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Ubuntu: Systemstart dauert zu lange – a start job is running for dev-disk-by

Bei manchen Benutzern von Ubuntu kommt es vor, dass der Systemstart sehr lange dauert. Nach dem Einschalten des Computers erscheint zwar relativ zügig der lilafarbene Ubuntu-Ladebildschirm, doch es lädt, lädt und lädt.

Guten Tag liebe Menschen von Kilobyte ich habe ein Problem mit meinem Ubuntu. Seitdem ich das Upgrade von 14 auf 16 ausgeführt habe, dauert es bestimmt zwei Minuten, bis ich ins System komme. […] PS: Eure Anleitung wie man Ubuntu schneller macht führte in meinem Fall nicht zur Lösung.

Augusto, Reinhard: Systemstart von Ubuntu dauert eine Ewigkeit. E-Mail vom 03.09.2016.

Bild von Ubuntu Systemstart dauert zu langeDieses undankbare Problem tritt zumeist dann auf, sobald sich mindestens eine Partitionsadressierung nach der Installation von Ubuntu verändert hat. Wenn Sie während des aufblinkenden Ubuntu-Ladebildschirms einmal die Taste „F1“ drücken, werden Sie die Fehlermeldung „a start job is running for dev-disk-by xxx“ zu Gesicht bekommen. Daneben befindet sich eine digitale Zeitanzeige, die 1:30 Minuten herunterzählt. Der Systemstart von Ubuntu dauert deshalb so lange, da erst dieser Zeitraum abgelaufen sein muss, ehe das Betriebssystem weiterlädt.

In der folgenden Anleitung erkläre ich Ihnen verständlich und Schritt für Schritt, wie Sie den Fehler „a start job is running for dev-disk-by xxx“ sauber beheben und Ihr Ubuntu damit wieder schneller startet.

Start von Ubuntu beschleunigen

Öffnen Sie zunächst ein Terminal-Fenster. Darauffolgend geben Sie den Befehl sudo blkid ein, um sich anzeigen zu lassen, wie Ihre Datenträger von Ubuntu identifiziert werden.

Screenshot von Ubuntu Terminal-Fenster mit dem Befehl blkid

Um die Fehlermeldung „a start job is running for dev-disk-by xxx“ auszumerzen, sind bei der ganzen folgenden Operation ausschließlich die Kombinationen aus Ziffern und Buchstaben hinter UUID (Universally Unique Identifier) von Relevanz.
Hinweis: Dieses Terminal-Fenster muss des Weiteren die ganze Zeit geöffnet bleiben.

UUID manuell in Ubuntu eintragen

Im nächsten Schritt öffnen Sie zuallererst ein zweites Terminal-Fenster. Gehen Sie im Anschluss mit sudo apt-get install nano sicher, dass sich dieser Editor auf Ihrem System befindet. Ist dies der Fall? Dann gehen Sie weiter wie folgt vor:

  • Öffnen Sie die Systemdatei fstab mit sudo nano /etc/fstab.

Screenshot von sudo nano /etc/fstab Ubuntu Terminal-Fenster

Wichtig: Sie haben daraufhin die Berechtigung eine systemrelevante Datei zu editieren. Immer wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie vielleicht bei der Eingabe einen Fehler gemacht haben, drücken Sie die Tastenkombination Strg + X gefolgt von der Taste „N“, um das Menü ungespeichert zu verlassen. Im Anschluss haben Sie dann die Möglichkeit, alles von Neuem zu beginnen.

  • Wenn Sie nun Ihre beiden Terminal-Fenster übereinanderlegen, werden Sie feststellen, dass die Werte für UUID bei manchen Einträgen nicht übereinstimmen.

Screenshot vom Übertragen der UUID in die fstab von Ubuntu

Hinweis: Die Unregelmäßigkeiten kommen in aller Regel bei SWAP-Partitionen vor. Je mehr Partitionen sich in Ihrem System befinden, umso schwerer ist es die UUID-Einträge zuzuordnen. Hierbei helfen Ihnen zum einen die Angaben zu den Partitionstypen (swap, ext4, etc.) und zum anderen die Gerätebezeichnungen (/dev/sdb1).

  • Im letzten Schritt beginnt die Fleißarbeit, denn Sie müssen die richtige UUID, welche sich im Fenster mit dem Befehl blkid befindet in das Terminal-Fenster mit der geöffneten fstab händisch übertragen.

Screenshot von /etc/fstab unter Ubuntu

Wichtig: Verändern Sie beim Übertragen nicht die Syntax.

  • Zu guter Letzt müssen Sie Ihre Änderungen noch speichern. Drücken Sie dazu die Tastenkombination Strg + O. Verlassen Sie darauffolgend die Edition der fstab mit Strg + X.
  • Starten Sie Ihren Computer mit sudo reboot neu und erfreuen Sie sich daran, dass Sie den Fehler „a start job is running for dev-disk-by xxx“ behoben haben.

Ubuntu startet zu langsam – der Faktencheck

Ein gewöhnlicher Systemstart dauert je nachdem, ob Sie eine mechanische Festplatte oder ein Solid-State-Drive (SSD) verwenden zwischen 10 – 40 Sekunden. Nimmt dieser Prozess bei Ihnen deutlich mehr Zeit in Anspruch, dann liegt höchstwahrscheinlich der Fehler „a start job is running for dev-disk-by xxx“ vor.

  • Hervorgerufen wird dieser Fehler zumeist, wenn Sie in Ihrem System eine gravierende Änderung vorgenommen haben. Dies kann ein Upgrade auf eine neue Version sein aber auch die Einrichtung eines Dual-Boot-Systems oder die Installation eines neuen Datenträgers führt oft zu diesem Problem.

Haben Sie die richtige UUID zu jedem Datenträger zugeordnet und der Systemstart ist immer noch etwas zu langsam? Dann sollten Sie womöglich zusätzlich noch das Autostartmenü aufräumen.

Ihr Rechner erfüllt die von mir empfohlenen Systemvoraussetzungen und Ubuntu ist trotzdem langsam? Dann können Sie Ihr Betriebssystem optimieren. Zunächst sollten Sie dazu das Autostartmenü aufräumen.

Sascha: Ubuntu schneller machen – Tipps, die wirklich helfen. kilobyte.bplaced.net (09/2016).

Fazit

Die relativ häufig auftretenden Probleme mit der fstab ärgern mich persönlich. Der Fehler, welcher nur mithilfe einer manuellen Edition einer Systemdatei behebbar ist, enthüllt, dass Ubuntu in Sachen Benutzerfreundlichkeit für Endbenutzer noch einige Defizite aufweist.

Verwandte Themen:

Welches Ubuntu ist perfekt für mich?
In Ubuntu die Fehlermeldungen deaktivieren – so geht’s

(Screenshots: Ubuntu 16.04.1 LTS)

Ubuntu Startton einrichten – so geht’s

Für Ubuntu gilt das Sprichwort: „Stille Wasser sind tief.“ Gut das Betriebssystem ist vielleicht nicht der Marianengraben, aber es ist schon einiges Piesacken nötig, bis die Linux-Distribution einmal einen Ton von sich gibt. Besonders fiel mir das auf einer Zugfahrt von Regensburg nach Prag auf, als ich wieder einmal wegen Überfüllung auf dem Fußboden des Abteilflurs Platz nehmen durfte. Von allen Seiten piepte, trommelte, pfiff und quietschte es aus den iPhones, Android-Tablets und Windowslaptops – nur mein ThinkPad mit Ubuntu 16.04 LTS schwieg eisern.

Bild von Ubuntu StartsoundMit der Zeit sprach mich ein stattlicher Herr mittleren Alters mit folgender Feststellung an: „Das was Sie da haben, ist aber nicht Windows.“ Ohne mich antworten zu lassen, begann er einen Monolog darüber, wie toll Windows XP doch war. Ähnlich wie ein Heimatvertriebener über das Sudetenland schwärmte er über sein Betriebssystem, welches seit 2014 von Microsoft nicht mehr mit Sicherheitsupdates unterstützt wird. Er sagte: „Zehn Jahre nie ein Problem – Einschalten, Startton, Arbeiten, Feierabend.“

Ich kann Ihnen Windows XP auch nicht zurückgeben. Wenn Sie in Ubuntu Ihre neue Heimat gefunden haben, kann ich Ihnen jedoch sagen, wie Sie den Startton so verändern, dass Sie Ihr Computer wie zwischen den Jahren 2001 und 2014 begrüßt. Selbstverständlich funktioniert folgende Anleitung auch für Benutzer, die nichts mit Windows am Hut haben und einfach nur möchten, dass Ubuntu nach dem Start einen speziellen Sound abspielt.

Ubuntu Startsound herunterladen

Bevor Sie Ubuntu anweisen einen Ton nach jedem Systemstart abzuspielen, müssen Sie zunächst über eine Sounddatei verfügen. Es funktionieren die Audioformate .wav, .ogg und .oga. Wenn Sie also angenommen einen Windowsstartsound in Ubuntu integrieren möchten, dann gehen Sie wie folgt vor:

  • Laden Sie sich zunächst die gewünschte Sounddatei herunter. Ich empfehle hierfür Winhistory.

Windows XP. Lasts 4 seconds […]

Makowski, Dirk: Windows starting-sounds. winhistory.de (09/2016).

  • Hier müssten Sie eine RAR-Datei auswählen, denn sobald Sie das Archiv entpackt haben, erhalten Sie daraus die passende Audiodatei (.wav).
  • Verschieben Sie darauffolgend diese Datei in einen beliebigen Ordner. Ich empfehle das Standardverzeichnis „Musik“.

Startton nach dem Systemstart abspielen

Nun ist es an der Zeit Ubuntu mitzuteilen, wo der Startton zu finden ist. Öffnen Sie dazu die Ubuntu Dash-Startseite und suchen Sie darüber das Menü „Startprogramme“.

Screenshot von Ubuntu Dash-Startseite

Navigieren Sie in dieses Menü und klicken Sie direkt im Anschluss auf die Schaltfläche „Hinzufügen“.

  • Name: Tragen Sie hier eine beliebige Bezeichnung ein.
  • Befehl: Mit paplay /home/sascha/Musik/oxp.wav startet bei mir der Sound automatisch mit Ubuntu. Selbstverständlich müssen Sie Ihren Pfad individuell anpassen.

Screenshot von Ubuntu Startsound hinzufügen

  • Kommentar: Auch dieses Feld können Sie beliebig ausfüllen oder einfach freilassen.

Bestätigen Sie abschließend mit „Hinzufügen“ und schließen Sie das Menü „Startprogramme“. In Zukunft werden Sie mit Ihrem Sound begrüßt.

Tipp: Mehrere Sounds nacheinander abspielen

Es ist ebenso möglich, mehrere Starttöne nacheinander in Ubuntu abspielen zu lassen. Angenommen Sie möchten, dass erst ein „Allahu Akbar Sound“ gefolgt von einem „Peng Peng Sound“ ertönt, da Sie beispielsweise in einem vollen Zugabteil Sitzplätze freimachen möchten, dann gehen Sie wie folgt vor:

  • Richten Sie beide Sounds nacheinander mit dem Befehl paplay nach dem oben genannten Prinzip ein.

Screenshot von Ubuntu 16.04 LTS Startprogramme (WinXP) Ton

  • Achten Sie im Feld „Name“ jedoch darauf, dass der Sound, welcher zuerst abgespielt werden soll, einen Namen erhält, dessen Anfangsbuchstabe im Alphabet zuerst kommt. Ubuntu startet eingerichtete Prozesse nämlich in alphabetischer Reihenfolge.

In Ubuntu werden die Einträge im Autostart-Menü nach alphabetischer Reihenfolge gestartet. Wenn ein Programm also zuerst gestartet werden soll, ändern Sie einfach den Namen des Eintrags.

Sascha: In Ubuntu Programme in den Autostart laden. kilobyte.bplaced.net (09/2016).

Fazit und Tipp für YouTube-Sounds

Wie Sie sehen, ist es ein Leichtes, Ihr Ubuntu frei nach Ihren Vorlieben einzurichten. Falls Sie einen besonderen Ton auf YouTube entdecken, dann laden Sie diesen mit ClipGrab für Ubuntu herunter. Die Freeware kann nämlich vermeintliche Videos auch direkt in die Audioformate konvertieren, die Sie für Ihren Ubuntu Startton benötigen.

Verwandte Themen:

Gute Webcam für Ubuntu – Empfehlung
DJ-Software für Ubuntu – Anleitung für Mixxx

(Screenshots: Ubuntu 16.04.1 LTS)

YouTube Nutzer blockieren – drei wichtige Schritte

Sie publizieren auf der sozialen Onlineplattform YouTube regelmäßig Videos und sind stetig negativen Kommentaren ausgesetzt? Dabei werden Sie nicht nur hin und wieder von anderen Benutzern persönlich beleidigt, sondern sind sogar ein Opfer von Mikroaggression, systematischem Cybermobbing oder Stalking? Dann ist es höchste Zeit böswillige YouTube Nutzer zu blockieren. Aufgrund dessen, dass Hassrede und Missgunst in allen sozialen Netzwerken seit dem Jahre 2015 stark zugenommen haben, gibt YouTube seinen Videokünstlern zwischenzeitlich sogar ziemlich mächtige Werkzeuge an die Hand, damit diese sich ihre seelische Unversehrtheit bewahren können.

Seit einigen Tagen versucht ein „Hater“ uns zu ärgern. […]. Es ist traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die Freude daran haben andere Menschen zu verletzen oder gar zu schaden.

Duvier, Angélique: EIS. youtube.com (08/2016).

In der folgenden Anleitung sage ich Ihnen deshalb nicht nur, wie Sie YouTube Nutzer dauerhaft blockieren können, sondern auch wie Sie Ihren Kanal vor Psychopaten, Islamisten, Radikalisten und Neidern schützen.

Firewall für YouTube einrichten

Bild von YouTube Nutzer sperrenGenauso wie eine Firewall in Ihrem Internetrouter Störer fernhält, können Sie auf YouTube negative Kommentare abwehren. Das Ganze nennt sich auf der Videoplattform jedoch nicht Firewall, sondern „Schwarze Liste“ und diese sollte bei Ihnen prall gefüllt sein. Denn jedes Wort, welches in dieser Liste steht, kann in einem Kommentar unter Ihrem Video nicht veröffentlicht werden.

Sie finden die „Schwarze Liste“ nach dem Einloggen in Ihrem „Creator Studio“. Navigieren Sie über den Menüpunkt „Community“ in „Community Einstellungen“ um Ihre YouTube Firewall zu konfigurieren.

Screenshot von YouTube Firewall

Stellen Sie sich nun vor, Sie hätten die Endstufe des Tourettesyndroms und tragen Sie alle Kraftausdrücke in die „Schwarze Liste“ ein, die Ihnen einfallen. Beachten Sie dabei folgendes Eingabeformat:

Flegel, Lümmel, Taugenichts, Allahu Akbar […].

Fügen Sie zudem Begriffe hinzu, die keine Beleidigung darstellen, Sie jedoch in irgendeiner Weise verletzen könnten.

  • Wenn Sie also beispielsweise denken, dass Sie zu große Ohren haben und nicht möchten, dass jemand dies in einem Kommentar unter Ihrem Video schreibt, dann müssten Sie zudem den Begriff „Ohren“ in Ihre „Schwarze Liste“ eintragen.

Hinweis: YouTube ist eine internationale Plattform mit mehr als einer Milliarde registrierter Benutzer. Es ist deshalb zu empfehlen, die Liste auch mit russischen, türkischen, arabischen, spanischen und englischen Kraftausdrücken zu füllen. Nehmen Sie hierfür die Dienste des kostenlosen Übersetzers von Google in Anspruch.

Böse YouTuber sperren – so geht’s

Sobald Sie die Liste gespeichert haben, ist Ihr Kanal geschützt. Sollte nun ein böser YouTuber einen Hasskommentar unter Ihrem Video schreiben passiert Folgendes:

Screenshot von Hasskommentar auf YouTube mit anstößigen Wörtern

Für den Angreifer sieht es so aus, als wäre sein Kommentar veröffentlicht worden. In Wahrheit ist die Tirade für keinen anderen Nutzer sichtbar.

  • Der Kommentar bleibt unveröffentlicht und wartet auf weitere Moderation. Er befindet sich im Menü „Community“ unter dem Punkt „Kommentare“ im Ordner „Überprüfung ausstehend“ oder „Wahrscheinlich Spam“.

Screenshot von YouTube Kommentaren, die sich im Ordner "Wahrscheinlich Spam" befinden

Navigieren Sie nun in einen der beiden Ordner, denn der Übeltäter muss von Ihnen noch manuell geblockt werden. Dieses Vorgehen ist jedoch etwas aufwendig.

„Hater“ sollten blockiert und gemeldet werden

Klicken Sie den blau hinterlegten Namen des Störers mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Punkt „Link im neuen Tab öffnen“ aus.

  • Sie befinden sich daraufhin auf dem Profil des Bösewichts und sehen rechts oben eine Fahne. Klicken Sie diese an und bestätigen Sie die Eingabe mit „Nutzer sperren“.

Screenshot vom Sperren eines YouTube Nutzers

Hinweis: Sie finden die Fahne nicht? Dann klicken Sie auf das Menü „Kanalinfo“.

Schließen Sie nun den Tab Ihres Webbrowsers mit dem Störerprofil und gehen Sie zurück zu den Ordnern, in denen der negative Kommentar noch aufbewahrt wird.

  • Neben dem Hasskommentar befindet sich ebenfalls eine Fahne, klicken Sie diese an und wählen Sie „Spam oder Missbrauch melden“ aus. Damit wird der ungeliebte Kommentar gemeldet und gelöscht.

Screenshot von Spam oder Missbrauch auf YouTube melden

Mit diesen Aktionen haben Sie sich eine Sicherheitszone eingerichtet, denn:

  1. Der Nutzer kann keine für die Allgemeinheit sichtbaren Kommentare mehr auf Ihrem Kanal und unter Ihren Videos hinterlassen.
  2. Die Kommentare des Störers werden nicht mehr für die Moderation gespeichert. Sie bekommen die Schandtat dementsprechend nicht mehr mit.
  3. Wenn Sie als eingeloggter YouTuber Videos von anderen Künstlern ansehen, werden die Kommentare geblockter Benutzer für Sie ebenfalls ausgeblendet.
  4. Der gesperrte und gemeldete YouTube Nutzer kann Ihnen zudem keine persönlichen Nachrichten mehr senden.

Wichtig: Haben Sie einen YouTube Nutzer gesperrt, so kann dieser Ihre Videos jedoch immer noch negativ bewerten. Auch sein Abonnement wird nicht gelöst.

Das präventive Blocken und Entsperren von YouTubern

Wenn Sie bei anderen Kanälen sehen, dass diese mit negativen Kommentaren belästigt werden, sollten Sie die Saboteure gleich über deren Profil blockieren, bevor diese bei Ihnen aufschlagen.

  • Im gleichen Menü in diesem Sie Ihre „Schwarze Liste“ finden, die Sie natürlich jederzeit erweitern können, haben Sie ebenso die Möglichkeit, YouTube Nutzer wieder zu entsperren.

Hinweis: Ein Entsperren ist jedoch nicht nötig. Blockierte Nutzer können nämlich trotzdem Ihre Videos samt Werbung ansehen. Ihnen gehen demnach selbst durch präventives Sperren keine Einnahmen verloren.

Screenshot von gesperrten YouTubern

Erfahrung: Die Anzahl der geblockten Benutzer steigt linear mit der Anzahl der Abonnenten des Kanals. Bis zu 5% für Kommentare gesperrte Benutzer auf die Gesamtheit der Abonnements sind heutzutage leider völlig normal.

Zusammenfassung – drei Schritte zum Bewahren des Seelenheils
  1. Konfigurieren Sie die „Schwarze Liste“ so gut, wie es geht. Erweitern Sie Ihre Firewall regelmäßig mit neuen und anderssprachigen Begriffen.
  2. Blenden Sie die Kommentare von Störern nicht einfach nur aus, sondern sperren und melden Sie die Benutzer.
  3. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Kommentarspalten. Fällt Ihnen jemand negativ auf? Dann nutzen Sie die Chance, um den Störenfried gleich zu sperren.

Solange Sie Videos auf YouTube veröffentlicht haben, sind diese drei Schritte ein fortwährender Prozess, der sich jedoch bereits kurzfristig auszahlt.

Fazit – warum hassen so viele Menschen mich und meine Videos?

Es galt anno 2002 beim Spielen von Ego-Shootern als starker Tobak, einen Mitspieler als Sohn einer pro­mis­ku­i­tiven Mutter zu bezeichnen. Diese Tage sind längst passé. Auf YouTube liest man heutzutage unter anderem neben Gewaltandrohung und Morddrohung gerne auch einmal, dass jemand entweder die Mutter des Videokünstlers oder gleich dessen ganze Generation penetrieren möchte.

Du bist total hässlich, wie siehst du aus? Du solltest lieber kein YouTube machen!

R., Tina: Was ist nur los auf YouTube? Negative Kommentare. youtube.com (08/2016).

Der stetig steigende Hass in den sozialen Netzwerken hängt meiner Meinung nach mit drei Dingen zusammen:

  • Das Bildungsniveau (Wissen, Erziehung, Empathiefähigkeit, etc.) der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der BRD ist im freien Fall.

Wenn ich in der S-Bahn ein paar Jugendliche mit offensichtlich türkischem Hintergrund (sprachen z. B. türkisch) höflich bitte, ihre laute Musik leiser zu machen und von denen dann als Antwort kommt „Du kannst mich mal, du scheiß Kartoffel“ […].

Demokrat89: Angst vor einer schwarzen Welt. zeit.de (08/2016).

  • Die Chancengleichheit ist hierzulande ein Disney Märchen. Selbst hohe Bildungsabschlüsse schützen nicht mehr vor (Alters-)Armut oder sorgen für sozialen Aufstieg. Dadurch fehlt es jungen Menschen an Perspektive und Motivation mit der Folge, dass man sich im Milieu arrangiert. Ob dieser Zustand vielleicht politisch motiviert ist?

Armer Hase! Es ist doch eine jämmerliche Rolle, der Hase sein müssen auf dieser Welt – Aber der gnädige Herr braucht Hasen!

Schiller, Friedrich: Die Räuber. Köln: Anaconda Verlag GmbH 2007.

  • Es gibt in der BRD keine Debattenkultur mehr. Angesichts der fehlenden Opposition im Bundestag während des Kabinetts Merkel III, der sogenannten politischen Korrektheit innerhalb der Leitmedien und aufgrund dessen, dass Debattieren nicht zum Schulalltag gehört, verlernen die Menschen hierzulande gesellschaftsfähige Kritik zu äußern und zu argumentieren.

Die Ergebnisse dieser Defizite finden sich dann in Form von Neid, Aggression, Missgunst und Wut in öffentlichen Räumen wieder, worunter auch Onlineplattformen wie YouTube zählen.

Empfehlung: Meine drei Schritte helfen Ihnen dabei, gewöhnliche Wald und Wiesen „Hater“ fernzuhalten. Bei penetrantem Cybermobbing, Stalking oder sogar stetiger sexueller Belästigung sollten Sie zunächst Beweise sichern und anschließend unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.

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Hilfe! Warum ist auf YouTube die Videoqualität so schlecht?

(Screenshots: YouTube.com)