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Anleitungen vom Webworker

Ubuntu: Netzlaufwerk automatisch einbinden – Funktionsgarantie

Unter Ubuntu kann es vorkommen, dass der hauseigene Passwortmanager Seahorse die hinterlegten Zugangsdaten für ein Netzlaufwerk oder ein Network Attached Storage nicht wiedergibt. Beim Einhängen des externen Datenträgers werden Sie vom Menü „Passwörter und Verschlüsselung“ zwar nach dem Masterpasswort gefragt, müssen dann allerdings trotzdem jedes Mal die Login-Daten samt Domäne erneut eingeben. Um sich diese wiederkehrende Prozedur zu ersparen, können Sie Netzlaufwerke nach dem Start von Ubuntu auch automatisch einbinden lassen.

Hallo Kilobyte, ich bin Freiberufler mit zwei Angestellten und setze auf den Agenturcomputern Ubuntu 16.04 ein. […] habe ich uns das NAS Synology DS216j gekauft, auf das wir über NFS zugreifen. […] Leider müssen wir die kompletten Zugangsdaten immer neu eingeben, da die einfach nicht gespeichert bleiben. Daraufhin wollte ich auf den Klienten die freigegebenen Ordner vom NAS automatisch ohne vorherige Passwortabfrage einbinden lassen. Probiert habe ich dafür die Methode von SemperVideo, die will bei uns aber auch nicht funktionieren.

Heinrich, Thomas: Benötige schnelle Hilfe von den Profis zum Thema NAS. E-Mail vom 15.05.2017.

Bild von Ubuntu NetzlaufwerkEin großer Nachteil beim automatischen Einhängen eines Netzlaufwerks ist, dass die Einloggdaten zum NAS unverschlüsselt als Klartext gespeichert sind. Sollte also bei Ihnen der Ubuntu Passwortmanager Seahorse Defekte aufweisen, dann empfehle ich Ihnen KDE als neue Benutzeroberfläche. Auch im Dateimanager Dolphin ist es ohne Weiteres möglich, schicke Lesezeichen zu Netzlaufwerken zu setzen. Außerdem sind mit dem Passwortmanager KWallet alle Ihre hinterlegten Zugangsdaten verschlüsselt gespeichert und werden zuverlässig nach der Eingabe des Masterpassworts wiedergegeben.

Sie möchten lieber bei der Benutzeroberfläche Unity bleiben und Ihr Netzlaufwerk ohne die vorherige Eingabe der Zugangsdaten einbinden lassen? Dann haben Sie hoffentlich nicht ebenfalls die Anleitung des YouTube-Kanals SemperVideo ausprobiert. Der Lösungsweg der von mir sehr geschätzten Netzaktivistengruppe ist nämlich nicht nur umständlich, sondern vor allem auch unvollständig.

Netzlaufwerk unter Ubuntu erstellen

Im ersten Schritt müssen Sie festlegen, von welchem Ort Sie auf Ihr Netzlaufwerk zugreifen möchten. Ich empfehle hierfür das Verzeichnis „Persönlicher Ordner“.

Screenshot von neuem Ordner unter Ubuntu 16.04 LTS

Erstellen Sie dort einen neuen Ordner mit einem Namen Ihrer Wahl. Öffnen Sie als Nächstes ein neues Terminal-Fenster und navigieren Sie in die Systemdatei fstab.

sudo nano /etc/fstab

Scrollen Sie danach ganz nach unten und fügen Sie folgenden neuen Eintrag hinzu:

//192.168.1.44/Webbackup /home/sascha/Backups cifs defaults,username=admin,password=dschizya,iocharset=utf8,file_mode=0777,dir_mode=0777

Hinweis: Setzen Sie Ihre persönlichen Daten in die Codezeile ein. Die Syntax des Befehls darf dabei nicht verändert werden.

Screenshot von Ubuntu 16.04.2 LTS /etc/fstab - Eintrag für Netzlaufwerk mit Schreibrechten

Systemdatei fstab – Befehl zum automatischen Einhängen eines Netzlaufwerks hinzufügen

Der Konsolenbefehl zum automatischen Einhängen eines Netzlaufwerks setzt sich folgendermaßen zusammen:

  1. IP-Adresse und Pfad zum freigegebenen Verzeichnis.
  2. Pfad zum neu erstellten lokalen Ordner, um auf das Netzlaufwerk zuzugreifen.
  3. Individuelle Zugangsdaten für Ihr NAS oder die freigegebene Festplatte.
  4. Schreibrechte, um Dateien auf dem Netzlaufwerk speichern zu können.

Hinweis: Der Eintrag cifs steht für Common Internet File System, was nichts weiter als das Netzwerkprotokoll ist, welches beim Datentransfer verwendet wird. Hingegen weist defaults Ubuntu unter anderem an, das Netzlaufwerk direkt nach dem Start des Betriebssystems einzuhängen.

Speichern Sie nach dem Anpassen des Befehls die Systemdatei fstab mit der Tastenkombination Strg + O. Verlassen Sie daraufhin den Editor Nano mit Strg + X.

Ein Netzlaufwerk unter Ubuntu verwenden

Starten Sie daraufhin Ihren Computer neu. Nachdem Ubuntu wieder geladen wurde, werden Sie im Verzeichnis „Persönlicher Ordner“ feststellen, dass sich das Aussehen Ihres lokalen Netzlaufwerkordners geändert hat.

Screenshot von blau eingefärbtem Ubuntu-Ordner

Tipp: Ihnen gefällt das Symbol auf dem Ordner nicht? Dann färben Sie die Verknüpfung zu Ihrem Netzlaufwerk einfach mithilfe von Folder Color ein.

Die kostenlose Modifikation Folder Color hilft Ihnen dabei, Ihr Betriebssystem weiter zu personalisieren. Damit können Sie nicht nur Ordner in verschiedenen Farben einfärben, sondern diese auch mit kleinen Symbolen markieren.

Sascha: In Ubuntu Symbole ändern – Optionen. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Ab sofort sind Sie mit einem Doppellinksklick auf Ihre Netzlaufwerkverknüpfung im Verzeichnis „Persönlicher Ordner“ direkt auf Ihrem NAS. Eine vorherige Abfrage Ihrer Login-Daten findet dabei nicht statt.

Automatisches Einhängen ist einfach aber unsicher

Wie Sie sehen, ist das automatische Einhängen eines Netzlaufwerks unter Ubuntu mit nur einem Befehl möglich. Vergessen Sie dabei allerdings nie, dass die Zugangsdaten zum freigegebenen Ordner auf Ihrem NAS als Klartext in der Systemdatei fstab stehen.

Achten Sie also gerade im Büroalltag darauf, dass Ihre Mitarbeiter in den automatisch eingehängten Netzlaufwerken nur triviale Dokumente speichern.

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Ubuntu: Eigene Bildschirmauflösung einstellen – so geht’s

Wenn Sie unter Ubuntu die Bildschirmauflösung ändern möchten, dann werden Ihnen einige Standardauflösungen vorgeschlagen. Falls in der Auswahlliste nicht das Richtige für Sie dabei ist, können Sie auch eine eigene Auflösung einstellen. Diese einmalige Konfiguration lässt sich selbst von Linux-Neulingen ohne Weiteres bewerkstelligen, wie ich Ihnen mithilfe der folgenden Bildanleitung beweise.

Picture of Ubuntu Custom Screen ResolutionZunächst sollten Sie jedoch wissen, dass Auflösungen nach oben hin begrenzt sind. Größte Bremse hierbei ist nicht wie oft angenommen die Grafikkarte, sondern die Anschlussart des Bildschirms. So kann ein Monitor mit einem betagten VGA-Anschluss beispielsweise nie mehr als 1920 x 1080 Pixel anzeigen. Nach unten sind Sie allerdings völlig frei. Warum stehen aber trotzdem manchmal nur einige wenige Bildschirmauflösungen zur Verfügung?

Dies liegt einzig daran, dass in der Firmware des Monitors nicht mehr Auflösungen einprogrammiert wurden. Um dieses Problem zu umschiffen, kann Ubuntu Ihrem Anzeigegerät allerdings ebenfalls sagen, wie es Ihren Desktop darstellen soll.

Ubuntu: Die richtige Auflösung fehlt

Bei einem Besuch im Menü „Anzeigegeräte“ stellte ich fest, dass mein Monitor standardmäßig nicht die Auflösung 1600 x 900 Pixel darstellen kann.

Screenshot: Eigene Bildschirmauflösung unter Ubuntu 16.04.2 LTS einstellen

Menü „Anzeigegeräte“ unter Ubuntu 16.04.2 LTS

Um das zu ändern, öffnete ich zunächst einmal ein Terminal-Fenster. Ich musste daraufhin herausfinden, wie Ubuntu meinen Bildschirmanschluss benennt.

xrandr

Infolgedessen erfuhr ich, dass mein Monitor über HDMI-0 geführt wird.

Screenshot von Befehl: Wie ist der Bildschirm mit dem Computer verbunden?

Dies kann bei Ihnen auch anders sein. Auf jeden Fall müssen Sie sich diese Information merken, denn sie ist später noch von Bedeutung.

Neue Auflösung unter Ubuntu speichern

Als Nächstes fragte ich mein System, welche Koordinaten vonnöten sind, damit mein Monitor die Auflösung 1600 x 900 Pixel korrekt darstellen kann.

cvt 1600 900

Im Anschluss erhielt ich eine ganze Reihe von Daten, wovon jedoch nicht alle von Relevanz sind.

Screenshot von Ubuntu Konsole: Koordinaten für die Auflösung 1600 x 900 Pixel

Koordinaten für die Bildschirmauflösung ermitteln

Deshalb kopierte ich im nächsten Schritt nur die Koordinaten hinter „Modeline“ und baute mir mit diesen Daten folgenden neuen Befehl:

sudo xrandr --newmode "1600x900_60.00" 118.25 1600 1696 1856 2112 900 903 908 934 -hsync +vsync

Damit sagte ich Ubuntu, wie die Bildschirmauflösung 1600 x 900 Pixel richtig darzustellen ist.

Screenshot von Ubuntu-Befehl: Ermittelte Bildschirmkoordinaten im System speichern

Ermittelte Auflösungsdaten unter Ubuntu speichern

Zu guter Letzt musste ich Ubuntu noch anweisen, die hinterlegten Informationen an meinen Monitor weiterzugeben.

sudo xrandr --addmode HDMI-0 "1600x900_60.00"

Hinweis: Diesen Befehl müssen Sie gegebenenfalls mit Ihren ermittelten Anschlussdaten aus dem ersten Schritt anpassen.

Screenshot von Ubuntu-Befehl: Neue Auflösung für den Bildschirm verfügbar machen

Eigene Auflösung an den Bildschirm weiterreichen

Daraufhin navigierte ich erneut in das Menü „Anzeigegeräte“ um zu kontrollieren, ob meine Einstellungen erfolgreich waren. Wie Sie am folgenden Screenshot feststellen, konnte ich nun auf die Bildschirmauflösung 1600 x 900 Pixel zurückgreifen.

Screenshot von Ubuntu-Menü "Anzeigegeräte"

Eigene Bildschirmauflösung ist im Menü „Anzeigegeräte“ verfügbar

Individuelle Bildschirmauflösung auf Dauer behalten

Bisher waren alle meine Konfigurationen temporär und galten nur für eine Sitzung. Damit ich auch in Zukunft die Auflösung 1600 x 900 Pixel im Ubuntu-Menü „Anzeigegeräte“ auswählen kann, musste ich noch eine Systemdatei ändern.

sudo nano ~/.profile

Dazu öffnete ich meine Profildatei zunächst über ein Terminal-Fenster mithilfe des Editors Nano. Gleich danach scrollte ich ganz nach unten und fügte folgende Einträge der Systemdatei hinzu:

cvt 1600 900
sudo xrandr --newmode "1600x900_60.00" 118.25 1600 1696 1856 2112 900 903 908 934 -hsync +vsync
sudo xrandr --addmode HDMI-0 "1600x900_60.00"

Wie Ihnen bestimmt aufgefallen ist, handelt es sich dabei um dieselben drei Befehle, die ich weiter oben bereits einzeln eingegeben habe.

Screenshot von Ubuntu-Systemdatei .profile, die mit Nano geöffnet wurde

Bildschirmauflösung dauerhaft in Systemdatei hinterlegen

Abschließend speicherte ich meine Eingaben mit der Tastenkombination Strg + O. Danach verließ ich den Editor mit Strg + X. Damit hatte ich meine eigene Bildschirmauflösung für alle Ewigkeit gespeichert.

Fazit: Bildschirmauflösung ist für die Sehkraft irrelevant

Seit Jahren lese ich, dass aufgrund dauerhafter Naharbeit immer mehr Menschen in der BRD an Kurzsichtigkeit leiden.

Einer Studie der Universität Mainz zufolge leidet mehr als die Hälfte der Abiturienten und Hochschulabsolventen unter Kurzsichtigkeit (Myopie).

Mangler, Joachim: Ärzte warnen: Kurzsichtigkeit durch Smartphones. heise.de (05/2017).

Die Bildschirmauflösung hat darauf jedoch keinen Einfluss, einzig der falsche Kontrast, die falsche Helligkeit und unscharfe Schriftsymbolränder wirken negativ auf das Sehvermögen ein.

Falls Sie bei der PC-Arbeit Augenprobleme haben, dann empfehle ich Ihnen die 20-20-20 Regel. Ich stehe alle 20 Minuten von meinem Computer auf und sehe dann 20 Sekunden aus dem Fenster oder in mein Aquarium. Und damit Sie die nächste Augenpause nicht vergessen, sollte Ihr Ubuntu mit der Applikation Tea Time ausgestattet sein.

Wer alle 30 Minuten eine kurze Yogaübung einlegen möchte oder regelmäßig seinen Chef daran erinnern muss, dass dieser auch brav sein Antiepileptikum einnimmt, der sollte auf Tea Time zurückgreifen.

Sascha: Ubuntu: Zeitmesser einrichten – so geht’s. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

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Warum updated Ubuntu nicht auf die neuste Version?

Nachdem Sie gelesen haben, dass es eine neue Ubuntu-Version gibt, fühlen Sie sich abgehängt? Denn obwohl Sie immer sofort alle verfügbaren Aktualisierungen installieren, behält Ihr System die alte Versionsnummer? Dann haben Sie sich von den Medien unnötigerweise verunsichern lassen.

[…] so habe ich eben bei heise.de gelesen, dass heute Ubuntu 17.04 erschienen ist und wohl alle bereits 16.10 verwenden. Mein Ubuntu hat noch die Nummer 16.04 und ich schwöre Ihnen, dass ich ständig alle Updates installiere. […] Was muss ich einstellen, um die neuste Version zu bekommen?

Zerbelshofer, Johannes: Warum updated mein Ubuntu nicht auf die neuste Version? E-Mail vom 13.04.2017.

Bild von Ubuntu ReleaseUbuntu 16.04 ist eine Vollversion, die fünf Jahre lang mit Softwareupdates versorgt wird. Vollversionen sind mit dem Akronym LTS gekennzeichnet, was für Long Term Support steht. Canonical veröffentlicht alle zwei Jahre eine neue LTS-Version. Dazwischen bietet das Unternehmen vom Weltraumtouristen Mark Shuttleworth auch Entwicklerversionen an. Diese erscheinen alle sechs Monate und dienen nur dazu, bestehende und zukünftige Ubuntu-Vollversionen zu verbessern.

Diese Gegebenheit wird auch im erwähnten Artikel auf der Webseite der Heise Medien GmbH angedeutet:

Letztlich gleicht Ubuntu 17.04 seinem Vorgänger stark und hebt sich vor allem durch die modernere Software ab. […] Dieser Vorteil schwindet bereits im August wieder stark, denn dann sollte Ubuntu 16.04.3 erscheinen […].

Leemhuis, Thorsten: Linux-Distributionsfamilie Ubuntu 17.04 freigegeben. heise.de (05/2017).

Merke: Alle Verbesserungen aus den Testversionen werden zeitnah und automatisch an die LTS-Versionen, die sich im Unterstützungszeitraum befinden weitergegeben.

Upgrade auf neue Ubuntu-Version

Falls Sie dennoch Ihre Vollversion verlassen und auf eine aktuelle Entwicklerversion upgraden möchten, ist dies ohne Weiteres möglich.

Screenshot vom Menü "Anwendungen & Aktualisierungen" unter Ubuntu 16.04 LTS

Unter Ubuntu 16.04 LTS über alle neuen Ubuntu-Versionen informiert werden

Navigieren Sie dazu zuerst über die Ubuntu Dash-Startseite in das Menü „Anwendungen & Aktualisierungen“.

  • Wechseln Sie daraufhin in den Reiter „Aktualisierungen“.
  • Stellen Sie nun das Dropdown-Menü hinter „Über neue Ubuntu-Versionen benachrichtigen“ auf „Für jede neue Version“.

Geben Sie bei Aufforderung Ihr Administratorpasswort ein und verlassen Sie anschließend das Menü.

Screenshot von Ubuntu Aktualisierungsverwaltung "Die Anwendungen auf diesem Rechner sind aktuell"

Nach einem kurzen Moment sollte sich ein Fenster namens „Aktualisierungsverwaltung“ öffnen und Ihnen mitteilen, dass ein neues Ubuntu verfügbar ist.

Bei Ihnen erscheint dieses Menüfenster nicht? Dann öffnen Sie ein Terminal-Fenster und erzwingen Sie das Upgrade mit folgendem Befehl:

sudo do-release-upgrade -d

Hinweis: Sie können mit dieser Methode immer nur eine Version nach der anderen installieren. Gibt es bereits mehrere aktuellere Releases? Dann wiederholen Sie die Schritte so lange, bis Sie das neuste Ubuntu installiert haben.

Wer sollte eine Entwicklerversion verwenden?

Die Verfügbarkeit von unterschiedlichen Ubuntu-Versionen wird Neulingen oftmals zum Verhängnis. In Anbetracht der Tatsache, dass die beliebte Linux-Distribution kostenlos ist und im Wettbewerb mit anderen Betriebssystemen steht, sind Entwicklerversionen leider notwendig.

Bild vom Zyklus von Neuerscheinungen: Beliebte Betriebssysteme für den PC. Bild von Kilobyte / Ubuntu-Blog

Um alle zwei Jahre eine ausgereifte LTS-Version veröffentlichen zu können, ist Canonical auf die Hilfe der Ubuntu-Benutzer angewiesen.

  • Entwicklerversionen sind nämlich nur für diejenigen, die dem Londoner Softwareunternehmen bei der Fehlersuche helfen wollen.
  • Wer einen Bug findet, der kann diesen hier unkompliziert melden.

Durch dieses simple System wird sichergestellt, dass die Benutzer von Vollversionen stets auf ein stabiles und makelloses Betriebssystem zurückgreifen können.

Bild von Frage: Warum gibt es Entwicklerversionen für Ubuntu?

Ein weiterer Grund um auf eine aktuelle Entwicklerversion auszuweichen kann ein gravierendes Hardwareproblem sein. Falls Sie stets die Dienste der neusten Grafikkarte oder der schnellsten CPU in Anspruch nehmen, kann es vorkommen, dass der Kernel Ihrer LTS-Version noch nicht die passenden Treiber parat hat. Dann macht der Einsatz einer Entwicklerversion Sinn, da in solch einem kurzlebigen Betriebssystem auch immer die aktuellsten Treibersammlungen getestet werden.

Die Vorteile einer Ubuntu LTS-Version

Für die Besucher dieser Webseite empfehle ich ausschließlich Vollversionen. Ich beginne meine Argumentation damit, indem ich Ihnen zeige, was Ubuntu in den Augen von Debian ist.

Bild vom Unterschied zwischen Debian und Ubuntu

Aufgrund dessen, dass Canonical alle zwei Jahre eine LTS-Version veröffentlicht, erreicht diese Linux-Distribution niemals die Stabilität von Debian.

Debian is VERY stable. Especially if you download the stable version. They have longer work periods which allow them to catch more bugs.

Cox, Jesse: How stable is debian stable desktop version? quora.com (05/2017).

  • Entwicklerversionen sind also lediglich Betaversionen, bei denen Abstürze sehr häufig vorkommen können.

Die hohe Verfügbarkeit von Applikationen ist ein weiterer Vorteil einer Ubuntu LTS-Version.

Empfehlung von Kilobyte: Verwenden Sie unbedingt eine Ubuntu-Vollversion

Infolgedessen, dass diese Ubuntu-Versionen fünf Jahre lang mit Updates versorgt werden, programmieren Softwareentwickler in erster Linie ausschließlich für Vollversionen.

  • Das Upgrade einer LTS-Version auf eine Entwicklerversion führt demzufolge häufig dazu, dass installierte PPAs und Programme nicht mehr funktionieren.

Dies ist zumeist nicht der Fall, wenn Sie von einer Vollversion auf eine neue Vollversion upgraden. Denn bis Ihnen nach einem Release einer LTS-Version die Aktualisierung automatisch empfohlen wird, vergehen bis zu drei Monate. Dadurch haben die Softwareentwickler einen Vorsprung, um Ihre Applikationen fit für die neue Ubuntu-Vollversion zu machen.

Diese bewusste Verzögerung wird nicht nur deshalb so gehandhabt, um Anwendern weiter ein sehr stabiles Betriebssystem zu gewährleisten, sondern hängt auch mit den Drittanbietern von kostenloser Software zusammen, die ihre Produkte via PPA anbieten und pflegen.

Sascha: Ubuntu: 14.04 auf 16.04 LTS upgraden – so geht’s. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Auch eine bereits angesprochene Hardwareproblematik lässt sich mit einer älteren LTS-Version lösen. Zwischenzeitlich ist es nämlich bereits mithilfe von übersichtlicher Freeware möglich, unkompliziert einen aktuellen Kernel zu installieren.

Diese finsteren Tage sind dank Ukuu vorbei. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Rebellenorganisation aus Ruanda, sondern um eine kostenlose Software namens Ubuntu Kernel Update Utility.

Sascha: Ubuntu: Neuen Kernel installieren – einfach via PPA. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Fazit: Wissenswertes über Ubuntu-Vollversionen

Obwohl ich bereits im Oktober 2004 damit begann, mit Linux-Distributionen zu arbeiten hatte ich erst einmal eine Entwicklerversion installiert. Damals versuchte ich zusammen mit Kollegen auf Ubuntu 12.10 einzuwirken, damit die Werbung wieder aus der Ubuntu Dash-Startseite verschwindet.

In den Ubuntu-Versionen 12.10 – 15.10 ist die Dash-Startseite hauptsächlich mit Amazon verknüpft und blendet passend zu den Suchergebnissen Werbung ein.

Sascha: Ubuntu und die Datensammelwut. kilobyte.bplaced.net (05/2017).

Seitdem verwende ich auf allen meinen Systemen ausschließlich LTS-Versionen.

Screenshot von Neue Ubuntu-Version verfügbar "14.04.5 LTS"

Für das Upgrade auf eine neue LTS-Version sind keine Voreinstellungen vonnöten

Spätestens nach dem ersten Servicepack erhalte ich seither ohne irgendetwas an meinem Betriebssystem geändert zu haben die Meldung, dass eine neue Ubuntu-Version verfügbar ist. Dann klicke ich auf „Aktualisieren“ und warte kurz, bis die neuste Vollversion installiert wurde.

Bild mit Frage: Woran erkenne ich Ubuntu-Vollversionen

Übrigens, neben der Bezeichnung LTS lässt sich eine Vollversion auch noch an anderen Merkmalen erkennen.

  1. Die erste Ubuntu-Vollversion erblickte im Jahre 2004 das Licht der Welt. Eine neue LTS-Version erscheint also nur in Jahren mit gerader Jahreszahl.
  2. Außerdem werden Vollversionen immer im April veröffentlicht.

Tipp: Lassen Sie sich nicht durch die zweijährigen Releases unter Druck setzen. Sie können die fünfjährigen Aktualisierungszeiträume voll ausschöpfen, ohne irgendetwas zu verpassen.

Bei Unternehmen spielen bekanntlich Abschreibungen immer eine große Rolle, weshalb man nicht schnell mal die komplette EDV austauschen kann. Um die Laufzeiten für alte Hardware zu verlängern, bietet Canonical seit 2017 auch Updates für bereits ausgelaufene LTS-Versionen an.

Following the end-of-life of Ubuntu 12.04 LTS, Canonical is offering Ubuntu 12.04 ESM (Extended Security Maintenance) [1], which provides important security fixes for the kernel and the most essential user space packages in Ubuntu 12.04.

Krikland, Dustin: Ubuntu 12.04 ESM (Extended Security Maintenance). lists.ubuntu.com (05/2017).

Dies geschieht zwar gegen Entgelt, aber ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen einen Obolus an Microsoft bezahlt hätten, um Windows XP sicher weiterbenutzen zu können.

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