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Anleitungen vom Webworker

Bestes Ubuntu 2015 – Empfehlung für KDE

Ich werde regelmäßig gefragt, welches für mich das beste Ubuntu ist und welches ich empfehlen könne. Deshalb werde ich nun immer zu Beginn eines Jahres, eine Empfehlung abgeben. Der Zeitraum ist deshalb so lange gewählt, da ich nur von LTS-Versionen (Long Term Support) spreche. Im Januar 2015 befindet sich Ubuntu in der Version 14.04.1 und so ziemlich jede Benutzeroberfläche hat Schwächen, wobei dieses Jahr KDE die wenigsten davon aufzuweisen hat.

Schlechtestes Ubuntu Unity bisher

Bild vom besten Ubuntu DesktopIn der Version 14, mit der Standardbenutzeroberfläche Unity in den Versionen 7.2.0 bis 7.3.0 hat sich Canonical viel Ärgernis eingehandelt. Benutzer, die von 12.04.05 LTS  auf 14.04 LTS gewechselt haben wurden zum einen mit viel Werbung und mit einer katastrophalen Datenschutzpolitik konfrontiert. Obwohl nützliche Funktionen, wie der Vierfelder-Splitscreen in der Taskleiste, entfernt wurden und es rein optisch wenig Neuerungen gab, haben sich zum anderen die Systemanforderungen, vor allem was die Grafikkartenleistung angeht, dermaßen erhöht, dass bei vielen Benutzern Ubuntu 14.04 LTS viel langsamer als sein Vorgänger ist.

Die zukünftige Benutzeroberflächen-Entwicklung von Canonical wird ebenfalls kritisch beäugt. Zwar kommt die halbjährliche Testversion Ubuntu 15.04 mit Unity 8, welches noch auf X.Org-Server basiert und sich wahrscheinlich kaum von Version 7 unterscheiden wird, integriert ist jedoch bereits Mir.

Canonicals eigener Displayserver Mir wird vermutlich erst in Ubuntu 16.04 als Standard eingesetzt.

Wieczorek, Michael: Mir in Ubuntu abermals verschoben. golem.de (01/2015).

Mit Mir kann auch Ubuntu endlich sein Smartphone-Design für den Desktop-PC bekommen.

Natürlich darf jeder Software-Entwickler die Fehler von Microsoft mit Windows 8 wiederholen, jedoch habe ich zumindest Ubuntu immer wegen der Schnelligkeit und des klaren Designs benutzt. Sauber, funktionell und gut für den Workflow. Von dieser Strategie verabschiedet man sich mehr und mehr.

Gubuntu – nicht ausgereift

Der Standard-Desktop von Debian GNOME ist in der nativen Gubuntu 14.04.1 LTS Version nicht zu gebrauchen. Dies liegt jedoch nicht an der Optik, sondern an der Funktionalität.

Große Probleme hat Gubuntu mit NVIDIA Grafikkarten. Es ist auch mit viel Know-how nicht möglich, eine kleinere Auflösung zu speichern.

Immer wenn ich mich auslogge und danach wieder einlogge, sind saemtliche Einstellungen die ich gemacht habe wieder weg, z. B. habe ich vor ein paar Tagen mittels gnome-display-properties die Aufloesung umgestellt, und jetzt startet gnome immer mit 800×600 anstatt 1600×1024, schon sehr nervig!

dvd666: Gnome speichert die Einstellungen nicht. linuxforen.de (01/2015).

Die Internetforen sind voll mit diesen Problemberichten und auch ich hatte selbst dieses Problem, welches ich nicht beheben konnte.

Des Weiteren funktioniert unter Gubuntu 14.04.1 LTS der Schlüsselbund (Keyring) nicht. Die Passwörter werden zwar gespeichert, jedoch nach dem Entsperren nicht wiedergegeben, sodass man diese noch mal manuell eingeben muss.

[…] ich bin im Netzwerk und im Keyring ist das Passwort dafür auch eingetragen. Bei einem Neustart jedoch verlangt das Netzwerk jedes mal das Passwort zu dem Netzwerk.

Tiscali: Gnome Keyring speichert WLAN-Passwort nicht. thinkpad-forum.de (01/2015).

Bei derartigen grundlegenden Fehlern ist Gubuntu 14.04.01 LTS nicht alltagstauglich.

Kubuntu 14.04.1 LTS rettet Ubuntu 2015

Screenshot von Kubuntu 14.04 Desktop

Kubuntu verfügt über alles, was Windows zum Marktführer gemacht hat, nur auf Linux-Basis:

  • Taskleiste unten mit Startbutton
  • Werbefrei
  • Symbole (Verknüpfungen) und Ordner auf dem Desktop sind möglich
  • Äußerst gute, deutschsprachige Übersetzung
  • Hohe Funktionalität und keine offensichtlichen Bugs

Wie LibreOffice, ist auch KDE ein deutsches Projekt mit Sitz in Berlin.

Screenshot von KDE DolphinDer in Kubuntu 14.04.1 LTS standardmäßig enthaltene KDE Plasma Desktop vereint, meiner Meinung nach, ein klares und verständliches Design, welches trotzdem zeitgemäß ist. Vor allem Windows-Umsteiger werden sich mit dieser Benutzeroberfläche sehr schnell in die Linux-Welt einfinden. Vom Grundstock her ist Kubuntu dasselbe wie Ubuntu.

Screenshot von Kubuntu AktualisierungenSie erhalten dieselben Sicherheits-Updates wie jemand, der Ubuntu 14.04.1 LTS verwendet. Das Arrangement der Standardprogramme (Brennprogramm/Musik-Player etc.) ist unter Kubuntu etwas anders. Sie können jedoch genauso wie unter Ubuntu, sämtliche Linux-Software über das Software-Center, Synaptic oder das Terminal nachinstallieren.

Screenshot vom KDE TerminalDie Bedienung des Terminals ist ebenfalls mit Ubuntu identisch. Nur das Design ist schwarz-weiß anstelle von lila-weiß. Kubuntu 14.04.1 LTS kommt mit Kernel 3.13. Sie können jedoch problemlos manuell auf einen neueren Kernel updaten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass KDE Plasma in Kubuntu 14.04.1 sehr stark an den Funktionsumfang und das Design von Windows 7 erinnert.

Wie installiere ich Kubuntu?

Für die Installation von Kubuntu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Laden Sie sich eine native DVD-Image direkt von der Entwicklerwebseite herunter. Brennen Sie die Image auf eine DVD und installieren Sie Kubuntu 14.04.1 LTS auf Ihren PC. Dies ist die sauberste Lösung.
  2. Wenn Sie derzeit Ubuntu benutzen und Ihr System bereits gut eingerichtet ist, können Sie auch nur die Benutzeroberfläche wechseln. Dazu habe ich hier bereits vor einiger Zeit eine Anleitung mit Video erstellt. Wenn Sie jedoch die Kommentare unter dem Artikel beachten, birgt diese Variante ein gewisses Fehlerrisiko.
Fazit & Anekdote

Wenn Sie schon länger mit Ubuntu bzw. Linux-Distributionen zu tun haben, werden Sie sich nun eventuell fragen: „Was ist mit Xfce, Mint, LXDE?“ Die Frage ist durchaus berechtigt. Gemessen an meinem Blog-Titel „Verständliche Anleitungen zur digitalen Welt“ besuchen meine Webseite hauptsächlich Linux Anfänger bzw. Menschen, die sich nicht so gut mit Computern auskennen. Deshalb habe ich in meine Vergleichsliste nur die bekanntesten Distributionen mit einbezogen. Wobei KDE auch durchaus gegen diese drei Benutzeroberflächen überzeugt.

Ein Stammkunde von mir betreibt ein kleines Büro mit Debian-Rechnern. Seine Mutter ist Mitte 60 und wohnt über den Geschäftsräumen. Sie hat einen Laptop und benutzt diesen nur zum Lesen von verschiedenen Zeitungen. Als der Support für Windows XP auslief, sollte ich eine Linux-Lösung für das gute Stück finden. Natürlich musste ich das heimlich machen, denn Sie wissen ja, wie es mit älteren Menschen oftmals in dieser Beziehung ist. Ich installierte ihr Kubuntu, richtete als Hintergrundbild wieder das Foto Ihrer Enkelkinder ein und platzierte die Desktop-Symbole so, wie sie unter Windows XP angeordnet waren. Mein Kunde und ich rieben uns die Hände und waren uns sicher: „Sie bemerkt keinen Unterschied.“ Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf, der Haussegen hing schief, der Laptop funktioniert angeblich nicht mehr richtig. Ich fuhr sofort hin und dachte: „Arghs, Windows hat ja Doppelklicks!“ Nachdem ich das mit zwei Klicks über das „KDE-Maus-Menü“ eingestellt hatte war die Welt wieder in Ordnung.

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(Screenshots: Kubuntu 14.04.1 LTS)

Mein Name ist Sascha, das Internet und ich sind seit 1997 gute Freunde. Es gibt mir Entertainment, Moneten und Liebe, dafür gebe ich ihm seit 2009 vielseitige, multimediale Anleitungen auf den verschiedensten Präsenzen. Wäre ich nicht Webworker, würde ich wahrscheinlich für die Camorra das Heimnetzwerk auf Debian umstellen und verwalten. Als Familienmensch liebe ich nämlich Süditalien, das dortige Essen und die spätabendlichen Arbeitszeiten.


Kategorie: Blog
  • Jens sagt:

    Ich kann das voll bestätigen. Mein erstes Ubuntu war 12.04 – ein tolles Betriebssystem das Windows XP für mich verdrängt hat. Nach dem Upgrade auf 14.04 stand ich kurz davor mir Windows 7 zu kaufen. Ein Bekannter meinte ich sollte mal Kubuntu testen und ich muss gestehen, ich hatte noch nie so ein stabiles und schnelles System. Ich werde bei KDE bleiben 🙂 Ich bin eigentlich hier her gekommen wegen dem Firewall Beitrag und dann ein wenig durchgeklickt. Tolle Seite hast du hier, ich bin nämlich nicht so eine Ubuntu Leuchte! Schönen Sonntag wünscht der Jens!

  • Uwe sagt:

    Mir ging es ähnlich nach dem „Tot“ von winXP wie meinem Vorkommentator.
    Nur,nachdem ich die unterschiedlichen Varianten ausprobiert habe, ist LXDE mein absoluter Favorit.

    Es ist für mich einfach besser händelbar, da die Gui sehr stark an Win98 bzw WinXP-klassische Ansicht erinnert die ich unter WinXP nutzte!
    Selbst meine Mutter ist mit Lubuntu (Abiword,VLC,und Audacious)hoch zufrieden und kommt prima zurecht.

  • Frank sagt:

    Tolle Seite, ich nutze seit Jahren LINUX, in den verschiedensten Varianten.
    Zur Zeit ist es Ubuntu mit GNOME, KDE u. Unity, alle 3 Varianten sind für mich
    absolut unerlässlich. Bei anderen LINUX Derivaten nutze ich GNOME u. KDE, xfce u. Co.
    da kann ich mich persönlich gar nicht anfreunden. Aber da ich diese Seite einmal gefunden habe, hinterlasse ich natürlich einen KOMMENTAR. Mach weiter so.

    LG
    Frank

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