Kilobyte: Das Ubuntu Handbuch mit Anleitungen

Erfahrung mit Textbroker - Interview

Als Web­wor­ker bin ich im­mer auf der Su­che nach Mög­lich­kei­ten, im In­ter­net Geld zu ver­die­nen und bin da­bei auf Text­bro­ker ge­sto­ßen. Ich habe vie­le Ar­ti­kel zu die­ser Text­bör­se auf an­de­ren Blogs ge­le­sen, meist mit ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen, je­doch woll­te ich aus ers­ter Hand wis­sen, wie es ist auf Text­bro­ker sein Geld zu ver­die­nen und habe mir ei­nen In­ter­view­part­ner ge­sucht.

Bild von Phillip Hofmann Textbroker AutorNach 27 An­fra­gen an Textbroker-Autoren kam ich an Phil­lip Hof­mann, Bau­jahr 1985, sei­nes Zei­chens er­folg­rei­cher Web­wor­ker im Be­reich Tex­ten. Mit über 700 ver­kauf­ten Tex­ten bei Textbroker.de (Stand 20.05.2014) hat Phil­lip schon alle Hö­hen und Tie­fen der Text­platt­form er­lebt. Ne­ben Text­bro­ker ver­kauft Phil­lip als Fre­e­lan­cer Tex­te für Be­wer­tungs­por­ta­le der Reise- und Ho­tel­bran­che, au­ßer­dem ar­bei­tet er an der Er­stel­lung von Bro­schü­ren von Rei­se­ver­an­stal­tern mit.

Besonderheiten von Textbroker.de

Ich selbst habe über­haupt kei­ne Er­fah­rung mit Text­bro­ker und habe vie­le Er­fah­rungs­be­rich­te auf an­de­ren Blogs ge­le­sen. Vie­le, wie die­ser hier be­kla­gen, dass man bei Text­bro­ker sehr we­nig ver­die­nen kann, schwer Auf­trä­ge fin­det und die Auf­trag­ge­ber oft Pro­ble­me ma­chen. Was hat dich also dazu be­wegt, bei die­ser Platt­form dein Geld zu ver­die­nen?

Bis Ende 2012 habe ich Grund­schul­lehr­amt stu­diert und hat­te so wie vie­le mei­ner Kom­mi­li­to­nen oft­mals über­haupt kein Geld. Stu­die­ren ohne Geld geht na­tür­lich gar nicht, also such­te ich mir eine Mög­lich­keit im In­ter­net Geld zu ver­die­nen und bin auf Text­bro­ker ge­sto­ßen. Gro­ßer Vor­teil für mich war vor al­lem am An­fang, dass die Aus­zah­lungs­gren­ze mit 10 € sehr nied­rig war. Ich saß vor­mit­tags in der Uni und habe über mei­nen Lap­top ei­nen Be­wer­bungs­text über mei­ne Hei­mat­stadt ge­schrie­ben. Am Nach­mit­tag des­sel­ben Ta­ges wur­de ich auf Stu­fe 4 zu­ge­las­sen und habe zu Hau­se gleich zwei Ar­ti­kel ver­fasst, wel­che auch am sel­ben Abend noch ab­ge­nom­men wur­den. Die Auf­trag­ge­ber be­wer­te­ten mei­ne Tex­te gut und für mich war klar, ich blei­be bei Text­bro­ker.

Kannst du den Vor­gang et­was ge­nau­er be­schrei­ben? Was pas­siert, bis du das Geld gut­ge­schrie­ben be­kommst und wie funk­tio­niert die Aus­zah­lung?

Nach dem Ein­log­gen ha­ben die Au­to­ren bei Text­bro­ker die Wahl, aus ei­nem Auf­trags­pool, wel­cher nach Stu­fen und The­men­ge­bie­ten sor­tiert ist, ei­nen Auf­trag an­zu­neh­men. Nach der Be­ar­bei­tung wird der Text an den Auf­trag­ge­ber ge­schickt. So­bald die­ser den Auf­trag ab­nimmt, be­kommt der Au­tor den Auf­trag ver­gü­tet. Die Aus­zah­lung ist ein­mal wö­chent­lich mög­lich. So­bald das Au­to­ren­kon­to 10 € be­inhal­tet, kann eine Aus­zah­lung aufs Bank­kon­to be­an­tragt wer­den.

Bewertungen bei Textbroker - Tipps vom Profi

In un­se­rem Vor­ge­spräch hast du mir er­zählt, dass ge­ra­de für Neu­lin­ge auf Text­bro­ker das Be­wer­tungs­sys­tem ziem­lich ver­wir­rend ist. Du hast mir Screen­shots zu­kom­men las­sen, um die­ses et­was ge­nau­er zu er­läu­tern.

Screenshot vom Bewertungssystem auf Textbroker.de

Die Be­wer­tun­gen ha­ben mich vor al­lem am An­fang sehr ins Schleu­dern ge­bracht, vor al­lem weil es ums Geld geht. Der Wort­preis für jede Stu­fe ist an­ders und macht schon ei­nen gro­ßen Un­ter­schied aus und na­tür­lich woll­te ich die Stu­fe 4 mit 1,63 Cent pro Wort un­be­dingt hal­ten. Ge­ra­de mei­ne ers­ten 20 Auf­trä­ge für Text­bro­ker wa­ren, was die Auf­trag­ge­ber­be­wer­tun­gen an­ging stark durch­wach­sen. Neue Au­to­ren soll­ten sich dar­über je­doch kei­nen Kopf ma­chen, denn die­se spie­len so gut wie kei­ne Rol­le.

Zum ei­nen ist es nicht zwin­gend, dass der Auf­trag­ge­ber den Text be­wer­tet, er kann ihn auch ein­fach so ab­neh­men, zum an­de­ren le­sen die Text­bro­ker­lek­to­ren alle ver­kauf­ten Ar­ti­kel ge­gen und ver­ge­ben ei­ge­ne Be­wer­tun­gen. Das emp­fin­de ich als äu­ßerst sinn­voll, denn vie­le der Auf­trag­ge­ber sind ge­häs­sig oder ver­ste­hen das Be­wer­tungs­sys­tem nicht.

Bei dem Screen­shot, den ich dir ge­schickt habe siehst du vier­mal die Be­wer­tung „gut”. Den Text habe ich an­ge­nom­men und di­rekt ge­schrie­ben. Der Auf­trag­ge­ber hat un­ter „Ab­spra­che und Zu­ver­läs­sig­keit” trotz­dem nur „gut” be­wer­tet. So zieht sich das bei mir seit 700 Ar­ti­keln durch, 95% der Auf­trag­ge­ber ge­ben vier­mal die glei­che Be­wer­tung ab, ohne dar­über nach­zu­den­ken. Das weiß auch Text­bro­ker und macht das lie­ber selbst.

Screenshot von Bewertungsgrundlage über TextbrokerDie Text­bro­ker­lek­to­ren be­wer­ten die ver­kauf­ten Ar­ti­kel nach Ster­nen, dar­aus er­gibt sich die Stu­fe des Au­tors. Theo­re­tisch ist es auch mög­lich, über die­ses Sys­tem auf- oder ab­ge­wer­tet zu wer­den. Ich ken­ne je­doch kei­nen Fall, wo dies je­mals pas­siert wäre. Das ist auch klar, denn wenn je­mand gut in sei­ner Stu­fe schreibt und für Text­bro­ker Um­sät­ze er­zeugt, war­um soll­te man die­sen Um­stand än­dern?

Textbroker konkret - das Geld

Wir wis­sen nun, dass bei Text­bro­ker die Be­wer­tun­gen äu­ßerst wich­tig sind, um na­tür­lich die Mo­ti­va­ti­on der Au­to­ren hoch­zu­hal­ten, da­mit die­se ver­nünf­ti­ge Tex­te schrei­ben. Ich wür­de jetzt je­doch ger­ne übers Geld spre­chen, wie viel ver­dienst du so über Text­bro­ker? Hast du Tipps für mei­ne Le­ser, wie man viel­leicht et­was mehr ver­die­nen kann?

*lacht* Ja ich fan­ge mal mit den Tipps an. Je­der neue Au­tor soll­te gleich am An­fang wis­sen, über den Auf­trags­pool ist kein Geld zu ver­die­nen. Ich er­rei­che ei­nen Stun­den­lohn von 3 € wenn ich Poo­lauf­trä­ge schrei­ben muss. Das Geld wird über Di­rekt­bu­chun­gen (Di­rect Or­ders) ver­dient. Die so­ge­nann­ten Open Or­ders aus dem Pool sind im Prin­zip Be­wer­bungs­schrei­ben. Das ers­te hal­be Jahr habe ich et­li­che die­ser Auf­trä­ge schrei­ben müs­sen, um im Mo­nat auf 200 € zu kom­men.

Ir­gend­wann be­kam ich dann von man­chen Auf­trag­ge­bern re­gel­mä­ßig Di­rect Or­ders, da die­se mit mei­nen Tex­ten wohl sehr zu­frie­den wa­ren. Nach ei­nem Jahr Text­bro­ker ver­dien­te ich im Mo­nat über 400 € nur aus Di­rect Or­ders von nur drei Auf­trag­ge­bern. Das Gan­ze sum­mier­te sich so­weit, dass ich in der Zwi­schen­zeit haupt­be­ruf­lich vom Tex­ten le­ben kann und mein Stu­di­um erst ein­mal auf Eis ge­legt habe. Ich schrei­be je­doch im Mo­ment haupt­säch­lich für Auf­trag­ge­ber di­rekt als Fre­e­lan­cer auf Rech­nung, wel­che ich über Text­bro­ker ken­nen­ge­lernt habe.

Text­bro­ker also eher ein Sprung­brett?

Für mich schon ja. Ich habe mich aber auch von An­fang an voll rein­ge­kniet, weil ich ja das Geld ge­braucht habe. Freun­de von mir ma­chen das nur so ne­ben­bei und ver­die­nen da­mit un­ge­fähr 80 € im Mo­nat. Das mer­ken die Auf­trag­ge­ber na­tür­lich und ver­ge­ben die­sen Au­to­ren eher sel­ten Di­rect Or­ders oder la­den die­se in Grup­pen ein.

Für wen ist dei­ner Mei­nung nach Text­bro­ker ge­eig­net?

Sehr schwe­re Fra­ge, weil ich nie­man­dem auf die Füße tre­ten will. Je­der, der meint, bei Text­bro­ker wäre ein­fach und be­quem schnel­les Geld ver­dient, der wird sehr ent­täuscht sein. Auch ist nicht je­der für das Ver­fas­sen von SEO-Texten ge­eig­net. Man muss sich sehr prä­gnant und such­ma­schi­nen­ori­en­tiert aus­drü­cken, um die Auf­trag­ge­ber zu­frie­den­zu­stel­len. Vor al­lem muss man aber si­cher im Um­gang mit Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men sein, da­mit man mit dem CMS auf Text­bro­ker gut zu­recht­kommt.

Wor­an könn­te Text­bro­ker noch ar­bei­ten?

Auf­trag­ge­ber wer­den im­mer kri­ti­scher und er­fah­re­ne Au­to­ren wer­den mei­ner Mei­nung nach im­mer mehr zur Man­gel­wa­re. Klar, je­der will di­rekt für ei­nen Auf­trag­ge­ber schrei­ben und nicht den Um­weg über Text­bro­ker ge­hen, des­halb wer­den vie­le Au­to­ren ab­ge­wor­ben. Das Ver­gü­tungs­mo­dell von Text­bro­ker be­zieht auch Er­fah­rung über­haupt nicht mit ein. Ein neu­er Au­tor auf Stu­fe 4 ver­dient ge­nau­so viel wie ein er­fah­re­ner Au­tor auf der­sel­ben Stu­fe mit 2000 ver­kauf­ten Tex­ten. Da­durch ver­liert Text­bro­ker auf lan­ge Sicht viel Ex­per­ti­se.

Mich stört bei Open Or­ders vor al­lem, dass man im­mer nur ei­nen Auf­trag gleich­zei­tig an­neh­men kann. Ein Bei­spiel: Ein Auf­trag­ge­ber stellt 10 Auf­trä­ge für sei­nen Shop mit der­sel­ben Ar­ti­kel­be­schrei­bung für un­ter­schied­li­che Pro­duk­te ein. Ich lese mich ein, re­cher­chie­re, kann aber nur ei­nen Auf­trag an­neh­men. Bis die­ser fer­tig ist, kann es sein, dass die an­de­ren 9 Auf­trä­ge be­reits ver­ge­ben sind. Ich muss mir also wie­der ei­nen völ­lig an­de­ren Auf­trag su­chen und mich neu ein­le­sen. Da­durch geht sehr viel Zeit für Re­cher­che ver­lo­ren. Text­bro­ker soll­te es Au­to­ren er­lau­ben, bis zu drei Tex­te gleich­zei­tig an­zu­neh­men.

Fazit

Auf­grund die­ses In­ter­views und der vie­len Er­fah­rungs­be­rich­te, wel­che ich über Text­bro­ker ge­le­sen habe, bin ich ziem­lich un­schlüs­sig, was die Platt­form be­trifft. Ich glau­be man kann fest­hal­ten, dass Text­bro­ker nicht als Ne­ben­job zu se­hen ist, da­für ist der Ver­dienst zu nied­rig. Für Men­schen mit Ta­lent zum Tex­ten, wel­che sich vor­stel­len kön­nen haupt­be­ruf­lich die­ser Tä­tig­keit nach­zu­ge­hen, kann Text­bro­ker ein gu­ter Ort sein, um Kon­tak­te zu knüp­fen und Wer­bung für sich zu ma­chen.

Für mich per­sön­lich wäre al­lei­ne das Be­wer­tungs­sys­tem der blan­ke Hor­ror. Ich wäre viel zu sen­si­bel nach je­dem Text von zwei Sei­ten eva­lu­iert zu wer­den. Des Wei­te­ren könn­te ich es nicht er­tra­gen, wenn mei­ne Tex­te un­ter ei­nem an­de­ren Na­men auf ei­ner frem­den Web­sei­te er­schei­nen wür­den.

Ver­wand­te The­men:

In­ter­view zu Content.de
Mei­ne Er­fah­rung mit Hel­ps­ter

(Screen­shots: Textbroker.de be­reit­ge­stellt durch Phil­lip Hof­mann)

Mein Name ist Sa­scha, das In­ter­net und ich sind seit 1997 gute Freun­de. Es gibt mir En­ter­tain­ment, Mo­ne­ten und Lie­be, da­für gebe ich ihm seit 2009 viel­sei­ti­ge, mul­ti­me­dia­le An­lei­tun­gen auf den ver­schie­dens­ten Prä­sen­zen. Wäre ich nicht Web­wor­ker, wür­de ich wahr­schein­lich für die Ca­mor­ra das Heim­netz­werk auf De­bi­an um­stel­len und ver­wal­ten. Als Fa­mi­li­en­mensch lie­be ich näm­lich Süd­ita­li­en, das dor­ti­ge Es­sen und die spät­abend­li­chen Ar­beits­zei­ten.


Kategorie: Blog
  • O. Kaiser sagt:

    Ich grü­ße Sie alle und möch­te kurz et­was zu Text­bro­ker sa­gen. Ich bin 56 Jah­re alt und wur­de im Som­mer 2014 ar­beits­los. Zu­vor ar­bei­te­te ich 26 Jah­re lang als Ver­si­che­rungs­kauf­mann. Letz­tes Jahr im De­zem­ber mel­de­te ich mich von al­len Gän­ge­lei­en des Job­cen­ters ab und schrei­be seit­her als frei­er Au­tor un­ter an­de­rem bei Tex­tro­ker.

    Wie mein Kol­le­ge Herr Hoff­mann be­reits sag­te, Text­bro­ker ist als ein Stand­bein zu be­trach­ten. Nie­mand kann mit nur ei­ner Platt­form sei­nen Le­bens­un­ter­halt be­strei­ten. Der Ver­dienst ist we­nig und der An­spruch hoch - da­für freie Zeit­ein­tei­lung und kein Chef, der ei­nem im Na­cken sitzt. Auf­trä­ge gibt es bei Text­bro­ker zur Ge­nü­ge aber ich den­ke die meis­ten Neu­lin­ge hö­ren nach kur­zer Zeit wie­der auf, weil sie sich das nicht so schwer vor­ge­stellt ha­ben.

    Nun­ja, ich habe mei­nen Schritt nicht be­reut und kann Text­bro­ker eben­falls emp­feh­len. PS: Ich war ei­gent­lich we­gen ei­nem Technik-Artikel hier und habe die­sen hier beim Stö­bern ent­deckt.

    Ich wün­sche al­len ein er­folg­rei­ches 2016
    O. Kai­ser

    • Gordon Gekko sagt:

      Kri­tik an textbroker.de:

      Ich bin seit 2016 auf textbroker.de un­ter­wegs. Hat ei­gent­lich am An­fang al­les sehr gut funk­tio­niert. Auf Grund der Qua­li­tät der Tex­te wur­de ich mit 4 Ster­nen ein­ge­stuft. Wenn man es ein­mal ge­schafft hat auch „Di­rect Or­ders” zu be­kom­men, dann stimmt auch das Geld mehr oder we­ni­ger. Die wö­chent­li­chen Aus­zah­lun­gen ha­ben im­mer bis zum Schluss ta­del­los funk­tio­niert.

      Doch dann kam al­les an­ders. Nach über 100 ver­fass­ten Tex­ten, da­von wa­ren mehr als die Hälf­te „Di­rect Or­ders” von Kun­den, wur­de ich OHNE Vor­war­nung her­ab­ge­stuft. textbroker.de hat von den über 100 Tex­ten le­dig­lich 5 be­wer­tet. Da­von stamm­ten 3 Be­wer­tun­gen aus der An­fangs­pha­se, wo ich mit 4 Ster­nen ein­ge­stuft wur­de. Dann wur­de mo­na­te­lang kein Text von textbroker.de be­wer­tet. Die Kun­den ha­ben alle durch­ge­hend eine ma­xi­ma­le Be­wer­tung für die Tex­te ab­ge­ge­ben. Nach vie­len Mo­na­ten wur­de dann ein Text von Text­bro­ker be­wer­tet und die­ser mit 3 Ster­nen ver­se­hen. Der Kun­de konn­te das nicht nach­voll­zie­hen und ich auch nicht. Dar­auf­hin wur­de ich ein­fach nach 100 Tex­ten her­ab­ge­stuft.

      Fa­zit: Ich kann kei­ne qua­li­ta­ti­ven und dem­entspre­chen­den Tex­te mehr ver­fas­sen, da ich für die­se Stu­fe nun ge­sperrt bin und auch kei­ne „Di­rect Or­ders” mehr an­neh­men. Mei­ne Stamm­kun­den kön­nen mir kei­ne Auf­trä­ge mehr er­tei­len.

      Der Au­to­ren­sup­port fin­det da­für eine Aus­re­de nach der an­de­ren. Zu­erst fin­det man das gan­ze sel­ber ko­misch, dann wun­dert man sich, dass ich nicht kon­tak­tiert wur­de, etc. So wur­den an­geb­lich meh­re­re Tex­te be­wer­tet, ob­wohl dies im gan­zen Sys­tem nicht sicht­bar ist. Dann soll plötz­lich eine Be­wer­tung von textbroker.nl auch Ein­fluss ha­ben, ob­wohl ich nie auf der hol­län­di­schen Platt­form war.

      Mein Rat­schlag für Au­to­ren und Kun­den: Hän­de weg von textbroker.de !!!! Wer sel­ber schrei­ben will, der soll ver­su­chen über texterjobboerse.de und Kalt­ak­qui­se Kun­den zu ge­win­nen. Da­mit er­spart man sich den „Zwi­schen­händ­ler”. Leu­te die Tex­te ver­fas­sen las­sen wol­len, kön­nen eben­falls über texterjobboerse.de kos­ten­lo­se In­se­ra­te schal­ten oder nach Tex­tern su­chen.

      [Ge­kürzt durch Björn: Dan­ke für Ih­ren Er­fah­rungs­be­richt. Das Ende war lei­der sehr pau­scha­li­sie­rend for­mu­liert, so­dass es nicht mehr nur Ihre ei­ge­ne Mei­nung wi­der­spie­gel­te.]

  • Sarah sagt:

    Ich habe in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten Text­bro­ker aus der Sicht ei­nes Kun­den ken­nen­ge­lernt. Was ich be­son­ders be­män­ge­le ist, dass es kaum mög­lich ist, mit sei­nem Tex­ter et­was in di­rek­tem Ein­ver­ständ­nis aus­zu­han­deln. So lässt Text­bro­ker bei­spiels­wei­se nur eine Be­ar­bei­tungs­zeit von 10 Ta­gen zu. Dies mag bei kur­zen Tex­ten viel­leicht ge­nü­gen. Da ich mir aber we­sent­lich län­ge­re Tex­te schrei­ben las­sen woll­te, für die 10 Tage viel zu kurz be­mes­sen sind, war es nicht mög­lich, die Zeit­dau­er zu ver­län­gern. Nach 10 Ta­gen hat Text­bro­ker ein­fach den Auf­trag wie­der ge­can­celt und ich muss­te er­neut für die glei­che Sa­che ei­nen Auf­trag er­stel­len.
    In ei­nem Fall ging der Auf­trag nach 10 Ta­gen ein­fach di­rekt wie­der in den Open­Pool, ob­wohl mein Tex­ter mit dem Text fast fer­tig war und ich dar­über Text­bro­ker in­for­miert hat­te, dass man ihm bit­te et­was mehr Zeit ge­ben möge. Aber dar­auf hat­te man nicht re­agiert. Ich hat­te dann fai­rer hal­ber den Auf­trag er­neut an den 1. Tex­ter ver­ge­ben, da­mit sei­ne Ar­beit nicht um­sonst war ... und hat­te dann 2 Leu­te, die für mich gleich­zei­tig schrie­ben. Der Ser­vice von Text­bro­ker ist ein­fach eine Ka­ta­stro­phe.

    Dann ist es nicht mög­lich, sich Da­tei­en, z.B. Word-Dateien zu­zu­sen­den. Wenn ich also klei­ne An­mer­kun­gen oder Kom­men­ta­re ma­chen möch­te, ist dies nicht mög­lich. Wenn ich ei­nem Tex­ter eine län­ge­re Sto­ry zur Kor­rek­tur ge­ben möch­te, dann muss ich die ge­sam­te Ge­schich­te in das For­mu­lar von Text­bro­ker rein ko­pie­ren. Dort sieht man na­tür­lich kei­ne Über­schrif­ten und ähn­li­ches und ist da­her nur schwer zu le­sen.

    Prin­zi­pi­ell wer­den alle Tex­te von Text­bro­ker re­zen­siert. So woll­te ich mir 2 Ka­pi­tel ein we­nig über­ar­bei­ten las­sen. Nach­dem der Au­tor sei­ne Ar­beit er­le­digt hat­te, wur­de sein Text schlicht und ein­fach von Text­bro­ker ab­ge­lehnt mit der Be­grün­dung, es sei nicht ge­nü­gend ge­än­dert wor­den. Ich be­kam die­sen ge­än­der­ten Text über­haupt nicht zu Ge­sicht und hät­te ihn wo­mög­lich be­reits ab­ge­nom­men.

    Selbst mei­ne Kom­men­ta­re un­ter­la­gen ei­ner Zen­sur durch Text­bro­ker und wur­den in ei­nem Fall nicht an mei­nen Tex­ter wei­ter­ge­lei­tet.

    Dann ist es sehr ver­wir­rend, dass ein Tex­ter bei ei­ner Open­Or­der ei­nen an­de­ren Be­trag ver­dient, als bei ei­ner Di­rect Or­der. Als ich ei­nen Tex­ter bei ei­ner Open­Or­der ge­fun­den hat­te, mit dem ich zu­frie­den war, war die­ser bei ei­ner Di­rect Or­der plötz­lich fast 3x so teu­er. Dies fand ich als Kun­de mehr als ver­wir­rend.

    Mei­nes Er­ach­tens ist es we­der für ei­nen Kun­den noch für ei­nen Tex­ter in­ter­es­sant, mit Text­bro­ker zu­sam­men zu ar­bei­ten. Von dem, was ich als Kun­de bei TB zah­le, bleibt beim Tex­ter kaum et­was üb­rig - das ist schlicht­weg eine Un­ver­schämt­heit. Ich nut­ze in­zwi­schen an­de­re An­bie­ter, die mehr Ser­vice an­bie­ten und mehr Frei­heit in bei­de Rich­tun­gen las­sen (z.B. Fi­verr, Up­work).

    Wie mir ein Tex­ter sag­te, sei der gro­ße Vor­teil von Text­bro­ker, dass die­ser via Paypal aus­zahlt. M.E. ist dies bei­spiels­wei­se auch bei Fiverr.com mög­lich.

    • Kilobyte sagt:

      Gran­dio­ser Kom­men­tar! Dan­ke für die Sicht des Käu­fers. Ich habe mir jetzt ein­mal Fi­verr an­ge­se­hen und bin sehr be­ein­druckt. Das grenzt ja fast schon an Selbst­aus­beu­tung, ge­fällt mir 😉 In die­sem Zu­sam­men­hang brach­te die Zeit ei­nen in­ter­es­san­ten Ar­ti­kel.

      Fest­an­stel­lun­gen wa­ren ges­tern. Heu­te wächst die Zahl der Fre­e­lan­cer ra­sant. Sie un­ter­bie­ten sich mit Bil­lig­an­ge­bo­ten.

      Spät, Pa­trick: Freie Knech­te. zeit.de (08/2016).

      Ich den­ke, dass ge­ra­de Tex­ter bei rei­nen Text­bör­sen wie Text­bro­ker oder Con­tent bes­ser auf­ge­ho­ben sind. Die­se Dienst­leis­ter pas­sen die Wort­prei­se nicht nur re­gel­mä­ßig an die In­fla­ti­on an, son­dern zah­len auch Bei­trä­ge an die KSK.

      Ich als Käu­fer, der dar­auf be­dacht ist sie alle zu knech­ten und ins Dun­kel zu trei­ben, fin­de TB & Co. auch teu­er. Selbst habe ich schon Up­work in An­spruch ge­nom­men. Je­doch nicht für Tex­te. Fi­verr ist fast noch in­ter­es­san­ter, da auf die­ser Platt­form vie­le Mill­en­ni­als ihre Diens­te an­bie­ten, die wohl noch kei­ne Be­dürf­nis­se ent­wi­ckelt ha­ben.

      Ei­nen schö­nen Sonn­tag!
      Sa­scha

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