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Hardware teuer wie nie - Investitionen auf 2016 schieben

Frei­be­ruf­ler in der IT-Branche, klei­ne Un­ter­neh­men und Web­wor­ker stöh­nen An­fang 2015 über die teu­ren Prei­se der Hard­ware. Ak­tu­el­le Hard­ware wird im­mer teu­rer und ge­brauch­te Ware hält sta­bil den Preis. Die­se Ent­wick­lung ist be­reits Be­su­chern mei­nes Blogs auf­ge­fal­len.

Be­son­ders auf Ebay Klein­an­zei­gen und Ebay selbst wer­den z.b ge­brauch­te Gra­fik­kar­ten die meist 1-2 Jah­re alt sind im­mer noch ver­kauft als wä­ren sie neu […].

Ha­rou­ken: War­um sind Gra­fik­kar­ten so teu­er? kilobyte.bplaced.net (01/2015).

Be­reits im letz­ten Quar­tal 2014 emp­fahl ich Kun­den und Freun­den In­ves­ti­tio­nen, wenn nicht akut, we­gen des über­hitz­ten Mark­tes aufs nächs­te Jahr zu ver­schie­ben. In der Zwi­schen­zeit sind die Prei­se durch­schnitt­lich noch mal um 10 – 20% ge­stie­gen. War­um die Hardware-Preise der­zeit so an­stei­gen und war­um Sie mei­ner Mei­nung nach In­ves­ti­tio­nen in die­sem Be­reich auf An­fang 2016 hin­aus­zö­gern soll­ten, dass er­fah­ren Sie hier.

Alte Hardware – hoher Preis

Bild von Diagramm zur Preisentwicklung der Hardware 2014/2015
Egal, ob CPU, Gra­fik­kar­te, Fest­plat­te oder Main­board al­les ist im Mo­ment ver­hält­nis­mä­ßig teu­er. Man­ches ist so­gar we­sent­lich teu­rer als zur Markt­ein­füh­rung. Das be­deu­tet, dass Hard­ware mit ei­nem tech­ni­schen Stand von 2013 im Wert ge­stie­gen ist bzw. min­des­tens sei­nen Wert ge­hal­ten hat.

Die Grün­de da­für sind un­ter­schied­lich. Die Mar­gen der Händ­ler, die im Hardware-Bereich in ei­nem enor­men Wett­be­werb ste­hen, blei­ben je­doch seit Jah­ren un­ver­än­dert. Fak­to­ren, wel­che die Prei­se stei­gen las­sen, wer­den nur wei­ter­ge­ben.

Preisstabilität durch technische Stagnation

Die Her­stel­ler sind es, die für die Preis­sta­bi­li­tät, egal, ob Neu­wa­re oder Ge­braucht­wa­re, sor­gen. Be­trach­ten Sie sich den Sek­tor von Pro­zes­so­ren, fin­det seit 2011 kei­ne nen­nens­wer­te In­no­va­ti­on statt.

  • In­tel mit der Intel-Core-i-Serie und den Consumer-Sockeln 1150 und 1155 ver­öf­fent­licht seit Jah­ren Wie­der­auf­güs­se ih­rer Tech­no­lo­gi­en. Zwi­schen­zeit­lich in der vier­ten Ge­ne­ra­ti­on (Has­well) an­ge­kom­men, un­ter­schie­den sich die ein­zel­nen Ge­ne­ra­tio­nen durch ei­nen durch­schnitt­li­chen Leis­tungs­zu­wachs von 10%.
  • AMD folgt dem­sel­ben Mus­ter. Be­reits in der drit­ten Ge­ne­ra­ti­on der FX-Prozessoren für den So­ckel AM3+, hat sich im Be­zug auf Leis­tung fast über­haupt nichts ge­tan. Nur in Sa­chen En­er­gie­ef­fi­zi­enz un­ter­schie­den sich die ein­zel­nen Pro­duk­te.

Le­dig­lich in der Brei­te gab es auf den So­ckeln 2011 und FM2+ für klei­ne Ziel­grup­pen ei­ni­ge, we­ni­ge Neu­hei­ten.

Die Hardware ist zu teuerIn­no­va­tio­nen sind es, die Prei­se äl­te­rer Hard­ware stark fal­len las­sen. Er­sicht­lich wird dies beim Ar­beits­spei­cher. Durch die Ein­füh­rung Ende 2014 von DDR4-RAM, ist DDR3-RAM die ein­zi­ge Hard­ware, de­ren Prei­se der­zeit ge­sun­ken sind. Die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on an leis­tungs­star­ker Hard­ware ist erst 2016 zu er­war­ten. AMD plant den So­ckel FM3, der AM3+ und FM2+ ab­lö­sen soll, im drit­ten Quar­tal 2016.

Ge­nau wie Sum­mit Ridge, auf Ba­sis der kom­plett neu­en Zen-Architektur, soll Bris­tol Ridge im drit­ten Quar­tal 2016 er­schei­nen.

Günsch, Mi­cha­el: AMD Bris­tol Ridge soll Ex­ca­va­tor auf Desktop-PCs brin­gen. computerbase.de (01/2015).

Auch In­tel führt mit Sky­la­ke Ende 2015 bzw. An­fang 2016 den neu­en So­ckel 1151 ein.

2015 und 2016 sol­len in je­dem Seg­ment Pro­zes­so­ren oder Systems-on-a-Chip auf Ba­sis der ak­tu­el­len 14-Nanometer-FinFET-Technik er­schei­nen.

Sau­ter, Marc: Neue Pro­zes­so­ren er­schei­nen ge­staf­felt. golem.de (01/2015).

Es ist also erst zu er­war­ten, dass der­zei­tig an­ge­bo­te­ne Hard­ware, An­fang 2016 güns­ti­ger wird.

Politik ist für Preissteigerung verantwortlich

Wie be­reits er­wähnt, sind die Prei­se für Hard­ware nicht nur gleich ge­blie­ben, son­dern so­gar ge­stie­gen. Die Haupt­ver­ant­wor­tung trägt da­für die eu­ro­päi­sche Po­li­tik.

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt in Wies­ba­den ver­öf­fent­licht je­den Mo­nat die In­fla­ti­ons­ra­te, ba­sie­rend auf ei­nem Pro­dukt­wa­ren­korb. Die In­fla­ti­ons­ra­te ist auch be­kannt als Teue­rungs­ra­te. Im Ja­nu­ar 2015 warf die Bun­des­re­gie­rung wie­der die Pres­se­ma­schi­ne an und ließ ver­lau­ten, dass die In­fla­ti­ons­ra­te bei -0,3 Pro­zent liegt. Die Wa­ren des de­fi­nier­ten Pro­dukt­wa­ren­korbs sind also ins­ge­samt bil­li­ger ge­wor­den. Na­tür­lich ist das wie im­mer Au­gen­wi­sche­rei, denn aus­schlag­ge­bend da­für wa­ren stark sin­ken­de En­er­gie­kos­ten (Strom/Öl/Gas) und ein leicht ge­sun­ke­ner Preis für Le­bens­mit­tel. Für Pend­ler si­cher­lich eine Er­leich­te­rung, für den Rest der Ge­sell­schaft ist na­tür­lich al­les wie im­mer teu­rer ge­wor­den.

Hin­ge­gen ver­teu­er­ten sich Dienst­leis­tun­gen um 1,2 Pro­zent. Da­bei stie­gen Net­to­kalt­mie­ten auf Jah­res­sicht um 1,3 Pro­zent.

Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung GmbH: Jetzt fal­len auch in Deutsch­land die Prei­se. faz.net (01/2015).

Auf­grund des sehr nied­ri­gen Be­wer­tungs­schlüs­sels, spie­len Com­pu­ter und Hard­ware im Wa­ren­korb oh­ne­hin kaum eine Rol­le.

Es ist je­doch nicht gut, wenn et­was bil­li­ger wird. Die EZB hat schließ­lich die Auf­ga­be eine In­fla­ti­ons­ra­te von 2% auf­recht­zu­er­hal­ten. Dies ist of­fen­sicht­lich nicht ge­lun­gen und des­halb herrscht gro­ße Angst vor De­fla­ti­on.

Die ste­tig fal­len­den Öl­prei­se schü­ren bei der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) die Angst vor ei­ner De­fla­ti­on.

Wag­ner, Thors­ten: EZB: Angst vor De­fla­ti­on. mmnews.de (01/2015).

Um der dro­hen­den De­fla­ti­on ent­ge­gen­zu­wir­ken, hat der EZB-Chef wie­der ein­mal die Geld-Bazooka aus­ge­packt und so­mit kauft die EZB wie­der flei­ßig Staats­an­lei­hen. Das Er­geb­nis ist, der Euro wird stark ab­ge­wer­tet und er­reich­te im Ja­nu­ar 2015 so­gar ein 11-Jahres-Tief ge­gen­über US-Dollar und dem Bri­ti­schen Pfund.

On the cur­r­en­cy mar­kets, the euro hit an 11-year low of $1.1404. Against the po­und it hit €1.32.

In­man, Phil­lip: ECB ‘ta­kes out the ba­zo­oka’ with big­ger than ex­pec­ted QE sti­mu­lus pa­cka­ge. theguardian.com (01/2015).

Dies ist für die deut­sche In­dus­trie sehr gut, denn Ex­port­gü­ter wer­den güns­ti­ger. Für alle an­de­ren heißt es den Gür­tel en­ger schnal­len. Welt­han­dels­wäh­rung ist im­mer noch der US-Dollar. Im­port­wa­ren wie Hard­ware wer­den des­halb auch in US-Dollar ge­han­delt und al­lei­ne durch den sehr schwa­chen Euro teu­rer.

Da­durch wer­den IT-Dienstleistungen mit­tel­fris­tig ge­se­hen also auch teu­rer. Ich habe hier be­reits er­ör­tert, dass Deutsch­land oh­ne­hin nicht in die­sem Be­reich mit dem Aus­land kon­kur­rie­ren kann und man des­halb ei­nen IT-Fachkräftemangel aus­ge­ben muss­te. Durch die­se Geld­po­li­tik wird die Aus­gangs­po­si­ti­on noch wei­ter ver­schlech­tert. Ist im Prin­zip eh egal, denn EU-Digitalkommissar Gün­ther Oet­tin­ger ließ be­reits sinn­ge­mäß ver­lau­ten, dass in der kom­plet­ten EU be­reits Hop­fen und Malz im IT-Sektor ver­lo­ren ist.

Wir ha­ben das Spiel in der IT ver­lo­ren.

Bor­chers, Det­lef: Oet­tin­ger: Eu­ro­pa schafft kei­ne Google-Alternative mehr. heise.de (01/2015).

Meine Empfehlung

Mein Blog wird haupt­säch­lich von Selbst­stän­di­gen, Stu­den­ten und Frei­be­ruf­lern ge­le­sen. Bei de­nen Hard­ware kei­ne Frei­zeit­be­schäf­ti­gung, son­dern im­mer eine In­ves­ti­ti­on ist. Die­sen Grup­pen kann ich nur emp­feh­len, be­stehen­de Sys­te­me 2015 wei­ter­zu­nut­zen. Spa­ren Sie lie­ber bis An­fang 2016 und ho­len Sie Ihr Sys­tem, bzw. Ihre Sys­te­me in die neus­te Ge­ne­ra­ti­on. Vor al­lem auf dem Ge­braucht­wa­ren­markt sind dann gro­ße Preis­stür­ze zu er­war­ten, wenn Sie oh­ne­hin im­mer eine Ge­ne­ra­ti­on hin­ter­her sind. Au­ßer­dem gehe ich da­von aus, dass der Euro nicht ewig ab­ge­wer­tet wird.

Fazit

Die Po­li­tik der EZB ist es ei­gent­lich, durch das Auf­kau­fen von Staats­an­lei­hen den Kon­sum an­zu­re­gen. Zu­min­dest im IT-Bereich er­zeugt die­se Po­li­tik wohl ei­nen In­ves­ti­ti­ons­stopp. Es zeigt wie­der­ein­mal, dass Deutsch­land ein rei­ner In­dus­trie­stand­ort ist, für des­sen Ex­port Po­li­tik ge­macht wird. In der Dienst­leis­tungs­bran­che und im Ein­zel­han­del ist man nur durch Lohn­dum­ping kon­kur­renz­fä­hig und die IT-Branche sie­delt sich auf­grund die­ses Um­stan­des erst gar nicht an. Des­halb ver­dient ein un­ge­lern­ter Fließ­band­ar­bei­ter auch mehr als ein Fri­seur, Bä­cker, Kauf­mann im Ein­zel­han­del oder Ho­tel­fach­mann.

Wie viel Wert Hard­ware ohne po­li­ti­sche Ein­flüs­se hat, se­hen Sie, wenn Sie mit­hil­fe ei­nes ame­ri­ka­ni­schen Proxy-Servers auf Ama­zon sur­fen. Al­lei­ne Pro­zes­so­ren sind in den USA durch­schnitt­lich 13,00 Euro (in­klu­si­ve Steu­er) güns­ti­ger.

Tipp: Wenn Sie wis­sen möch­ten, wie es auf dem Hardware-Markt aus­sieht, sur­fen Sie auf Ebay-Kleinanzeigen. Su­chen Sie nach Com­pu­tern im Um­kreis von 30 Ki­lo­me­tern. Bei mir gibt es der­zeit ein An­ge­bot und drei Ge­su­che von Händ­lern. Ein Ver­käu­fer­markt eben.

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Mein Name ist Sa­scha, das In­ter­net und ich sind seit 1997 gute Freun­de. Es gibt mir En­ter­tain­ment, Mo­ne­ten und Lie­be, da­für gebe ich ihm seit 2009 viel­sei­ti­ge, mul­ti­me­dia­le An­lei­tun­gen auf den ver­schie­dens­ten Prä­sen­zen. Wäre ich nicht Web­wor­ker, wür­de ich wahr­schein­lich für die Ca­mor­ra das Heim­netz­werk auf De­bi­an um­stel­len und ver­wal­ten. Als Fa­mi­li­en­mensch lie­be ich näm­lich Süd­ita­li­en, das dor­ti­ge Es­sen und die spät­abend­li­chen Ar­beits­zei­ten.


Kategorie: Blog
  • Fabian Buschtrommel sagt:

    Ent­spricht auch mei­nen Er­fah­run­gen! Jetzt ein kom­plet­tes neu­es sys­tem be­schaf­fen ist un­d­be­zahl­bar und die neue Platt­form Ge­ne­ra­ti­on steht vor der Tür... der­weil sind ur­alte ge­brauch­te hig­hend CPUs für mei­nen So­ckel 775 so teu­er das es sich auch nicht rech­net so­was als Lü­cken­fül­ler noch ein­mal auf zu rüs­ten... :X

    vgl.:

    http://geizhals.at/de/?phist=1119923

  • Kain sagt:

    Vie­len Dank! Durch Ih­ren Ar­ti­kel hab ich mich end­lich ent­schei­den kön­nen den Bau mei­nes neu­en PCs bis 2016 zu ver­zö­gern. Dann soll­ten si­cher auch schon mehr pro­dukt­aus­wahl auf dem Markt für die neue Sockel/Intel Ge­ne­ra­ti­on be­reit ste­hen.
    Jetzt bin ich mal ge­spannt, was die­ser neue Chip­satz von Mi­cro­soft, so ales ver­än­dern wird.
    Wer­den dann auch Leis­tung­stär­ke­re GPUs zu er­war­ten sein? Also GPUs ei­ner neu­en Ge­ne­ra­ti­on?

  • Christian sagt:

    Also ich ken­ne noch Zei­ten da ver­lo­ren sol­che Tei­le schon 30% an Wert so­bald man sie be­zahlt hat­te.
    Mei­ne Mei­nung ist ein­fach.
    So­lan­ge sol­che Prei­se be­zahlt wer­den wer­den sie auch blei­ben.
    Die meis­ten Kun­den ha­ben eh kaum Ah­nung.
    erst wenn die Ware lie­gen bleibt wer­den Prei­se fal­len egal wie der Dol­lar­kurs steht.
    so­lan­ge die­ser Witz so bleibt spie­le ich nicht mehr mit. Mir gehts da nicht um 100 Euro hin oder her son­dern ums Prin­zip.

    • Röschi sagt:

      So et­was ähn­li­ches wie Chris­ti­an woll­te ich auch schrei­ben. Vor al­lem bei Gra­fik­kar­ten ist es wirk­lich däm­lich was die Leu­te da­für hin­le­gen. 600 - 900 € und dann le­sen ich in Fo­ren, ja nur ein hal­bes Jahr dann wird das Ding ver­scher­belt und es gibt eine neue.

      Bei Pro­zes­so­ren ist es so­wie­so pure Ver­ar­sche. i5 San­dy ist im­mer noch für 95% der An­wen­dun­gen po­tent. Ein neu­er i7-5775C kos­tet 440 € wtf? hat aber auch nur 4 Ker­ne. Gut we­ni­ger Ver­brauch und trotz ge­rin­ger Tak­tung mehr Druck aber für das Geld er­war­te ich ei­nen na­ti­ven 8 Ker­ner der in Pre­mie­re Pro mit á 4,2 GHZ ab­zieht.

      Wie be­reits gut ge­schrie­ben tut die EZB ihr rest­li­ches. Bes­se­rung nicht in Sicht. Okay die FX von AMD be­kommt man wahr­schein­lich 2016 hin­ter­her­ge­wor­fen, die sind dann aber 5 Jah­re alt und tech­ni­scher Stand von 2009. Bei In­tel än­dert sich oh­ne­hin nie was.

  • Henrik sagt:

    Hal­lo, gu­ter Ar­ti­kel sehe vie­les ge­nau­so.
    Was je­doch ver­ges­sen wur­de, AMD, In­tel, Nvi­dia, Sea­gate, San­Disk etc. al­les ame­ri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men. Selbst die Rus­sen fan­gen mit dem El­brus an, CPUs auf AMD-FX Ni­veau zu pro­du­zie­ren. Was hat die EU mit ih­ren 500 Mio. Bür­gern ent­ge­gen­zu­wir­ken? Das stän­di­ge La­men­tie­ren der IT-Leute nervt nur noch. Die EU ist eine tote Kuh. Das ver­ste­hen auch die EU-Gegner nie, ohne die­sen Zu­sam­men­schluss wäre Deutsch­land stramm auf dem Weg zum Schwel­len­land. Ich stu­die­re im 5. Se­mes­ter Ar­chi­tek­tur in Han­no­ver und es ist er­schre­ckend, wenn ich die IT-Kenntnisse mei­ner Kom­mi­li­te­nen und Do­zen­ten sehe.

  • Uwe sagt:

    Ein gu­ter Be­richt. Aber so­lan­ge Fan­boys be­reit sind alle na­selang
    teu­er €„s für Te­le­fo­ne (Ap­ple & Co) oder fet­te Gra­kas (GTX Ti­tan X) raus zu hau­en, wird sich ver­mut­lich nix än­dern. Im Gra­fik­be­reich gibt es eh nur noch zwei re­le­van­te Her­stel­ler, die die Kun­den an sich bin­den wol­len!

    Ein Licht­blick bie­tet AMD mit dem neu­en Speichertyp/->High Band­with Me­mo­ry (HBM)/<- der GDDR5 ab­löst. Rich­ti­ge In­no­va­tio­nen sehe ich vor­läu­fig nicht.

    Mein Sys­tem mit:

    In­tel Pen­ti­um G2130 3.20GHz
    Nvi­dia GTX 650 (GK 107)
    4GB Ram

    läuft un­ter Li­nux Lub­un­tu (we­gen der LXDE-Gui) sehr sta­bil
    und recht flott. Die Ra­maus­las­tung liegt im Schnitt bei 25% .
    was will ich mehr?

  • Thomas sagt:

    Dan­ke für die­sen Be­richt!
    Auch ich woll­te schon mei­nen 8 Jah­re al­ten PC auf­rüs­ten, werd ich noch war­ten. (1Kern Pro­zes­sor 3GHz 775Sockel, 4GBRam da­von nur 3 in Ver­wen­dung)
    Auch ich woll­te die­ses alte Teil auf­rüs­ten, nur mit den eher ge­rin­ge­ren Preis­un­ter­schie­den zwi­schen ei­ner neue­ren Ge­ne­ra­ti­on ist das eher hum­bug.

    Mit den neu­en Win­dows Be­triebs­sys­te­men und des­sen Up­dates, wird er im­mer lang­sa­mer, auch ohne in­stal­lier­ten Vi­ren­scan­ner. Schuld sind auch si­cher schlecht pro­gram­mier­te Pro­gram­me. In mei­nem Fall hab ich nur das not­wen­digs­te in­stal­liert, dann geht’s ge­ra­de noch so ir­gend­wie.

  • Rolf sagt:

    Sehr gu­ter Be­richt!
    Hat­te auch vor mei­nen PC zu er­neu­ern, woll­te zwar nicht die neus­te Hard­ware ha­ben, son­dern ein et­was äl­te­res Sys­tem mit 4 Kern Pro­zes­sor kau­fen. Dann habe ich die Prei­se ver­gli­chen, selbst eine alte In­tel CPU, So­ckel 775 mit 4 x 3 Ghz kos­tet der­zeit noch 70 Pro­zent ge­gen­über den neue­ren In­tel i5-Chip.

    Bei den jet­zi­gen Prei­sen kann man lie­ber gleich zum i5 o. i7 grei­fen. Mein Sys­tem ist jetzt 6 Jah­re alt, eine Auf­rüs­tung, selbst bei ge­brauch­ten Bau­tei­len lohnt sich ein­fach nicht. Ich hat­te mir im­mer ein gu­tes MSI-Mainbord ge­kauft um auch auf­rüs­ten zu kön­nen, aber wenn ich dann sehe wie teu­er das ist, kann man es ver­ges­sen. Des­halb wer­de ich mir mein nächs­tes Bord aus­su­chen, ohne den Ge­dan­ken es auf­rüs­ten zu wol­len.
    Die Her­stel­ler las­sen sich im­mer was neu­es ein­fal­len da­mit auch Neu ge­kauft wer­den muss, al­les Ab­zo­cke.

  • Christian sagt:

    Jetzt hab ich Mo­na­te ge­war­tet und ge­än­dert hat sich nix. Mein ers­ter Com­pu­ter war ein C64 mit Da­ta­set­te.
    Wenn seit­her die Din­ge so ge­lau­fen wä­ren wie die letz­ten 5 Jah­re wä­ren wir heu­te noch beim Ami­ga 500 viel­leicht auch schon beim Pen­ti­um 1. Das hat doch mit dem Dol­lar nichts mehr zu tun. Ab­ge­se­hen da­von wae­re der Dol­lar ohne Krie­ge gar nichts mehr wert. Es ist ein­fach ma­ka­ber für mich in den gu­ten Zei­ten hat­te ich nie Geld für High End und jetzt ists un­in­ter­resant ge­wor­den. PC ster­ben eh aus. Wich­tig heut­zu­ta­ge ist nur noch ein Han­dy mit nem Ap­fel drauf, da spielt der Preis auch kei­ne Rol­le mehr. Mei­nes er­ach­tens viel zu bil­lig die Din­ger je­der Teen­ager kann sich das leis­ten könn­te auch dop­pelt so teu­er sein. Bin wohl ein­fach schon zu alt und check nix mehr.

    • Kilobyte sagt:

      Mensch Chris­ti­an,

      da du be­reits mit Com­mo­do­re Pro­duk­ten ak­tiv warst, ge­hörst du wahr­schein­lich zu den Men­schen, die wis­sen, dass 1+1 nicht 2 oder 11, son­dern 10 ist. Des­halb weißt du auch, dass ein Smart­pho­ne wie ein Nin­ten­do Game­boy zur „con­su­mer elec­tro­nic” ge­hört und den PC nie­mals er­set­zen wird.

      Ich er­in­ne­re mich an die gu­ten al­ten 1990er Jah­re, als man das Di­plom zum Wirt­schafts­in­for­ma­tik­leh­rer be­kam, in­dem man zwi­schen Hard- und Soft­ware un­ter­schei­den konn­te und ein Leh­rer zu mir sag­te: „Sa­scha du wirst se­hen, in zwei Jah­ren gibt es nur noch er­go­no­mi­sche Tas­ta­tu­ren we­gen des ver­mehr­ten Auf­tre­tens des RSI-Syndroms.” 🙂

      Zur Zeit sind wir an der Preis­spit­ze an­ge­kom­men. Die Grün­de:

      1.) Ad­vents­zeit.
      2.) Draghi wer­tet Euro ab.
      3.) US-Zinswende, Dol­lar steigt.

      Ich wer­de üb­ri­gens im Mai 2016 grö­ßer im Hard­ware­be­reich in­ves­tie­ren.

      Dan­ke für den net­ten Kom­men­tar!
      Sa­scha

      • Marc sagt:

        Die Prei­se für DDR4 Spei­cher sind aber im­mer­hin deut­lich ge­fal­len seit Som­mer. In den letz­ten Ta­gen ist auch der In­tel 6700k ENDLICH um ca. 60 Euro bei den Online-Händlern ge­fal­len. End­lich ist er gut ver­füg­bar. Ich habe jetzt lan­ge ge­war­tet um in ein neu­es Sys­tem zu in­ves­tie­ren. Aber ich glau­be jetzt ist so lang­sam der Zeit­punkt ge­kom­men oder was meint ihr? Den 6700k kann man lo­cker auf 4.6 GHz über­tak­ten. Das ist doch eine Men­ge Holz.
        Vie­le Grü­ße
        Marc

  • Marq sagt:

    Ich habe mir Ende 2015 ein Dop­pel­so­ckel­board ge­holt und nur das Nö­tigs­te ge­kauft. Asus z10pe d16 ws mit 16 gb ram und ei­nem Xeon x5 2630 v3 ge­holt also wirk­lich die kleins­te Aus­stat­tung. Seit­dem war­te ich ver­ge­bens dar­auf, dass ich mir die 2te CPU auch noch ein­bau­en kann. 🙁
    Zu­mal mit 2ter CPU auch noch­mal RAM ge­kauft wer­den müss­te und ich dann schon wie­der min­des­tens bei 800 Euro lie­ge. Ich hof­fe das es sich im Lau­fe des Jah­res noch än­dern wird.

    Vie­le Grü­ße
    Marq

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