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Anleitungen vom Webworker

Grafikkarte oder Intel HD Onboard?

Wer sich einen neuen Computer zusammenstellt, der kommt an den Punkt, an den er sich fragt, ob ein Intel HD Grafikchip entweder im Prozessor oder auf dem Mainboard für seine Zwecke ausreichend ist oder, ob man doch eine Grafikkarte benötigt. Für mich gibt es bei dieser Entscheidung keine zwei Meinungen.

Schlechte Mainboards mit Onboard-Grafik

Billiges Mainboard mit IGPAls Freiberufler oder Selbstständiger ist man bekanntlich immer auf der Suche nach der wirtschaftlich besten Lösung, d. h. günstige Anschaffung, lange Lebensdauer und geringe Betriebskosten. Egal, ob für Intel oder AMD-Prozessoren, es gibt Mainboards mit integriertem Grafikprozessor. Diese Art Hardware ist zwar die günstigste Option, jedoch in allen Belangen völlig ungeeignet.

  • Ein Mainboard mit einem IGP (Integrierter Grafkprozessor), wie beispielsweise das ASUS H61M-A, gibt es bereits ab 50,00 Euro.
  • Neben der besonders preiswerten Anschaffung verbraucht ein Grafikchip auf einem Mainboard auch weniger Strom, muss nicht gekühlt werden und ist deshalb unhörbar.

Bild von zwei MonitorenAuch bietet diese Art Grafikkarte mehrere Anschlussarten wie VGA, DVI und sogar HDMI an. Es können auch problemlos zwei Bildschirme gleichzeitig, bei ungefähr 1920 x 1200 Pixeln, betrieben werden. In den Herstellerangaben fehlen oftmals nähere Informationen zur integrierten Grafikeinheit. In der Regel handelt sich sich entweder um einen Intel HD 3000 oder einen AMD Radeon 4200 Grafikchip.

  • Beides sind überholte Grafikeinheiten für DirectX 10.1 und Shader 4.1., mit einer Speicherbandbreite von 64 bzw. 32 Bit sowie einer sehr langsamen Taktrate. Damit werden Sie 2014, auch mit einem Office-PC, nicht mehr glücklich.

Anforderungsprofil Grafikkarte – Webworker

Ein Webworker benötigt seinen Computer hauptsächlich zum Schreiben. Das Wort „Schreiben“ umfasst jedoch noch viel mehr:

  1. Recherchieren ist heutzutage nicht nur lesen, sondern auch das Anschauen von Filmen und Präsentationen in verschiedensten Formaten.
  2. Eine gewisse Grundahnung von Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop oder GIMP gehört auch zum Alltag eines Webworkers, um dessen Artikel mit Bildern webkompatibel zu schmücken.
  3. Videochat über Skype, um sich kurz mit Kollegen oder Kunden auszutauschen ist für das Business ebenso notwendig.
  4. Eventuell das Aufnehmen von kurzen Desktop-Videos kann zum täglichen Brot eines Webworkers gehören.

Dies alles sind Anwendungsgebiete mit denen auf Mainboards integrierte Grafikkarten nicht ausreichend zurechtkommen. Ich baute mir nachträglich deshalb eine ASUS AMD HD6450 SL2 ein.

Bild von HD6450

Warum selbst günstige Grafikkarten besser sind

Ich hätte auch jede andere Grafikkarte im Low-Budget-Segment, d. h. ab 40,00 Euro kaufen können, alle sind besser als Grafikkarten auf Mainboards.

  • Wichtig ist, dass die Grafikkarte für Office-PCs nicht aktiv gekühlt werden muss. Auf dem Bild ist der passive und geräuschlose Kühler gut zu sehen. Diese Grafikkarte benötigt unter Volllast des Weiteren nur 27 Watt.
  • Der größte Vorteil zwischen einer Grafikkarte und einem integriertem Grafikprozessor liegt im Speicher. Meine AMD HD6450 hat 2 Gigabyte Grafikspeicher, dies ist beispielsweise für die Bildbearbeitung, die Aufnahme und sogar das Ansehen von HD-Videos essentiell wichtig. Onboard-Grafikchips benutzen den Arbeitsspeicher zum Auslagern. Dadurch wird dieser Speicher zusätzlich belastet und schneller voll. Daten, die nicht mehr in den Arbeitsspeicher geladen werden können, landen bekanntlich auf der langsamen Festplatte oder SSD.
  • Bei zwei Bildschirmen können Sie selbst mit solch einer günstigen Grafikkarte eine echte Full-HD-Auflösung mit 1080 Pixeln erreichen. Dies wiederum ist beim Arbeiten mit Bildbearbeitungssoftware wesentlich angenehmer.
  • Benutzeroberflächen wie das Windows Aero-Design und selbst GNOME 3 benötigen eine ausreichende 3D Beschleunigung, welche nur ein Intel HD 4000 Grafikchip, mit Hängen und Würgen, wiedergibt.

Ebenso ist die ganze Farbe und der Kontrast, unabhängig vom Monitor, durch dynamische Videoqualitätsoptionen einer Grafikkarte wesentlich angenehmer für die Augen.

Grafikkarte im Prozessor – eine neue Option

Bild von AMD Prozessorkühler

Seit Anfang 2014, mit dem Erscheinen von AMDs Kaveri APUs (Accelerated Processing Unit), sind Grafikkarten, die integriert in einer CPU sind, ein konkurrenzfähiges Produkt zu gewöhnlichen Grafikkarten. Vor allem mit teureren Modellen, wie dem AMD A10-7700K, der eine Radeon R7 integriert hat, lassen sich zwischenzeitlich sogar anspruchsvolle Spiele wie Battlefield 4 oder Assassin’s Creed 4 spielen. Das Ganze bei einem Verbrauch von nur 95 Watt. Preislich geringfügig teurer ist Intels i5-3330 mit einer integrierten Intel HD Graphic 2500. Sowohl der IGP, als auch der Prozessor selbst, ist jedoch langsamer als der A10-7700K. Dafür hat dieser Intel Prozessor nur einen Verbrauch von 77 Watt.

Fazit

Sie können sich vorstellen, dass ein Mainboard, beispielsweise für den Intel Sockel 1155, auf welches auch ein i7-3770 verbaut werden kann und das 50,00 Euro kostet nur unbrauchbar sein kann. Vor allem wenn dazu noch ein integrierter Grafikchip verbaut ist ist.

Kaufen Sie sich selbst für Office-PCs, lieber hochwertige Mainboards ohne Onboard-Grafikchip und investieren Sie etwas Geld in eine preiswerte Grafikkarte, hier sind sie immer auf der sicheren Seite.

Ich persönlich finde, dass Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit immer interessanter werden.  Als Webworker werde ich in Zukunft vermehrt auf diese Lösung setzen.

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(Artikel wurde am 16.12.2014 ergänzt)

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Blog
  • Bernd sagt:

    Hallo der Artikel spricht mir aus der Seele.
    Ich versteh überhaupt nicht warum die Leute die FM2+ Dinger so cool finden, der Prozessor ist langsamer als bei AM3+ und die Grafikkarte schlechter als ein 50€ lowbudget ding, was also hat solch eine CPU für einen Nutzen? Man muss sich nur fragen warum vernüftige Grafikkarten zwei – drei Slots belegen, dann weiß man was ein ein Zentimeter großer Chip großartig für Leistung bringen kann.

  • Lukas sagt:

    Das ist genau das, was ich mich gefragt habe. Onboard oder low Budget GraKa. Mein Anwendungsbereich ist mit deinem identisch und ich werde mich wahrscheinlich auch noch eine low Budget Grafikkarte zulegen. Danke für deinen Artikel dieser hat mir sehr geholfen.

  • Stefan S. sagt:

    Absolute Zustimmung! Ich hab ein AMD Board auf dem ne HD 3000 ist auf der läuft nichtmal Gnome 3. Ohne eine echte Grafikkarte sind nicht mal vernünftige Office-Anwendungen möglich.

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