundchips z. B. Realtek ALCxyz. Da 95% der PC-Anwender Onboard-Sound verwenden, sind im Ubuntu-Standard-Kernel alle aktuellen Treiber für diese Soundchips enthalten und bieten meistens eine sehr gute Unterstützung.

          Jetzt hast du dich dazu entschieden eine dedizierte Soundkarte einzubauen. Der Chip ASUS AV66 dieser Karte wird vielleicht noch auf zwei anderen dedizierten Karten verwendet. Es benutzen diese Karte unter Ubuntu also sehr wenige Leute. Trotzdem haben es die Kernel-Entwickler vorerst eingerichtet, dass zumindest Stereo funktioniert und die Karte Ton ausgibt. Nochmal, diese Arbeit erledigt nicht Asus sondern zum größten Teil Ehrenamtliche. Es kann immer sein, dass mit der Zeit und neuen Kernels der Funktionsumfang zunimmt. Da es sich bei der DSX um eine Mainstream-Karte handelt. Im Gegensatz zur z. B. Asus Essence STX II, die wahrscheinlich nie unter Ubuntu und Co. funktionieren wird.

          Jetzt zu deinem Problem:

          1.) Du hast geschrieben, der LTS Kernel 3.13.0-55 hat deine DSX nicht unterstützt.
          2.) Daraufhin hast du den 3.18.0 installiert und es geht Stereosound.

          Mein Lösungsvorschlag:

          1.) Du versuchst einen neueren Kernel. Der 3.18.0 war aktuell, als ich den Artikel schrieb. Du könntest 4.0.0 probieren. Gleiches Prinzip nur den Code abändern.
          2.) Sollte sich nichts ändern ist es eben so. Abwarten und hoffen, dass mit der Zeit die Unterstützung zunimmt oder in eine DGX tauschen. Da kann ich dir garantieren, dass 5.1 läuft.

          Du wirst niemals den Leistungsumfang wie unter Windows haben, da weder Asus und erst recht nicht Creative einen maßgeschneiderten Treiber für Linux anbieten werden.

  • Schneider sagt:

    Hallo, die Änderung auf Kernel 4.0.0 brachte keine Veränderung. In der Systemsteuerung
    wird nach wie vor CMI8788 Oxygen HD Audio Analog Stereo angezeigt.
    Der Chip auf der Xonar DSX ist AV 200.

    Schade nichts zu machen. Uname -r = 4.0.0-040000-generic

    mfG

    Schneider

    • Kilobyte sagt:

      Hi,

      danke für die Infos. Dein Problem ist sehr interessant, jetzt noch mehr. Asus nimmts mit den Chipsätzen nämlich nicht so genau (siehe hier) und ich habe noch nie eine DSX mit AV200 gesehen. Mit dem Terminal-Befehl lspci -v siehst du nochmal genau die Specs deiner Soundkarte. Dann ist dein Problem übrigens kein Wunder (siehe hier). Schade das ich dir bei deinem Problem nicht weiterhelfen konnte.

  • Schneider sagt:

    Hallo Kilobyte, habe dir mal die Anzeige mit lspci -v mitgesendet. Kann nicht viel damit anfangen – nicht genügend Kenntnisse. Der Hinweis auf AV200 kommt nur aus dem Befehl „Alsamixer“
    schneider@schneider-desktop:~$ lspci -v

    Capabilities:

    07:00.0 Multimedia audio controller: C-Media Electronics Inc CMI8788 [Oxygen HD Audio]
    Subsystem: ASUSTeK Computer Inc. Device 8522
    Flags: bus master, medium devsel, latency 32, IRQ 50
    I/O ports at b000 [size=256]
    Capabilities:
    Kernel driver in use: snd_virtuoso

    (Edit von Sascha: Gekürzt aufs Wichtigste)

  • Chris sagt:

    Hallo zusammen,
    mit dem CMI8788 [Oxygen HD Audio] auf meiner Xonar DGX habe ich auch gerade so meine Probleme (einziger Unterschied: Device 8521). Der Kernel ist mit 3.16.0-4 auch neu genug (Ubuntu 14.10). Allerdings taucht bei mir PCM nicht im Alsamixer auf, und ich bekomme auch keinen Ton über S/PDIF-optisch =( (Der Port leuchtet aber immerhin). Kann man da was machen?
    Viele Grüße,
    Chris

  • Headi sagt:

    Tach zusammen,
    ich bin hier wirklich am verzweifeln, weil einfach nichts so will wie es soll.
    Habe eine Creative Soundblaster Zx und bekomme die einfach nicht zum laufen. Da ich hier gelesen habe, dass es einige geschafft haben, weiß ich, dass es möglich sein muss. Stecke grade nur irgendwie fest. Welchen Alsa-Treiber soll ich mir jetzt eigentlich nehmen? So wie es in dem Tutorial beschrieben wird gehts bei mir nicht. Google spuckt nix aus und auf der Alsa-Seite finde ich aufs verrecken keinen Eintrag mit meiner Zx. Was mache ich falsch?

    • Kilobyte sagt:

      Hi du machst gar nichts falsch. Falls deine Karte den CA0132 Soundchip beheimatet wird es mit Ubuntu fast ein Ding der Unmöglichkeit. Was die Erfahrung bei Creative gezeigt hat: Linux Mint! Das ist ein Ubuntu Derivat, Befehle usw. sind genau die gleichen. Die Kernel-Entwicklung ist jedoch anders. Ich würde also versuchen mal Linux Mint frisch zu installieren und sehen, was passiert. Wenns geht, bleib dabei, wenn nicht wirds unter Ubuntu höchstwahrscheinlich auch nicht gehen.

      • Headi sagt:

        Danke für die Antwort 🙂
        Hab es gerade nochmal ausprobiert und musste voller erstaunen feststellen, dass es auf einmal doch klappt. Keine Ahnung warum es jetzt doch geht, aber ich bin zufrieden 🙂

  • Schneider sagt:

    Hallo alle zusammen,

    ich komme nochmals auf das Problem fehlende 5.1 Ausgabe bei Asus Soundkarte zurück.
    Weil ich den 5.1 Sound bei der DSX nicht hinbekommen habe, habe ich die Karte rausgeschmissen und wieder onboard verwendet. Sodann habe ich eine ASUS D2/PM PCI-Karte gekauft und entsprechend den WIKI-Infos installiert. Als Kernel habe ich gleich 4.0 installiert mit den entsprechned 3 Dateien für meine 64 bit-Rechner. Ergebnis der Tonausgabe: Virtuoso 200 (Xonar D2) Analog Stereo. Also das gleiche Problem wie vorher nur ein bissel anders geschrieben. Stereo läuft gut, Klang sauber, aber kein 5.1 möglich. Allerdings wird im Kernel-Archiv bei der D“-Karte auf einen Kernel 2.x verwiesen. Sollte ich diesen alten Kernel installieren und wie lösche ich dann 4.0., und wäre das sinnvoll?

    Vielleicht hilft mir ein User dabei?

    mfG Schneider

    • Kilobyte sagt:

      Hallo! Du installierst einfach den alten Kernel wie die anderen auch. Beim Booten wählst du dann „Previous Linux Version“ (siehe hier) und wählst den alten aus. Sollte es gehen, installierst du Synaptic und deinstallierst die Kernel, die du nicht mehr brauchst. Danach Terminal und sudo update-grub.

  • Schneider sagt:

    Hallo Kilobyte,

    Mist, habe plötzlich nur noch „Dummy-Ausgabe“, alsamixer nicht mehr da ???

    Schneider

    • StEel^LP sagt:

      Völlig klar *lol* du kannst keinen Uralt Kernel auf ein neues *buntu setzen da hängt ja auch X Server usw. dran. Aaaaalso die Asus Xonar DGX PCI-e geht bei mir wunderbar mit Ubuntu 15.04, auch 5.1. Für meinen Minecraft Rechner zum Recorden habe ich mir jetzt den Creative Sound Blaster ZxR PCI-e gekauft, läuft nicht schon alles probiert. Hat wer einen Rat? Kann ja nicht sein, dass man bei *buntu immer drei Jahre warten muss bis neue Hardware supportet wird oder?

  • T.Pietsch sagt:

    Hallo Kilobyte.
    Lustiger Artikel. Zunächst mal arbeite ich seit 15 Jahren mit Linux. In dieser Zeit sind mir sehr wenige Probleme bekannt was Hardware angeht. Zunächst teile ich deine Meinung zu Nvidia und AMD keineswegs. AMD mag zwar die Entwicklung der freien Treiber „besser“ unterstützen, was aber nichts daran ändert das die Treiber zu den schlechtesten gehören die jemals programmiert wurden. Linus war sauer weil sich Nvidia nicht an der Entwicklung der freien Treiber beteiligt. Die Nvidia Treiber liegen aber weit über dem was AMD da Treiber nennt. Die Installation der Treiber ist übrigens wesentlich einfacher als bei jedem anderen BS. Einfach bei der Treiberauswahl installieren klicken. Das ist so einfach wie das Küchenlicht einzuschalten. Übrigens der AMD Treiber ist absolut instabil. Skype funktioniert mit AMD Treibern nicht. Das Videobild ist nicht zu erkennen. Komplett Grün. Der freie Radeon Treiber läuft fehlerfrei. Allerdings ist die Leistung unterirdisch. Desktopeffekte sollte man mit dem AMD Treiber nicht aktivieren. Verschwundene Kontrollleisten und diverse Dinge mehr. Wer Gnome benutzt darf den AMD Treiber nicht installieren. Gnome startet nicht. Der Nvidia Treiber unterstützt VDPAU, beschleunigtes Flash, absolute OpenGL Stabilität. Effekte, Spiele, Anwendungen ohne Fehler. Ach ja mal mit dem AMD Treiber versuchen bei openarena die Helligkeit einzustellen. Das geht nur mit Nvidia Treibern. Aber lassen wir das. Linux ist ein BS das von allen anderen die meisten Treiber mitbringt. Die Soundkarten Unterstützung ist sehr gut. Wenn eine Karte nicht läuft,dann liegt das ausschließlich daran das der Hersteller ein großes Geheimnis daraus macht was er da zusammen gelötet hat. Creative Karten waren noch nie meine erste Wahl. Wer ein wenig liest im Internet ganz einfach, der findet die richtige Soundkarte sehr leicht. Karten mit Via Envy24 ICE Ensemble Chip sind Qualitativ weit über dem was Creative jemals heraus gebracht hat. Die laufen Out of the Box und klingen überragend. Auch Karten mit C-Media Chip. Ist auf vielen Karten verbaut laufen sehr gut.An der Ignoranz und Profitgier gewisser Hersteller ist Linux nicht schuld. Ich habe für mich entschieden solche Hersteller nicht zu verwenden. Siehe da, klappt wunderbar. Übrigens AlSA ist immer installiert. Die installierte Version lässt sich über die Paketverwaltung leicht abfragen. Auf ALSA.org kann ich dann überprüfen was unterstützt wird. Linux unterstützt mehrere Soundkarten im gleich System. Dann muß die primäre Karte festgelegt werden. Grafikkarten mit HDMI Ausgang besitzen ebenfalls Soundfunktionen und so kann passieren das Grafikkarte die primäre Soundkarte ist. Lässt sich aber festlegen. Ich bewundere die vielen freien Treiber Entwickler die allein ohne Hersteller Hilfe so gute Treiber entwickeln. Dank euch allen. Reverse Engeniering ist hart.

  • Ruen sagt:

    Herr Pietsch Sie machen Witze! Für jemanden der „15 Jahre mit Linux arbeitet“ sollten Sie wissen, dass Linux kein Betriebssystem ist. Sie erzählen außerdem absoulten…

    (gekürzt von Kilobyte keine Beleidigungen gegen andere Kommentatoren)

    Ich habe beispielsweise eine AMD R9 280 unter Ubuntu 15.10 (Zweitsystem) mit Gnome Desktop laufen. Der proprietäre Treiber funktioniert 1a und jetzt? Dafür funktioniert weder meine Speedlink Vigo USB-Soundkarte noch meine WLAN-Karte. Unter Windows 10 alles kein Problem, hinzu kommt, dass Windows im Vergleich zu Ubuntu wesentlich schneller arbeitet. Ubuntu ist einfach nicht massentauglich und wird es auch nie werden außer man verwendet vielleicht irgendwelche alten Laptops. Siehe Ihr Tip zu VIA, die seit 5 Jahren mausetot sind.

    Ich verstehe nicht, wie der Administrator solche Sachen stehen lassen kann. „Linux unterstützt mehrere Soundkarten in einem System“ – OMG das ich nicht lache! Ja mit HDMI Bildschirmen mag das stimmen, aber nicht mit zwei Soundkarten. Versuchen Sie mal unter Ubuntu zu streamen/samplen etc. das können Sie total vergessen.

    Einfach unglaublich.

    (Anmerkung von Kilobyte: Artikel 5 Absatz 1 GG. Der Kommentator T.Pietsch genießt das gleiche Recht wie Sie auch, bitte bleiben Sie höflich)

  • Marc Senn sagt:

    Habe auch eine Soundlaster Z und ich hatte seit je NUR Soundlaster. Von der ersten wo es gab bis jetzt.

    Habe das neuste Kubuntu 16.04 und dort ist die Karte sichtbar und aktiviert als Stereo, man hört nur nichts.

    03:00.0 Audio device: Creative Labs SB Recon3D (rev 01)
    Subsystem: Creative Labs SB Recon3D
    Flags: bus master, fast devsel, latency 0, IRQ 48
    Memory at fe904000 (64-bit, non-prefetchable) [size=16K]
    Memory at fe900000 (64-bit, non-prefetchable) [size=16K]
    Capabilities:
    Kernel driver in use: snd_hda_intel
    Kernel modules: snd_hda_intel

    —–
    snd_hda_intel????
    Falsches Modul geladen. was hat die SB Z mit intel zu tun.

    Wegen Creative
    Also ihr seit die Firma, ich würde den für 1-2 Millionen Dollar einen Linux Treiber entwickeln für ein paar Linux User??

    AMD/Nvidia müssen ja weil es gibt ja fast nur diese Karten. 😉

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