Bild von FirmenlogoKilobyte ist ein Infoportal, für Webworker, Software Anleitungen und Internetliebhaber, verfügt über 213 Artikel aus den Themenbereichen Ubuntu Anleitungen, Hardware Anleitungen, Netzfragen, Open Source sowie Anleitungen für soziale Netzwerke. Dankeschön für 578 Kommentare und Ihren Besuch.

Anleitungen vom Webworker

Mit GIMP Bilder kleiner speichern

Als Webseitenbetreiber steht natürlich ein positives Benutzererlebnis im Vordergrund. Die Webseite soll funktionell sein, vor guten Inhalten strotzen und natürlich schnell laden. Gerade letzter Punkt ist ein großes Problem, denn ein Internetauftritt ohne Bilder und Grafiken wirkt langweilig. Wussten Sie, dass es mithilfe der kostenlosen Bildbearbeitungssoftware GIMP möglich ist, Bilder speziell für das Web bis zu 80% kleiner zu speichern? In der folgenden Anleitung sage ich Ihnen, wie Sie Ihr GIMP unter Ubuntu auf dieses hilfreiche Feature vorbereiten und welches Plug-in Sie dazu benötigen.

GIMP Plug-ins für Ubuntu

Screenshot von GIMP Save for Web ...Wenn Sie die Bildbearbeitungssoftware GIMP aus dem Ubuntu Software-Center installieren, kommt diese ohne Plug-ins. Zum Verkleinern von Bildern benötigen Sie das Plug-in „Save for Web„. Der Name kommt von einer Funktion aus Adobe Photoshop „Für Web speichern“, welche genau die gleiche Aufgabe erfüllt. Um dieses smarte Plug-in unter Ubuntu zu installieren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster.
  2. Geben Sie sudo apt-get install gimp-plugin-registry ein.
  3. Bestätigen Sie die Installation mit Ihrem Administratorenpasswort.
  4. Starten Sie GIMP, damit die neuen Plug-ins geladen werden können.

Bilder in GIMP für Web speichern

Zunächst einmal hat sich an der Bedienung von GIMP nichts geändert. Fügen Sie wie gehabt eine Grafik in die Software ein und bearbeiten Sie diese ganz nach Belieben.

Ein Bild unter GIMP als keline Webgrafik speichern

  • Um das Ganze nun als Webgrafik zu speichern, klicken Sie wie gehabt auf den Reiter „Datei“. Nach der Installation des Plug-ins ist der Eintrag „Save for Web“ hinzugekommen. Wählen Sie diesen aus.
  • Es öffnet sich ein kleines Fenster, in diesem können Sie weitere Speichereinstellungen (Format/Größe) vornehmen.

Zuallererst haben Sie die Möglichkeit, ein Speicherformat festzulegen. Zur Auswahl stehen hierbei die Standardformate JPEG, PNG-8, PNG-24 und GIF.

Screenshot von den GIMP Speichereinstellungen

Falls Sie das Format JPEG auswählen, können Sie darunter über den Regler „Quality“ festlegen, wie klein Sie das Bild speichern möchten. Standardmäßig sind 85% ausgewählt. Ziehen Sie den Regler weiter nach links, wird das Bild kleiner aber auch die Qualität schlechter. Tipp: Gerade bei Fotos sollten Sie das Häkchen bei „Strip EXIF“ aktivieren, dadurch lässt sich noch einiges an Kompression herausholen, ohne nennenswerte Bildqualität zu verlieren. Weiter unten im Menü sehen Sie gleichzeitig eine Anzeige, wie viel Speicher das Bild belegen würde.

  • Sind Sie zufrieden? Dann klicken Sie auf die Schaltfläche „Save“, wählen ein Speicherverzeichnis aus, geben einen Dateinamen ein und speichern das Bild.

Erfahrungen und mögliche Probleme

Ich empfehle jedem Webworker, der eine eigene Webseite besitzt, seine Webbilder mit dieser Funktion zu verkleinern.

  • Die Fotos und Grafiken lassen sich mit dem Plug-in „Save for Web“ für das menschliche Auge verlustfrei auf ein Vielfaches verkleinern. Kleine Bilder wirken sich positiv auf die Ladezeit der Webseite und das wiederum günstig auf das Suchmaschinenranking aus.
  • Es kann vorkommen, dass Sie beim Speichern den Fehler „Picture to big to save for Web“ oder eine ähnliche Meldung bekommen. Dies hängt mit der Auflösung zusammen.
  • Wenn Sie beispielsweise ein Bild mit einer großen Auflösung von 5000 x 3000 Pixeln haben und dies kleiner machen wollen, ist dies nicht möglich. Klar, niemand lädt solch ein Bild mit vielleicht noch 7 Megabyte für eine Webpräsenz hoch.
  • Schneiden Sie Ihr Bild also erst zurecht und skalieren es kleiner, danach können Sie es mithilfe des GIMP Plug-ins speichern.

Fazit

Ich arbeite sehr viel mit GIMP und bin immer wieder begeistert, wie stark sich die Freeware auf Linuxbasis anpassen lässt. Somit ist das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm fast schon ein gleichwertiger Ersatz für Adobe Photoshop, zumindest im Vergleich zu den älteren Versionen der proprietären Grafiksoftware.

Verwandte Themen:

PDF-Dateien öffnen nur mit GIMP – Lösung
Gute Webcam für Ubuntu – Empfehlung

(Screenshots: GIMP 2.8 unter Kubuntu 14.04.3 LTS)

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Anleitung
  • Thomas L. sagt:

    Hey danke fürs Tutorial! Ich bin vor kurzem von Mac auf Ubuntu umgestiegen und bekomme es nicht hin Photoshop zu installieren. Was blöd ist, denn ich brauche unbedingt die „für web speichern“ Funktion. Dank deiner super Anleitung kann ichs jetzt auch mit GIMP, was ein wirklich krasses Tool ist, hätte ich nie gedacht. Weiter so und tausend Dank, >Thommy<

  • Jochen R. sagt:

    Danke Sascha! Habe eine Stunde gesucht, bis ich auf deiner Seite gelandet bin – besser und einfacher geht es nicht ….
    Viele Grüße
    Jochen

  • Patrick Neise sagt:

    Der Umstieg von Windows auf Ubuntu ist steinig. Gut, dass es nette Leute gibt, die ein paar Steine aus dem Weg räumen!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*